02. Juli 2026

Mineralogisches Museum der Universität Bonn feiert 70Jähriges Bestehen Mineralogisches Museum der Universität Bonn feiert 70Jähriges Bestehen

Geburtstagsfeier am 12. Juli 2026, auf den Tag 70 Jahre nach Neueröffnung

Das Mineralogische Museum ist zusammen mit dem Goldfuß-Museum das älteste naturkundliche Museum des Rheinlandes. Es war ab 1818 Teil des früheren Naturhistorischen Museums der Universität Bonn und ab 1882 das einzige Museum im Poppelsdorfer Schloss. Dieses wurde im 2. Weltkrieg zerstört und nach 1945 wieder aufgebaut. Dort wurde das Mineralogische Museum der Universität Bonn am 12. Juli 1956 feierlich wieder eröffnet. Das ist jetzt 70 Jahre her und wird am 12. Juli 2026 von 11.00 bis 18.00 Uhr gefeiert.
Tigerauge
Tigerauge - Bänder von schillerndem Tigerauge, eingebettet in Jaspis und Magnetit © Volker Lannert / Universität Bonn
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Zwei Sonderführungen zum Geburtstag hat Dr. Anne Zacke vorbereitet. Sie leitet das Mineralogische Museums und stellt zum 70Jährigen Bestehen die Höhepunkte der Ausstellungen des Museums vor.

Für kleine und auch für große Fans des Mineralogischen Museums gibt’s eine Rallye durch's Museum und Edelsteinwaschen im Innenhof des Poppelsdorfer Schlosses. Am Geburtstag ist der Eintritt frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Das Museum zeigt rund 6.000 Objekte, die nach Themen gegliedert präsentiert werden. Die aktuelle Sonderausstellung zum Thema „Evolution“ stellt die Entwicklung der Minerale vor und hat sogar ein Stück vom Mond sowie die ältesten Gesteine der Erdgeschichte zu bieten. Die Gäste des Museums, darunter seit jeher viele Schulklassen, treffen in der Dauerausstellung des Mineralogischen Museums beispielsweise auf den Forsbacher Meteoriten, der einer von nur acht Meteoritenfunden in Nordrhein-Westfalen ist. Das Gestein fiel im Jahr 1900 auf das Feld eines Bauern und gelangte 1904 in die Bestände des Mineralogische Museums. Seit 1954 gehört auch ein Uranwürfel aus dem Deutschen Uranprojekt der Nationalsozialisten dazu. Das US Military Security Board in Koblenz hatte den Würfel dem Museum in der Nachkriegszeit überlassen; von ursprünglich 664 dieser Würfel existieren heute vermutlich noch 13. Außerdem zählt seit 2008 das weltweit größte Tigerauge zum Museum: ein geschliffener und polierter Schmuckstein von etwa zwei Metern Länge und 150 Kilogramm Gewicht, der in der Bergkette Hamersley Range in Westaustralien gefunden wurde.

Ein geschichtsträchtiger Geburtstag steht im Poppelsdorfer Schloss bevor.

Hier gibt's weitere Information zum Mineralogischen Museum:
https://www.ifgeo.uni-bonn.de/de/museum/mineralogisches-museum/aktuelles

Ansprechpartnerin für die Medien:
Dr. Anne Zacke, Leiterin
Mineralogisches Museum der Universität Bonn
E-Mail: minmu@uni-bonn.de

Forsbacher Meteorit
Forsbacher Meteorit - Vom Himmel gefalllen und später im Mineralogischen Museum gelandet. © Volker Lannert / Universität Bonn
Steinewaschen
Steinewaschen - Geburtstagsaktivität im Hof des Poppelsdorfer Schlosses: Steinewaschen © Anne Zacke / Universität Bonn
Uranwürfel
Uranwürfel - vgl. Rheinische Wunderkammer, Wallstein 2017, S. 264, https://www.wallstein-verlag.de/9783835331396-rheinische-wunderkammer.html © Lannert / Uni Bonn
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