Einscope erstellt mithilfe von Messmethoden wie Photogrammetrie und 3D-Animationsprogrammen interaktive Modelle realer Orte, die besonders interessant für Museen, touristische Anbieter, oder auch für die Lehre sind.
Bei der jährlichen Blender Conference (BlenderCon) in Amsterdam drehte sich alles um die Software Blender, mit der man dreidimensionale Grafiken oder Animationen modellieren kann. Bei der Konferenz ging es vor allem um die Render- und Pipeline-Technologien dieser Anwendung. Hier besuchte das Start-up Team Vorträge zur Automatisierung verschiedener Prozesse, die unter anderem das Transportieren von Inhalten zwischen verschiedenen Softwares erleichtern. Dabei tauschten sie sich direkt mit den Entwickler*innen dieser Technologien aus und bekamen so Informationen aus erster Hand. Außerdem knüpfte das Team Kontakte zu Visual Artists und erhielt Einblicke in Techniken, die unter anderem in dem oscarprämierten Film „Flow“ eingesetzt wurden.
Die 30. FMX (Film & Media Exchange) in Stuttgart stand unter dem Motto „The Road Ahead“. Hier ging es vor allem um den strukturellen Wandel der Branche, besonders hinsichtlich Themen wie Systemverschmelzung und Standardisierung, um die Bedienung verschiedener Systeme und Programme zu optimieren und Interoperabilität zwischen Anwendungen zu erleichtern. Hier nahm das Start-up Team an Workshops und technischen Sessions mit Live-Demos neuester Technologien teil. Außerdem erhielten sie Einblicke in die den Bereich Sounddesign aus erster Hand von den Sound Supervisors aktueller Kinofilme wie „Michael“, „Bohemian Rhapsody“ oder „Vaiana 2“ und „Encanto“.
Insgesamt lernten die beiden Gründer die neuesten technischen Innovationen ihres Fachbereichs kennen und knüpften wertvolle Verbindungen zu Expert*innen und potenziellen Kund*innen. So eigneten sie sich direkt anwendbares Wissen über State-of-the-Art-Techniken an, um die eigenen Produkte zu optimieren.
Wir haben die beiden Gründer zu ihrem Gründungsweg befragt:
Wie seid ihr darauf gekommen, euer Start-up zu gründen?
Wir haben zunächst nur nach einer Möglichkeit gesucht, die 30 Geotope als virtuelles Museum erlebbar zu machen. Das gefiel einigen Besuchern der GeoBerlin so gut, dass wir dann gründeten, um das Ganze auch sinnvoll abrechnen zu können.
Wie habt ihr den Schritt von der Uni zum Start-up erlebt?
Als eine recht nüchterne Erfahrung. Wir waren zunächst bei einer Steuerberaterin um uns über die Formen der Gründung im Bezug auf unsere Dienstleistung beraten zu lassen und haben anschließend gegründet.
Welche prägende Erfahrung habt ihr durch die Gründung gemacht?
Unsere erste Erfahrung war ein Kunde, der uns ursprünglich das virtuelle Museum abkaufen wollte. Dieser hat sich nach dem initialen Gespräch aber nie wieder bei uns gemeldet. Stattdessen konnten wir danach aber vielen anderen mit unserem Wissen helfen und Kindern mit unseren Animationen ein breites Grinsen entlocken können.
Wie hat euch enaCom bei der Gründung unterschützt? Welches Angebot war besonders hilfreich?
Der Gründungsstammtisch hat uns einen guten ersten Einblick in die Start-Up Szene und deren Möglichkeiten gegeben. Danach hat uns Gründungsberater Alexander von Pidoll wirklich hilfreich unterstützt und beraten!
Welche Tipps gebt ihr anderen Gründungsinteressierten?
Informiert euch VOR der Gründung über eventuelle Förderanträge und haltet immer 50% eures Umsatzes für die Steuernachzahlungen und anschließenden Vorauszahlungen auf eurem Konto vor! Und vergesst nicht, Spaß an eurer Gründung zu haben!
Förderung für Reisen
Die Konferenzreisen von Einscope GbR wurden durch einen Santander Innovation Grant ermöglicht. Die Grants unterstützen Gründer*innen der Universität Bonn bei der Markterschließung und Strukturierung ihrer Projekte. Dafür können sie Zuschüsse in Form von Reise- oder Coachingzuwendungen erhalten. Das Transfer Center enaCom berät Interessierte und betreut die Bewerbung und Förderung. Die Santander Innovation Grants werden von der Santander Consumer Bank AG im Rahmen der 'Santander Universities' gefördert.