Nachhaltig, vernetzt, offen: So soll künftig in Bonn geforscht werden
Nach Abschluss des Vergabeverfahrens für den Neubau des Instituts für Molekulare Biologie der Universität Bonn (ImBIG) beginnen nun die konkreten Planungen.  Der BLB NRW realisiert das Projekt mit Fritsch + Tschaidse Architekten aus München, deren Entwurf sich bereits im vorangegangenen Architekturwettbewerb als einer der Bestplatzierten durchgesetzt hatte. Mit der Entscheidung ist der Weg für einen neuen zentralen Forschungsbau am Campus Poppelsdorf frei. 
Immunzellen erinnern sich an ihren Aufenthaltsort
Eine neue KI-gestützte Methode rekonstruiert, wo sich Immunzellen ursprünglich in einem Organ befunden hatten, selbst nachdem diese Zellen aus dem Gewebeverband gelöst und einzeln analysiert wurden. Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn nutzen dafür das Transkriptom, also die Gesamtheit aller Boten-RNA-Manuskripte, die innerhalb einer Zelle zu einer bestimmten Zeit von den Genen produziert werden. Die Arbeit wurde jetzt in der Fachzeitschrift Advanced Science veröffentlicht und stellt den neuen Algorithmus MERLIN vor.
Die Sieger von Jugend forscht an der Uni Bonn
Was tun, wenn Kleinkinder Knopfzellenbatterien verschlucken? Wie wächst Kresse im Magnetfeld? Wie lassen sich Joghurtbecher aus Algen herstellen? Setzt das Mineral Malachit gefährliche Kupferionen frei? Wie lassen sich Epidemien mit einem mathematischen Modell eindämmen? Mit diesen Themen errangen heute junge Forschende beim Regionalwettbewerb Bonn/Köln von Jugend forscht an der Universität Bonn erste Preise. Die Siegerehrung fand in der Universitätsaula statt. Die Erstplatzierten qualifizierten sich als Regionalsieger für die Teilnahme am Landeswettbewerb.
Mitochondrien beeinflussen die Fettspeicher der Zelle
Die Kraftwerke der Zellen - die sogenannten Mitochondrien - können offenbar die Zahl der Lipidtröpfchen in der Zelle beeinflussen. Dabei spielt ein Mechanismus eine zentrale Rolle, der eigentlich für einen ganz anderen Zweck gedacht ist. Das zeigt eine aktuelle Studie von Universität Bonn und Universitätsklinikum Bonn sowie der Universität Freiburg. Die Ergebnisse sind nun in der Fachzeitschrift Nature Cell Biology erschienen.
Neue Wege zum Umweltfrieden in Kolumbien
Neue und bestehende Technologien mit indigenen Wissenssystemen untersuchen und kombinieren – das ist das Ziel von „iakumama 2050”. Das neue Forschungsprojekt des Zentrums für Entwicklungsforschung der Universität Bonn (ZEF) verfolgt das Ziel, Szenarien zu entwickeln, wie Mensch und Natur gemeinsam in Regionen leben können, die von bewaffneten Konflikten und Rohstoffabbau betroffen sind. Die VolkswagenStiftung fördert das Vorhaben, das im Juli 2026 beginnt und dann anderthalb Jahre gefördert wird.
Was Seeigel- und Lachsspermien zum Schwimmen bringt
Eine aktuelle Studie des Max-Planck-Instituts für Multidisziplinäre Naturwissenschaften und der Universität Bonn zeigt, dass der pH-Wert eine entscheidende Rolle für die Beweglichkeit von Spermien bei Seeigeln und Lachsen spielt. Der Anstieg des pH-Werts aktiviert das Enzym Adenylylzyklase (sAC), das den Botenstoff cAMP produziert und somit die Spermienbewegung reguliert. Dieser Mechanismus könnte in vielen marinen wirbellosen Organismen und Fischen verbreitet sein. Ihre Ergebnisse sind nun in dem renommierten Journal Proceedings of the National Academy of Sciences erschienen.
Neues zur Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus
Das Epstein-Barr-Virus (EBV) kann bestimmte Krebsarten oder Autoimmunerkrankungen auslösen, aber wie der Körper diese häufige Virusinfektion unter Kontrolle hält, ist weitestgehend unbekannt. Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn haben jetzt genetische und nicht-genetische Faktoren identifiziert, die dem Körper helfen EBV zu bekämpfen. Hierfür werteten sie Genomsequenz-Daten, die eigentlich zur Charakterisierung des menschlichen Erbguts gedacht sind, auf eine neue Art aus. Mit der neuen Technik konnten sie die Menge an EBV im Blut abschätzen und in großen Gesundheitsdatensätzen Zusammenhänge finden – zum Beispiel eine erhöhte Viruslast in Personen mit HIV-Infektionen, aber auch Rauchern. Auch gab es Hinweise auf neue Gene, die Schlüsselrollen in der EBV-Immunität haben. Ihre Ergebnisse sind jetzt im renommierten Fachjournal "Nature" veröffentlicht.
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