Käse ohne Kuh?
Immer mehr Menschen greifen zu veganen Produkten. Beim Käse jedoch fällt die Umstellung noch schwer. Eine Alternative stellt die Präzisionsfermentation dar, bei der Mikroorganismen Milchproteine herstellen und so echte tierfreie Milchprodukte wie Käse produziert werden können – ganz ohne Kuh. Doch würden Konsumentinnen und Konsumenten einen solchen Käse überhaupt kaufen? Das haben Forscherinnen der Abteilung für Marktforschung der Agrar- und Ernährungswirtschaft der Universität Bonn untersucht. Ihre Studie ist nun im Journal „Food Quality and Preference“ erschienen.
Neue Ideen für das alte Schloss: Wettbewerb zur Neugestaltung des Uni-Hauptgebäudes entschieden
Das barocke Hauptgebäude der Universität Bonn – das ehemalige Kurfürstliche Schloss – soll grundlegend saniert und neu strukturiert werden. In einem Realisierungswettbewerb hat der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) Entwurfskonzepte für die Kernsanierung und die zukünftige Nutzung bewerten lassen. Den 1. Preis erhielt Knerer und Lang Architekten (München).
Rätsel um mittelschwere Schwarze Löcher
In Galaxien gibt es Schwarze Löcher, welche zwischen ungefähr fünf und 100 Sonnenmassen wiegen. Es gibt auch welche mit mehr als 100.000 Sonnenmassen. Aber entwickeln sich in Galaxien auch mittelschwere Schwarze Löcher? Eine Studie des Astronomischen Instituts der Karls-Universität in Tschechien mit maßgeblicher Beteiligung der Universität Bonn zeigt, wie mittelschwere Schwarze Löcher auf natürliche Weise häufig entstehen können. Dies findet jedoch aktuell nur in den innersten Regionen von sternbildenden Galaxien statt, die unserer Milchstraße ähneln. Die Ergebnisse sind nun in einem „Letter to the Editor“ im Journal „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.
Komplexe Formen von Membranen im Fokus
Zellmembranen, wie sie etwa in roten Blutkörperchen vorkommen, streben nach einem Zustand minimaler Energie. Diese Energie hängt ausschließlich von der geometrischen Form der Membran ab und lässt sich mathematisch präzise beschreiben. In seiner neuen Emmy-Noether-Gruppe untersucht Dr. Christian Scharrer vom Institut für Angewandte Mathematik der Universität Bonn nun die Formen von Membranen, wenn ihre Komplexität immer weiter wächst. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert die Gruppe mit rund 850.000 Euro über einen Zeitraum von bis zu sechs Jahren.
Zeitreisen, Würfelspiele und Algorithmen: Entdeckungstour an der Uni Bonn
Am 31. Januar 2026 geht es für wissbegierige Jugendliche wieder auf Entdeckungstour rund um den Campus Poppelsdorf: Die Universität Bonn lädt 13- bis 19-Jährigen zu ihrer Wissenschaftsrallye ein. An verschiedenen Stationen können die Jugendlichen an Aufgaben und Experimenten aus naturwissenschaftlichen Fächern knobeln. Beginn ist ab 10 Uhr am Gebäude der Bodenwissenschaften im Institut für Nutzpflanzenwissenschaften und Ressourcenschutz (INRES) an der Nußallee 13.
Technologischer Fortschritt ermöglicht nachhaltigere landwirtschaftliche Systeme
Die Landwirtschaft produziert so viel Nahrung wie nie zuvor, belastet aber gleichzeitig Klima, Böden und Biodiversität. Ein Forschungsteam des Exzellenzclusters PhenoRob der Universität Bonn stellt in einem nun erschienenen Paper im Journal Agricultural Systems dar, welche entscheidende Rolle technologische Innovationen für eine nachhaltige Landwirtschaft der Zukunft spielen, und warum diese durch kluge Politiken und neue Geschäftsmodelle begleitet werden müssen.
„Wir haben unsere Fresszellen im Griff!“
Unsere Riesen-Fresszellen in der Leber sind die „Butler“ der Gewebe: Sie bekämpfen nicht nur Bakterien, sondern fressen auch Stoffwechselmüll – und sogar Mikroplastik. „Sie sorgen auch dafür, dass die Nachbarzellen glücklich sind“, sagt die Entwicklungsbiologin und Immunologin Prof. Dr. Elvira Mass vom LIMES-Institut. In der neuen Folge des Hypothese-Podcasts diskutiert sie mit Moderator Denis Nasser die These „Wir haben unsere Fresszellen im Griff!“
Müll im Rhein: Rund 53.000 Teile passieren Köln täglich
Im Rhein schwimmt um ein Vielfaches mehr Müll als bislang angenommen. Forschende der Universitäten Bonn und Tübingen sowie der Bundesanstalt für Gewässerkunde haben gemeinsam mit dem Kölner K.R.A.K.E. e.V. über einen Zeitraum von 16 Monaten sogenannten Makromüll in einer deutschlandweit einmaligen schwimmenden Müllfalle gesammelt und klassifiziert. Hochrechnungen ergaben, dass rund 53.000 Teile Makromüll den Rhein in Köln täglich passieren. Einwegprodukte aus Kunststoff machen einen Großteil des Rheinmülls aus. Die Ergebnisse sind nun im Wissenschaftsjournal „Communications Sustainability“ veröffentlicht.