„Die Auswahl unseres Exponats ist ein toller Erfolg für die Universität Bonn und unterstreicht unsere Position als erfolgreichste Exzellenzuniversität im Wettbewerb. Es zeigt beispielhaft, wie exzellente Forschung an unserer Universität gesellschaftlich relevante Zukunftsfragen aufgreift. Gerade in der Bonner Medizin entstehen innovative Ansätze, die dazu beitragen, die Medizin der Zukunft besser zu verstehen und aktiv mitzugestalten“, sagt der Rektor der Universität Bonn Prof. Dr. Dr. h. c. Michael Hoch.
Zu dem Parlamentarischen Empfang am 7. Mai 2026 an Bord des 100 Meter langen Ausstellungsschiffes MS Wissenschaft am Schiffbauerdamm hatte waren Mitglieder des Deutschen Bundestages, Vertreterinnen und Vertreter der Landesvertretungen beim Bund sowie führende Akteurinnen und Akteure aus Gesundheits- und Wissenschaftsorganisationen geladen.
Das Bonner Exponat
Die Universität Bonn und das Universitätsklinikum Bonn (UKB) sind in diesem Jahr auf der MS Wissenschaft mit einem Beitrag des Sonderforschungsbereichs (SFB) 1454 „Metaflammation and Cellular Programming“ vertreten. Der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte interdisziplinäre Verbund untersucht die Ursachen und Mechanismen einer chronischen, niedriggradigen Entzündung – der Metaflammation. Diese wird durch Lebensstilfaktoren wie Fehlernährung, Bewegungsmangel und chronischen Stress ausgelöst und ist an der Entstehung von nichtübertragbaren Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf- oder neurodegenerative Erkrankungen beteiligt.
Das Exponat macht diese Zusammenhänge in einer alltäglichen Kioskkulisse für ein breites Publikum erfahrbar. Zwischen Zeitungen, Sacks und Drinks verdeutlicht das Exponat wie unser Lebensstil und unser Immunsystem zusammenhängen. Gefördert wird das Exponat durch die BarmeniaGothaer Stiftung, die Universität Bonn, den Transdisziplinären Forschungsbereich (TRA) „Leben und Gesundheit“ sowie die Bonner Universitätsstiftung.
„Es ist für uns eine besondere Ehre, unser Exponat beim Parlamentarischen Abend vorstellen zu dürfen. Solche Bühnen ermöglichen es uns, unsere komplexen wissenschaftliche Erkenntnisse in den politischen Raum zu tragen“, freut sich Prof. Dr. Dagmar Wachten, Sprecherin des SFB 1454 „Metaflammation and Cellular Programming“, die das Exponat gemeinsam mit Theresa Vonderheit, Wissenschaftskommunikatorin des SFB 1454, präsentierte.
MS Wissenschaft und Wissenschaftsjahr 2026
Die MS Wissenschaft tourt seit 2002 jährlich als schwimmendes Science Center durch Deutschland. Im Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft steuert das Ausstellungsschiff zwischen Mai und September 36 Städte in Deutschland, Polen und Österreich an – darunter auch vom 10. bis 13. Juli in Bonn. Auf rund 30 interaktiven Stationen zeigen Forschende aus Hochschulen, der Fraunhofer-Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft, der Leibniz-Gemeinschaft, der Max-Planck-Gesellschaft sowie aus DFG-geförderten Verbünden, wie sie heute die Medizin von morgen gestalten. Wissenschaft im Dialog realisiert die Ausstellung im Auftrag des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt.