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Lebendige Verflechtungen auf dem Planeten Erde

Das Konzept der Planetaren Gesundheit beschreibt die Erde als dynamisches Beziehungsgefüge. Ausgangspunkt ist die moderne Erdsystemforschung, die seit der Gaia-Hypothese von James Lovelock die Erde als komplexes, selbstregulierendes System versteht. In dieser Perspektive erscheinen Klima, Ozeane, Böden und Lebewesen nicht als getrennte Einheiten, sondern als eng miteinander verflochten. Dies ist keine radikal neue Sichtweise, da indigene und traditionelle Gruppen die Erde seit jeher als lebendiges Gegenüber begreifen – als relationales Ganzes, in dem Menschen, Tiere, Pflanzen und Elemente in wechselseitiger Verantwortung stehen. Der Vortrag stellt die Konvergenz naturwissenschaftlicher Modelle und traditioneller Wissensformen dar. Es geht nicht um Romantisierung oder Spiritualisierung, sondern um die Suche nach tragfähigen Narrativen im Zeitalter planetarer Krisen und ein vertieftes Verständnis unserer Rolle als Teil eines lebendigen Ganzen.
Time
Wednesday, 17.06.26 - 05:15 PM - 06:15 PM
Topic
Gesundheitsgeographie
Speaker
PD Dr. Klaus Geiselhart (Universität Erlangen-Nürnberg)
Target groups

All interested

Students

Researchers

Languages
deutsch
Location
Geographisches Institut, Meckenheimer Allee 166, 53115 Bonn
Room
Alfred-Philippson-Hörsaal
Reservation
not required
Organizer
Geographisches Institut Universität Bonn
Contact

Anna Schoch-Baumann

schoch@uni-bonn.de

+49 228 73-9806

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