Personalia forsch 2022/01

Wer ist neu an der Universität Bonn? Wer feierte Jubiläum? Wer wurde ausgezeichnet für seine Forschung? Wer ist in Ruhestand gegangen? Dies und weitere Personalmeldungen können Sie hier nachlesen.


Bearbeitet durch Alexander Mertes

Ausgezeichneter Nachwuchs

Florian_Schweiger.jpg
© Florian Schweiger

Hausdorff-Gedächtnispreis der Fachgruppe Mathematik

Der ehemalige Doktorand Florian Schweiger wurden für die beste Dissertation des vergangenen akademischen Jahres im Fach Mathematik ausgezeich-net. Der Hausdorff-Gedächtnispreis wird zu Ehren des Bonner Mathematikprofessors Felix Hausdorff (1868-1942) jedes Jahr rund um dessen Todestag am 26. Januar vergeben. Im Vorfeld reichen die Professorinnen und Professoren sowie Privatdozentinnen und -dozenten ihre Nominierungen ein. Eine Jury der Fachgruppe Mathematik wählt dann aus, wer die Auszeichnung erhält – dotiert mit einem Preisgeld von 500 Euro und einem Buchpreis. Der diesjährige Preisträger Florian Schweiger hat sich in seiner Dissertation am Institut für Angewandte Mathematik mit einer Reihe schwieriger Probleme im Grenzgebiet von Analysis, Wahrscheinlichkeitstheorie und statistischer Mechanik befasst. Betreuer seiner Arbeit war Prof. Dr. Stefan Müller, Vizesprecher des Exzellenzclusters Hausdorff Center for Mathematics. In der statistischen Mechanik unterliegen die Messgrößen in einem System endlichen Volumens zufälligen Fluktuationen. Vergrößert man das System stark und lässt dabei die Teilchenzahl sowie das Volumen so gegen unendlich gehen, dass die Dichte konstant bleibt, spricht man vom thermodynamischen Limes. Auf diese Weise verschwinden die statistischen Fluktuationen, und man erhält im Grenzfall thermodynamische Zustandsgrößen. In seiner Dissertation hatte Florian Schweiger das Ziel, das Verhalten sogenannter diskreter elastischer Membranen in diesem thermodynamischen Limes zu verstehen.

Lisec-Artz-Preis der Bonner Universitätsstiftung und der Medizinischen Fakultät

Der Bonner Professor Tobias Bald erhielt Lisec-Artz-Preis der Bonner Universitätsstiftung und der Medizinischen Fakultät. Mit dem auf 10.000 Euro dotierten Preis werden herausragende Nachwuchsforschende in der Krebsforschung geehrt. Er ist Professor mit Tenure Track für Tumor-Immunbiologie des Exzellenzclusters ImmunoSensation2 sowie Mitglied im Transdisziplinären Forschungsbereich (TRA) der Universität Bonn „Leben und Gesundheit”. Bald forscht zum T-Zellen aktivierenden Rezeptor CD226. Neben Infektionen schützt das Immunsystem auch vor Krebserkrankungen, in dem es bösartig veränderte Zellen frühzeitig erkennt und zerstört. Gemeinsam mit seinem Team versucht er seit Jahren, die Interaktionen zwischen Krebszellen und Immunzellen besser zu verstehen. Kürzlich zeigte er zum Beispiel, dass Krebszellen das Immunsystem auf bisher unbekannte Weise

Prof. Dr. Dagmar Wachten (Vorstandsmitglied Bonner Universitätsstiftung),   Prof. Dr. Sebastian Kobold  (Klinikum der Ludwig-Maximi-lians-Universität München), Prof. Dr. Tobias Bald  (Universitätsmedizin Bonn) und Prof. Dr. Gunther Hartmann (Prodekan für Forschung der  Medizinischen Fakultät der Universität Bonn).
Prof. Dr. Dagmar Wachten (Vorstandsmitglied Bonner Universitätsstiftung), Prof. Dr. Sebastian Kobold (Klinikum der Ludwig-Maximi-lians-Universität München), Prof. Dr. Tobias Bald (Universitätsmedizin Bonn) und Prof. Dr. Gunther Hartmann (Prodekan für Forschung der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn). © Volker Lannert
GDCh Preisverleihung Braun.jpg
Christina Braun mit Stifterin Prof. Peyerimhoff © Laura zur Horst

Sigrid Peyerimhoff-Preise der Universitätsstiftung

Mit dem Sigrid Peyerimhoff-Förderpreis wurde die Nachwuchswissenschaftlerin Christina Braun für ihre herausragende Masterarbeit ausgezeichnet. In Ihrer Masterarbeit bearbeitete sie ein herausforderndes präparatives Gebiet mit großem Erfolg und leistete wichtige Beiträge zur Synthese von Derivaten von Farnesyl-Lipid 1 leisten können. Zudem hat sich Frau Braun stets aktiv und konstruktiv in der Fachschaft sowie an der Schnupper-Uni engagiert und so an der Verbesserung der Situation in der Lehre mitgewirkt.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde Tobias Hett. Er erhielt den mit 3000 Euro dotierten Sigrid Peyerimhoff-Forschungspreis für seine herausragende wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Physikalischen und Theoretischen Chemie, mit dem Thema „Spatio-Temporal Resolution of Conformational Changes in Biomolecules by Combining. Die beiden Preise wurden zum zweiten Mal durch die Bonner Universitätsstiftung verliehen. Sie sind benannt nach der Stifterin Im Jahr 2019 hat die emeri-tierte Chemikerin Sigrid Peyerimhoff einen Stiftungsfonds unter dem Dach der Universitätsstiftung errichtet. Ziel der Stiftung ist die Förderung des Fachge-biets Chemie in Wissenschaft und Forschung an der Universität Bonn.

GDCh Preisverleihung Hett.jpg
Tobias Hett mit Stifertin Sigrid Peyerimhoff © Laura zur Horst

Vermeldet: Erich-Hückel-Preis geht an Sigrid Peyerimhoff

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) zeichnet Professorin Dr. Sigrid Peyerimhoff mit dem Erich-Hückel-Preis aus. Die Wissenschaftlerin erhält die mit 7500 Euro dotierte Auszeichnung für die grundlegende Ent-wicklung quantenchemischer Verfahren zur Berechnung molekularer Eigenschaften, zur Aufklärung chemischer Reaktionen und zur Analyse von Molekülspektren. Sigrid Peyerimhoff zählt zu den wichtigsten und verdienstvollsten theoretischen Chemikerinnen und Chemikern und leistete quantenchemische Pionierarbeit, die nicht zuletzt zur weltweiten Spitzenpositionierung der deutschen Theoretischen Chemie führte. Sie hat sich zudem stark in der wissenschaftspolitik engagiert und war 1990 - 1996 Vizepräsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft und 2007 - 2009 Präsidentin der International Academy of Quantum Molecular Science. Die Preis­verleihung erfolgt im Rahmen des 58. Symposium on Theoretical Chemistry, das vom 18. bis 22. September 2022 in Heidelberg stattfindet.

Vorgestellt

Albarqouni.jpg
© privat

Prof. Dr. Shadi Albarqouni

Medizinische Fakultät

Prof. Dr. Shadi Albarqouni ist seit dem 1. Januar 2022 W2-Professor für Computational Medical Imaging Research an der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie an der Universität Bonn und Helmholtz-KI-Nachwuchsgruppenleiter. Zuvor arbeitete er als Gastwissenschaftler am Imperial College London und der ETH Zürich sowie als Senior Research Scientist und Teamleiter an der Technischen Universität München. Prof. Shadi arbeitete an der Entwicklung von Algorithmen für das maschinelle Lernen in der medizinischen Bildgebung und untersuchte die allgemeinen Herausforderungen medizinischer Daten. Dazu gehören der Mangel an annotierten Daten, die Heterogenität der Daten, z. B. die Variabilität zwischen und innerhalb von Scannern, sowie Diskrepanzen zwischen und innerhalb von Beobachtern. In seiner aktuellen Forschung interessiert er sich für interpretierbares maschinelles Lernen, Robustheit, Quantifizierung von Unsicherheiten und föderiertes Lernen. Shadi hat mehr als 100 Publikationen in den Bereichen Medical Imaging Computing und Machine Learning veröffentlicht. Er hat der Gemeinschaft aktiv als Mitglied des Programmkomitees, Mitglied des Organisationskomitees und Co-Vorsitzender für viele internationale Konferenzen gedient, z. B. MICCAI, MIDL und ISBI. Er war Mitherausgeber der IEEE Transaction on Medical Imaging und Medical Image Analysis. Darüber hinaus arbeitete er als Gutachter für nationale und internationale Fördermittel, z. B. für die DFG, das BMBF, den DAAD, den SNF und die Europäische Kommission. Aufgrund seiner Leistungen erhielt er mehrere Auszeichnungen und Stipendien, u.a. das DAAD PRIME Fellowship und die Helmholtz-Nachwuchsforschergruppe. Er wurde außerdem zum Mitglied der Arab German Young Academy (AGYA) und des European Lab for Learning Intelligent and Systems (ELLIS) gewählt.

Prof. Dr. Christian Brennecke

Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät

Prof. Dr. Christian Brennecke ist seit dem 1. Oktober 2021 für die Dauer von fünf Jahren Bonn Junior Fellow (W2) am Hausdorff Center for Mathematics. Nach dem Abschluss seines Bachelor-Studiums in Physik an der RWTH Aachen studierte er Mathematik an der Freien Universität Berlin und der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich in der Schweiz. Im Jahr 2018 promovierte er an der Universität Zürich. Nach seiner Promotion arbeitete er bis 2021 als Benjamin Peirce Fellow an der Harvard University. Sein Forschungsgebiet ist die mathematische Physik. Prof. Brennecke interessiert sich für das genaue Verständnis von Vielteilchensystemen aus der Quantenmechanik und der statistischen Physik, wobei er Werkzeuge aus der Analysis und der Wahrscheinlichkeitsrechnung verwendet. Seine aktuelle Arbeit konzentriert sich auf die spektrale und dynamische Analyse von Bose-Einstein-Kondensaten in ultra-verdünnten Regimen sowie auf das Verständnis von klassischen Spin-Gläsern und Quanten-Spin-Gläsern.

Brennecke_Christian.jpeg
Christian Brennecke © Foto Welti AG Zürich
Doney_Lewis.jpg
© Barbara Frommann

Prof. Dr. Lewis Doney

Philosophische Fakultät

Prof. Dr. Lewis Doney ist seit dem 1. Oktober 2021 Inhaber des Lehrstuhls für Tibetologie (W3) am Institut für Orient- und Asienwissenschaften. Er studierte Religionswissenschaft an der Lancaster University, UK und an der University of London, UK. Im Jahr 2011 promovierte er an der School of Oriental and African Studies (SOAS) der University of London mit einer Doktorarbeit über den tibetischen Kaiser des 8. Jh., Khri Srong lde brtsan. Anschließend beschäftigte Prof. Doney sich im Rahmen seiner Post-Doc-Forschung an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München und an der Freien Universiät Berlin mit dem frühen tibetischen Königreich und Religion. Zwischen 2017 und 2018 vertrat er die Professur für Sprache und Kultur Zentralasiens (Schwerpunkt Tibetstudien) an der Universität Bonn. Von 2018 bis 2020 war er Associate Professor am Department of Philosophy and Religious Studies an der Norwegischen Universität für Wissenschaft und Technologie (NTNU). Vor seinem Ruf an die Universität Bonn war er ein Jahr lang Teil des BuddhistRoad-Projekts an der Ruhr-Universität Bochum. Prof. Doney konzentriert sich nicht nur auf die Lehre der tibetischen Sprache und Kultur, sondern erforscht auch die tibetische Geschichte im Kontext mit all jenen grenzüberschreitenden Beziehungen, die Tibeter mit anderen Ländern in Süd-, Zentral-, Ost- und Südostasien über mehr als ein Jahrtausend aufgebaut haben. Dabei interessiert ihn vor allem die dynamische Dimension der asymmetrischen Abhängigkeiten, die durch die überregionalen Kontakte geschaffen wurden, gerade auch im Hinblick auf neue Herausforderungen wie etwa den Klimawandel und die fortschreitende Modernisierung sowohl der tibetischen Hochebene als auch der tibetischen Grenzgebiete.

Prof. Dr. Julia Hillner

Philosophische Fakultät

Prof. Dr. Julia Hillner ist seit dem 1. Oktober 2021 Universitätsprofessorin (W3) für Slavery and Dependency Studies am Bonn Center for Dependency and Slavery Studies. Sie schloss ihr Lehramtsstudium in den Fächern Geschichte und Italienisch an der Universität Bonn mit dem ersten Staatsexamen ab, bevor sie dort im Jahr 2001 im Fach Alte Geschichte promoviert wurde. Anschließend war Prof. Hillner als British Academy Research Fellow im Fachbereich Altertumswissenschaften an der Universität Manchester, UK tätig. Vor ihrem Ruf an die Universität Bonn hatte sie den Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Sheffield, UK inne. Zuvor war sie dort bereits Dozentin (Lecturer). Ihr Forschungsschwerpunkt ist die Sozialgeschichte der römischen Kaiserzeit, insbesondere der Spätantike und der Stadt Rom. Sie beschäftigt sich mit Fragen zur sozialen Rolle und Zusammensetzung von Familie und Haushalt, zu Verbrechen, Disziplin und Strafen, zu Gender, Kinder und Frauen, und mit Methoden der Digitalen Geisteswissenschaften, insbesondere Netzwerkforschung.

Hillner_Julia.jpg
© Barbara Frommann

Prof. Dr. Henning Hintzsche

Landwirtschaftliche Fakultät

Prof. Dr. Henning Hintzsche hat seit dem 1. Oktober 2021 die W2-Professur für Lebensmittelsicherheit am Institut für Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften inne. Er studierte Pharmazie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und ist approbierter Apotheker. Nach seiner Promotion am Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Universität Würzburg im Jahr 2010 führte ihn ein Forschungsaufenthalt an die Jawarhalal Nehru University, Neu-Delhi, Indien. Von 2011 bis 2021 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter und ab 2014 Arbeitsgruppenleiter an der Universität Würzburg. Darüber hinaus war er von 2016 bis 2021 Sachgebietsleiter am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen. Sein Forschungsschwerpunkt ist die mechanistische Untersuchung verschiedener DNA-Schäden, die eine wichtige Rolle bei der Krebsentstehung spielen. Der Fokus liegt dabei auf der Analyse chromosomaler DNA-Schäden in Form von Mikrokernen. Die Entstehung dieser Schäden ist bereits gut untersucht und verstanden, das weitere Schicksal nach ihrer Bildung und damit Konsequenz und Relevanz für den Organismus ist aber weitgehend unklar. Zur Untersuchung dieser Fragen kommen mikroskopische und molekularbiologische Methoden zum Einsatz.

Henning_Hintzsche.jpg
© Ralph Kremlitschka
Jarzebowski_Claudia.jpg
© Barbara Frommann

Prof. Dr. Claudia Jarzebowski

Philosophische Fakultät

Prof. Dr. Claudia Jarzebowski hat seit dem 1. September 2021 die W3-Professur für Slavery and Dependency Studies am Bonn Center for Dependency and Slavery Studies inne. Nachdem sie ihr Studium der Geschichte und Germanistik abschloss, promovierte sie 2004 mit einer Arbeit über „Inzest. Verwandtschaft und Sexualität im 18. Jahrhundert“ an der Freien Universität Berlin. Anschließend war sie am dortigen Friedrich-Meinecke-Institut für Geschichte als Wissenschaftliche Assistentin (C1) beschäftigt. Prof. Jarzebowski forschte als Fellow an der University of Pennsylvania, USA, der University of Western Australia, Australien, sowie an der Uppsala Universitet, Schweden. Im Jahr 2014 habilitierte sie sich mit einer Arbeit über „Kindheit und Emotion. Kinder und ihre Lebenswelten in der europäischen Frühen Neuzeit, 1450-1800“. Anschließend vertrat sie W3-Professuren für Geschichte der Frühen Neuzeit an den Universitäten Erlangen-Nürnberg, Bochum und Tübingen. Seit 2011 war sie zudem Juniorprofessorin für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Freien Universität Berlin. Im Zentrum ihrer Forschung am Bonn Center for Dependency and Slavery Studies stehen Kinder in Abhängigkeits- und Versklavungsverhältnissen. Dabei interessiert sie sich insbesondere für Wissens-, Bildungs- und Familienpraktiken als Antwort auf Unterdrückung und Entwurzelung. 

Polaschegg_Andrea.jpg
© Die Hoffotografen GmbH Berlin

Prof. Dr. Andrea Polaschegg

Philosophische Fakultät

Prof. Dr. Andrea Polaschegg ist seit dem 14. Oktober 2021 W3-Professorin für Allgemeine Literaturwissenschaft – Historischer Schwerpunkt: Deutsche Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts am Institut für Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft. Sie studierte Neuere deutsche Literatur, Germanistische Linguistik, Orientalistik und Islamwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Freien Universität Berlin. Für ihre 2005 unter dem Titel „Der Andere Orientalismus. Regeln deutsch-morgenländischer Imagination im 19. Jahrhundert“  erschienene Dissertation wurde sie mit dem Humboldt-Preis ausgezeichnet. Prof. Polaschegg war zunächst als Wissenschaftliche Mitarbeiterin und ab 2007 als Juniorprofessorin am Institut für deutsche Literatur der Humboldt-Universität zu Berlin beschäftigt. Von 2009 bis 2010 vertrat sie eine Professur an der Universität Konstanz. 2016 erfolgte ihre Habilitation an der Philosophischen Fakultät II der Humboldt-Universität zu Berlin. Anschließend wurde sie als ordentliche Universitätsprofessorin für Neuere deutschsprachige Literatur an die Karl-Franzens-Universität Graz, Österreich berufen. Im Jahr 2018 folgte sie einem Ruf an die Universität Siegen, wo sie bis 2021 Lehrstuhlinhaberin war. Prof. Polaschegg ist Spezialistin für die Kulturgeschichte des deutschen Orientalismus, für das Wechselverhältnis von Bibel und Literatur und für Transformationsprozesse antiker Kulturen in der Moderne. Zuletzt hat sie verstärkt auf den Gebieten der Medien- und Gattungspoetik geforscht. Aktuell gilt ihr besonderes Interesse der Geschichte und Poetik des populären Lieds. Außerdem arbeitet sie an Parametern für eine Komparatistik der deutschsprachigen Literatur im Horizont der Multinationalität (Deutschland, Österreich, Schweiz). 

Prof. Dr. Pia Wiegmink

Philosophische Fakultät

Prof. Dr. Pia Wiegmink ist mit Wirkung vom 1. September 2021 zur Universitätsprofessorin (W3) für Slavery and Dependency Studies am Bonn Center for Dependency and Slavery Studies ernannt worden. Sie studierte Theaterwissenschaft und Anglistik an der Universität Mainz. Im Jahr 2010 promovierte sie mit einer amerikanistischen Arbeit über „Protest EnACTed: Activist Performance in the Contemporary United States“ im Fachbereich Literatur-, Kultur- und Medienwissenschaft der Universität Siegen. Anschließend war sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Obama Institute for Transnational American Studies der Johannes Gutenberg-Universität (JGU) Mainz tätig. Forschungs- und Lehraufenthalte führten Prof. Wiegmink an die Georgetown University in Washington, D.C., USA und an die York University in Toronto, Kanada. Nachdem sie 2019 ihre Habilitationsschrift „Reconfiguring the Nation? Transnationalism and Gender in American Abolitionist Literature“ an der JGU Mainz eingereicht hatte, vertrat sie bis April 2021 den Lehrstuhl für Amerikanistik an der Universität Regensburg. Vor ihrem Ruf an die Universität Bonn war sie nochmals an der Universität Mainz beschäftigt. In ihrer Forschung untersucht sie primär amerikanische Literaturen der Sklaverei (und anderer Formen von Abhängigkeit) und deren transatlantische Verflechtungen und Zirkulation.

 

Wiegmink_Pia.jpg
© Barbara Frommann

Meldungen


Universitätsverwaltung

Prof. Dr.-Ing. Klaus Borchard, ehemaliger Rektor der Universität Bonn, wurde von der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung mit der Friedrich-Halstenberg-Medaille für sein Lebenswerk als Wissenschaftler, Hochschullehrer und Impulsgeber für die Stadt- und Raumentwicklung im Land geehrt. Prof. Borchard war von 1976 bis 1997 Inhaber des Lehrstuhls für Städtebau und Siedlungswesen an der Universität Bonn und von 1997 bis 2004 ihr 140. Rektor. 

Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Hoch, Rektor der Universität Bonn, ist für eine vierjährige Amtszeit in das Kuratorium der Studienstiftung des deutschen Volkes gewählt worden. Im Kuratorium wirken insgesamt 21 Mitglieder mit – sie entscheiden über Programme der Studienstiftung und beraten den Vorstand in allen grundsätzlichen Fragen. Prof. Hoch ist bereits Mitglied der Auswahlkommissionen für Studienanfänger und im Doktorandenauswahl-Ausschuss der Stiftung.

Bei der Abstimmung zum „Rektor des Jahres“ 2022 haben die Mitglieder des Deutschen Hochschulverband (DHV) den Rektor der Universität Mannheim, Prof. Dr. Thomas Puhl, gewählt. Der Rektor der Universität Bonn, Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Hoch, der „Rektor des Jahres“ der beiden Vorjahre, gelangte mit einer Note von 1,63 auf den 2. Platz.

Evangelisch-Theologische Fakultät

Juniorprofessor Dr. Jan Rüggemeier ist mit Wirkung vom 12. Oktober 2021 zum Juniorprofessor (W1) für das Neue Testament am Evangelisch-Theologischen Seminar für die Dauer von drei Jahren mit Tenure Track auf W3 ernannt worden.

Dr. Frederike van Oorschot wird für Zeit vom 1. Oktober 2021 bis zum 31. März 2022 mit der Vertretung der Professur für Ethik (W2) am Evangelisch-Theologischen Seminar beauftragt.

Dr. Susanne Schuster wird für die Zeit vom 1. Oktober 2021 bis zum 31. März 2022 mit der Vertretung der Professur für Kirchengeschichte (W2) am Evangelisch-Theologischen Seminar im Umfang von 50 % beauftragt.

Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät

Juniorprofessorin Dr. Svenja Hippel ist mit Wirkung vom 1. Oktober 2021 zur Juniorprofessorin (W1) für Rechtsökonomik (Law and Economics) am Center for Advanced Studies in Law and Economics (CASTLE) für die Dauer von drei Jahren ernannt worden.

Prof. Dr. Moritz Schularick, Professor für Makroökonomik am Institut für Makroökonomik und Ökonometrie, wurde mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ausgezeichnet. Der Direktor des Instituts und Mitglied des Exzellenzclusters ECONtribute der Universität Bonn erzielt mit seinen wissenschaftlichen Arbeiten etwa zur Finanzmarktstabilität, zur Ungleichheit und zur Wirtschaftsgeschichte große Resonanz über die Fachwelt hinaus. Der Preis ist mit 2,5 Millionen Euro zur freien Verwendung für künftige Forschungen dotiert.

Medizinische Fakultät

Prof. Dr. Michael T. Heneka, Professor für Klinische Neurowissenschaften an der Klinik für Neurodegenerative Erkrankungen und Gerontopsychiatrie, wird vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2031 zur Wahrnehmung der Tätigkeit als Direktor des Luxembourg Center for Systems Biomedicine (LCSB) beurlaubt.

Juniorprofessorin Dr. Stefanie Poll ist mit Wirkung vom 1. Januar 2022 zur Juniorprofessorin (W1) für Circuit Biology of CNS Neoplasia am Institut für Experimentelle Epileptologie und Kognitionsforschung (IEECR) für die Dauer von drei Jahren ernannt worden.

Juniorprofessorin Dr. Kerstin Wilhelm-Jüngling ist mit Wirkung vom 1. September 2021 zur Juniorprofessorin (W1) für Kulturanthropologie/Volkskunde am Physiologischen Institut für die Dauer von drei Jahren ernannt worden.

Philosophische Fakultät

Prof. Dr. Christoph Antweiler, Institut für Orient- und Asienwissenschaften (IOA), wird ab dem 1. April 2022 bis zum 31. März 2025 als Seniorprofessor mit einer Lehrverpflichtung von 2 Lehrveranstaltungsstunden je Woche in der Vorlesungszeit beschäftigt.

Prof. Dr. Eduardo Charpenel wird für Zeit vom 1. Oktober 2021 bis zum 31. März 2022 mit der Vertretung der Professur für Praktische Philosophie und Philosophie der Antike (W2) am Institut für Philosophie beauftragt.

Dr. Sophie Elpers wird für Zeit vom 11. November 2021 bis zum 9. Juni 2022 mit der Vertretung der Professur für Religion und Gesellschaft (W2) in der Abteilung Kulturanthropologie/Volkskunde beauftragt.

PD Dr. Karin Hoepker wird für die Zeit vom 1. Oktober 2021 bis zum 31. Januar 2022 mit der Vertretung der Professur für Englische Philologie, Nordamerikanische Literatur- und Kulturwissenschaft (W2) am Institut für Anglistik, Amerikanistik und Keltologie in einem Umfang von 75% beauftragt.

Prof. Dr. Christoph Horn, Professor für Praktische Philosophie und Philosophie der Antike am Institut für Philosophie, wird vom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022 zur Wahrnehmung eines Fellowships am The New Institute in Hamburg beurlaubt.

PD Dr. Jens Rometsch wird für Zeit vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 mit der Vertretung der Professur für Erkenntnistheorie, Philosophie der Neuzeit und Gegenwart (W3) am Institut für Philosophie beauftragt.

Prof. Dr. Sabine Sielke, Professorin für Literatur und Kultur Nordamerikas am Institut für Anglistik, Amerikanistik und Keltologie, wird vom 1. Oktober 2021 bis 31. Januar 2022 zur Wahrnehmung einer Regular Fellowship am Hanse-Wissenschaftskolleg | Institute for Advanced Study beurlaubt.

Dr. Catalin Taranu wird für Zeit vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. Juni 2022 mit der Vertretung der Professur für English-Medieval Studies (W2) am Institut für Anglistik, Amerikanistik und Keltologie beauftragt.

Prof. Dr. Christoph Witzenrath, Professor für Formen Sozialer Abhängigkeit in der Vormoderne im Asiatischen Raum am Bonn Center for Dependency and Slavery Studies (BCDSS), Arbeitsbereich Sklaverei- und Abhängigkeitsforschung, ist mit Wirkung vom 30. August 2021 zum Universitätsprofessor W2 entfristet worden.

Landwirtschaftliche Fakultät

Prof. Dr. Rainer Stamminger, Institut für Landtechnik, wird über den 28. Februar 2022 hinaus bis zum 28. Februar 2024 als Seniorprofessor mit einer Lehrverpflichtung von 2 Lehrveranstaltungsstunden je Woche in der Vorlesungszeit beschäftigt.

Juniorprofessorin Dr. Jenny Stracke ist mit Wirkung vom 1. Dezember 2021 zur Juniorprofessorin (W1) für Nutztierethologie am Institut für Tierwissenschaften für die Dauer von drei Jahren ernannt worden.

 

Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät

Prof. Dr. Sergio Albeverio, emeritierter Professor am Institut für Angewandte Mathematik (IAM) und assoziiertes Mitglied des Hausdorff Center for Mathematics (HCM), wurde in zwei Akademien gewählt. Er ist nun Mitglied der Academia Europaea und Foreign Fellow der Accademia Nazionale dei Lincei.

Juniorprofessorin Dr. Patrycja Joanna Kielb ist mit Wirkung vom 1. Oktober 2021 zur Juniorprofessorin (W1) für Biohybridforschung am Institut für Physikalische und Theoretische Chemie für die Dauer von drei Jahren ernannt worden.

Prof. Dr. Dieter Meschede, Institut für Angewandte Physik, wird vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2024 als Seniorprofessor mit einer Lehrverpflichtung von 2 Lehrveranstaltungsstunden je Woche in der Vorlesungszeit beschäftigt.

Prof Dr. Olav Schiemann, Professor für Physikalische Chemie am Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, wird vom 1. Juli 2022 bis 30. September 2022 zur Wahrnehmung eines Weston Visiting Professorships am Weizmann Institute of Science, Israel beurlaubt.

Prof. Dr. Peter Scholze, Mathematisches Institut, ist auf eigenen Antrag mit Ablauf des 30. September 2021 als Universitätsprofessor W3 ausgeschieden. Seine neue Dienststelle ist das Max-Planck-Institut für Mathematik.

Prof. Dr. Norbert Wermes, Physikalisches Institut, wird über den 28. Februar 2022 hinaus bis zum 28. Februar 2023 als Seniorprofessor mit einer Lehrverpflichtung von 2 Lehrveranstaltungsstunden je Woche in der Vorlesungszeit beschäftigt.

Zu Gast über die Alexander von Humboldt-Stiftung

Zu Gast über die Alexander-von-Humboldt-Stiftung
Prof. Dr. Ariel Ramón Fontana, Lebensmittelchemie, Universidad Nacional de Cuyo, Argentinien, Georg Forster-Forschungsstipendium für erfahrene Forschende, Gastgeber: Prof. Dr. Andreas Schieber, Institut für Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften

Dr. Elis Newham, Paläontologie, Queen Mary University of London, Vereinigtes Königreich, Humboldt-Forschungsstipendium für Postdocs, Gastgeber: Prof. Dr. Thomas Martin, Institut für Geowissenschaften

Dr. Noah Stemeroff, Theoretische Philosophie, Humboldt-Forschungsstipendium für Postdocs, Gastgeber: Prof. Dr. Dennis Lehmkuhl, Institut für Philosophie

 

Verstorben

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Horst Albach ist am 25. Dezember 2021 im Alter von 90 Jahren verstorben. Er studierte Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft und Jura an der Universität zu Köln. Im Jahr 1960 habilitierte er im Fach Betriebswirtschaftslehre. Ein Jahr später folgte er dem Ruf an die Universität Bonn und war dort bis 1990 als Professor für Betriebswirtschaftslehre tätig. Zwischen 1963 und 1964 hatte er das Amt des Dekans der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät inne. Prof. Albach war Mitglied diverser wissenschaftlicher Akademien und erhielt mehrere Auszeichnungen. Von 1979 bis 1983 war er aktiv im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung engagiert. Sein Wirken wurde 2011 mit dem Großen Bundesverdienstkreuz mit Stern ausgezeichnet. Er ist Träger des Verdienstordens des Landes Rheinland-Pfalz und des Verdienstordens des Landes Nordrhein-Westfalen.

Am 3. November 2021 verstarb Prof. Dr. Karl-Werner Glombitza im Alter von 87 Jahren. Er studierte Pharmazie in Tübingen und war approbierter Apotheker. Nach seiner Promotion am Organisch-Chemischen Institut der Technischen Hochschule Aachen wechselte er 1962 an die Universität Bonn. 1968 erfolgte seine Habilitation. Im Jahr 1974 wurde er zum Professor für Pharmazeutische Biologie an der Universität Bonn ernannt. Prof. Glombitza war bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1999 zeitweise Vorsitzender der Fachgruppe Pharmazie und Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät. 2000 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet.

Prof. Dr. Claus Herberhold ist am 15. September 2021 im Alter von 83 Jahren verstorben. Er studierte Medizin in Tübingen und promovierte dort im Jahr 1963. Nach seiner fachärztlichen Ausbildung zum Arzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (HNO) habilitierte er sich 1972 in Aachen. Ein Jahr später erfolgte die Umhabilitation in Bonn. Von 1978 bis 1985 leitete Prof. Herberhold die HNO-Klinik im Universitätsklinikum Hamburg. Anschließend wurde er Direktor der Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde des Universitätsklinikums Bonn. Im Jahr 2003 wurde er emeritiert.

Am 15. September 2021 verstarb Bärbel Himpfen im Alter von 61 Jahren. Sie gehörte der Universität Bonn seit dem 1. Februar 1982 an und war zuletzt im Fachbereich Rechtswissenschaften – Auslandskoordination beschäftigt.

Prof. Dr. Andreas Hirner ist am 31. Oktober 2021 im Alter von 76 Jahren verstorben. In Tübingen und Wien studierte er Medizin und promovierte 1970 am Institut für Hirnforschung der Universität Tübingen. Im Jahr 1980 erfolgte die Habilitation für das Fach Chirurgie an der Freien Universität Berlin. 1989 übernahm Prof. Hirner das Ordinariat für Chirurgie an der Universität Bonn und die Leitung der Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie des Universitätsklinikums Bonn, die er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2010 innehatte. Von 1996 bis 1998 war er Dekan und von 1998 bis 200 Prodekan der Medizinischen Fakultät. Zwischen 2000 und 2004 war Prof. Hirner Prorektor für Forschung der Universität Bonn.

Prof. Dr. Heinrich Peter Kelz ist am 2. November 2021 im Alter von 80 Jahren verstorben. Er studierte Philosophie, Pädagogik, Geographie, Anglistik und Phonetik an der Universität Bonn. Nach verschiedenen Forschungsaufenthalten in den USA wurde Prof. Kelz im Jahr 1969 promoviert. Seine Habilitation im Fach Phonetik erfolgte 1973. Von 1974 bis zu seiner Emeritierung war er als Professor an der Universität Bonn tätig. Seine Forschungsschwerpunkte lagen u.a. in der Sprachlernforschung, der lautsprachlichen Kommunikation und Deutsch als Fremdsprache. Im Jahr 1977 gründete Prof. Kelz das zentrale Sprachlabor der Universität Bonn, das er im Laufe der Zeit zum Sprachlernzentrum ausbaute und bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand als Direktor leitete.

Wolfgang Klein verstarb im Alter von 62 Jahren. Er gehörte der Universität Bonn seit dem 16. Juli 1991 an und war zuletzt in der Abteilung 4.1 der Universitätsverwaltung beschäftigt.

Prod. Dr. Dr. h.c. Berndt Lüderitz ist am 20. November 2021 im Alter von 81 Jahren verstorben. In München, Mainz, Paris und Heidelberg studierte er Medizin und habilitierte 1972 in Göttingen. Nachdem er fast zehn Jahr als Oberarzt und wissenschaftlicher Leiter an der Ludwig-Maximilians-Universität München tätig war, folgte er 1983 einem Ruf auf den Lehrstuhl für Innere Medizin (Kardiologie) der Universität Bonn. Zeitgleich übernahm er das Direktorat der Medizinischen Klinik und Poliklinik II, das er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2005 innehatte. Er erhielt mehrere internationale Auszeichnungen, unter anderem die Ehrendoktorwürde der Universität Athen, Griechenland. Wissenschaftlich befasste er sich intensiv mit der Diagnostik und Therapie kardialer Rhythmusstörungen.

Prof. Dr. Dierk A. Redel verstarb im Juli 2021 im Alter von 80 Jahren. Er studierte Medizin an der Universität zu Köln und promovierte im Jahr 1971 an der Universität Bonn. Seit 1977 war er Facharzt für Kinderheilkunde. 1979 wurde er zum Oberarzt der Kinderkardiologischen Station an der Kinderklinik der Universität Bonn ernannt. Seine Habilitation erfolgte im Jahr 1981. Ein Jahr später wurde er Professor in der Abteilung für Kinderkardiologie. Im Jahr 2001 erfolgte seine Emeritierung.

Prof. Dr. Dr. h.c. Werner Sandhas ist am 25. August 2021 im Alter von 87 Jahren verstorben. Bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1999 war er 26 Jahre lang als Professor für Theoretische Physik am Physikalischen Institut der Universität Bonn tätig. Sein Forschungsgebiet war die Wenig-Teilchen-Streutheorie. Vor seinem Ruf an die Universität Bonn war er an der Freien Universität Berlin und an der Universität Mainz beschäftigt. Er erhielt mehrere internationale Auszeichnungen, unter anderem die Ehrendoktorwürde des Joint Institute for Nuclear Research (JINR) in Dubna, Russland.

Am 27. August 2021 verstarb Prof. Dr. Wolf Vielstich im Alter von 98 Jahren. Er studierte Physik in Göttingen und promovierte am dortigen Max-Planck-Institut für Physikalische Chemie. Nach einer kurzen Tätigkeit in der Industrie wechselte er 1958 an die Universität Bonn, wo er 1962 zum Thema Brennstoffzellen habilitierte. Im Jahr 1965 wurde er zum Professor für Physikalische Chemie ernannt und ab 1972 diente er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1988 als Direktor des Instituts für Physikalische und Theoretische Chemie.

25. Dienstjubiläum

Claudia Famulok, Life & Medical Sciences-Institut (LIMES), am 1. März 2022

PD Dr. Ina Grau, Institut für Psychologie, am 15. November 2021

Prof. Dr. Ulrich Herrlinger, Neurozentrum, am 4. Februar 2022

Prof. Dr. Bernhard Ketzer, Helmholtz-Institut für Strahlen- und Kernphysik, am 29. November 2021

Prof. Dr. Marc Laureys, Institut für Klassische und Romanische Philologie, am 1. Februar 2022

Prof. Dr. Christian Putensen, Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin, am 1. Januar 2022

Prof. Dr. Martin Schermaier, Institut für Römisches Recht und Vergleichende Rechtsgeschichte, am 1. April 2022

Prof. Dr. Marc Alexander Schweitzer, Institut für Numerische Simulation, am 30. November 2021

Prof. Dr. Ulrich Schweizer, Institut für Biochemie und Molekularbiologie, am 24. Dezember 2021

Dr. Jan-Peter Siebrasse, Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, am 2. November 2021

Prof. Dr. Christoph Zuschlag, Kunsthistorisches Institut, am 15. Oktober 2021

40. Dienstjubiläum

Prof. Dr. Wolfgang Lück, Mathematisches Institut, am 13. Februar 2022

Abschied in den Ruhestand

Prof. Dr. Mechthild Albert, Institut für Klassische und Romanische Philologie, mit Ablauf des März 2022

Prof. Dr. Christoph Antweiler, Institut für Orient- und Asienwissenschaften, Abteilung Südostasienwissenschaft, mit Ablauf des März 2022

Prof. Dr. Andreas Bott, Institut für Geowissenschaften, Abteilung Meteorologie, mit Ablauf des März 2022

Prof. Dr. Konrad Klaus, Institut für Orient- und Asienwissenschaften, Abteilung für Südasienstudien, mit Ablauf des Februar 2022

Prof. DDr. Norbert Lüdecke, Kirchenrechtliches Seminar, mit Ablauf des März 2022

Prof. Dr. Ute Mennecke, Evangelisch-Theologisches Seminar, mit Ablauf des September 2021

Prof. Dr. Dieter Meschede, Institut für Angewandte Physik, mit Ablauf des März 2022

Dr. Harald Reucher, Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, mit Ablauf des November 2021


 

 

 

Wird geladen