Uni Bonn in den Medien
Ob Zeitungen, Radio, TV oder Podcasts – Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Bonn sind täglich in den Medien präsent. Mal wird über ihre Forschung berichtet, mal ordnen sie mit ihrer Expertise aktuelle Themen und Geschehnisse ein. Hier geben wir Ihnen einen Überblick über die Berichterstattung rund um die Universität.
Bitte beachten Sie: Die Liste der Online-Beiträge wird regelmäßig aktualisiert. Trotzdem kann es vorkommen, dass die nachstehenden Links nicht mehr funktionieren, da sich Internetadressen oft sehr rasch ändern, oder die Inhalte in den Mediatheken nicht mehr verfügbar sind.
Highlights aus den Print-Medien
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17. September 2026: "Der Pflegesoli ist der falsche Weg"
In einem Gastbeitrag kritisieren Prof. Gregor Thüsing, Direktor des Instituts für Arbeitsrecht und Recht der Sozialen Sicherheit, und Co-Autoren den Vorschlag eines „Pflegesolis“, da die Rücklagen der privaten Pflegeversicherung Teil ihres kapitalgedeckten Systems seien und der Transfer strukturelle Probleme nicht löse.
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16. September 2026: "Ökonomenpreise für Felbermayr, Roth und Born"
Benjamin Born, Professor für Makroökonomie und Forschungsdirektor am Ifo-Institut in München, wurde für seine Forschung im Bereich der Geldpolitik mit dem Carl-Menger-Preis ausgezeichnet. Er untersucht unter anderem, wie Unternehmen auf Zinssenkungen der EZB reagieren.
General-Anzeiger, 4. September 2026: "Mehr adipöse Kinder in NRW"
Eine neue Studie kommt zu dem Ergebnis, dass im Jahr 2025 bei 5,31 Prozent der angehenden Erstklässler Adipositas festgestellt wurde. Prof. Bettina Gohlke, Leiterin für Kinder-Endokrinologie, betrachtet den Anstieg mit Sorge und erklärt, dass Adipositas eine multifaktorielle Erkrankung ist, die frühzeitig behandelt werden sollte.
Der Tagesspiegel, 1. Spetmeber 2026: "Wie kann und darf Deutschland auf den Anschlag von Leipzig reagieren?"
Im Interview mit dem Tagesspiegel ordnet Prof. Stefan Talmon, Direktor des Instituts für Völkerrecht, die möglichen Folgen des mutmaßlich russischen Drohnenanschlags auf den Leipziger Flughafen ein. Er erklärt, dass der Angriff zwar gegen das Völkerrecht verstoßen würde, aber nicht automatisch als bewaffneter Angriff gilt.
Süddeutsche Zeitung, 24. August 2026: "Die Gefahr bleibt in der Luft"
Hydrologe Prof. Julian Klaus ordnet die Folgen zunehmender Waldbrände für die Trinkwasserversorgung ein. Er warnt, dass größere und häufigere Brände Grundwasser stärker mit Schadstoffen belasten könnten.
Deutschlandfunk: Stipendienprogramme werden gekürzt
Im Deutschlandfunk spricht Jun.-Prof. Lisa Biber-Freudenberger, Professorin für Biodiversität und Umweltwandel am ZEF sowie Mitglied im TRA Individuals and Societies, am 4. September über die angekündigten Kürzungen im Entwicklungshilfeministerium, die auch die Stipendienprogramme für Doktorandinnen und Doktoranden betreffen werden. Laut Biber-Freudenberger werden die Kürzungen erhebliche Folgen haben. Das ZEF hat seit dem Jahr 2000 mehr als 200 Doktorandinnen und Doktoranden aus über 40 Ländern, insbesondere aus dem Globalen Süden, finanziell unterstützt und ausgebildet. Dabei konnte das ZEF einen hohen Anteil an Frauen ausbilden und damit einen wichtigen Beitrag zur Gleichstellung in den betreffenden Ländern leisten. Mit den geplanten Kürzungen droht nun eine tragende Säule wegzubrechen. Die Stipendienprogramme ermöglichen eine fundierte wissenschaftliche Ausbildung. Zugleich förderen sie den kulturellen Austausch und stärken die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Ländern.
phoenix: US-Kongresswahlen
In einem Beitrag von phoenix vom 12. September thematisiert Dr. Hendrik W. Ohnesorge, Geschäftsführer des Center for Global Studies und Akademischer Oberrat, die bevorstehenden Kongresswahlen in den USA. Der Wahlausgang wird maßgeblich darüber entscheiden, über welchen politischen Handlungsspielraum US-Präsident Donald Trump in den kommenden zwei Jahren verfügen wird. Ohnesorge betont, dass die Wahlen auch für Deutschland und Europa von Bedeutung sind, insbesondere in den Bereichen Zoll- und Handelspolitik, Sicherheit, der Unterstützung der Ukraine sowie der Rolle der USA in der NATO. Eine veränderte Mehrheitsverteilung im Kongress könnte dabei etwa die weitere Unterstützung der Ukraine beeinflussen. Sollten die Demokraten die Mehrheit im Kongress, insbesondere in beiden Kammern, gewinnen, würde Trump zwar weiterregieren, wäre nach Dr. Ohnesorges Einschätzung jedoch stärker auf Kompromisse und parteiübergreifende Vereinbarungen angewiesen.
phoenix: Maritime Sicherheit im Jemen
In der Nachrichtensendung „phoenix vor Ort“ vom 15. September ordnet Dr. Moritz Brake, Senior Fellow und Experte für maritime Sicherheit am CASSIS, die aktuellen Entwicklungen rund um die Straße von Hormus ein. Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen kontrollieren seit Kurzem weite Teile der jemenitischen Küste und damit auch eine wichtige Ausweichroute für den Schiffsverkehr im Roten Meer. Eine gleichzeitige Beeinträchtigung beider strategischer Seewege würde zusätzlichen Druck auf die ohnehin angespannte Lage auf den globalen Märkten ausüben, so Brake. Hinter der Zusammenarbeit zwischen den Huthi und dem Iran stehe zudem eine strategische Partnerschaft mit weitreichenden geopolitischen Auswirkungen. Brake sieht darin eine Verschiebung der Machtverhältnisse und regionalen Handelsströme. Es gehe längst nicht mehr nur um einen Konflikt zwischen Saudi-Arabien und den Huthi im Jemen, sondern um einen geopolitischen Schlagabtausch mit Auswirkungen weit über die Region hinaus.