23. August 2019

Gemeinsames Vorgehen von Universität und Stadt nach Legionellenfund erfolgreich Gemeinsames Vorgehen von Universität und Stadt nach Legionellenfund erfolgreich

Mitteilung von Universität Bonn und Stadt Bonn zur Verdunstungskühlanlage an der Wegelerstraße

Universität Bonn und Stadt Bonn geben zur Verdunstungskühlanlage der Universität in der Wegelerstraße 6 – 8 abschließend Entwarnung. Es wird davon ausgegangen, dass eine mögliche Gefährdung für die Bevölkerung seit der am 12. August 2019 durchgeführten erfolgreichen Desinfektion nicht mehr besteht und der nachgewiesene Legionellenstamm keine erhöhte krankheitserregende Wirkung aufweist. Aus Sicht der städtischen Behörden war die Kooperation mit der Universität Bonn sehr transparent und konstruktiv. Die eingeleiteten Meldewege, die technischen Maßnahmen und die Information wurden vorsorglich und umfassend umgesetzt. Anwohner können sich mit Fragen an das Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit wenden (Montag bis Freitag): Tel. 0228/28715520.

Legionellen in der Petrischale
Legionellen in der Petrischale © Foto: Dr. Pleischl / Universitätsklinikum Bonn

Am 12. August 2019 wurde im Rahmen einer monatlich durchgeführten Routineuntersuchung eine erhöhte Konzentration von Legionellen in einer Verdunstungskühlanlage der Universität an der Wegelerstraße 6 – 8 festgestellt. Hierbei handelte es sich um einen vorläufigen Befund. Die zuständigen Behörden (Umweltamt und Gesundheitsamt) wurden durch die Universität umgehend informiert und Gegenmaßnahmen abgestimmt. Noch am selben Tag wurde eine Hochchlorung der Verdunstungskühlanlage vorgenommen und am Folgetag eine detaillierte Ursachenabklärung bei einer Ortsbegehung durch die Universität gemeinsam mit dem Hygiene-Institut des Universitätsklinikums durchgeführt sowie eine Kontrollprobe zur Überprüfung der Desinfektionsmaßnahme entnommen. Gleichzeitig wurden die Hygieneverantwortlichen der Bonner Krankenhäuser informiert. Über den vorläufigen Befund wurden die Medien aus Vorsorgegründen noch am Mittwochabend, 14. August 2019, informiert, während die endgültigen Ergebnisse erst am Donnerstag, 15. August, vorlagen.

Arbeitstäglich werden seitens des Gesundheitsamtes die eingehenden Meldungen über Legionellen-Infektionen kontrolliert. Eine auffällige Häufung von Legionelleninfektionen konnte nicht festgestellt werden. Zur Einschätzung der krankheitserregenden Wirkung der nachgewiesenen Legionellen wurden vorsorglich Proben an das nationale Referenzzentrum für Legionellen in Dresden eingeschickt. Des Weiteren gab es eine tägliche Situationsbewertung mit den o.g. Beteiligten.

Umweltamt, Gesundheitsamt sowie Universität Bonn und das Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit des Universitätsklinikums Bonn haben die Gesamtsituation unter Berücksichtigung aller vorliegenden Befunde am 22. August 2019 gemeinsam bewertet.

Mit Datum vom 22. August 2019 teilt das Nationale Referenzlabor für Legionellen in Dresden mit, dass die in der Verdunstungskühlanlage nachgewiesenen Legionellen-Stämme keine erhöhte krankheitserregende Wirkung aufweisen. Solche Stämme sind nach Mitteilung des nationalen Referenzlabors für Legionellen bisher nicht als Auslöser von Legionellosen-Ausbrüchen, insbesondere im Zusammenhang mit Verdunstungskühlanlagen, bekannt.

Kontakt (Montag bis Freitag):

Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit
Direktor: Prof. Dr. med. Martin Exner
Tel: 0228/28715520

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