28. März 2018

Der Weg zum ewigen Leben Der Weg zum Ewigen Leben

Neue Sonderausstellung im Ägyptischen Museum

Die neue Sonderausstellung „Der Weg zum ewigen Leben“ im Ägyptischen Museum der Universität Bonn widmet sich dem Jenseitsglauben und den Bestattungssitten im Alten Ägypten.

Osiris über Anubis
Osiris über Anubis - ( © Bild: Frank Förster / Universität Bonn)

Die Schau im Koblenzer Tor entstand in Zusammenarbeit mit Studierenden der Abteilung für Ägyptologie der Universität Bonn, die damit bereits im Studium der Ägyptologie in Kontakt mit originalen Objekten kamen und den angemessenen Umgang mit den Exponaten lernen und einüben konnten. Teilnehmer der freiwilligen Veranstaltung im Rahmen ihres Studiums waren Estella Friedlin, Susanne Kroschel, Annette Dorn, Christa Ohlendorf und Erik Kiesel, alle im 5. Semester, sowie Lena Akyüz und Sophie Gissat, beide im 3. Semester.

Im letzten Wintersemester haben sie dann die Ausstellung mit Olga Fast und Annika Felten vom Ägyptischen Museum der Uni Bonn geplant und umgesetzt. Grabbeigaben, die Grabarchitektur und die über Jahrhunderte entwickelte Jenseitsliteratur bis hin zum Totenbuch zeigen die Bedeutung von Tod und Leben im Alten Ägypten und sind daher Themen der neuen Ausstellung. Im Alten Ägypten glaubte man an ein Weiterleben nach dem Tod. Der Tod war danach nicht das Ende des menschlichen Daseins, sondern ein zweites Leben, eine jenseitige Existenz im Gegensatz zur diesseitigen.

„Die Geheimnisse der Unterwelt,
die geheime Einführung für das Totenreich,
Berge aufzubrechen und Täler aufzuschließen,
Geheimnisse, die niemand kennt,
zur Behandlung des Verstorbenen;
ihn weit ausschreiten zu lassen und ihm seinen Gang wieder zu geben,
Taubheit von ihm zu vertreiben und sein Gesicht zu öffnen,
zusammen mit dem Gott.“

(Totenbuch, Spruch 190)

Der Jenseitsglaube wird deutlich auch durch erhaltene Grabbauten, in religiösen Texten und durch die Berichte antiker Reisender wie Herodot. Ihre Ergebnisse aus der Beschäftigung mit diesen Themen wie der Mumifizierung, der Jenseitsliteratur oder auch der Grabarchitektur präsentieren die Studierenden durch ihre Ausstellung, die im Mittelgang des Museums besichtigt werden kann.

Die Abbildung zeigt die Detailaufnahme eines stuckierten und bemalten Sargdeckels aus der Sammlung Bodo Schwalm (Stadt Grevenbroich), die im Ägyptischen Museum Bonn als Dauerleihgabe erforscht wird. Das Objekt stammt aus der frühen Ptolemäerzeit, 3./2. Jh. v.Chr. Der Ausschnitt zeigt oben den thronenden Totengott Osiris vor den vier Horussöhnen auf einer Lotusblüte; darunter befindet sich Anubis, der Gott der Mumifizierung, an der Totenbahre des Verstorbenen.

Ort der Ausstellung:
Ägyptisches Museum der Universität Bonn, Regina-Pacis-Weg 7, 53113 Bonn

Öffnungszeiten
:
dienstags bis freitags von 13.00 bis 17.00 Uhr (letzter Einlass um 16.30 Uhr), sowie samstags und sonntags von 13:00 bis 18:00 Uhr (letzter Einlass 17:30 Uhr)
-- Das Museum bleibt trotz der parallel laufenden Baumaßnahmen geöffnet. --

E-Mail: aegyptisches-museum@uni-bonn.de
Internet: www.aegyptisches-museum.uni-bonn.de

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