04. Dezember 2013

Rote Früchte in immergrünen Zweigen Rote Früchte in immergrünen Zweigen

Die Eibe ist Pflanze des Monats Dezember in den Botanischen Gärten

Die immergrüne Eibe trägt rote Früchte und ist daher aüßerlich den typischen Weihnachtspflanzen sehr nah. Gefragt war immer schon ihr hartes Holz. Die Pflanze des Monats Dezember wird in diesem Monat als das Aktuelle Objekt aus Museen und Sammlungen der Universität Bonn vorgestellt, im Video präsentiert vom Kustos der Botanischen Gärten der Universität Bonn, Dr. Wolfram Lobin.

Schön und giftig
Schön und giftig - Die Eibe im Dezember, hier am Melbweiher in Bonn-Poppelsdorf © Lobin.BotanischeGärten2013

Eines der bekanntesten, einheimischen Gehölze in unserenBreitengraden ist die Eibe, lateinisch: Taxus baccata. Sie kann bis zu 1000Jahre alt werden. Da Eibenholz hart und zäh ist, wurde es für die Herstellungvon Pfeil und Bogen immer gern genutzt - bis die Eibe nahezu vollständig ausunseren Wäldern verschwunden war. Im Mittelalter waren englischeLangboden-Schützen gefürchtet, deren Pfeile - vom Eibenbogen abgeschossen -jede Ritterrüstung durchschlugen.

Die Eibe kann als Strauch oder Baum wachsen; sie wird alsHecke gepflanzt und kann gut geschnitten werden. Sie ist immergrün, trägt roteFrüchte und ist exttrem giftig in allen ihren Teilen, ausgenommen sind der derrote Samenmantel und der Pollen. Die Eibengewächse, lateinisch: Taxaceae,enthalten verschieden hohe Konzentrationen von Taxanen. Zugleich hemmen diesechemischen Verbindungen das Wachstum von Zellen und sind daher fürKrebstherapien relevant.

Öffnungszeiten:
Die Botanischen Gärten sind im Winter geöffnet von Montagbis Freitag in der Zeit von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr. Samstags, sonntags und anFeiertagen sind die Botanischen Gärten im Winter geschlossen. Die Schaugewächshäusersind im Winter geöffnet von Montag bis Freitag in der Zeit von 10.00 Uhr bis12.00 Uhr und von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr.

Videopodcast:
Eine besonders schön fruchtende der verschiedenen Eibenin den Botanischen Gärten steht jenseits des Melbweihers; sie wird hier imVideopodcast vom Kustos der Botanischen Gärten, Dr. Wolfram Lobin,vorgestellt: 

http://www.uni-bonn.tv/podcasts/20131126_BE_AOEibe_V1.mp4/view.

Museen und Sammlungen:
Die Botanischen Gärten zählen zu den Sammlungen derUniversität Bonn, deren erste Sammlungen bis zur Gründung der Universitätselbst im Jahr 1818 zurückreichen. Der Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe derHochschulzeitschrift forsch befasst sich ausführlich den Museen und Sammlungender Universität Bonn; das Heft steht auch online:

http://www3.uni-bonn.de/die-universitaet/publikationen/forsch/e-forsch


Ansprechpartner:

Dr. Wolfram Lobin
Botanische Gärten der Universität Bonn
Tel. 0228-73-5523
E-Mail: botgart@uni-bonn.de
Internet: http://www.botgart.uni-bonn.de

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