"Die Tagung zielt auf eine thematische und methodische Erweiterung der zeitgeschichtlichen Erforschung der Medizin", erläutert Dr. Hans-Georg Hofer. "Sie fokussiert dabei auf jenen Zeitraum, der für Westdeutschland den endgültigen Übergang von einer Zusammenbruchs- zu einer Modernisierungsgesellschaft brachte.". Welche gesellschaftlichen Kontexte prägten medizinisches Wissen und Handeln in der Nachkriegszeit? Und wie wirkten umgekehrt medizinische Erkenntnisse auf die wissenschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung der frühen Bundesrepublik sowie auf die Lebenswelten der Menschen in Zeiten des "Wirtschaftswunders" ein? Mit Antworten auf diese und andere Fragen wollen die Forscher neue Sichtweisen auf die Geschichte der Medizin sowie der jungen Bundesrepublik Deutschland eröffnen.
Die Fachtagung beginnt am Donnerstag, 10. Juli 2008, um 9:15 Uhr und ist thematisch in sechs Sektionen unterteilt. Referenten, Kommentatoren und Gäste aus Deutschland, Großbritannien, Österreich und der Schweiz diskutieren über Themen wie "Medizinische Forschung in der Nachkriegszeit", "Gesundheitspolitik" und "Medizin und modernes Leben". Auf dem Programm stehen weiterhin Vorträge, die sich mit dem Verhältnis von Medizin und Medien in der Nachkriegszeit, mit der Thematik des Alterns sowie mit dem Wandel von Körpervorstellungen und Gesundheitstechnologien befassen.
Das gesamte Programm gibt es im Internet unter: http.//www.mhi.uni-bonn.de
Medienvertreter sind herzlich eingeladen, an der Tagung teilzunehmen.
Kontakt:
Dr. Hans-Georg Hofer
Medizinhistorisches Institut der
Universität Bonn
Telefon: 0228/287-15005
E-Mail: hans-georg.hofer@ukb.uni-bonn.de