Das Universitätsarchiv Bonn
Gedächtnis der Universität Bonn

Aufgaben des Universitätsarchivs

Das Universitätsarchiv wurde nach längeren Vorarbeiten im Jahr 1961 der  Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Es konnte in die ehemaligen Räume der Universitätsbibliothek im Erdgeschoss des Universitäts-Hauptgebäudes einziehen, deren Magazine dem Archivteam seither zur Weiternutzung zur Verfügung stehen. Heute umfasst das Universitätsarchiv einen Gesamtbestand im Umfang von ca. 4.000 Regalmetern. Hinzu kommt eine Dienstbibliothek mit ca. 10.000 Bänden.

Zu den Aufgaben des Universitätsarchivs gehören

  • die Archivierung von Akten der Universitätsverwaltung und der akademischen Einrichtungen der Universität Bonn
  • die Betreuung von Benutzer*innen der Archivalien
  • die Herausgabe von Schrifentreihen der Universität
  • die Erstellung der jährlichen Universitäts-Chronik
  • diverse Aufgaben im Zusammenhang mit Öffentlichkeitsarbeit (Führungen, Vorträge etc.)
  • das Erstellen von Studienbescheinigungen bis einschließlich Wintersemester 1994/95
  • die Ausbildung von Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste (Fachrichtung Archiv)

Das Universitätsarchiv und seine Bestände

Erste Schritte zur Einrichtung eines Archivs an der Universität Bonn wurden während des Zweiten Weltkriegs unternommen. Durch die Zerstörung des Hauptgebäudes im Bombenkrieg wurden diese Ansätze jedoch zunichte gemacht. Nach dem Ende des Krieges wurde die Aufgabe der Sichtung und Sicherung der alten Aktenbestände dem Historiker Walther Holtzmann übergeben. Nach dessen Weggang übernahm Max Braubach sein Amt als Archivar der Universität Bonn.

Braubach ist es zu verdanken, dass in den Folgejahren der noch vorhandene Bestand an Akten des 19. und frühen 20. Jahrhunderts für die historische Forschung gerettet werden konnte. Dabei stellte sich jedoch heraus, dass viele Akten des 19. und fast alle Sachakten der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts vernichtet worden waren. Besonders gravierend sind die Lücken in der Überlieferung aus der Zeit der Weimarer Republik und des Dritten Reiches. Weitgehend erhalten blieben dagegen die personenbezogenen Akten zu Studierenden und Professor*innen der Universität. Jährlich kommen neue Aktenbestände hinzu.

Hier geht es zur Tektonik des Bonner Universitätsarchivs11

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