Entspannt in den Mutterschutz

Mutterschutz

Das Mutterschutzgesetz gilt auch für Studentinnen. Es stellt sicher, dass für Studierende während der Schwangerschaft und Stillzeit keine Nachteile im Studium entstehen. Hier erfahren Sie alles rund um Schutzfrist, Prüfungen, Nachteilsausgleich und Co. 

Meldung der Schwangerschaft

Um Ansprüche aus dem Mutterschutzgesetz wahrzunehmen, muss die Schwangerschaft dem/der jeweiligen Studiengangskoordinator*in sowie dem Arbeitsschutz gemeldet werden.

Schutzfrist

6 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin des Kindes und 8 Wochen nach der Entbindung besteht keine Pflicht zur Teilnahme an Lehrveranstaltungen

Studierende entscheiden selbst, ob sie die Schutzfrist in Anspruch nehmen möchten.

Wichtig: Wird an Lehrveranstaltungen teilgenommen, ohne die Schwangerschaft zuvor gemeldet zu haben, verfallen Ansprüche aus dem Mutterschutzgesetz automatisch.

Gefährdungsbeurteilung

Modulverantwortliche sind in der Pflicht, eine Gefährdungsbeurteilung zu erstellen. Diese soll festzustellen, ob schwangere Studierende weiterhin gefahrenlos an jedem einzelnen Modul teilnehmen können.

Prüfungen und Nachteilsausgleich

Ein Rücktritt von Prüfungen ist bis kurz vor dessen Beginn möglich.

Wenn Prüfungsleitungen oder Praktika aus gesundheitlichen Gründen nicht während des Mutterschutzes erbracht werden können, müssen alternative Prüfungsformen (zum Beispiel Hausarbeit statt Klausur) gefunden werden.

Dies ist nicht möglich? Ein Nachteilsausgleich (zum Beispiel Schreibzeitverlängerung oder Verschiebung des Prüfungstermins) kommt zum Tragen.  

Urlaubssemster

Schwangere Studierende und Studierende mit Kind können sich für bis zu 10 Semester beurlauben lassen. 

Konsequenzen der Beurlaubung (Auszug)

  • Der BAföG-Anspruch wird in der Zeit des Urlaubssemesters ausgesetzt. Ist eine Studentin allerdings wegen ihrer Schwangerschaft daran gehindert, ihrem Studium nachzugehen, wird BAföG für maximal 3 Monate fortgezahlt (§ 15 Abs. 2a BAföG).
  • Der eigene Kindergeldanspruch entfällt - außer in der Mutterschutzfrist und einer Übergangszeit von max. 4 Monaten zwischen Ende der Mutterschutzfrist und der Studienfortführung.
  • Beurlaubte Studierende können keine Tätigkeit als Werkstudierende ausüben.
  • Schwangere Studierende müssen während der Beurlaubung den vollen Sozialbeitrag (Semesterbeitrag) zahlen.

Mutterschaftsgeld und Zuschuss zum Mutterschaftsgeld

Das Mutterschaftsgeld und ein Zuschuss des Arbeitgebenden zum Mutterschaftsgeld verstehen sich als Lohnersatzleistung während der Schutzfristen. Es wird daher nur ausgezahlt, wenn Frauen wegen Inanspruchnahme der Schutzfristen kein Entgelt aus einer (nichtselbständigen) Beschäftigung beziehen.

Sie möchten prüfen, ob und in welcher Höhe diese finanzielle Unterstützung für Sie infrage kommt und herausfinden, wie sie zu beantragen ist?
Wenden Sie sich an das Bundesamt für Soziale Sicherung4.
Sind Sie Minijobberin, gelten besondere Regelungen. Wenden Sie sich in diesem Fall bitte an ihre Krankenkasse.

Ansprechpartner*innen an der Universität Bonn

Junge Frau telefoniert und macht Notizen
© Colourbox

Download: Leitfaden zum Mutterschutz

Kontakt

Avatar Lehr

Xenia Lehr

+49 228 73-65 65


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