10.15 Uhr, HS VII
Jessica Ammer (Antrittsvorlesung)
Fünf Irrtümer über Sprache.
Von den Spannungen zwischen der Norm und der Wirklichkeit
Jeder spricht seine Sprache, bei uns das Deutsche – und fast jeder hat eine Meinung darüber, was gutes und schlechtes Deutsch ist. Doch was ist, solche Meinungen wissenschaftlich gar nicht so gut/klar begründet sind, wie sie scheinen? Der Vortrag befasst sich mit fünf verbreiteten Annahmen über die Sprache, die im Alltag häufig als selbstverständlich gelten, wissenschaftlich gesehen aber mindestens fragwürdig sind. Dabei zeigt sich: Hinter vielen scheinbar harmlosen Urteilen über den Sprachverfall, die Dialekte oder die Bedeutung der Rechtschreibung verbergen sich Vorurteile, die weit mehr über soziale Hierarchien aussagen als über Sprache selbst – und die konkrete Konsequenzen für Menschen haben können, die „anders" sprechen oder schreiben, als die Normen vorgeben.
10.15 Uhr, Hörsaal V
Bonn Center for Dependency and Slavery Studies, pre-doctoral fellows
Understanding Dependency and Slavery Studies: A Multidisciplinary Approach (in englischer Sprache)
Five BCDSS pre-doctoral fellows will present short talks on what sparked their interest in their research topics and what they hope to achieve.
Industrial Afterlives: Governing Labour Regimes through Ecology in India, Ankit Chowdhury
Examines how ecological conditions act as structural mechanisms shaping labour regimes and producing strong asymmetrical dependencies, based on steel towns in India.
Unequal Mobility as a Case Study: Understanding Everyday Life in the Roman Empire, Jakob Jung
Uses mobility to explore the challenges of reconstructing everyday life in the Roman Empire.
Coffee Boom: Cash Crops and Strong Asymmetrical Dependencies in Rural Sumatra, Muhammad Reza Halomoan
Explores how coffee cultivation reshaped patron–client relations between the Serampeh and inland migrants.
Archaeology, Material Culture and Slavery in East Africa, Neema Clement Munisi
Shows how archaeology can both reproduce colonial erasures and support restorative approaches to histories of slavery.
Beyond the Colonial Archive: Women’s Voices and the Abolition of Slavery in the Gold Coast, 1874–1940s, Anita K. Pobi
Draws on indigenous knowledge to recover women’s voices and agency in the abolition of slavery.
11.15 Uhr, HS VII
Dr. Till Sonnemann (Antrittsvorlesung)
Walle! walle manche Strecke – historische Wasserwirtschaft, eine Wunderkammer von Betrachtungsmöglichkeiten
Wasserwirtschaft ist kein Hexenwerk! Und doch verzweifelt der Zauberlehrling am einfachen Wasserholen. Vom Wasserloch zu hochkomplexem Wassermanagement, der Zugang zur Wasserquelle prägt die Menschheitsgeschichte. Weil Wassernutzung überall Spuren hinterlassen hat ist deren Untersuchung eines der spannendsten Themen der archäologischen Forschung.
In meiner Antrittsvorlesung möchte ich auf vier Arbeiten eingehen, die Aspekte historischer Wasserwirtschaft aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten: in Havanna, Augst, Jerusalem und Haiti. Die zugrundeliegenden Projekte variieren in der räumlichen und zeitlichen Dimension ihrer Untersuchungsobjekte, in den angewendeten Analysemethoden und der Präsentation der Erkenntnisse. Der öffentliche Vortrag bietet einen Blick in die Wunderkammer der Möglichkeiten digitaler Anwendungen in Archäologie und Kulturgüterschutz: von der geophysikalischen Prospektion als zerstörungsfreier Erkundungsmethode über GIS als Analysetool georeferenzierter Datensätze, KI als Programmierassistenz, bis hin zur Visualisierung in Augmented Reality. Einige Projekte wurden fächerübergreifend in Seminaren und Übungen mit Studierenden realisiert, publiziert und der Öffentlichkeit präsentiert, ganz ohne das entsetzliche Gewässer über den Saal und die Stufen laufen zu lassen.
11.15 Uhr, Hörsaal VIII
Lorenzo Risco
Neuinterpretation vorhispanischer Sakralstätten in der dominikanischen Bekehrung in Peru (in englischer Sprache)
Die Untersuchung konzentrierte sich auf die christliche Konversion indigener Bevölkerungsgruppen, die auf klösterlichen Kontexten des Dominikanerordens angesiedelt waren, zu Beginn der spanischen Besetzung der zentralen Anden Perus (1532–1570). Die Studie erläutert den Prozess der Neuinterpretation vorspanischer sakraler Räume innerhalb der kolonialen Sphäre, der durch die christliche Bekehrung in den Küstenkonventen von Chicama und Chincha geprägt wurde.
Die Anwendung des spatial turn als interpretative Leitlinie bildete die theoretische Grundlage der Analyse und stützte sich auf Henri Lefebvres Konzept der Produktion von Raum, das sich nicht nur mit physischen räumlichen Beziehungen befasst, sondern ebenso mit mentalen und sozialen. Die Untersuchung ermöglichte die Entwicklung des Konzepts der Produktion des klösterlichen Raumes, der zugleich von der indigenen Bevölkerung auf die uralte geprägte Landschaft projiziert wurde.
Die Produktion von Raum vollzog sich sowohl im klösterlichen Atrium als auch im Kirchenschiff jedes Konvents. Infolgedessen wurde den umliegenden sakralen Bereichen eine neue Bedeutung beigemessen, indem Holzkreuze auf nahegelegenen Schutzbergen (cerros tutelares) errichtet wurden, die zuvor vorspanische Gottheiten repräsentiert hatten. Dies war der Fall beim Hügel Tres Cruces in Chicama sowie beim Hügel Chinchaycámac in Chincha.
Die Christianisierung der Umgebung erfolgte durch die eigene Entscheidung der bekehrten Indigenen, die von ihrem neu konfigurierten Glauben überzeugt waren. Auf diese Weise lässt sich feststellen, dass die Reproduktion des Raumes nicht allein innerhalb der Konvente stattfand, sondern sich auch auf die Schutzberge ausdehnte und dort materiell manifestierte.
12.15 Uhr, Hörsaal VIII
Dr. Monika Wehrheim (Romanistik), Dr. Antje Gunsenheimer (Altamerikanistik)
Literature to Change the Future:
Promoting Narratives and Spaces for Ecosocial Change from Universities
(EU-Projekt im Programm Erasmus+ KA220)
Die Forschung zeigt uns auf, welche Perspektiven sich für die Zukunft ergeben aus den unberechenbar werdenden Regen-, Sturm- und Dürreperioden, schmelzenden Gletschern und steigendem Meeresspiegel, die die uns bekannten Lebensräume völlig verändern werden.
Längst hat die Literatur weltweit diese Themen entdeckt und entwirft auf vielfältige Weise Szenarien der ökologischen Krise, die zwischen Dystopien und Utopien oszillieren und dabei eine neue Konzeptualisierung der Mensch-Natur-Beziehung entwirft.
Literatur schafft so einen imaginären Raum, der uns Handlungsmöglichkeiten ausloten lässt, die wir für weitere Zukunftsentscheidungen nutzen können. Hier setzt das EU-Projekt Lit Future am Beispiel der Literaturen Spaniens und Lateinamerikas an. Es stellt auf einer digitalen Plattform Informationen zu ökologisch orientierten Werken in Form von Rezensionen, Anthologien und Autoreninterviews zusammen und bietet Einführungen in die aktuellen kulturwissenschaftlichen Debatten zu den Themen Umwelt, Klimawandel, ökosoziale Krisen, (erzwungene) Migration und ihrem Widerhall in der Klima-Fiktion. Der Beitrag führt in das Projekt ein und verweist auf die aktuellen Aktivitäten (Webinars, Lese-Clubs, Interviews, Podcasts) mit den Partnern in Spanien, Belgien, Italien und Schweden.
Vortragsreihe aus den Bonn International School Oriental and Asian Studies (BIGS-OAS):
10.15 Uhr, Hörsaal II
Peng Cao (Doktorand BIGS-OAS/ IOA/ Abteilung für Japanologie/ Prof. Reinhard Zöllner)
Blockade and Economic Warfare in East Asia: Japan´s Strategic Resilience, 1931-1945 (in englischer Sprache)
The dissertation examines why imperial Japan moved toward war and how it prepared for war before full-scale conflict began. It does so through the concept of "Imperial Overreach Preparedness". The project examines how fears of blockade, economic warfare, and resource shortages became shared political assumptions. It offers a new perspective on Japan’s path to war and its preparation for conflict.
10.45 Uhr, Hörsaal II
Juliana Rena (Doktorandin BIGS-OAS/ IOA/ Abteilung für Südostasienwissenschaft/ Prof. Kristina Großmann)
Acehnese as a Stigmatised Heritage Language: Language Endangerment, Social Prestige, and Institutional Revitalisation in Contemporary Aceh (in englischer Sprache)
This study examines Acehnese as a heritage language that, while officially valued as part of cultural identity, is often perceived by younger speakers as less prestigious. Using a qualitative ethnographic approach, it explores patterns of use, avoidance, and transmission across families, communities, and institutions. The study highlights how a culturally celebrated language can become socially devalued in everyday practice and contributes to discussions on language preservation and sociolinguistics.
Vortragsreihe aus dem Bonner Mittelalterzentrum
„Neues aus dem Mittelalter“
11.15 Uhr, Hörsaal IX
Harald Wolter-von dem Knesebeck (Kunstgeschichte)
QVOD·NOVA·LEX·PROMIT·LIBRIS·ET·CORDE·RECONDIT·; Zum Zusammenspiel von Schrift und Bild in der Miniatur des Friedrich-Lektionars der Kölner Dombibliothek mit dem Bild des Kölner Erzbischofs Friedrich I. von Schwarzenburg (amtierte 1100-1131)
Der Kölner Erzbischof Friedrich I. (amtierte 1100-1131) ist ein frühes Beispiel eines neuen Typus von gelehrten, theologisch aktiven und gut vernetzten Vertretern des hohen Episkopats im Hochmittelalter. Zudem gelang ihm der Ausbau der Klosterlandschaft in seinem Bereich sowie der Landesherrschaft, letzteres vor dem Hintergrund der Dynastiekrise unter den späten salischen Herrschern während des Investiturstreites und des Dynastiewechsels hin zu dem von ihm selbst in Aachen gekrönten Lothar von Süpplingenburg. Wieso gilt er dennoch bisweilen als „vergessener Bischof“? Um hier auch kunsthistorisch eine Gegenposition zu beziehen, steht die Analyse seines bildlichen Selbstentwurfs in einer großen Miniatur am Anfang einer von ihm für die Kölner Dombibliothek beauftragten Bibliothekshandschrift mit Schriften des Kirchenvaters Hieronymus im Zentrum des Beitrags. Hier lässt sich viel über diesen herausragenden Erzbischof und sein Selbstverständnis erfahren, werden hier doch alte Bildformeln, die mit einander überblendet wurden, in das neue Setting einer Buchmalerei als Schrift-Bild-Hybridbildung integriert. Dies dient dazu, die Mittlerrolle des Bischofs zu Gott auf ebenso neue wie prononcierte Weise zu verdeutlichen.
12.15 Uhr, Hörsaal IX
Prof. Dr. Gisela Muschiol (Mittlere und Neuere Kirchengeschichte)
Zwischen Erniedrigung und Erhebung – Wie aus vier Marien eine Maria Magdalena wurde
Die “Heilige” Maria Magdalena ist eine Kunstfigur - durch einen Papst im Frühen Mittelalter aus vier Marien/Frauen der Bibel zusammengefügt und dennoch eine Figur mit unglaublicher Reichweite in Literatur, Verehrung, Kunst, Liturgie und Spiritualität. Den Spuren dieser “Figur” und ihrer Funktionalisierung im Mittelalter (und in der Neuzeit) wird sich der Vortrag widmen.
14.15 Uhr, Hörsaal VIII
PD Dr. Peter Glasner (Deutsche Philologie)
Dichten, Sammeln, Forschen: Karl Simrock und die Brüder Grimm –
Ein Ausstellungsprojekt von Studierenden der Germanistischen Mediävistik, angeleitet von PD Dr. Peter Glasner
Bis in den Zweiten Weltkrieg repräsentierte ein überlebensgroßes Denkmal im Hofgarten des Bonner Schlosses die Verehrung des ersten Professors für deutsche Sprache und Literatur Karl Simrock (1802–1876). Als eine zudem überregional bekannte Dichter-Persönlichkeit war sein Schaffen vor allem auf die Popularisierung mittelalterlicher Texte, Märchen und Sagen gerichtet. Der mehrwöchige Ferienbesuch der Familie von Wilhelm und Dorothea Grimm am Rhein stiftete 1853 Freundschaftsbande, die über Generationen der Familien Simrock und Grimm Bestand hatten. Im Rahmen eines von der Förderlinie vielfältig.nachhaltig.digital unterstützten Lehr- und Forschungsprojektes von PD Dr. Peter Glasner haben Studierende eine intermediale Ausstellung erarbeitet, die im Sommer im Universitätsmuseum eröffnet werden wird. Der Vortrag stellt das Ausstellungskonzept ebenso vor wie erste, bislang unveröffentlichte Highlights der Exponate.
15.15 Uhr, Hörsaal VIII
Hon.-Prof. Dr. Arnulf Krause (Skandinavische Sprachen und Literaturen)
Wie Aragorn in Meduseld empfangen wurde oder der Gast in der Königshalle – zur Geschichte eines bemerkenswerten Motivs
Wie man als Gast von einem Mächtigen empfangen wird ist ein brisantes Thema. Erst jüngst musste der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus in Washington diese Erfahrung machen. Man denke auch an die langen Tische, an denen Wladimir Putin seinen Gästen gegenübersaß. Ganz so bizarr begegnet einem das Motiv in Tolkiens Fantasy-Literatur und in den isländischen Sagas nicht. Trotzdem sind die Gäste einer Vielzahl von Regeln und Gefahren ausgesetzt, denen sich der Vortrag unter Berücksichtigung mittelalterlicher Gepflogenheiten widmen will.
17.15 Uhr, Festsaal
Botschafter a.D. Hans-Dieter Lucas (ehemaliger Politischer Direktor im Auswärtigen Amt und CASSIS Senior Fellow)
Was kann Diplomatie mit dem Iran bewirken? Von den Verhandlungen über das Nuklearabkommen mit dem Iran zu den amerikanisch-israelischen Kriegen gegen den Iran 2025/2026
Die Beziehungen zwischen dem Iran, den USA und Israel stehen exemplarisch für die Spannungsfelder moderner Diplomatie zwischen Verhandlung, Abschreckung und militärischer Eskalation. Während das Nuklearabkommen lange als zentraler Ansatz galt, um das iranische Atomprogramm einzudämmen, zeigen die Entwicklungen der Jahre 2025/2026 die Fragilität diplomatischer Prozesse: Gescheiterte Verhandlungen mündeten in direkte militärische Konfrontationen zwischen den beteiligten Akteuren.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die grundlegende Frage, welche Handlungsspielräume Diplomatie unter Bedingungen zunehmender Gewalt noch besitzt. Kann sie Konflikte nachhaltig deeskalieren – oder wird sie zunehmend von strategischen und militärischen Logiken überlagert? Der Vortrag von Botschafter a.D. Lucas, der von 2011-2015 deutscher Verhandlungsführer in den Verhandlungen über das Nuklearabkommen war, beleuchtet diese Dynamiken und diskutiert, welche Rolle Diplomatie im Kontext des Iran-Konflikts heute noch spielen kann.
17.15 Uhr, Hörsaal IX
Dr. Gabriele Wix (Neuere deutsche Literaturwissenschaft)
„Bilder und Räume“ Zum 60. Geburtstag von Marcel Beyer
Der Schriftsteller Marcel Beyer, Georg-Büchner-Preisträger 2016, ist vor allem durch seine Romane Flughunde oder Spione und seine Lyrikbände bekannt, zuletzt Graphit und Dämonenräumdienst. Der Vortrag gilt einem Genre, das sich zwischen Erzählung und Essay bewegt. Titel wie „Kleine Bilder in schmutzigen, dunklen Farben“ oder „Ferres vor Gursky. Ferres vor Immendorff“ wecken Neugier. Beide Texte sind aus besonderem Anlass entstanden und bewegen sich im Spannungsfeld von Geschichte und eigener Biografie, bildender Kunst und akademischem Diskurs.
Im Sommersemester 2019 war Marcel Beyer an der Universität Bonn als 9. Thomas Kling-Poetikdozent tätig. Anlässlich seines 60. Geburtstags am 23. November 2025 wurde er im Mai dieses Jahres mit einem Symposium im Lyrik-Kabinett in München geehrt. Der Vortrag „Bilder und Räume“ war Teil des Programms.
Moderation: Prof. Dr. Kerstin Stüssel, Dr. Marius Reisener
Ein Gummibärchen essen, heute den Arm, morgen ein Bein. Was sich anhört wie ein Witz, ist Alltag für die Leistungsturnerin Amik. Für sie zählt jedes Gramm, jeder Wettkampf, jede Wiederholung. Und jede überschrittene Grenze nimmt Amik dafür hin. „Die Routinen“ seziert eine Welt, von der jeder ahnt, dass sie hart ist, aber niemand sieht oder sehen will, wie ausbeutend ein System ist, auf dem so viel Glitzer und Glanzspray liegt.
München. Montreal. Tokio. Wenn die olympischen Spiele anstehen, blickt die ganze Welt auf eine Stadt, auf eine Mannschaft, auf eine Leistungsturnerin. Die Mädchen und Frauen trainieren ihr gesamtes Leben auf diesen Moment hin. Aus diesem Wir der Turnerinnen, das in olympischen Jahren denkt, vom Training auf die Waage zu den Wettkämpfen gedrängt wird, entspringt ein Ich, die Turnerin Amik. Sie beugt sich den gnadenlosen Wettbewerbsprinzipien ihres Sports und mit jedem weiteren Schritt auf ein Siegerinnenpodest entfernt sie sich mehr von den Mädchen, die sie gestern noch getröstet haben. Auf kraftvolle Weise erzählt Son Lewandowski von Sport und Politik, von fragilen Beziehungen und den Grenzen des eigenen, alternden Körpers. Die Geschichten von berühmten Turnerinnen und der größte Missbrauchsskandal der Sportgeschichte werden in die Geschichte von Amik eingewebt und machen „Die Routinen“ zu einer atemlosen Leseerfahrung.
Son Lewandowski lebt als Autorin und Kuratorin in Köln. 2023 wurde sie zum Klagenfurter Literaturkurs und der Autor*innenwerkstatt des LCB eingeladen. Mit „Die kurzen Karrieren“ stand sie in dem Jahr auf der Shortlist des Edit-Essaypreises. 2024 wurde sie durch das Spaltmaße-Stipendium der Jürgen Ponto-Stiftung gefördert, 2025 durch das Arbeitsstipendium der Kunststiftung NRW. „Die Routinen“ war nominiert für den lit.cologne-Debütpreis.