Studium Universale

Dies academicus, 07.12.2022

Der Dies academicus am 07.12.2022 bietet eine Vielfalt von Vorträgen, Veranstaltungen, Ausstellungen und Führungen an.

Hierzu sind alle Studierenden, Schüler*innen und Bürger*innen herzlich in die Universität eingeladen!

Die Vorträge finden überwiegend im Hauptgebäude, Am Hof 1, statt. Außer es ist anderweitig aufgeführt.

Christmas and new year
© Volker Lannert/Uni Bonn

Programm zum Dies academicus am 07.12.2022

Karrieretag des Career Service

09:30 -17:00 Uhr, online

Ansprechpartnerinnen:
Dr. Anke Bohne und Renate Trilling
Career Service der Universität Bonn
Poppelsdorfer Allee 47
53115 Bonn
Tel.: 0228 – 73-7987 und 0228 - 73-4689
Email: careerservice@uni-bonn.de
 
Am Mittwoch, den 7. Dezember 2022, lädt der Career Service im Rahmen des Dies academicus zu seinem Karrieretag ein: Studierende, Absolvent*innen der Universität Bonn und alle Interessierten können sich in Online-Vorträgen und an Online-Beratungsständen zu den Themen Berufsorientierung und Berufseinstieg informieren. Studierende und Absolvent*innen der Universität Bonn haben die Möglichkeit, ergänzend zu den Vorträgen und Beratungsständen verschiedene Coaching-Angebote zu nutzen.

 

Anmeldung:
Für die Beratungsstände ist keine Anmeldung erforderlich.
Die entsprechenden Links finden Sie am 07.12.2022 auf der Seite www.uni-bonn.de/careerservice.
 
Für das Online-Vortragsprogramm und das Coaching-Angebot ist eine Anmeldung erforderlich.
Eine Anmeldung ist vom 15.11. bis 04.12.2022 möglich.
Das Anmeldeformular finden Sie unter www.uni-bonn.de/careerservice.

 

Vorträge
 
Zielgruppe: Alle Interessierten | Anmeldung erforderlich
 
10:00 – 10.15 Uhr
Begrüßung
 
10:15 – 11:00 Uhr
Einstieg in den Arbeitsmarkt ohne Berufserfahrung – Möglichkeiten und Wege
Krischan Ostenrath, Wissenschaftsladen Bonn e.V.
 
11:15 – 12:00 Uhr
Bewerben – aber richtig: Tipps für die schriftliche Bewerbung
Angela Schütte, Karriereberaterin; in Kooperation mit Berufsstart
 
12:15 – 13:00 Uhr
Kurz und knackig im Vorstellungsgespräch – Professionelles Selbstmarketing
Katrin Busch-Holfelder, Keynote-Speakerin, Autorin und Business Coach
 
13:00 – 14:00 Uhr
Pause
                                   
14:15 – 15:00 Uhr
Starke Stimme. Stark im Vorstellungsgespräch
Anne Weller, Stimm- und Studiosprecherin
 
15:15 – 16:00 Uhr
Wege ins Auslandspraktikum –  Berufliche Praxis während des Studiums
Petra Friedrich | Birte Heitmann, Universität Bonn, Dezernat Internationales
  
16:15 - 17:00 Uhr
Von der Uni in die Selbsständigkeit – Das kleine 1 x 1 der Freiberuflichkeit
Eva Paul, BonnProfits Start Up Services
 
Beratung
 
Zielgruppe: Alle Interessierten | keine Anmeldung erforderlich
 
Folgende Institutionen bieten Online-Beratungsstände an:
 
Career Service der Universität Bonn
zu den Themen Berufsorientierung, Berufseinstieg
und Karriereplanung
09:30 – 17:00 Uhr
 
Wissenschaftsladen Bonn e.V.
zu den Themen Berufsorientierung, Berufseinstieg
und Karriereplanung
 
12:30 – 14:30 Uhr
Studierendenwerk Bonn
zum Thema Jobben im Studium
 
12:00 – 15:00 Uhr
Dezernat Internationales der Universität Bonn
zum Thema Praktikum im Ausland
 
16:15 – 17:00 Uhr
Dezernat Internationales der Universität Bonn
zum Thema Berufseinstieg für internationale Studierende
 
13:00 – 15:00 Uhr
Zusätzlich vertreten sind die
Zentrale Auslands- und Fachvermittlung der
Bundesagentur für Arbeit (ZAV)
zum Thema berufliche Perspektiven im Ausland
 
Wenn Sie an einer Beratung am 07.12.2022 interessiert sind,
kontaktieren Sie bitte bis zum 30.11.2022 das Team Outgoing
(zav.outgoing-1@arbeitsagentur.de).
 
BonnProfits Start Up Services und
Transfer Center enaCom der Universität Bonn
zu den Themen Gründungsplanung und Finanzierung
sowie  Gründen aus der Wissenschaft
 Wenn Sie an einer Beratung am 07.12.2022 interessiert sind,
kontaktieren Sie bitte bis zum 05.12.2022 Marcus Wille
(wille@verwaltung.uni-bonn.de).
 
Coaching-Angebote
 
Zielgruppe: Studierende und Absolvent*innen der Universität Bonn | Anmeldung erforderlich
 
Orientierungsberatung zum Berufseinstieg
10:00 – 13:00 Uhr und 14:00 – 16:30 Uhr
22 Gespräche à 25 Minuten
Ein Angebot der Arbeitsagentur Bonn/Rhein-Sieg,
Team Akademische Berufe
 
Bitte halten Sie folgende Unterlagen bereit: digitalen aktuellen Lebenslauf, Fragen an die Berater*innen
  
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Kurz-Karriereberatung
10:00 – 13:00 Uhr und 14:00 – 16:30 Uhr
11 Gespräche à 25 Minuten
Ein Angebot von subject:RESOUL AG
 
Bitte halten Sie folgende Unterlagen bereit: digitalen aktuellen Lebenslauf, Fragen an die Berater*innen
 
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Bewerbungsmappencheck
10:00 – 13:00 Uhr und 14:00 – 16:30 Uhr
22 Gespräche à 25 Minuten
Ein Angebot der Techniker Krankenkasse
 
Bitte halten Sie folgende Unterlagen bereit: digitalen aktuellen Lebenslauf mit Anschreiben, 2-3 Stellenausschreibungen, auf die Sie sich bewerben wollen oder beworben haben
 
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Kompetenzcheck
10:00 – 13:00 Uhr und 14:00 – 16:30 Uhr
11 Gespräche à 25 Minuten
Ein Angebot der Stabsstelle
Personalentwicklung & Karriere der Universität Bonn
 
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Coaching zum Thema „Stimme im Beruf“
10:00 – 12:30 Uhr
5 Gespräche à 25 Minuten
Ein Angebot von Anne Weller
 
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Was wollen Sie verdienen? –
Gruppencoaching zum Thema Gehaltsverhandlung
15:00 – 16:00 Uhr
Eine Gruppenrunde mit maximal 20 Teilnehmenden
Ein Angebot von Angela Schütte, Karriereberaterin;
in Kooperation mit Berufsstart
 
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Bewerben und Arbeiten in Frankreich –
Berufseinstieg im außer-universitären Bereich
10:00 – 13:00 Uhr
6 Gespräche à 25 Minuten
Ein Angebot des Institut français Bonn
 
Bitte halten Sie folgende Unterlagen bereit: digitalen aktuellen Lebenslauf, Fragen an die Berater*innen
 

verWANDLUNGen

 
09.15 - 18.00 Uhr,  Hörsaal II
 
Prozesse der Verwandlung begegnen uns allenthalben. Verwandlungen können ebenso als Effekte von Transformationsprozessen verstanden werden, wie umgekehrt jede Art der Veränderung immer wieder Neues entstehen lässt. Auf dem Forum stellen Nachwuchsforscher*innen ihre Ideen zum Thema Verwandlung vor. Die neun Vorträge kommen aus verschiedenen Disziplinen: Pflanzenforschung, Geographie, Soziologie, Psychologie, Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft, Musikwissenschaft und Theologie. Es geht in den Vorträgen u.a. um Transformationen, die mit der Bewältigung von Katastrophen verbunden sind. Wir erfahren, wie die Verarbeitung natürlicher Prozesse in Kennzahlen für Produktinnovation genutzt wird. Es werden historische und gegenwärtige Prozesse von Strukturwandel der Arbeit vorgestellt. Schließlich sprechen die Vortragenden über Veränderungen, die mit materialen, medialen und spirituellen Formen der Aneignung von Orten und Identitäten verbunden sind.
Organisatorische Hinweise
Die Vortragsreihe findet in Präsenz statt. Nur für den Fall, dass wir die Vortragsreihe digital anbieten müssten, finden Sie hier den Zoomlink, über den Sie sich in die Veranstaltung einwählen können.
 
Betreuer*innen der Vortragenden
Prof. Dr. Mechthild Albert, Prof. Dr. Clemens Albrecht, Prof. Dr. Elke Brüggen, Prof. Dr. Jens Gerrit Papenburg, Prof. Dr. Ralf Pude, Prof. Dr. Lothar Schrott, Prof. Dr. Harald Wolter-von dem Knesebeck
 
Veranstalter*innen
Priv.-Doz. Dr. Hedwig Pompe (Philosophische Fakultät/Neuere deutsche Literatur; Arbeitsstelle Internationales Kolleg; DIES&DAS Forum)
Prof. Dr. Annette Scheersoi (Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät/Fachdidaktik Biologie; Prorektorin Nachhaltigkeit; DIES&DAS Forum)
Prof. Dr. Jochen Sautermeister (Katholisch-Theologische Fakultät/Moraltheologie; Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät; DIES&DAS Forum)
Prof. Dr. Ulrich Ettinger (Philosophische Fakultät/Institut für Psychologie; Prodekan für Forschung und Internationales der Philosophischen Fakultät; Strukturiertes Promotionsprogramm der Philosophischen Fakultät)
Priv.-Doz. Dr. Peter Glasner (Philosophische Fakultät/Germanistische Mediävistik; Strukturiertes Promotionsprogramm des Instituts für Germanistik)
  
09.15 Uhr
Begrüßung
Priv.-Doz. Dr. Hedwig Pompe
Panel I Risiken und Wandel
René Kusdian, M.Sc. (Geographie)
Vom unwägbaren Risiko zum (pro)aktiven Katastrophenrisikomanagement
Katastrophen sind ein stetiger Begleiter aller Gesellschaften. Insbesondere vor dem Hintergrund des Klimawandels und des globalen Wandels werden das Risiko für Katastrophen und die Anfälligkeit unserer Gesellschaften für solche größer. Es ist daher entscheidend, dass wir das Katastrophenrisiko erfolgreich managen, sodass Schäden möglichst vermieden werden können. Der Vortrag soll anhand jüngster Ereignisse wie der Flutkatastrophe von 2021 und der Covid-19-Pandemie aufzeigen, vor welchen Herausforderungen das Katastrophenrisikomanagement steht und welche möglichen Ansätze zu dessen Verbesserung beitragen könnten.
  
10.15 Uhr
Matthias Bernschein, M.Sc. / Lüders Moll, M.Sc. (Nachwachsende Rohstoffe)
Pflanzen verwandeln Klimagas – Von der Pflanze zum Produkt
Wir alle wissen, dass Pflanzen CO2 zum Wachsen brauchen. Zwar ist es für die Pflanze überlebenswichtig, doch leidet das Klima deutlich unter zu hohen CO2-Konzentrationen. Der Aufwuchs mitsamt dem Kohlenstoff kann in langfristig nutzbaren pflanzenbasierten Produkten gebunden werden. Für die Herstellung dieser Produkte sind viele Kennzahlen nötig. Wir verwandeln in unserer Forschungsgruppe das Wissen über unsere Pflanzen und die hergestellten Produkte in Kennzahlen. Die Verwandlung vom Klimagas zum Werkstoff führt über diese Kennzahlen. Der Vortrag möchte zeigen, wie diese Transferleistungen am Institut INRES – Nachwachsende Rohstoffe stetig vorangetrieben werden.
 
11.15 Uhr
Begrüßung
Prof. Dr. Ulrich Ettinger
 
Panel II Arbeitsstrukturen flexibilisieren – Neustrukturierung schaffen
Philipp Jakobs, M.A. (Organisationssoziologie)
Verwandlungen von Arbeit und Organisation im Mittelalter und heute
‚Arbeit‘ bezeichnet nicht nur einen Verwandlungsprozess – die Verwandlung von Arbeitspotential in konkrete Arbeit – sondern ist auch selbst in ihrer Deutung und Bewertung einem starken historischen Wandel unterworfen. Darauf müssen sich Organisationen, die auf Arbeit beruhen, einstellen. Je nachdem ob und wieso Arbeit hoch- oder geringgeschätzt wird, müssen Organisationen auf unterschiedliche Mittel zurückgreifen, um die für sie nötigen Arbeitsleistungen zu erhalten. Der Vortrag macht diese Problematik anhand einer Skizze bestimmter mittelalterlicher und heutiger Organisationsformen von Arbeit anschaulich: Grundherrschaften und Zünfte einerseits, Unternehmen der New Economy andererseits.
 
12.15 Uhr
Dr. Johanna Hartung (Psychologie)
Wohlbefinden zwischen Arbeitsplatz und Home-Office
Zum Ende der Pandemie sind die gängigen Arbeitskonzepte vielfältiger geworden. Besonders die Möglichkeit / Pflicht zur Arbeit von zu Hause hat stark zugenommen. Aber wie verändert das Arbeiten von zu Hause unsere Stimmung, Zufriedenheit und Einsamkeit? Unter welchen Umständen und für wen verwandelt sich das Home-Office zur Wohlfühloase? Diese Fragen haben wir in einem Forschungsprojekt beleuchtet, bei dem 584 Personen über 4 Wochen lang jeden Abend zu ihrem Arbeitstag und ihrem Befinden befragt wurden. In meinem Vortrag werde ich Ergebnisse aus diesem Projekt vorstellen.
 
14.15 Uhr
Begrüßung
Prof. Dr. Annette Scheersoi
 
Panel III Materialität und Medialität
Johanna Beutner, M.A. (Kunstgeschichte)
Kontinuität durch Transformation? Die zahlreichen Verwandlungen des Regensburger Niedermünsters
Bereits zu Beginn des 8. Jahrhunderts wurde in der Nordostecke der Stadt Regensburg ein steinerner Saalbau errichtet, in dem der Wanderbischof Erhard seine Grablege fand. Dieses Grab befindet sich bis heute an seiner ursprünglichen Position und bildet damit die stärkste Kontinuitätslinie in der tausendjährigen Geschichte des seit karolingischer Zeit an dieser Kirche ansässigen Frauenkonvents. In dem Vortrag sollen die Geschichte des „inferioris monasterii“ und seiner wechselnden Kirchenbauten als eine Geschichte der Verwandlung erfahrbar gemacht werden.
 
14.40 Uhr
Jens Müller, M.St. (Germanistische Mediävistik)
gebent mir eine twünche / und machent mich zuo einem münche
Über die Unschärfen von Verkleidung und Verwandlung im Tristan als Mönch
Die Verkleidung einer Leiche und die Verwandlung eines Scheintoten als Mittel zum Zweck in Sachen Ehebruch: Das und vieles mehr erwartet uns in der Erzählung Tristan als Mönch. Der zwischen 1210 und 1260 entstandene und anonym als Fortsetzung zu Gottfrieds von Straßburg Tristan überlieferte Text ist nicht allein mit Blick auf seine Positionierung im Überlieferungsverbund hochbrisant. Einen der spannendsten Aspekte – die Unschärfen zwischen einer Verkleidung im Sinne der Identitätsverschleierung und einer Verwandlung im Sinne der Identitätsüberschreibung – möchte ich in meinem Vortrag vorstellen.
 
15.15 Uhr
Valentin Ris, M.A. (Musikwissenschaft)
Verwandlungen musikalischer Medien. Remediationsprozesse in digitalen Environments der Musikproduktion
Die Digitalisierung hat – wie in vielen gesellschaftlichen Bereichen – innerhalb der Musik diverse Transformationen initiiert. So sind u.a. Veränderungen innerhalb der Rezeptions- sowie der Produktionsformen zu verzeichnen. Die mit diesem Wandel einhergehenden computerbasierten Medien stellen selbst aber nicht etwas gänzlich Neues dar. Vielmehr kann man sie als Verwandlung bekannter musikalischer Medien in neuen Umgebungen verstehen. Solche Verwandlungsprozesse, auch ‚Remediation‘ genannt, möchte der Vortrag anhand von Musikproduktionssoftware ersichtlich machen.
 
Panel IV Verwandlung und Transzendenz
16.15 Uhr
Álvaro Arango Vallejo, M.A. (Romanistik)
Die ghost story in der lateinamerikanischen Literatur am Beispiel von Francisco Tarios Aureola o Alvéolo
Anhand der Erzählung Aureola o Alvéolo des mexikanischen Kultautors Francisco Tario (1911 – 1977) werden in diesem Vortrag die Entwicklungen der ghost story in der lateinamerikanischen Literatur des 20. Jahrhunderts untersucht. Der Vortrag möchte zeigen, wie der Autor sich von der ursprünglichen europäischen Interpretation des Gespenstes als Verkörperung sozialer Traumata des 19. Jahrhunderts distanziert und wie die Geister dieser Erzählung in Metaphern der existenziellen Ungewissheit, die die phantastische Literatur der lateinamerikanischen Postmoderne besonders prägte, verwandelt werden.
 
17.15 Uhr
Dr. Jonas Maria Hoff (Fundamentaltheologie)
Verwandlung als Motiv christlicher Theologie
Der Begriff ‚Verwandlung‘ liegt im theologischen Trend. Das gilt einerseits, weil die institutionalisierten Kirchen im Zuge gesellschaftlicher Transformationsprozesse und damit verbundener Plausibilitätsabbrüche um Veränderungen ringen, und andererseits, weil die Verwandlung einen zentralen Modus christlichen Glaubens bezeichnet. Bezeugt wird hier ein Gott, der Gefangenschaft in Freiheit, Unheil in Heil und, schlussendlich, Tod in Leben verwandelt. – Der Vortrag folgt diesen Spuren und gibt einen Überblick zur theologischen Relevanz der Verwandlung.
 
Verabschiedung: Priv.-Doz. Dr. Peter Glasner

 
10.15 Uhr, Hörsaal VIII
Junior-Prof. Dr. Anna Maria Riedl
Mensch – Talent – Theologie – Nachhaltigkeit aus der Perspektive christlicher Sozialethik
#theologieinbonn Ambiguitäten – Identitäten – Sinnentwürfe lautet der Fakultätsschwerpunkt der Katholisch-Theologischen Fakultät, der sich den großen gesellschaftlichen Herausforderungen widmet. Aus der Perspektive der christlichen Sozialethik wirft Juniorprofessorin Dr. Anna Maria Riedl einen Blick auf die große Herausforderung Nachhaltigkeit als Anspruch an die heutige Gesellschaft. #aufwassergehenlernen Die Fachstudienberaterin der Katholisch-Theologischen Fakultät, Viktoria Lenz, informiert Studieninteressierte über Studiengänge und Inhalte des Theologiestudiums.
  
11.15 Uhr, Hörsaal XII
Viktoria Lenz (Moraltheologie)
Und täglich grüßt eine neue Krise - Krisen als Normalzustand und die Verpflichtung zur Resilienz?
Bleibt uns noch Zeit zum Durchatmen? Ein Blick in die verschiedenen Schlagzeilen der letzten Wochen macht deutlich, dass zurzeit eine Krise auf die nächste folgt: Coronakrise, Ukrainekrise, Energiekrise, Wirtschaftskrise usw. Der Begriff Krise ist in unserem Sprachgebrauch gegenwärtig geworden und wird fast schon inflationär verwendet. Von Katastrophen und Negativrekorden ist die Rede in nahezu jeder Nachrichtensendung und ein Ende scheint nicht in Sicht. Ständig werden wir mit einer neuen Krise, mit neuen negativen Nachrichten konfrontiert. Was macht das mit unserem Verständnis von Krise? Was ist überhaupt eine Krise? Und was passiert, wenn die Krise zum Normalzustand wird? Sollten wir alle an unserer Resilienz (Widerstandsfähigkeit trotz Widrigkeiten) arbeiten? Diesen Fragen möchte der Vortrag aus moralpsychologischer Perspektive auf den Grund gehen.
 
10.15 Uhr, Hörsaal III
Prof. Dr. Gisela Muschiol (Kirchengeschichte)
gleichzeitig auch im Vortragsblock des Bonner Mittelalterzentrum (BMZ)
Von der Gegenwart des Mittelalters in unserem Alltag
Zahlreiche „Überreste“ des Mittelalters sind auch im heutigen Alltag noch gegenwärtig – das beginnt bei im Mittelalter entstandenen Städten, führt über die „Kirche im Dorf“ oder den Dom in der Großstadt über Familiennamen bis hin zu bestimmten Elementen unserer Zeiteinteilung. Gleichzeitig steht „Mittelalter“ mitunter auch für eine ferne, absolut nicht zeitgemäße Welt und wird abwertend gebraucht, interessanterweise im Gegensatz zur letztlich noch ferneren, aber immer positiv konnotierten Antike. Die Vorlesung wird den Spuren des Mittelalters und seiner Einordnung in die Gegenwart nachgehen.
  
12.15 Uhr, Hörsaal III
Prof. Dr. Andreas Odenthal
700 Jahre Weihe des Kölner Domchores (1322). Überlegungen zur Sakraltopographie im Übergang vom karolingischen zum gotischen Bau
In diesem Herbst jährt sich zum 700. Mal die Weihe des gotischen Kölner Domchores mit dem Hochaltar am Fest der Heiligen Cosmas und Damian, dem 27. September 1322. Der Vortrag untersucht die an die einzelnen Altäre und ihre Heiligentitel gebundene theologische Raumkonzeption des gotischen Neubaus und stellt sie in den Kontext des karolingischen Vorgänger-baues. Dessen Westchor blieb damals zunächst bestehen und wurde einige Jahrzehnte zugleich mit dem neuen gotischen Ostbau gottesdienstlich genutzt. Dabei sollen Kontinuitäten wie Veränderungen der dem Kölner Dom zugrunde liegenden Theologie herausgearbeitet werden
 
14.15 Uhr, Hörsaal V
Prof. Dr. Johannes Schelhas (Dogmatik)
Mystische Wirklichkeit? Wie Paul Ricœur und Gertrud von Helfta ein Label mitbestimmen
Wer Wirklichkeit abzubilden versucht, könnte als töricht oder trunken angesehen werden. – Wirklich? – Wohl kaum, wenn jemand es wagt, sich in historischer Zeitsensibilität geistigen Herausforderungen der Menschen in der Gesellschaft zu stellen. Ludwig Wittgenstein hat Wirklichkeit sprachlich verortet, und lange vor ihm hat u.a. Meister Eckhart sie epistemisch grundiert. Dies markiert die Überlegungsrichtung: Es wird ausgeführt, wie Paul Ricœur in seinem Nachlasswerk die Wirklichkeit an der Achse von Leben, Sterben und Tod aufschließt und an der engagierten Existenz Grundfragen der Anthropologie erörtert. Ricœurs Einsichten geben überraschend einen hermeneutischen Schlüssel an die Hand, um das in eine christlich spätmittelalterliche Mystik eingetauchte, bildhaft überbordende, sakramentlich gewebte Wirklichkeitsverständnis der Zisterzienserin Gertrud von Helfta zu erschließen. Die eindrücklichen Metaphern sind geeignet, Gertrud aus dem Schatten der Hildegard von Bingen zu befreien.
Mein Beitrag möchte Wirklichkeit, die sich mystisch unscharf und strukturiert vermittelt, als Konstruktion und Projekt des Menschen einsichtig machen.
 
17.15 Uhr, Hörsaal VIII
Prof. Dr. Bert Roebben (Religionspädagogik), Prof. Dr. Klaus von Stosch (Systematische Theologie)
Komparative Theologie und religiöse Bildung – eine didaktische Perspektive für die Schule?
In dieser Runde wird ein Gespräch über die Beziehung zwischen religiöser Bildung in der Schule und komparativer Theologie angestoßen. Die Referenten sind beide in der Lehramtsausbildung der Katholisch-Theologischen Fakultät aktiv und an Forschungsprogrammen für religiöse Bildung in einer pluralen Gesellschaft beteiligt.
Ihr Ansatz ist theologisch, ihr gemeinsames Interesse gilt der existentiellen Lebenswelt von Kindern und jungen Menschen. Mit ihrem Beitrag hoffen sie, die Diskussion über die komparative Theologie im Religionsunterricht anzuregen, und zwar nicht nur aus deutscher (hauptsächlich konfessioneller) Perspektive, sondern auch im Hinblick auf andere Formen des nicht-konfessionellen Religionsunterrichts in Europa. Sie werden fünf Merkmale des gegenwärtigen Religionsunterrichts beschreiben, gefolgt von fünf Beobachtungen zur komparativen Theologie als gemeinsame Grundlage für die Entwicklung einer interreligiösen Didaktik. Vgl. die Publikation von beiden Referenten:
 
10.15 Uhr, Hörsaal XIII
Prof. Dr. Gregor Thüsing (Arbeitsrecht und Recht der Sozialen Sicherheit)
Arbeitsrecht im Dienste und in den Schranken des Gemeinwohls
Das Arbeitsrecht zielt auf sozialen Ausgleich zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Als solches ist es unverzichtbar.
Gleichzeitig steht es als ein Regulatorium im Interessenkonflikt zu den Interessen Dritter und der Allgemeinheit: Wie viel Schutz braucht der Arbeitnehmer, aber auch dürfen Krankenhäuser bestreikt werden? Dieser und ähnlichen Fragen will ich nachgehen.
 
10.15 Uhr, Hörsaal VII
Prof. Dr. Christian Hillgruber (Kirchenrecht)
Der Streit um den „richtigen“ Ort der Priesterausbildung – juristische Anmerkungen zur aktuellen Diskussion um die Kölner Hochschule für Katholische Theologie (KHKT)
Im aktuellen Streit um die Kölner Hochschule für Katholische Theologie (KHTK) in Köln wird verbreitet die Rechtsansicht vertreten, eine mögliche Verlagerung der Priesterausbildung im Erzbistum Köln weg von der Katholisch-Theologischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität hin zu dieser Hochschule verstoße gegen das fortgeltende Preußenkonkordat von 1929. Der Vortrag geht der Frage nach, ob diese Ansicht zutreffend oder überholt ist.
 
12.15 Uhr, Hörsaal XII
Prof. Dr. Stefan Greiner (Arbeitsrecht und Recht der Sozialen Sicherheit)
Mindestlohn - eine aktuelle Bestandsaufnahme
Das Mindestlohnrecht ist durch die Anhebung zum 01.10.2022 und die fast zeitgleich verkündete Einigung auf eine europäische Mindestlohn-Richtlinie im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit. Der Vortrag unternimmt den Versuch einer aktuellen Bestandsaufnahme, insbesondere im Hinblick auf das Verhältnis von Mindestlohn und Tarifautonomie.
 
16.15 Uhr, Hörsaal III
Prof. Dr. Mathias Schmoeckel (Deutsche und Rheinische Rechtsgeschichte)
Franziscus von Assisi und die Legitimation des Kapitalismus
Franz von Assisi (1181/2-1226) ist eigentlich berühmt für seine Armutslehre. Weniger bekannt ist, dass er durchaus Verständnis für (wirtschaftlichen) Erfolg hatte. Er stammte immerhin aus einer der Tuchhändlerfamilien, die Wohlstand erwarben und Norditalien reich machten. Er verstand, wofür Geld investiert werden musste, etwa in Bildung, Infrastruktur etc. Nur wollte er verhindern, dass seine Brüder und Schwestern persönlich damit belastet würden. Insoweit lehrten die Franziskaner Armut und Wohlstand. Als Beichtväter betonten die Franziskaner den rechten Umgang mit Geld und die individuelle Verantwortung dafür. Sie wurden aus diesem Grund geschätzt als Spezialisten beim Aufbau von sozialen Strukturen, als Beichtväter der Reichen und Gefährten der Armen, als durch ganz Europa hindurch neue Städte gegründet wurden. Die Predigerorden bildeten daher eine der Grundlagen des großen europäischen Wirtschaftswachstums im 13. und 14. Jahrhundert. Die ersten Generationen der Franziskaner lehrten die Grundzüge einer neuen Wirtschaftsordnung, in der sie sogar die Bedeutung des Kapitals erkannten. 
 
18.15 Uhr, Hörsaal E, Juridicum, Adenauerallee 24 - 42
Radost Holler, Prof. Dr. Hendrik Hakenes (Law and Economics)
"Was macht eigentlich inzwischen die ...?  Absolvent'innen der Bonner VWL im Gespräch"
Ja, was macht eigentlich der/die [...] inzwischen? Wie schnell verliert man Kommiliton'innen und Absolvent'innen aus den Augen. Schade, denn meist landen die in interessanten Berufsfeldern und hätten einiges Spannendes zu erzählen. Radost Holler und Hendrik Hakenes haben daher zwei Bonner Absolvent'innen ins Juridicum eingeladen und plaudern in ungezwungener Atmosphäre. Im Anschluss serviert die Fachschaft VWL Snacks und Getränke (je nach Wetterlage).
10.15 Uhr, Hörsaal IX
Prof. Dr. Bert Heinrichs (Ethik und Angewandte Ethik)
Suizidprävention in sozialen Medien mithilfe von künstlicher Intelligenz. Eine ethische Analyse
Abstract: Das soziale Netzwerk Facebook setzt in einigen Ländern (außerhalb der EU) künstliche Intelligenz (KI) ein, um suizidgefährdete Personen zu identifizieren und ihnen gegebenenfalls gezielt Hilfsangebote zukommen zu lassen. Während dieses Engagement von einigen begrüßt wird, sehen es andere kritisch. Wir haben dies zum Anlass genommen, dieses spezifische Engagement von Facebook einer ethischen Analyse zu unterziehen, die wir in dem Vortrag vorstellen wollen.
 
11.15 Uhr, Hörsaal VIII
Prof. Dr.Dr. Manfred Hutter (Vergleichende Religionswissenschaft)
Christentum in Thailand: Lokale, gesellschaftliche und konfessionelle Vielfalt
Obwohl nur etwas mehr als ein Prozent der Bevölkerung Thailands Christen sind, zeigt diese Religion vielfältige Formen, wodurch Christen unterschiedliche Beziehungen zur vom Buddhismus geprägten Thai-Gesellschaft entwickeln. Denn die Mehrheit der Christen gehört entweder einer der ethnischen Volksgruppen im Norden des Landes oder jenen Bevölkerungsschichten an, die bzw. deren Vorfahren einen vietnamesischen oder chinesischen Migrationshintergrund haben. Neben diesem unterschiedlichen ethnischen Hintergrund beeinflusst auch die jeweilige konfessionelle Ausrichtung der christlichen Gruppen die Akzeptanz dieser Religion durch die Mehrheitsgesellschaft. Zugleich dienen Aktivitäten des interreligiösen Dialogs als Instrument zur Förderung des sozialen Miteinanders, wozu Christen – trotz der geringen Zahl – einen wichtigen Beitrag für den Staat leisten.
 
11.15 Uhr, Hörsaal IX
Prof. Dr. Frank Decker (Regierungslehre)
Die deutsche Demokratie im neuen Krisenzeitalter
  
11.15 Uhr, Hörsaal XIII
Jonas Zeit-Altpeter M. A. (Ältere deutsche Literatur unter Einschluss des Nordischen)
Tolkiens Edda. Ein Altnordist zwischen Wissenschaft und Kunst
J. R. R. Tolkien ist vor allem als Fantasyautor bekannt, und auch sein eigentlicher Beruf – er er war Spezialist für mittelalterliche Sprachen und Literaturen Englands und Skandinaviens – ist längst kein Geheimnis mehr. Doch der Einfluss dieser Tätigkeit auf Tolkiens literarisches Werk geht über altnordische Zwergennamen im „Hobbit“ hinaus. Der Vortrag führt in ein eher unbekanntes Werk Tolkiens sowie seine mittelalterlichen Quellen ein. Er zeigt außerdem auf, wie der Autor Tolkien mit den Mitteln der Kunst Lösungen für fachwissenschaftliche Fragestellungen suchte und wie er Lücken und Rätsel der historischen Überlieferung zu einem fruchtbaren Prinzip seines Schreibens erhob.
  
12.15 Uhr, Hörsaal XIII
Hon.-Prof. Dr. Arnulf Krause (Ältere deutsche Literatur unter Einschluss des Nordischen)
Elbenhorte am Rhein? J.R.R. Tolkien, der Nibelungenschatz und das Rheinland
Hatte der englische Universitätsprofessor und Fantasy-Autor J.R.R. Tolkien einen besonderen Bezug zum Rhein, dessen Einflüsse sich gar in seinen Werken zeigen? Dieser Frage will der Vortrag aus unterschiedlichen Perspektiven nachgehen – so der biographischen, der mediävistischen und der literaturwissenschaftlichen. Schließlich soll klar werden, was Tolkien unter „Elbenhorten am Rhein“ verstand.
 
Dr. Sarjoun Karam (Arabistik und Translation),
BA- und MA-Studierende der Arabistik, Translation und Islamwissenschaft
Worte auf das Leben, gegen Panzer und Peitsche
In Unterstützung der Freiheit und Friedensinitiative wird unter Leitung des Arabisten und renommierten Poeten Dr. Sarjoun Karam (Abteilung für Islamwissenschaft und Nahostsprachen des IOA Bonn) eine Gruppe von BA-/MA-Studierenden eine virtuelle Lesung über ZOOM gestalten. Zum Vortrag kommen – in Originalsprache (Arabisch und Deutsch) und Übersetzung, umrahmt von musikalischen Klängen – ausgewählte Texte aus der modernen Poesie des Nahen Ostens (Libanon, Syrien, Irak, Jemen, Sudan, Ägypten, Libyen und Iran) und von Europa (Deutschland und Österreich) über Freiheit, Frieden und Hoffnung auf eine Welt ohne Krieg. In Zusammenarbeit mit: Städte und Kunst (Wien), Arab European Forum for Cinema and Theater (Paris)
alternativer Zoom-Link falls es Schwierigkeiten mit dem Hauptlink gibt:
 
 14.15 Uhr, Hörsaal IX
Dr. Gabriele Wix (Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft)
„stilleben und stilltode“.
Max Ernsts Schriften zur Naturgeschichte
Vor 150 Jahren erhielt Max Ernst (1891–1976) die Ehrendoktorwürde der Universität Bonn – ein schöner Anlass, sein herausragendes Werk zu würdigen und Einblicke in neue Forschungsergebnisse zu geben:  
In diesem Jahr ist mit dem Band Max Ernst, Die Schriften erstmals eine umfassende deutschsprachige Ausgabe seines literarischen Œuvres erschienen. Sie stellt dem weltberühmten Maler, Zeichner, Grafiker und Bildhauer einen noch weithin unbekannten, aber ebenso experimentierfreudigen und unbestechlichen Poeten, Romanschreiber, Essayisten, Kunstkritiker, Autobiografen und Übersetzer zur Seite. Das Kunstmuseum Bonn zeigt aktuell die Ausstellung Max Ernst und die Natur als Erfindung (bis 22.01.2023). Sie untersucht Max Ernsts Entwurf einer alternativen Naturgeschichte im Kontext der Kunst seiner Zeit bis in die Gegenwart. Der Vortrag zeigt in thematischer Anbindung an die Bonner Ausstellung, wie Max Ernst in seiner künstlerischen Praxis Kunst und Literatur mühelos zu verbinden weiß.
“stilleben und stilltode“ ist ein Schlüsselzitat aus der Einführung von Hans Arp in Max Ernsts Mappenwerk der Naturgeschichte, der Histoire naturelle; die Übersetzung des Zitats aus dem Französischen stammt von Max Ernst.
 
12.15 Uhr, Hörsaal VII
Prof. Dr. David Kaldewey (Forum Internationale Wissenschaft)
Vom Umgang mit alternativen, unsicheren und multiplen Fakten: Ein Rückblick auf die Wissenschaftskommunikation während der Pandemie
 Die Corona-Pandemie war (und ist) nicht nur eine Herausforderung für die wissenschaftliche Forschung, sondern auch für die Wissenschaftskommunikation. Nach bald drei Jahren lohnt sich ein Rückblick auf diese kommunikative Jahrhundertaufgabe. Der Vortrag stellt die These auf, dass nicht immer scharf unterschieden wurde zwischen drei analytisch zu trennenden Problemen: (1) das Problem der alternativen Fakten bzw. der Desinformation, (2) das Problem des immer nur vorläufigen und damit unsicheren wissenschaftlichen Wissens, (3) das Problem der multiplen Fakten, die jeweils für sich ein robustes Wissen repräsentieren, zugleich aber in Spannung zueinanderstehen können. Diese drei Probleme markieren jeweils eine Dimension dessen, was wir die Krise der Faktizität nennen.
  
15.15 Uhr, Hörsaal IX
Prof. Dr. Kerstin Stüssel (Neuere deutsche Literatur)
‚Das Glück braucht Verbündete’. Beziehungs- und Sexualratgeber in der DDR-Sachbuchliteratur  Seit den späten 1950er Jahren wird in der DDR eine Vielzahl von Sexual- und Beziehungsratgebern publiziert. In das kulturelle Gedächtnis eingegangen ist Siegfried Schnabls Mann und Frau intim, ein heißbegehrtes Buch, das in vielen Auflagen den Bedarf des Lesepublikums kaum decken konnte. Neben der (vielleicht allzu offenkundigen) Funktion dieser Bücher als Pornographieersatz ist ihre Rolle im Kontext DDR-spezifischer Beratungspraktiken und politischer Diskurse und Konflikte zu beleuchten. Besondere Aufmerksamkeit gilt ihrer (literarischen) Form und ihrem Verhältnis zur fiktionalen Literatur.
  

 
Sektion des Bonner Mittelalterzentrums
„Überall ist Mittelalter“
 
10.15 Uhr, Hörsaal III
Prof. Dr. Gisela Muschiol (Kirchengeschichte)
Von der Gegenwart des Mittelalters in unserem Alltag
Zahlreiche „Überreste“ des Mittelalters sind auch im heutigen Alltag noch gegenwärtig – das beginnt bei im Mittelalter entstandenen Städten, führt über die „Kirche im Dorf“ oder den Dom in der Großstadt über Familiennamen bis hin zu bestimmten Elementen unserer Zeiteinteilung. Gleichzeitig steht „Mittelalter“ mitunter auch für eine ferne, absolut nicht zeitgemäße Welt und wird abwertend gebraucht, interessanterweise im Gegensatz zur letztlich noch ferneren, aber immer positiv konnotierten Antike. Die Vorlesung wird den Spuren des Mittelalters und seiner Einordnung in die Gegenwart nachgehen.
 
11.15 Uhr, Hörsaal III
Prof. Dr. Harald Wolter-von dem Knesebeck
Endzeitvisionen für das ottonische Kaiserhaus aus der Zeit der ersten Jahrtausendwende. Zur Bamberger Apokalypse und ihrem Bildprogramm
Die 2003 in das Memory of World Programme der UNESCO aufgenommene Bamberger Apokalypse entstand um das Jahr 1000 im damals auf einem Höhepunkt seiner Produktion angekommenen Reichenauer Skriptorium für Otto III. oder Heinrich II. aus dem ottonischen Herrscherhaus. Besonders der Zyklus zur Apokalypse mit seinen etwa 50 Miniaturen ist heute im kollektiven Bildgedächtnis fest verankert. Durch eine Herrscherminiatur ist dieser erste Teil des Codex mit einem von Anfang an zugehörigen Evangelistar verbunden. Alle Teile wurden mit einem von Heinrich II. und seiner Frau Kunigunde gestifteten Prachteinband versehen, wie er für eine in der Liturgie verwendete Prachthandschrift üblich war. Anlässlich des Erscheinens einer neuen Monographie zu diesem Codex wird dieser vorgestellt, in seiner Sonderstellung innerhalb der Bildapokalypsen behandelt und hiervon ausgehend nach seiner Bedeutung für den oder die Stifter befragt.
 
12.15 Uhr, Hörsaal III
Prof. Dr. Andreas Odenthal
700 Jahre Weihe des Kölner Domchores (1322). Überlegungen zur Sakraltopographie im Übergang vom karolingischen zum gotischen Bau
In diesem Herbst jährt sich zum 700. Mal die Weihe des gotischen Kölner Domchores mit dem Hochaltar am Fest der Heiligen Cosmas und Damian, dem 27. September 1322. Der Vortrag untersucht die an die einzelnen Altäre und ihre Heiligentitel gebundene theologische Raumkonzeption des gotischen Neubaus und stellt sie in den Kontext des karolingischen Vorgänger-baues. Dessen Westchor blieb damals zunächst bestehen und wurde einige Jahrzehnte zugleich mit dem neuen gotischen Ostbau gottesdienstlich genutzt. Dabei sollen Kontinuitäten wie Veränderungen der dem Kölner Dom zugrunde liegenden Theologie herausgearbeitet werden
 
13.15 Uhr, Hörsaal III
Prof. Dr. Andrea Stieldorf
Die Tücke liegt im Detail. Spätmittelalterliche Herrschersiegel zwischen Konflikt und Idealisierung
Alles nur Majestätssiegel? Lange Zeit galten die spätmittelalterlichen Herrschersiegel bis auf wenige Ausnahmen wie die Kaiserbulle Ludwigs des Bayern als reine Fortsetzung hochmittelalterlicher Tradition mit wenig eigener Gestaltung. Der Vortrag geht den Spielräumen nach, die die spätmittelalterlichen Kaiser und Könige nutzten, um neue Herrschaftskonzepte und ggf. auch Konflikte ins Siegelbild zu bringen.
 

Vortragsblock des Center for Classical Tradition (CCT) und des Zentrums "Macht und Herrschaft"
 
16.15 – 18.00 Uhr, Hörsaal IV
 
Herrscher, Politik und Beratung in der Vormoderne: klassische Kommunikation
Die Veranstaltung verbindet zwei Bonner Zentren: das schon lange eingeführte Center for Classical Tradition (CCT) und das neugegründete Zentrum ‚Macht und Herrschaft‘.  Dieses trägt den Untertitel „Bonner Zentrum für vormoderne Ordnungen und ihre Kommunikationsformen“. Damit ist das Thema der kleinen Vortragsreihe schon anvisiert: die Verbindung von Herrschaft und Kommunikation, wobei es vor allem um Verständigungsformen geht, die - hier kommt das CCT ins Spiel - durch Traditionen mehr oder weniger vorgeprägt sind, die also ihrerseits eine lange (und dann erfolgreiche) Geschichte haben. Kommunikation braucht aber nicht nur Medien, sondern auch einen Ort, und hier geht es um den Herrscher und seine Umgebung. Drei kurze Vorträge aus unterschiedlichen Epochen führen uns von der Antike bis zur frühen Neuzeit:
 
16.15 Uhr, Hörsaal IV
Prof. Dr. Matthias Becher (Mittelalterliche Geschichte)
Erneuerung durch Rückbesinnung. Karl der Große und sein Hof
 
16.45 Uhr, Hörsaal IV
Prof. Dr. Konrad Vössing (Alte Geschichte)
Kontroverse Rhetorik zur Beratung des römischen Kaisers
 
17.15 Uhr, Hörsaal IV
Oliver Budey, Assistent am Bonner Lehrstuhl für Mittel- und Neulateinische Philologie
Das Vorwort als Machtwort? Die Instrumentalisierung einer unscheinbaren Textgattung als Mittel der Machtausübung im konfessionellen Zeitalter.
 

 
 
 
10.15 Uhr, Hörsaal XIV
Jun.-Prof. Dr. Leonie Esters (Klimadynamik / Antrittsvorlesung)
Wo der Himmel den Ozean berührt – Der Gasaustausch zwischen Ozean und Atmosphäre
Die Ozeane bedecken ungefähr 70% der Erdoberfläche. Sie sind eng mit der Atmosphäre verbunden und nehmen zum Beispiel einen großen Anteil des atmosphärischen Kohlenstoffdioxid (CO2) auf. Somit sind sie ein bedeutender Akteur im globalen Kohlenstoffkreislauf. Besonders im Hinblick auf den aktuellen Klimawandel unter der Zunahme von CO2 in der Atmosphäre, ist es wichtig die involvierten physikalischen Austauschprozesse zu kennen. Wie der Gasaustausch zwischen der Atmosphäre und den Ozeanen bestimmt und beschrieben wird und welche Schwierigkeiten es dabei gibt, wird in meiner Antrittsvorlesung für die Juniorprofessur Klimadynamik besprochen werden.
 
11.15 Uhr, Hörsaal VII
Prof. Dr. Norbert Schappacher (Geschichte der Mathematik)
Eine "der seltenen Ausnahmen"? Emmy Noether und die Mathematik im 20. Jahrhundert 
Neben Dokumenten und Überlegungen zur eklatanten statistischen Seltenheit von Frauen in der akademischen Mathematik des 20. Jh. wird Emmy Noethers internationales Netzwerk betrachtet, und schließlich an einfachen Beispielen die Besonderheit ihrer mathematischen Methode erläutert.
    
11.15 Uhr, Hörsaal XIV
Prof. Dr. Claude Duhr (Theoretische Teilchenphysik / Antrittsvorlesung)
It´s Elementary – eine Einführung in die Physik der Elementarteilchen
Seit jeher ist es das Ziel der Naturwissenschaften, die natürlichen Vorgänge um uns
herum zu beschreiben. Die moderne Physik des 20. und 21. Jahrhunderts hat unser
Verständnis der Naturgesetze komplett verändert: Materie besteht aus Atomen, welche
wiederum aus einer kleinen Anzahl von Elementarteilchen bestehen. Diese sind den Gesetzen der Quantenmechanik unterworfen sind. Ziel dieser Vorlesung ist es, einen Einblick in die Physik der Elementarteilchen und deren Wechselwirkungen zu geben. Nach einem Überblick über die derzeit bekannten Elementarteilchen und deren Eigenschaften, befassen wir uns mit dem aktuellen Stand
der Forschung, z.B. an den internationalen Großexperimenten am CERN in Genf.
Abschließend gehen wir auch auf offene Fragen ein und zeigen Richtungen für zukünftige
Forschung an.
  
12.15 Uhr, Hörsaal XIV
Prof. Dr. Florian Bernlochner (Experimentalphysik-Teilchenphysik / Antrittsvorlesung)
Suche nach neuen Phänomenen in der Physik mit schweren Quarks
Das Belle II-Experiment in Japan untersucht seit 2018 die Eigenschaften von schweren Beauty Quarks und weiteren Signaturen, um die Geheimnisse unseres Universums zu ergründen.Was ist mit der Antimaterie nach dem Urknall passiert? Wo versteckt sich die dunkle Materie? Und hat das Higgs-Boson weitere schwere Cousins? Die Universität Bonn ist ganz vorne bei der Beantwortung dieser Fragen mit dabei: Prof. Florian Bernlochner erzählt die spannende Geschichte, welche offenen Fragen Belle II zu beantworten versucht, und welche Schlüsselbeiträge durch junge Forschende aus Bonn und aller Welt hierzu geleistet werden.
  
13.15, Hörsaal XIV
Prof. Dr. Philipp Hieronymi (Reine Mathematik / Antrittsvorlesung)
Gödel, Tarski, Oei: Praktische Anwendungen von Entscheidbarkeitsresultaten aus der Mathematischen Logik
Eine mathematische Theorie ist entscheidbar, wenn es einen Algorithmus gibt, der entscheidet, ob eine gegebene Aussage aus der Theorie ableitbar ist. Aufgrund von Gödels Werk in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts wissen wir, dass viele interessante Theorien (zum Beispiel die Peano Arithemetik) unentscheidbar sind. Wenn allerdings eine Theorie entscheidbar ist, dann hat dies oft auch weitgehende praktische Anwendungen. Zwei dieser Anwendungen werden wir hier ganz konkret diskutieren. In der einen Anwendung nutzen wir Tarskis Entscheidbarkeit der Theorie reell-abgeschlossener Körper zur Verifizierung einer Adaptive Cruise Control (auf deutsch: eines Abstandsregeltempomatens) in einem Automobil. Danach untersuchen wir, wie die Entscheidbarkeit von Erweiterung der Presburger Arithmetik eingesetzt werden kann, um automatischen neue Aussage in der Kombinatorik auf Wörtern zu beweisen.
 
14.15 Uhr, Hörsaal XIV
Dr. Tatjana Lenz (Physik / Antrittsvorlesung)
10 Jahre Higgs-Boson: Was haben wir gelernt?
Am 4. Juli 2012 Physiker am Large Hadron Collider (LHC) am CERN in Europa haben verkündet, dass sie das Higgs Boson gefunden haben, 48 Jahre nachdem dessen Existenz von François Englert, Peter Higgs und Robert Brout postuliert wurde. Die Entdeckung dieses Elementarteilchens bestätigt die Annahme, dass das Higgs Feld - Energiefeld, das das ganze Universum durchdringt und den Elementarteilchen die Masse verleiht, tatsächlich existiert. Diese Entdeckung ist ein Meilenstein in der Geschichte der Wissenschaft. Ein Jahr später haben François Englert und Peter Higgs den Nobelpreis in Physik dafür erhalten.
In zehn Jahren nach der Entdeckung haben Physiker enorme Fortschritte in der Erforschung des Higgs Bosons gemacht. Die Physiker am ATLAS- und CMS-Experiment am CERN haben im Detail die Eigenschaften des Teilchens untersucht, um mit den Vorhersagen des Standardmodells zu vergleichen. Die Daten des Zerfalls des Higgs Bosons in zwei Photonen haben bestätigt, dass das neue Teilchen Spin Null hat, wie auch vom Standardmodell vorhergesagt. Durch die Entdeckung der Zerfälle des Higgs Bosons in Z- und W-Boson Paare hat man bestätigt, dass die Masse der elektroschwachen Bosonen durch deren Wechselwirkung mit dem Higgs Feld zustande kommt.
Die Experimente haben bestätigt, dass andere elementare Teilchen wie Top Quark, Bottom Quark und Tau Lepton ihre Masse durch die Wechselwirkung mit dem Higgs Feld bekommen. Damit wurde die Vorhersage des Standardmodells bestätigt. ATLAS und CMS haben die Masse des Higgs Bosons von 125 Milliarden Elektronenvolt (GeV) mit einer unglaublichen Genauigkeit von 1 Promille bestimmt. Die Masse des Higgs Bosons ist eine der fundamentalen Konstanten der Natur. 
Das sind nur wenige Beispiele der Ergebnisse der letzten 10 Jahre der Physik des Higgs Bosons am LHC. Was bleibt über das Higgs Feld und das Higgs Boson noch zu lernen? Es bleibt noch viel zu lernen. Fragen, ob das Higgs Boson auch leichten Fermionen die Masse verleiht oder ob das Higgs Boson ein Elementar- oder ein zusammengesetztes Teilchen ist. Kann es mit der Dunklen Materie wechselwirken oder nicht? Wie wird die Higgs Boson Masse erzeugt und sowie die Higgs-Selbstwechselwirkung? Gibt es mehrere Higgs Bosonen?
Eine Antwort auf diese und andere Fragen wird unser Verständnis des Universums auf kleinsten Skalen verbessern und vielleicht helfen Mysterien, wie die Entstehung des Universums und dessen Schicksal zu entschlüsseln.
 
15.15, Hörsaal XIV
Prof. Dr. Connie Lu (Anorganische Chemie / Antrittsvorlesung)
Designing a Sustainable Future through Chemistry
Catalysis is vital to the world economy because it is an enabling technology for a myriad of industrial processes that produce materials, fuels, fertilizers, and pharmaceuticals for humankind. Catalysis research is also critical to the forefront development of alternative energy production and storage. Unfortunately, discovering a catalyst that is perfectly tailored for a specific reaction is like finding a needle in a haystack. To optimize catalyst discovery, we design and investigate modular catalyst systems, for which small changes in structure or property can tune function.
The “heart” of our catalyst systems contain two earth-abundant metals that are directly bonded to each other. We can easily change the identity of the two metals and investigate synergistic combinations that give rise to hybrid or emergent properties. We have developed catalysts to reduce carbon dioxide and dinitrogen. We can also use our bimetallic catalysts to harness light energy for breaking C-F bonds in organofluorines, a class of chemicals that have become notorious for their persistence and toxicity.
 
15.15 Uhr, Hörsaal VII
Prof. Dr. Thomas Litt, Institut für Geowissenschaften, Paläobotanik
Jenseits von Afrika: Der Weg des Homo sapiens nach Eurasien unter dem Einfluss von Klima- und Umweltbedingungen
Welche Wege hat der Homo sapiens bei seiner Ausbreitung von Afrika nach Europa und Asien genommen? Die Klimaverhältnisse wechselten und damit auch die Lebensbedingungen. Ein Team um Prof. Litt untersuchte im Rahmen des SFB 806 „Unser Weg nach Europa“, wann und wo aus paläoökologischer und paläoklimatischer Sicht Migrationskorridore oder -barrieren vorhanden waren. Danach ist die Levante als einzige permanente Landverbindung zwischen Afrika und Eurasien die Schlüsselregion als Migrationsweg des modernen Menschen. Seine Arbeitsgruppe forschte intensiv an Bohrkernen etwa aus dem Toten Meer oder dem See Genezareth, in denen Pflanzenpollen konserviert sind. Daraus lassen sich Veränderungen der Vegetation ablesen sowie die Umwelt- und Klimaverhältnisse rekonstruieren. Die gewonnenen Daten verdeutlichen, dass die Levante nur in engen Zeitintervallen als Korridor in Frage kam, wenn unter günstigeren Bedingungen weder Wüsten noch dichte Wälder den Vormarsch erschwerten.
 
16.15 Uhr, Hörsaal VIII
Prof. Dr. Carsten Urbach (Computerphysik und Gittereichtheorie)
Warum Bierdeckel schlechte Frisbees sind
Fast jeder hat schon einmal versucht, Bierdeckel fliegen zu lassen. Intuitiv versucht man, Bierdeckel wie eine Frisbee zu werfen, stellt allerdings schnell fest, dass das Flugverhalten eines
Bierdeckels sich sehr von dem einer Frisbee unterscheidet.
In diesem Vortrag werden wir das Thema experimentell und theoretisch ergründen und erklären, warum Bierdeckel schlechte Frisbees sind.
 
16.15, Hörsaal XIV
Prof. Dr. Zbyněk Malenovský (Physische Geographie / Antrittsvorlesung)
Imaging the invisible:
Revealing hidden traits of plants with quantitative remote sensing
Although human eye is considered as one of the “evolutional masterpieces”, it allows us to see electromagnetic radiation only in visible wavelengths between 400 and 700 nm. Since the Isaac Newton’s ground-breaking publication of “Opticks: or a treatise of the reflexions, refractions, inflexions and colours of light” in 1704, physicists and optical engineers developed a broad range of imaging spectrometers, allowing us to record, visualize, and analyze also light of shorter ultra-violet and longer infrared wavelengths. This development established a new scientific discipline of imaging spectroscopy, called also a hyperspectral remote sensing, that uses airborne and space-born platforms for acquiring images of light reflected and emitted by Earth surface objects far beyond the visible wavelengths.
 
Similar to human eye, plants are capturing solar energy of visible wavelengths to synthetize energy-rich macromolecules of sugars from water and carbon dioxide within the processes of photosynthesis. The absorption of sunlight by photosynthetic pigments, chlorophylls and carotenoids, can be acquired by imaging spectrometers in form of spectral signatures of plants’ reflected light. In past two decades, imaging spectroscopy developed several physical and empirical methods transforming the absorption features recorded in hyperspectral images into quantitative maps of plant foliar pigments’ contents. Despite their ingenious photosynthetic capability, plants are incapable of utilizing all the sunlight they absorb. The excess light energy can cause a strong sunburn, endangering their life. Therefore, evolution developed “safety valves” dissipating the harmful excessive energy as an invisible glow called solar-induced chlorophyll fluorescence or an extra heat emitted, respectively, in near and long infrared wavelengths. Once again, the modern imaging spectroscopy is capable of recording and quantifying the plant fluorescence emissions not only from low-altitude drones and aircrafts but also from space satellite missions observing the Earth. These imaging spectroscopy quantifications of plant photosynthetic pigments and solar induced fluorescence are new remote sensing tools for future global mapping of vegetation primary production, which is recently confounded by acute and chronical stress impacts of extreme weather events like floods, droughts, and wildfires, triggered by the human-induced global climate changes.
 
17.15, Hörsaal XIV
Prof. Dr. Elvira Mass (Developmental Biology of the Immune System / Antrittsvorlesung)
Entwicklungsursprünge von Gesundheit und Krankheit
Wie unser angeborenes Immunsystem über unsere Organfunktionen entscheidet
Damit die Organe gesund und leistungsfähig bleiben, muss das Gewebe ständig nach Auffälligkeiten durchforstet werden. Diese Funktion übernehmen sogenannte Makrophagen, also Fresszellen des angeborenen Immunsystems. Ihre primäre Aufgabe besteht darin, aufzuräumen und alles zu beseitigen, was nicht zu einem gesunden Organ gehört. Allerdings produzieren sie auch Botenstoffe und schaffen Nährstoffe herbei, sodass sie auch dafür sorgen, dass Neues entsteht. Erst kürzlich wurde gezeigt, dass diese Fresszellen sich schon sehr früh aus dem Dottersack entwickeln. Das hat auch Konsequenzen für die Medizin, denn Organerkrankungen könnten auch auf eine Fehlfunktion der Makrophagen-Vorläuferzellen aus dem Dottersack zurückgehen.
Die Entwicklungsbiologin und Immunologin Prof. Dr. Elvira Mass führt an Beispielen vor, warum es wichtig ist die Entwicklungsursprünge von Makrophagen zu verstehen und welch unterschiedliche Krankheiten entstehen können, wenn diese Fresszellen nicht funktional sind.
 
16.15, Hörsaal XIII
Prof. Dr. Estela Suarez (High Performance Computing / Höchstleistungsrechnen / Antrittsvorlesung)
High Performance Computing goes Modular
In Exascale era, supercomputers are more heterogeneous than ever before: they integrate a diversity of compute units (CPUs, GPUs, many-core accelerators, disruptive technologies,…) and memory technologies (DDR, HBM, NVM, etc.) in order to achieve overall the maximum energy efficiency. Different system architectures tackle this target in their own ways. The Modular Supercomputing Architecture (MSA), in particular, groups the resources in compute modules and tries to maximize energy efficiency while, at the same time, fulfil the requirements of a diverse application portfolio.
In MSA, modules are clusters of potentially large size, each targeting with its configuration a specific class of applications and user requirements. The different modules are interconnected via a high-speed network and a common software stack brings all modules together creating a unique machine.
Each user can decide how many nodes to use in each module, mapping the intrinsic requirements and concurrency patterns of his/her application onto the hardware. An advanced scheduler and dynamic resource manager assigns resources to jobs targeting maximum system utilization. Codes that perform multi-physics or multi-scale simulations can run across compute modules thanks to a global system-software and programming environment. Application workflows that execute different actions after (or in parallel) to each other can also be distributed in order to run each workflow-component on the best suited hardware.
This introductory lecture will describe the main features of the Modular Supercomputing Architecture, covering hardware and software elements of current MSA-systems. High-level indications of how users can adapt their codes and run them on MSA will be given, displaying results from some early user experiences as examples. The talk will conclude with an outlook on the MSA perspectives in the Exascale context.
 
17.15 Uhr, Hörsaal XIII
Dr. Timo Thünken (Zoologie / Antrittsvorlesung)
Evolution von Inzuchtpräferenz
Buntbarsche (Cichlidae) sind nicht nur bekannt für ihren Artenreichtum, sondern weisen auch eine große Vielfalt an Fortpflanzungsstrategien auf. Sie eignen sich daher hervorragend, um die Evolution von Paarungssystemen zu untersuchen. Inzucht ist die Verpaarung zwischen genetisch verwandten Individuen. Obwohl hinlänglich bekannt ist, dass Inzucht schädlich für die Nachkommen sein kann (Inzuchtdepression), zeigen neuere Studien immer mehr Beispiele dafür, dass Inzucht im Tierreich häufig toleriert und bei einigen Arten sogar aktiv bevorzugt wird.
Wir erforschen Inzuchteffekte auf verschiedenen Ebenen der biologischen Organisation (auf Gameten-, Individuen-, Gruppen- und Populationsebene) und unter Anwendung unterschiedlichster methodischer Ansätze von Verhaltensexperimenten (u.a. mit Computeranimationen, animal tracking), über Morphometrie, Elektronenmikroskopie und digitale Photoanalyse bis zu molekulargenetischen Verfahren (inkl. Genomsequenzierung). Zu unseren Forschungsschwerpunkten gehören die Fragen, unter welchen Bedingungen Inzucht evolutiv vorteilhaft ist und sich somit Inzuchtpräferenzen ausbilden können, wie sich langfristige Inzucht auf das Paarungs- und Sozialverhalten sowie die Ornamentausprägung auswirkt, inwiefern die (soziale) Entwicklungsumwelt (negative) Inzuchteffekte puffern kann und, ob Inzucht zur Diversifikation (Artbildung) beiträgt. Zur Untersuchung dieser Fragen dient als Modellsystem die westafrikanische Buntbarsch-Art Pelvicachromis taeniatus, bei der beide Geschlechter auffällig bunt gefärbt sind und intensive gemeinsame Brutpflege betreiben. Verwandte werden nachgewiesenermaßen als Paarungspartner bevorzugt. Wie unsere Studien zeigen, wirkt sich die Verpaarung mit Verwandten positiv auf die elterliche Kooperation bei der Brutpflege aus.
Der Vergleich von Inzucht- und Auszuchtlinien zeigt, dass die Effekte von Inzucht und Inzuchtpräferenzen nicht konstant sind, sondern sich mit fortbestehender Inzucht ändern und geschlechts- und merkmalsspezifisch sind. Inzucht und sexuelle Selektion sind eng miteinander verwoben, da Inzucht beispielsweise Einfluss auf die Ausprägung von (sexuellen) Ornamenten hat. Neben aktiver Inzucht konnten wir bei P. taeniatus die Fähigkeit zum Geschlechtswechsel zeigen und bei der nah verwandten Art Benitochromis nigrodorsalis sogar Hinweise auf Selbstbefruchtung finden, was die extremste Form von Inzucht darstellt. Diese neuen, bis dato vernachlässigten Fortpflanzungsstrategien tragen zur Erklärung der enormen evolutionären Erfolge von Buntbarschen bei. Zukünftig sollen die Wechselwirkungen zwischen (sozialer) Umwelt, Inzucht und (Epi)Genom (und deren Auswirkungen auf die Gehirnentwicklung) sowie interdisziplinär die Auswirkungen von Inzucht auf Kognition, Sinnesleistungen, Immunsystem und Mikrobiom erforscht werden. Dies wird nicht nur zu einem tieferen Verständnis der Konsequenzen von Inzucht beitragen, sondern auch grundlegende Fragen zu Wechselwirkungen zwischen Umwelt, Genen und Organismus beantworten.
 
 
10.15 Uhr, Hörsaal V
Prof. Dr. Dominic Lemken (Socioeconomics of Sustainable Nutrition, Antrittsvorlesung)
Nudging im Kontext der Ernährungspolitik
Staatliche Eingriffe in den Lebensmittelkonsum der Deutschen sind im europäischen Vergleich eher selten. Viele Politiker*innen empfinden wohl Lenkungssteuern oder Werbeverbote als unpopulär. Angesichts volkswirtschaftlicher und externer Folgekosten, die zunehmend besser quantifiziert werden können, drängt sich dennoch die Frage auf, welche Regeln Lebensmittelmärkten gesetzt werden können und sollten.
In der Ernährungspolitik sollen Instrumente zum Einsatz kommen, die mit geringerer Eingriffstiefe wirken, d.h. Auswahlmöglichkeiten möglichst nicht beschränken und auch nicht über finanzielle Anreize lenken. Das Konzept der Konsumentensouveränität soll somit gewahrt werden. Andererseits sollen ernährungspolitische Instrumente0 auch über bisherige Ansätze der Kompetenzbildung hinausgehen, um möglichst flächendeckend verbesserte Ernährungsmuster zu ermöglichen. Einige zunehmend diskutierte Ansätze beziehen sich daher auf die Gestaltung von Ernährungsumgebungen. Neben Labeling oder Produkt-Reformulierungen, sind hier Nudges ein vielversprechendes Mittel. Nudges beziehen sich auf die gezielte strukturelle Veränderung der Entscheidungsumgebung, z.B. die Repositionierung von Produkten, um die Veränderung von Ernährungsgewohnheiten zu begünstigen ohne die Entscheidungsfreiheit oder ökonomische Anreize zu verändern. In der Praxis sind Nudges sehr vielfältig, mit unterschiedlichsten Effekterwartungen. Hierbei wahren Nudges leider nicht immer die Entscheidungsfreiheit, obwohl dies im direkten Widerspruch der eigentlichen Definition steht.
Fühlen Sie sich herzlich eingeladen über Ernährungspolitik und die politische Dimension von Nudging mehr zu erfahren. Es erwarten Sie Themen rund um die deutsche Ernährungspolitik, zu Nudging in Hinblick auf Entscheidungsfreiheit und Möglichkeiten ethisch vertretbarere Nudges zu gestalten.
  
11.15 Uhr, Hörsaal V
Prof. Dr. Alexandra Brutzer (Fachdidaktik Agrar und Ernährung, Antrittsvorlesung)
Zukunftsfähigkeit der beruflichen Lehrkräfteausbildung - Status quo & Entwicklungsperspektiven am Beispiel der beruflichen Fachrichtungen Agrarwirtschaft sowie Ernährung/Hauswirtschaft
 
12.15 Uhr, Hörsaal V
Prof. Dr. Dr. Daniel Hermann (Management der digitalen Kreislaufwirtschaft, Antrittsvorlesung)
Digitale Transformation der Agrarwirtschaft: Den Wandel begleiten
Digitale Technologien sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken: Smartphones, Computer, Roboter und autonome Prozesse begleiten uns im beruflichen und privaten Bereich und sind so allgegenwärtig. Viele Lebensbereiche werden durch digitale Technologien einfacher, besser oder komfortabler. Auch viele Bereich der Landwirtschaft, mit all ihren Wertschöpfungsketten, sind vom digitalen Wandel eingenommen. Von der Verwendung hochauflösenden Sattelitendaten bis zur optimalen Bewirtschaftung des kleinsten Bodenteilchens liefert die digitale Welt hilfreiche Technologien. Im Rahmen der Veranstaltung möchte ich Ihnen einen kurzen Einblick in diese Welt geben und zeigen wie die Forschung diesen Wandel zielgerichtet begleiten kann.
  
13.15 Uhr, Hörsaal V
Prof. Wolfgang Büscher (Verfahrenstechnik der Tierischen Erzeugung)
Robotik und Digitalisierung in der landwirtschaftlichen Tierhaltung - Wie passt das zur Fürsorgepflicht der Tierhalter?
Die Nutzung von Sensor- und Assistenzsystemen wird in unserem Alltag immer selbstverständlicher. Diese Entwicklung wird gerne als „Digitalisierung“ bezeichnet und verändert auch in den Tierställen den Alltag von Tieren und Menschen. In unserer Forschung befassen wir uns mit Assistenzsystemen in der Tierhaltung, deren Einsatzbedingungen, Stärken und Schwächen; aber mit den Bedenken und Hemmnissen bei ihrem Einsatz.
Zu Beginn der Untersuchungen standen die Fragen der Motivation der Tierhalter für die Nutzung und die Erwartungen an Assistenzsysteme im Vordergrund. Schon sehr früh wurde deutlich, dass die Erwartungen an digitale Systeme sehr unterschiedlich sind, wobei sich jedoch vier Schwerpunkte gezeigt haben:
-        Verbesserung der Arbeitssituation,
-        Informationssuche und -bereitstellung,
-        Prozessüberwachung und -optimierung,
-        Steigerung der Wirtschaftlichkeit.
Im Vortrag soll es insbesondere um die Frage gehen, wie diese Entwicklungen zur Fürsorgepflicht gegenüber den Tieren passt? Diese Frage scheint gerechtfertigt, weil in der Gesellschaft und insbesondere in den bildbasierten Medien immer häufiger ein Zielkonflikt aufgezeigt wird.
 
12.15 Uhr, Hörsaal IV
Dr. Christian Baccarella (Vertretungsprofessor am Lehrstuhl für Innovation und Management im Agribusiness & Sandra Speer, Leitung Transfer Center enaCom)
Universitäten als Keimzellen von Innovationen und Unternehmertum – Ein Blick zurück, ein Blick nach vorne und ein Blick auf Bonn
Unternehmerisches Handeln und Unternehmertum allgemein leisten einen zentralen Beitrag für die Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschaft und Gesellschaft. Eine immer wichtigere Rolle spielen dabei Universitäten. Neben der Förderung gründungsaffiner Forschung und Lehre bauen Universitäten immer häufiger auch gezielt Strukturen auf, die den Wissenstransfer aus der Universität in die unternehmerische Praxis aktiv fördern. Dieser Vortrag widmet sich genau dieser wichtigen Thematik und geht, unter anderem, folgenden Fragen nach: Welchen Herausforderungen muss man begegnen, um (Aus-)Gründungen aktiv fördern zu können, und welche Voraussetzungen müssen dafür vorliegen? Welche Angebote existieren bereits an der Universität Bonn (z.B. am Transfer Center enaCom), die (potentiellen) Gründer*innen helfen, unternehmerisch aktiv zu werden?
  
14.15 Uhr, Hörsaal VII                   
PD Dr. Jurgen Steppeler (GERICS, MOW&more, jsteppeler@t-online.de)
Warum will keiner die Partita a Moll von Johann Sebastian Bach hören?
J.S. Bach hat 12 Suiten und Partiten für einzelne Streichinstrumente geschrieben. Diese gelten als ein Höhepunkt der Musik und diese Stücke sind weit über das typische Publikum der klassischen Musik hinaus beliebt. Man hört diese 12 Stücke als Straßenmusik in der Frankfurter U-Bahn, als Hintergrundmusik für Abendessen und selbstverständlich in den Konzertsälen der Welt. Dass diese Stücke nicht nur als sehr tiefsinnig gelten, sondern auch als Gebrauchsmusik verwendet werden, entspricht Ihrem Ursprung. Suiten sind Folgen von Tänzen, die allerdings inzwischen aus der Mode gekommen sind. Bei der Interpretation sollte allerdings der Tanzcharakter weiterhin berücksichtigt werden. Es wird geschildert, wie vor ca 100 Jahren diese Stücke für das Musikleben entdeckt wurden, nachdem Sie vorher unbeachtet waren.
Es gibt eine weitere Partita für ein Melodieinstrument: Die Partita in a Moll für Floete solo. Dieses Stück ist bei Instrumentalisten gut bekannt und wird immer wieder gespielt. Man darf aber sagen, dass seine Beliebtheit beim musikliebenden Publikum weit hinter dem der 12 Stücke für Streichinstrumente liegt, Es werden mögliche Ursachen für diesen Unterschied analysiert. Es werden Vorschläge gemacht, wie die Partita in a Moll sachgerecht gespielt werden konnte.
  
17.15 Uhr, Hörsaal XII
Prof. Dr. Andreas Krebs (Alt-Katholische und Ökumenische Theologie)
Katholisch und synodal
Eine alt-katholische Erfahrung
(Vortrag und Diskussion ca. 90 Minuten)
Die römisch-katholische Kirche in Deutschland befindet sich derzeit auf einem „Synodalen Weg“. Was aber wird mit den Beschlüssen, die man dort fasst, geschehen? Welche Verbindlichkeit können sie im Rahmen einer weltweiten, hierarchisch verfassten Kirche beanspruchen? Angesichts dieser Fragen könnte es sich lohnen, einen Blick auf die alt-katholische Kirche zu werfen. Sie trennte sich 1870 wegen der Papstdogmen von der römisch-katholischen Kirche – auch deshalb, weil sie keine hierarchische, sondern eine synodale Kirchenordnung wollte. Seit 1931 gehört die alt-katholische Kirche der – gleichfalls synodal strukturierten – weltweiten Anglikanischen Gemeinschaft an. Wie ist bislang dieses Experiment einer katholischen und synodalen Kirche verlaufen? Welche guten, welche problematischen Erfahrungen wurden dabei gemacht? Und was wäre – für die alt-katholische wie auch für andere Kirchen – daraus zu lernen?
 

 

Im Arkadenhof (unter den Arkaden)

 -       Greenpeace Hochschulgruppe

-        Center for Life Ethics

-        Bonn University Shakespeare Company

-        Transfer Center enaCom

-        Politik und Gesellschaft – Forum für junge Politikwissenschaft e. V.

 

Im Rondell, 1. OG

-        Studium Univerale

Mineralogisches Museum ,Poppelsdorfer Schloss, Meckenheimer Allee 169, 53115 Bonn

 
15.00 – 18.00 Uhr
Das Mineralogische Museum hat am Dies academicus freiem Eintritt und ist von 15.00 – 18.00 Uhr geöffnet. Es wird eingeladen zum Besuch der aktuellen Sonderausstellung ‚Geschichtsstücke‘.
 
 

Akademisches Kunstmuseum, Römerstraße 164, AVZ III, 53117 Bonn

 
11.15 Uhr, Hörsaal des Akademischen Kunstmuseum
Dr. Kornelia Kressirer (Klassische Archäologie)
Vortrag: Die Rolle der Frau in der antiken Bildkunst
Wegen der bevorstehenden Generalsanierung des Gebäudes am Hofgarten ist das Akademische Kunstmuseum in ein Ausweichquartier in der Römerstraße umgezogen. Dort steht das Museum wieder für die Öffentlichkeit ebenso wie für die Lehre und Forschung zur Verfügung. Am Dies academicus richten wir den Blick auf die Darstellung von Frauen in der Bildkunst der griechischen, römischen und etruskischen Antike. In der Gesellschaft, Politik, im Wirtschaftlichen ebenso wie in der Götter- und Sagenwelt der klassischen Antike waren die Männer die Hauptakteure. Das spiegelt sich auch in der Bildkunst wider. Doch seit frühester Zeit wurden auch Frauen in der Kunst dargestellt. Anhand der im Museum ausgestellten Kunstwerke wird in der Führung vorgestellt, welche Anlässe und Themen in der Antike ausgewählt wurden, um Frauen, Heldinnen und Göttinnen in Erscheinung treten zu lassen. Über die Kunst hinaus kann dabei die Rolle der Frau in der antiken Gesellschaft beleuchtet werden.
 
 

Arithmeum, Lennéstr. 2, 53113 Bonn

 
Das Arithmeum hat am dies academicus freien Eintritt und es werden mehrere öffentliche Führungen im Arithmeum angeboten.
 
11.00 Uhr
Führung durch die Sammlung der Rechenmaschinen "rechnen einst und heute" sowie die Sonderausstellung "200 Jahre Arithmomètres von Thomas de Colmar"
Das Arithmeum beherbergt die weltweit umfassendste Sammlung mechanischer Rechenmaschinen. In der Ausstellung des Arithmeums sind die Highlights dieser faszinierenden Entwicklung zu sehen. Nicht nur ihre Geschichte, sondern auch ihre Funktion wird in der Führung vermittelt.
In der Sonderausstellung "200 Jahre Arithmomètres von Thomas de Colmar" legen wir den Schwerpunkt auf den ersten Rechenmaschinenerfinder, der die Vierspeziesrechenmaschine zu einem Serienprodukt entwickelte. Leihgaben und außergewöhnlich prunkvolle Dedikationsexemplare, aber auch das berühmte PIano-Arithmomètre der Weltausstellung von 1855 sind zu sehen. Vorläufer, Konkurrenzmaschinen, Nachfolger und Weiterentwicklungen runden Ausstellung und Führung ab.
 
15.00 Uhr Führung durch das Schaudepot "Frühe Computer und PCs"
Das Schaudepot des Arithmeums zeigt über Lochkartenzähl- und Sortiermaschinen, Minicomputer, erste Tischrechner und frühe PCs den Weg von der Mechanik zur Mikroelektronik und demonstriert in Funktion und mit originaler Software den Weg von den ersten Computern bis hin zum heutigen Rechner.
 
16.30 Uhr Führung durch die Sonderausstellung "Rechenschieber und Alkohol"
Die Ausstellung "Rechenschieber und Alkohol" zeigt nicht nur die Vielfalt dieser frühen Rechenhilfsmittel, sondern beleuchtet auch die Arbeit der Excise Officers.
Die Funktion des Rechenschiebers basierte auf der 1614 von John Napier erstmals veröffentlichten Idee der Logarithmen. Es handelte sich um eine genial einfache Idee, und so wurde der Rechenschieber in seiner ausgereiften Version über 3 Jahrhunderte intensiv zum Rechnen verwendet.
Zu dem Aufgabenfeld der Excise Officers gehörte es, die Größe von Fässern zu messen und zunächst auszurechnen, welche Menge Flüssigkeit das Fass im gefüllten Zustand fassen konnte. Hierfür wurden Spezial-Rechenschieber benutzt, und durch verschiedene Rechenschritte war das Ermitteln des Fassvolumens möglich. Anschließend wurde die Dichte der Flüssigkeit bestimmt und so der Alkoholgehalt ermittelt.
Die Führung führt sowohl das Rechnen mit dem Rechenschieber als auch die Fassvermessung anschaulich vor.
 
 

 ART ABEND: Max Ernst und die Natur als Erfindung

Kunstmuseum Bonn, Museumsmeile, Helmut-Kohl-Allee 2, 53113 Bonn

18.00 - 21.00 Uhr
Studierende als Kunstvermittler*innen in den Ausstellungsräumen
An diesem Abend bieten studentische Kunstvermittler*innen die Möglichkeit sich über die Werke von Max Ernst, Rebecca Horn, Hans Arp, Claudia Fährenkemper und anderen auszutauschen! Experimentell und dialogisch regen Sie in der Ausstellung „Max Ernst und die Natur als Erfindung“ zum genauen Betrachten, Sprechen und Denken an: Hier könnt ihr alles über die Kunstwerke, die verschiedenen Techniken und Weltentwürfe der Künstler*innen erfahren.
Der Eintritt ist für Studierende ist frei. Alle anderen Besucher*innen sind ebenso willkommen, für sie gilt der reguläre Museumseintritt.
Die Veranstaltung findet als Kooperation von Kunsthistorischem Institut mit dem Kunstmuseum Bonn statt.
 

auch in diesem Semester bietet der Hochschulsport am Dies academicus ein sportliches Programm in der Römerstr. 164 an.

Das gesamte Sportangebot am finden Sie unter:

https://www.sportangebot.uni-bonn.de/angebote/aktueller_zeitraum/_Dies_Academicus.html

Sinfoniekonzert Zum Dies Academicus, 07.12.2022

 (Donnerstag, 8.12.2022 Wiederholungskonzert)

 20.00 Uhr, Aula der Universität Bonn

Programm:

Richard Wagner: Vorspiel zu "Tristan und Isolde" und "Isoldes Liebestod"

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 2

Ausführende:

Akademisches Orchester Bonn (Mitglied des Forum Musik der Universität Bonn)

Leitung: Daniel Johannes Mayr

 

Veranstalter: 

Forum Musik der Universität Bonn

 

Eintritt frei

Freie Platzwahl

Collegium Musicum Orchester.jpg
© Orchester des Collegium Musicum

Informationen zum Studium Universale

Die Universität Bonn bietet im Rahmen ihres Studium Universale regelmäßig einer breiten Öffentlichkeit Lehrveranstaltungen, Vortragsreihen, Vorträge, Diskussionen, Ausstellungen und Führungen, die das reguläre Studienangebot ergänzen.

Dieses Angebot richtet sich an alle, die andere Wissensgebiete kennenlernen, sich in allgemeinen Fragen orientieren und ergänzende Kenntnisse erwerben möchten. Studierenden aller Fakultäten der Universität sowie alle Bürger*innen der Stadt Bonn  –  besonders auch ältere  –  sind zu diesen Veranstaltungen herzlich eingeladen.

Personen, die nicht als ordentliche Studierende an der Universität immatrikuliert sind, können an den Veranstaltungen des regulären Lehrangebots der Universität nur teilnehmen, wenn sie als Gasthörer*innen eingeschrieben sind und den entsprechenden Beitrag in Höhe von 100 Euro entrichtet haben. Den Gasthörerantrag finden Sie unter:

https://www.uni-bonn.de/de/studium/medien-studium/medien-beratung-und-service/medien-studierendensekretariat/medien-formulare/gasthoererinnenantrag.pdf 
Der Gasthörer*innenantrag kann postalisch an das Studierendensekretariat gesendet werden. Der Einzahlungsbeleg ist dem Antrag beizufügen.

Die Teilnahme an  Vorlesungsreihen/Ringvorlesungen und Einzelvorträgen hingegen ist kostenlos.

Semesterprogramm Studium Universale

Sofern nicht anders angegeben, finden sämtliche Veranstaltungen vom 10. Oktober 2022 - 3. Februar 2023 im Universitätshauptgebäude (Am Hof 1) statt.

Das Tragen einer medizinischen Maske wird beim Besuch des Gebäudes weiterhin dringend empfohlen.

Hauptgebäude_1.jpg
© Uni-Bonn

Vorlesungsangebote aus den Fakultäten

Die Vorlesungen für Hörerinnen und Hörer aller Fakultäten aus der Katholisch-Theologischen Fakultät finden Sie auf Basis unter dem folgenden Link:

https://basis.uni-bonn.de/qisserver/rds?state=wtree&search=1&trex=step&root120222=268089%7C266945%7C266917&P.vx=lang


201031261
Kirchen- und Theologiegeschichte: Mittelalter
Do 10 – 12 und Fr 12 –14
M. Keßler
 
201021175
Einführung in die Texte aus Qumran
Di 12 – 14
H. Löhr
 
201021181 - Jesus von Nazareth
Do 8 – 10.
H. Löhr
311010122
Deutsche Rechtsgeschichte
Di, 16 – 18 Uhr, Hörsaal E, Juridicum, Adenauerallee 24 - 42
M. Schmoeckel
Insitut für Psychologie
 
502000101
Einführung in Gebiete und Forschungsmethoden der Psychologie und Psychotherapie
Mo 16 – 18, Hörsaal des Instituts für Psychologie, Kaiser-Karl-Ring 9
Beginn: 17.10.22
I. Grau
 
502000702
Einführung in die Sozialpsychologie
Mo 10 – 12, Hörsaal des Instituts für Psychologie, Kaiser-Karl-Ring 9
Beginn: 17.10.22
R. Banse
 
502001802
Einführung in die Rechtspsychologie 
Di 18 – 20, Hörsaal des Instituts für Psychologie, Kaiser-Karl-Ring 9,
Beginn: 18.10.22
R. Banse
 
502001201
Entwicklungspsychologie in Frage
Di 14 – 16, Hörsaal des Instituts für Psychologie, Kaiser-Karl-Ring 9,
M. Kavšek
 
Abteilung für Klassische Archäologie
 
511030101
Griechische Kolonien im westlichen Mittelmeer
Di. 10 – 12, AVZ III / Römerstr. 164 - 0.004 HS 1
M. Bentz
                                                                                          
511030101
Maritime Archäologie
Mi 10 – 12, AVZ III / Römerstr. 164 - 0.004 HS 1
St. Feuser
 
Abteilung für Philosophie
 
501022001  
Einführung in die Erkenntnistheorie
Mo 12 – 14, Hörsaal X
J. Rometsch
 
501022003    
Einführung in die Logik
Mo 12 – 14, Hörsaal X,
Mi 10 – 12, Hörsaal I
J. Rometsch, E. Brendel
 
501022005    
Einführung in die Moralphilosophie
Mo 14 – 16 Uhr, Hörsaal XVII, Regina-Pacis-Weg 5
Ch. Horn
 
501022007    
Die Grundfragen der Philosophie und ihre geschichtliche Entwicklung
Di 10 –12, Hörsaal X
W. Goris
 
501022009    
Kulturphilosophie
Di 14 – 16, Hörsaal XV
M. Forster
 
501022051    
Einführung in die Philosophie
Di 10 – 12, Hörsaal III
A. Wilke
 
Kunsthistorisches Institut
 
Innovation und Risiko: Italienische Malerei 1500-1550
Do 16 – 18 Uhr, HS IX
R. Kanz
Bitte melden Sie sich bei der Lehrperson (r.kanz@uni-bonn.de) per E-Mail an.
 
Die Zisterzienser und die Kunst des Mittelalters
Di 16 – 18, HS IX
Bitte melden Sie sich bei der Lehrperson (wolter.knesebeck@uni-bonn.de) per E-Mail an.
H. Wolter-von dem Knesebeck
 
Translokation von Kulturgütern
Do 14 – 16, HS IX
Bitte melden Sie sich bei der Lehrperson (zuschlag@uni-bonn.de) per E-Mail an.
Ch. Zuschlag
 
Abteilung für Religionswissenschaft
 
508000296
"Westliche" und "östliche" Religionen im gegenseitigen Kontakt entlang der Seidenstraße
Mo 12 – 14, 1.004 Übungsraum Religionswissenschaft, Adenauerallee 4-6
Beginn: 17. Oktober 2022
M. Hutter
 
508000323
Kultliturgien (Festrituale), Beschwörungen und Heilungsrituale im Alten Orient
Do 14 – 16 Uhr, 1.004 Übungsraum Religionswissenschaft, Adenauerallee 4-6
M. Hutter
 
Abteilung für Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft
 
505000910
Plenum: Linguistik und Stil
Do 12 – 14,  HS XII
HG Beginn: 20.10.2022
K. Berg
 
505001110
Plenum: Einführung in den Minnesang
Do 10 – 12, HS I
Beginn: 20.10.2022
K. Chlench-Priber
 
505002510
Plenum: Deutscher Orientalismus: Kultur-und Mediengeschichte
Mi 10 – 12,  HS XIII
Beginn: 12.10.2022
A. Polaschegg
 
505004010
Plenum: Theorien und Poetiken der Weltliteratur
Mi 11 – 14, HS VIII
Beginn: 19.10.2022
Ch. Moser
 
505002010
Plenum: „Urzeit war´s, als Ymir lebte“: Die Germanische Mytologie
Mo 14 – 16, HS steht noch nicht fest
Beginn: 10.10.2022
A. Krause
  
Abteilung für Romanistik
 
507023708
Lyrik des Mittelalters und der frühen Neuzeit (Französisch, Italienisch, Spanisch)
Mo 16 – 18, HS II
C. Jacobi
 
507026808
Paris in der französischen Literatur
Do 10 – 12, HS IV
M. Bernsen
  
507022901
Ringvorlesung Frankreich: La bande-dessinée francophone contemporaine / Frankophone Comics der Gegenwart
Mo 18 – 20, IFB Saal Untergeschoss
P. Geyer
 
507026800
Kollokationen, Phraseologismen, Konstruktionen: Aktuelle Modelle von Wortverbindungen (Frz./Span.)
Mi 10 – 12, HS III
A. Grutschus
 
507026801
Sprachkontakt (Frz./Span.)
Mi 12 – 14, HS III
A. Grutschus
 
507027201
Mentale Modelle: Sprache – Kultur - Kognition (Französisch, Italienisch)
Mo 12 – 14, HS XI
D. Pirazzini
 
507026001
Argumentieren in der digitalen Diskurskultur
(Französisch, Italienisch)
Fr 10 – 12, HS V
 
507023707
Machiavelli, Ariost, Tasso
Di 16 – 18, HS XVI
P. Geyer
 
Abteilung für Geschichtswissenschaft
 
504002734
Theater of the Bodies
Do 14 – 16, HS XII
Beginn: 20.10.2022
L. Marasinova
 
504002736
Teil eines Paares oder eigene Agency:  Herrscherinnen im Mittelalter
Di 10 – 12, HS XV
A. Stieldorf
 
504002737
Die späteren Staufer. Das Imperium von Heinrich VI. bis zum Tod Konradins (1190-1268)
Do 10 – 12, HS III
M. Becher
 
504002738
Das Kurfürstentum Köln im 17. und 18. Jahrhundert
Mo 10 – 12, HS VIII
Beginn: 17.10.2022
M. Rohrschneider
 
504002739
Geschichte des modernen Ungarn
Di 14 – 16, HS XII
Beginn: 18.10.2022
B. Bodó
504002740
Geschichte der USA im 20. Jahrhundert
Do 12 – 14, HS XVII
Beginn: 20.10.2022
J. Scholtyseck
 
504002741
Internationale Geschichte vom Ersten bis zum Zweiten Weltkrieg, 1914-1945
Mi 10 – 12, HS IX
Beginn: 19.10.2022
F. Kießling
 
504002798
Jüdische Geschichte in Europa, ca. 1800-1945
Di 16 – 18, HS I
Beginn: 18.10.2022
Ch. Krüger
 
504006190
Das archaische Griechenland
Do 12 – 14, HS XV
Beginn: 13.10.2022
W. Schmitz
 
504006191
Römische Sozialgeschichte
Mi 14 – 16, HS VIII
Beginn: 19.10.2022
J. Timmer
  
504006209
Ringvorlesung: Neues von Macht und Herrschaft
am 15.11.22, 29.11.22, 13.12.22, 10.01.22 und 24.01.22,
jeweils 18 Uhr c.t., HS XIII
M. Becher, K. Gahbler
Fachgruppe Chemie
 
Allgemeine Chemie
wahrscheinlich Di, Mi, Do, Fr, 10 – 11, HS1 Chemie
Teilnahme an der Übung (Zeiten stehen noch nicht fest) nur nach Absprache mit dem Dozenten
J. Beck
 
Erster Vorlesungsteil zu Anorganische und Analytische Chemie I, Qualitative Analyse I
Fortsetzung der Vorlesung Allgemeine Chemie
wahrscheinlich Di, Mi, Do, Fr, 10 –11, HS1Chemie,
Teilnahme an der Übung (Zeiten stehen noch nicht fest) nur nach Absprache mit dem
Dozenten
J. Beck
 
 
Vorlesung zum Modul Physikalische Chemie I/II: Molekulare Wechselwirkungen und chemische Thermodynamik, Teil I
Mo 12 – 14, HS 1 Chemie
Teilnahme an der Übung (Zeiten stehen noch nicht fest) nur nach Absprache mit dem Dozenten
M. Sokolowski
 
Vorlesung zum Modul Grundlagen der Organischen Chemie, Teil II
Termine stehen noch nicht fest, bitte beachten Sie die Ankündigungen im eVV
A. Lützen
 
64510000
Einführung in die Geographie
17.10. – 19.12.2022, 10 – 14 Uhr, Georg-Alfred-Philippson-Hörsaal, Meckenheimer Allee 166
Die Veranstaltung wird in Präsenz stattfinden, eine hybride Teilnahme wird möglich sein.
Der Link wird noch bekannt gegeben
M. Nutz
 
Einführung in die Meteorologie und Geophysik
Mo 12 – 14, Hörsaal Meteorologie, Auf dem Hügel 20
Mi 11.30 – 13.00, Hörsaal IV, Meckenheimer Allee 176
Basis:
Link zu eCampus:
 
 
Abteilung für Mikroökonomik
 
Alle Vorlesung finden in den Räumlichkeiten der Abteilung für Mikroökonomik statt.
Adresse: Lennéstr. 43
 
Microeconomics
Mo, Mi 8.30 – 10, SR 0.017
S. Rady
 
Auktionen und Märkte
Mi 14 – 16, HS M und Do 10 – 12h, HS L
J. von Wangenheim
 
Mikroökonomik B
Di, Do 12 – 14h, HS C
Dr. Helene Mass
 
Wissenschaftliches Arbeiten
Di 16 – 18, SR 0.017
L. Pahl, A. Georgiadis-Harris
 
Game Theory
Mi 10 – 12, Do 16 – 18h, HS K
D. Szalay
 
Microeconomics Master
Mi 14 – 16, HS F
Fr 10 – 12h, HS C
D. Szalay, T. Tatur
 
Topics in MT
Mo 16 – 18h SR 0.017
D. Salay
 

Ringvorlesungen und Vortragsreihen

Interdisziplinäre Ringvorlesung

Nachhaltigkeit: Über Ressourcen und Bedürfnisse

donnerstags, 18 Uhr c.t., Hauptgebäude, HS II

Nachhaltigkeit meint ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen begrenzten Ressourcen und deren Verbrauch. Diese Balance ist heute weltweit in vielen Bereichen nicht mehr gegeben. Natürliche Ressourcen werden durch unsere Bedürfnisse unaufhaltsam aufgebraucht und viele neigen sich ihrem Ende zu. Die Ringvorlesung möchte diese Zusammenhänge in Vorträgen und Diskussionsrunden mit Expertinnen und Experten verschiedener Fachrichtungen in einigen Aspekten aufgreifen. Es geht u.a. um Einschätzungen aktueller Problemlagen aus ökologischer, ökonomischer und entwicklungspolitischer Sicht. Zu fragen ist, wie sich unser Verhalten in Bezug auf Nachhaltigkeit empirisch darstellt, welche Praktiken hier greifen und wie theologische und ethische Perspektiven eine Orientierung geben könnten. Schließlich wird ein Blick auf Diskurse über Nachhaltigkeit geworfen und die Frage diskutiert, wie Kultur selbst als Ressource zu verstehen wäre.

Hier finden Sie den Flyer zu dieser Veranstaltungsreihe.

Organisatorische Hinweise

Die Ringvorlesung ist als öffentliche Präsenzveranstaltung geplant. Eine Anmeldung zur RV ist nur für BA-Studierende der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn erforderlich. Bitte beachten Sie: Im WS sind ggfls. besondere Regeln für den Corona-Schutz zu beachten (z. B. 3G-Regeln, Maskenpflicht).

Wichtiger Hinweis: Nur für den Fall, dass wir die Ringvorlesung im WS digital anbieten müssten, finden Sie hier den Zoomlink, über den Sie sich in die Veranstaltungen einwählen können.

Bei Rückfragen: aik@uni-bonn.de

Programm

Veranstalter*innen:

Priv.-Doz. Dr. Manuel Becker (Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie

Prof. Dr. Volker Kronenberg (Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie

Priv.-Doz. Dr. Hedwig Pompe (Arbeitsstelle Internationales Kolleg); Institut für Germanistik

Prof. Dr. Dr. Jochen Sautermeister (Katholisch-Theologische Fakultät)

Prof. Dr. Annette Scheersoi (Prorektorat für Nachhaltigkeit) ; Fachdidaktik Biologie)

Priv.-Doz Dr. Andrea Schütte (Institut für Germanistik)

 

20.10.2022

Einführung in Thema und Programm der Ringvorlesung

Veranstalter*innen

 

03.11.2022

Naturschutz und Entwicklung – Wie kann nachhaltige Landnutzung gelingen?

Junior-Prof. Dr. Lisa Biber-Freudenberger (Ecology and Natural Resources Management, Zentrum für Entwicklungsforschung) (Universität Bonn)

 Die Beanspruchung von begrenzten Ressourcen unserer Erde hat insbesondere im Zusammenhang von Landnutzung für Nahrung, Energie und Infrastruktur in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Die Vereinbarkeit von Entwicklung und Nachhaltigkeit ist eine Herausforderung, für die verschiedene Lösungsansätze existieren. In unserer Arbeit erforschen wir in unterschiedlichen Ländern des Globalen Südens das Potential solcher Ansätze gemeinsam mit verschiedenen Akteuren aus der Landwirtschaft, dem Naturschutz, der Wirtschaft und Politik. In unserem Vortrag werden wir einige unserer Projekte vorstellen.
Moderation: Prof. Dr. Annette Scheersoi

 Lisa Biber-Freudenberger ist Nachwuchsgruppenleiterin am Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn. Sie studierte Biologie und Naturschutz in Göttingen, Osnabrück und in Neuseeland und promovierte an der Universität Potsdam und der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung in Eberswalde. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit den Interaktionen zwischen Mensch und Natur und legt Wert insbesondere auf einen inter- und transdisziplinären Ansatz.

·        Biber-Freudenberger, L., et. al.: Exploring criteria for transformative policy capacity in the context of South Africa’s biodiversity economy. Policy Sciences, 54/1 (2021). S. 209-237. Link: https://link.springer.com/article/10.1007/s11077-020-09385-0 

·        Biber-Freudenberger, L., et. al.: Sustainability implications of transformation pathways for the bioeconomy. Sustainable Production and Consumption, Volume 29 (2022). S. 215-227. Link: https://doi.org/10.1016/j.spc.2021.10.011
·        Biber-Freudenberger, L., et. al.: Will Brazil’s push for low-carbon biofuels contribute to achieving the SDGs? A systematic expert-based assessment. Cleaner Environmental Systems. 2022. Link: https://doi.org/10.1016/j.cesys.2022.100075

 

10.11.2022

Junior-Prof. Dr. Anna Maria Riedl (Katholisch-Theologische Fakultät) (Universität Bonn)

Schöpfung bewahren – mehr als Nachhaltigkeit?

Angestoßen durch den Bericht des Club of Rome zur Lage der Menschheit (1972) hat sich Nachhaltigkeit in der Theologischen Ethik zu einem immer wichtigeren Thema entwickelt und tritt neben Prinzipien wie Personalität, Solidarität, Subsidiarität als Leitlinie für gerechtes Handeln. Doch werden Kritiken immer lauter, die in Nachhaltigkeit ein Konzept zur Bewahrung des Status quo vermuten, nicht geeignet, die notwendigen Veränderungen zu initiieren. Im Rückgriff auf die Enzyklika Laudato si werden daher Forderungen erhoben, den Menschen umfassend eingebunden in ein weiter gedachtes Verständnis von einer guten Schöpfung zu deuten.

Moderation: Prof. Dr. Dr. Jochen Sautermeister

Anna Maria Riedl ist Juniorprofessorin für Christliche Sozialethik mit dem Forschungsschwerpunkt Nachhaltigkeit an der Universität Bonn. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit sozial- und moralphilosophischen Grundlagenfragen Theologischer Ethik, Politischer Ethik, Technikethik, Kindeswohl- und Kinderrechte und mit Fragen zum Verhältnis und zur Vermittlung von Theorie und Praxis. Sie wurde mehrfach ausgezeichnet. 2018 erhielt sie den Förderpreis „Christliche Sozialethik“ des Sozialinstituts der Kommende Dortmund, 2016 den Dissertationspreis der Theologischen Fakultäten der Universität Münster und Frauenförderpreis der Universität Münster zus. m. der Agenda Regionalgruppe.

·        Riedl, Anna Maria: Ethik an den Grenzen der Souveränität. Christliche Sozialethik im Dialog   mit Judith Butler unter Berücksichtigung des Kindeswohlbegriffs. Paderborn 2017.
·        Riedl, Anna Maria: Religion als Beziehung mit der Welt. Bruno Latours Existenzweisen. In: Evangel. Magazin für Missionarische Pastoral 1 (2020). Link: https://www.euangel.de/ausgabe-1-2020/nachhaltigkeit-und-schoepfungs-verantwortung/religion-als-beziehung-mit-der-welt/
·        Riedl, Anna Maria: Judith Butler and Theology. Paderborn/New York 2021.
 

17.11.2022

Engagement und Projekte. Ein Podiumsgespräch
Green Office, AStA Referat für Ökologie, Students for Future (Universität Bonn)

Auf dem Podium stellen Vertreter*innen vom Green Office (das studentisch geführte Nachhaltigkeitsbüro der Universität Bonn), vom Referat für Ökologie (Allgemeiner Studierendenausschuss der Universität Bonn) und von der Hochschulgruppe Students for Future  (Hochschulgruppe, Teil der Fridays For Future Ortsgruppe Bonn) ihre Arbeit und Projekte für Nachhaltigkeit vor. Es geht u.a. um allgemeine Klimabildung, die Herausgabe eines Nachhaltigkeitsreaders, die Konzeption der Public Climate School, die Idee einer nachhaltigen Mensa, um Vorhaben für eine klimaneutrale Universität, um Workshops mit praktischen und alltagstauglichen Tipps.

Im Anschluss an das Podiumsgespräch ist eine Diskussion mit dem Publikum vorgesehen.
Moderation: Hannah Grzonka, Simon Kenfenheuer, Sina Mosen

Green Office ist das studentisch geführte Nachhaltigkeitsbüro der Uni Bonn, mit dem Ziel, den Austausch zwischen Studierenden, Lehrenden und allen anderen Beschäftigten der Uni zu fördern und Nachhaltigkeit strukturell in der Universität zu verankern.

Das Referat für Ökologie ist ein von den Studierenden gewähltes Angebot des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA). Wir arbeiten dafür, dass sich die Studierenden der Universität Bonn, aber auch interessierte Menschen, die nicht studieren, mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen.

Students for Future Bonn ist eine Hochschulgruppe und Teil der Fridays For Future Ortsgruppe Bonn. Ziel der Gruppe ist eine gänzlich klimaneutrale Universität und die Förderung von Klimabildung, z.B. Organisation von Vorträgen und anderen Veranstaltungen, insbesondere im Rahmen der Public Climate School (PCS).

 

24.11.2022

Alternative Nachhaltigkeiten? Zwischen lokalen Kontexten und globalen Dimensionen
Prof. Dr. Kristina Großmann (Südostasienwissenschaften)

Dr. Sandra Gilgan (Bonn Alliance for Sustainability Research) (Universität Bonn)

Der gegenwärtige globale ‚Mega-Diskurs‘ über Nachhaltigkeit ist weitgehend von ‚nördlichen‘ Perspektiven, Narrativen und Standards geprägt. Ansätze aus dem Globalen Süden werden kaum einbezogen. In unserem Vortrag stellen wir Konzepte und Praktiken von Nachhaltigkeit in Asien vor, bringen sie in einen ‚glokalen‘ Dialog und diskutieren Möglichkeiten und Hindernisse der Anwendbarkeit in Politik und Praxis.
Moderation: Priv.-Doz. Dr. Hedwig Pompe

Kristina Großmann ist Professorin für Ethnologie Südostasiens an der Universität Bonn und Dr. Sandra Gilgan ist Geschäftsführerin der Bonner Allianz für Nachhaltigkeitsforschung. Zusammen leiten sie die DKN Arbeitsgruppe mit dem Titel „Alternative Sustainabilities. Between local contexts und global measures“, gefördert von dem Deutschen Komitee für Nachhaltigkeitsforschung in Future Earth und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

·        Großmann, Kristina: Gender, Islam, Aktivismus: Handlungsräume muslimischer Aktvistinnen nach dem Tsunami in Aceh, Indonesien. Berlin 2013. 

·        Großmann, Kristina / Guido Sprenger. Plural Ecologies in Southeast Asia. In: SOUJOURN Vol. 33/2 (2018). Link: https://bookshop.iseas.edu.sg/publication/2333
·        Großmann, Kristina: Human–Environment Relations and Politics in Indonesia. London 2021. 

 

Bitte beachten Sie:

Der Vortrag am 08.12.2022 mit Herrn Prof. Dr. Armin Falk fällt leider aus.

 

15.12.2022

‚Zeitenwende‘ & die globale Nachhaltigkeitsagenda

Prof. Dr. Anna-Katharina Hornidge (German Institute of Development and Sustainability) (Universität Bonn)

Die von Bundeskanzler Scholz ausgerufene ‚Zeitenwende‘ im globalen Miteinander und vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs in der Ukraine fordert die globale Nachhaltigkeitsagenda heraus. Das Zusammenspiel ökologischer, ökonomischer und sozialer Nachhaltigkeit droht weiter an Balance zu verlieren. Geopolitische Machtverschiebungen und Verwerfungen stehen gemeinsamen Bemühungen der Weltgemeinschaft im Ausprägen nachhaltiger Zukünfte entgegen. In ihrem Vortrag wendet sich Frau Hornidge diesen Herausforderungen zu, bettet diese ‚Zeitenwende‘ ein in globale Veränderungsprozesse, reflektiert ihre Auswirkungen auf die Inhalte der globalen Nachhaltigkeitsagenda, auf deren Politikinstrumente und die sie ermöglichende Institutionenlandschaft. Welche Nachhaltigkeitsagenda benötigen wir nicht trotz, sondern vielleicht gerade wegen der ausgerufenen ‚Zeitenwende‘?
Moderation: Prof. Dr. Annette Scheersoi

Anna-Katharina Hornidge ist Direktorin des German Institute of Development and Sustainability (IDOS) und Professorin für Globale Nachhaltige Entwicklung an der Universität Bonn. In ihrer Forschung arbeitet sie zu Fragen von Wissen(-schaft) für Entwicklung und natürliche Ressourcen-Governance in den Landwirtschaften und der Fischerei Asiens und Afrikas. Sie berät die Bundesregierung, auf EU- und UN-Ebene – u.a. als Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU); sie ist Co-Vorsitzende von SDSN Germany und Teil des Vorstands der Deutschen UNESCO-Kommission.

·       Hornidge, Anna Katharina et al.: Institutions and institutional changes: aquatic food production in Central Luzon, Philippines. 2021.

·       Hornidge, Anna Katharina et al.: Contributions of marine area-based management tools to the UN sustainable development goals. 2021.

·       Hornidge, Anna Katharina et al.: Breaking down barriers: the identification of actions to promote gender equality in interdisciplinary marine research institutions. 2022.

 

12.01.2023

Ist nachhaltig gut? Zur ethischen Komplexität eines aufgeladenen Konzepts
Prof. Dr. Christiane Woopen (Center for Life Ethics) (Universität Bonn)

 Nachhaltigkeit ist in aller Munde und in der Regel positiv besetzt. Wenn etwas nachhaltig ist, ist das gut. Nachhaltig zu sein kann jedoch ganz Unterschiedliches bedeuten, langfristige Ziele können wünschenswerten Wandel blockieren, und je für sich genommen sinnvolle Nachhaltigkeitsziele können miteinander in Konflikt geraten. Gute Gründe, Nachhaltigkeit in ethischer Hinsicht nicht automatisch für gut zu halten.
Moderation: Prof. Dr. Volker Kronenberg

Christiane Woopen war geschäftsführende Direktorin des interfakultären Zentrums ceres, Professorin für Ethik und Theorie der Medizin sowie Leiterin der Forschungsstelle Ethik an der Universität zu Köln.

Seit dem 1. Oktober 2021 hat Christiane Woopen die erste Heinrich-Hertz-Professur der Universität Bonn im Transdisziplinären Forschungsbereich "Individuen, Institutionen und Gesellschaften" inne.  Sie leitet den Aufbau des neuen "Center for Life Ethics".

 In den letzten Jahren war sie Mitglied zahlreicher internationaler Expertengruppen, zuletzt Vorsitzende der Europäischen Ethikrats (European Group on Ethics in Science and New Technologies), Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Präsidentin des 11th Global Summit of National Ethics/Bioethics Committees, Mitglied des International Bioethics Comitee der UNESCO und Co-Sprecherin der Datenethikkommission der deutschen Bundesregierung. Woopen ist Mitglied der Academia Europaea, der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste.

·       Woopen C / Jannes M (Hg.): Roboter in der Gesellschaft. Technische Möglichkeiten und menschliche Verantwortung, Berlin 2019.

·       Woopen C (Hg.). et al.: Medizin und Standard. Verwerfungen und Perspektiven. Berlin 2020.
·       Woopen C. et al.: Alternde Gesellschaft im Wandel. Zur Gestaltung einer Gesellschaft des langen Lebens. Berlin 2020.

 

19.01.2023

Nachhaltigkeit als Ideologie
Priv.-Doz. Dr. Falko Schmieder (Leibniz Zentrum für Literatur- und Kulturforschung) (Berlin)

Im Gefolge des Berichts der Brundtland Kommission aus dem Jahre 1987 hat sich „Nachhaltigkeit“ zu einem globalen Schlüsselbegriff entwickelt. Der Vortrag rekonstruiert die Vorgeschichte des Begriffs und analysiert die diskursiven Logiken seines Einsatzes und Erfolgs. Der Begriff erscheint dabei als Kernelement der Ideologie eines grünen Kapitalismus, die auf der Verdrängung der Einsicht in den untrennbaren Zusammenhang von kapitalistischer Produktionsweise und Naturzerstörung beruht und gesellschaftspolitische Probleme mit (sozial)technologischen Mitteln zu lösen versucht.

Moderation: Priv.-Doz. Dr. Andrea Schütte

Falko Schmieder ist seit 2005 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin; gemeinsam mit Ernst Müller und Barbara Picht gibt er das Wörterbuch Das 20. Jahrhundert in Grundbegriffen. Lexikon zur historischen Semantik in Deutschland heraus.
·       Schmieder, Falko:Ludwig Feuerbach und der Eingang der klassischen Fotografie. Zum Verhältnis von anthropologischem und Historischem Materialismus. 2004.

·       Schmieder, Falko / Müller, Ernst:Begriffsgeschichte und historische Semantik. Ein kritisches Kompendium. 2016.

·       Schmieder, Falko / Müller, Ernst: Begriffsgeschichte zur Einführung. 2020.

 

26.01.2023

Nachhaltigkeit der Kultur

Prof. em. Dr. Jürgen Fohrmann (Germanistik) (Universität Bonn)

 Wenn Kultur maßgeblich zur Herausbildung von Unterscheidungsfähigkeit beiträgt, dann ist – so die These – die Nachhaltigkeit von Kultur die Bedingung der Entstehung und des Fortdauerns von Demokratie. Ohne Kultur gibt es keine Demokratie und ohne Demokratie keine ökologische Energie. Dass Autokratien Kultur zu beherrschen versuchen, stützt die Behauptung. Der Vortrag will diesen Zusammenhängen genauer nachgehen und insbesondere die Frage verfolgen, was ‚Nachhaltigkeit von Kultur‘ in einer sich zusehends beschleunigenden Weltgesellschaft noch meinen kann.
Moderation: Priv.-Doz. Dr. Andrea Schütte

Jürgen Fohrmann ist Prof. em. für Neuere deutsche Literatur und Allgemeine Literaturwissenschaft, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn (1992-2021). 2009 bis 2015 war er der Rektor der Bonner Universität.

Arbeitsschwerpunkte: Literatur- und Medientheorie, Wissenschaftsgeschichte, Literatur- und Kulturgeschichte des 18. bis 21. Jahrhunderts.

·       Fohrmann, Jürgen / Gethmann, Carl Friedrich (Hg.): Topographien von Intellektualität. Göttingen 2018.

·       Dubbels, Elke / Fohrmann, Jürgen / Schütte, Andrea (Hg.): Polemische Öffentlichkeiten. Zur Geschichte und Gegenwart von Meinungskämpfen in Literatur, Medien und Politik. Bielefeld 2021.

·       Dembeck, Till / Fohrmann, Jürgen (Hg.): Die Rhetorik des Populismus und das Populäre. Körperschaftsbildungen in der Gesellschaft. Göttingen 2022.


Die neuen Feminismen in Lateinamerika - Los nuevos feminismos en América Latina
Ringvorlesung des Interdisziplinären Lateinamerika-Zentrums der Universität Bonn (ILZ)

 

dienstags, 18.15 – 20.00 Uhr, HS VIII, Hauptgebäude

Beginn: 25.10.2022
 
Im Wintersemester setzt das Interdisziplinären Lateinamerika-Zentrum die Diskussion aktueller gesellschaftlicher Prozesse in Lateinamerika fort und widmet sich den „Feminismen“. Die Pluralform ergibt sich aus der Vielzahl an Positionen, von denen viele in einem Spannungsverhältnis zueinanderstehen. Vor diesem Hintergrund ist es im Lateinamerikanischen Kontext üblich geworden, von ‚Feminismen‘ zu sprechen.
Theoretisch knüpft diese Pluralisierung des feministischen Denkens und Handelns zwar an die bereits 1990 in Gender Trouble von Judith Butler formulierte Kritik einer Reduktion der Frau auf ein weibliches Subjekt an, das andere Aspekte der Unterdrückung (class, race and color) ausschließe. Selbst wenn sich der okzidentale Feminismus durch das Konzept der Intersektionalität und der Öffnung zu LTBG-Bewegungen hin dynamisiert hat, stehen feministische Theorien in Lateinamerika oftmals jedoch in postkolonialer Distanz zu nordamerikanischen oder europäischen Ansätzen.
Mehr als der Abgrenzungsgestus gegenüber dominanten feministischen Diskursen ist die Vielfalt des Feminismus in Lateinamerika aber durch die Verschiedenheit der Regionen und die sehr unterschiedlichen (Unterdrückungs)-Geschichten zu erklären. Vor diesem Hintergrund entwickeln sich je eigene politische und soziale Forderungen, die wiederum häufig spezifische kulturelle und auch organisatorische Erscheinungsformen ausbilden.
Nach einer Einführung in die Geschichte der feministischen Theorien und Ansätze (Differenz-Feminismus, Gleichheitsfeminismus, Genderstudies) möchte die Veranstaltung einen Eindruck über die Vielfalt der Feminismen in Lateinamerika geben. Einen ersten Eindruck soll die folgende Fotografie vermitteln. Sie zeigt die Silhouette einer Frau auf einem Podest in Mexiko-Stadt am Paseo de la Reforma, welches ursprünglich eine Statue von Christopher Kolumbus trug.
Die Kolumbus-Statue wurde in den Protesten der Black-Lives-Matter-Bewegung beschädigt und daraufhin abgebaut. Stattdessen haben Frauen-Kooperativen den Raum für sich besetzt, um auf die kontinuierlich hohen Raten an feminicidios im Land aufmerksam zu machen (Fotografie: Karl-Heinz Dürsch, 2022).
 
Durchführung:
Die Vorträge werden in deutscher und in spanischer Sprache gehalten. Die interdisziplinäre Ringvorlesung wird im Hybridformat durchgeführt. Das vollständige Programm kann ab Oktober auf der Seite des ILZ eingesehen werden (www.ilz.uni-bonn.de).
 
Organisator*innen:
Dr. Antje Gunsenheimer (Abt. Altamerikanistik) und Dr. Monika Wehrheim (Abt. Romanistik) sowie das Team des Interdisziplinäres Lateinamerika-Zentrums (ILZ).
 
Anmeldung:
Die Zugangsdaten für die individuellen Zoom-Konferenzen erhalten Sie nach Anmeldung per e-mail an das ILZ (ilz@uni-bonn.de).

Interdisziplinäre Ringvorlesung

 DenkReise WS22/23 – Wohin wollen wir leben?

 
Auf zu neuen Ufern! Gemeinsam mit Expert:innen gehen wir auf eine DenkReise zu einer ethisch fundierten Gestaltung von wünschenswerten Zukünften in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen. Im Haus für junges Denken des Center for Life Ethics stellen Expert:innen aus Wissenschaft und Gesellschaft ihre Forschung und ihre Ideen zur Diskussion. An der DenkReise können alle Interessierten teilnehmen.
 
jeweils 16.00 - 18.00 Uhr, Center for Life Ethics/Haus für Junges Denken, Schaumburg-Lippe-Straße 7, 53113 Bonn
 
 Die Vorlesungen findet in Präsenz statt.
 
Auf der DenkReise WS22/23 werden folgende Expert:innen ihre Sicht auf die Zukunft ihrer jeweiligen Fachgebiete vorstellen:
 
19.10.2022
Prof. Dr. Christiane Woopen, Center for Life Ethics/Hertz Chair TRA 4
Zukünfte der Ethik
 
26.10.2022
Prof. Dr. Miikka J. Lehtonen, Nordic Rebel
Rikkyo University, College of Business
Specially Appointed Associate Professor
Thema: Zukunftsgestaltung
 
02.11.2022
Prof. Dr. med. Malte Spielmann, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein/Universität zu Lübeck - Institut für Humangenetik
Thema: Gesundheit
 
09.11.2022
Dr. phil. habil. Weert Canzler, WZB – Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung gGmbH
Thema: Mobilität
 
16.11.2022
Prof. Dr. Tina Comes, Delft University of Technology – Faculty of Technology, Policy and Management Engineering Systems and Services
Thema: Infrastruktur
 
23.11.2022
Marcel Cardinali
Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur urbanLab
Thema: Wohnen
 
30.11.2022
Prof. Dr. Conrad Schetter, Bonn International Centre for Conflict Studies
Thema: Frieden
 
14.12.2022
Prof. Dr. Detlef Müller-Mahn, Universität Bonn – Geographisches Institut
Thema: Geografische Entwicklung
 
11.01.2023
Prof. Dr. Stefan Tewes, FOM – Hochschule für Oekonomie & Management
Harry Gatter, ZukunftsInstitut
Thema: Transformation
 
18.01.2023
Prof. Dr. Birgit Münch, Kunsthistorisches Institut der Universität Bonn
Kunst
 
25.01.2023
Finanzen, Prof. Dr. Thomas Dohmen
Universität Bonn – Institut für Angewandte Mikroökonomik
 
01.02.2023
Landwirtschaft, Prof. Dr. Jan Börner
Universität Bonn – Institut für Lebensmittel- und Ressourcenökonomik
 
Weitere zum Programm und zu Anmeldung erhalten Sie unter
https://www.lifeethics.uni-bonn.de/aktuelles/veranstaltungen/denkreise-ws22-23-wohin-wollen-wir-leben
 
Weitere Informationen finden Sie auch auf der Homepage:
https://www.lifeethics.uni-bonn.de
 
 
Exkursion zum Futurium
 
Die DenkReise schließt mit einem Ausflug ins Futurium in Berlin ab. Diese Exkursion richtet sich speziell an eingeschriebene Studierende und Nachwuchswissenschaftler:innen. Ihr wollt mit ins Futurium? Schreibt uns, warum diese DenkReise für Euch besonders spannend ist (max. 1500 Zeichen, pdf, bis 31. Oktober 2022 an lifeethics@uni-bonn.de .
Eine finanzielle Unterstützung für Zugfahrt und Übernachtung nach Berlin ins Futurium steht von der TRA 4 für 25 Teilnehmende zur Verfügung.
 

 Tol’dot & Tarbut – Jüdische Geschichte & Kultur

jeweils 19.15 Uhr, Hörsaal IX, Hauptgebäude

(außer beim Termin 01.12.2022; dieser Vortrag findet online per Zoom statt)
 
„Nichts Jüdisches ist mir fremd“, erklärte in einer Radiosendung der Religionshistoriker Gershom Scholem. Daran möchte auch die Reihe Tol‘doth & Tarbut (Geschichte und Kultur) anknüpfen. In ihrem Fokus stehen Personen, Ereignisse, Zeiträume und Orte, in denen sich bestimmte Entwicklungen der jüdischen Geschichte, Religion und Kultur geradezu kristallisieren. Die Reihe wendet sich nicht an Experten der Judaistik und Religionsgeschichte, sondern möchte einem breiteren Publikum die reiche Geschichte und die unterschiedlichen Strömungen des Judentums jenseits aller Folklore erschließen. Frühjudentum, Frühchristentum und rabbinische Zeit; Reform, säkulares Judentum und moderne Orthodoxie; Kabbala, Chassidismus, Philosophie und Aufklärung, Assimilation und Zionismus, aschkenasisches und sefardisches Judentum bezeichnen Richtungen und Erscheinungen, die nicht zu harmonisieren oder auf ein zeitloses Wesen zu reduzieren, sondern auch in ihren Unterschieden, ja Gegensätzen darzustellen sind. Es gibt einiges neu und an scheinbar Bekanntem neue Seiten zu entdecken – und schließlich: Auch der christlich-jüdische Dialog lebt nicht nur vom guten Willen der Gesprächspartner, sondern ebenso von deren Wissen.
  
Do 20.10.2022
Dr. Christina Pareigis, Hamburg
Keine Suche nach der verlorenen Zeit.
Zur intellektuellen Biographie über Susan Taubes.
 
Do 24.11.2022
Prof. Dr. Rafael Arnold, Rostock
Poetessa und Projektionsfläche
Eine Annäherung an die venezianische Intellektuelle Sara Sullam (1592-1641)
 
Do 01.12.2022
Online per Zoom unter folgenden Link:
Dr. Mordechay Lewy, Botschafter a.D., Bonn
Jerusalem zwischen Anspruch und Wirklichkeit:
Meine Zeit als Sonderberater für christliche und muslimische Angelegenheiten beim Bürgermeister Jerusalems.
 
Mi 18.01.2023
Rabbiner Dr. Jehoschua Ahrens, Darmstadt
Jules Isaac and die Thesen von Seelisberg

Forum Wissenschaftsstadt Bonn

ENERGIE
 
jeweils 20.00 – 21.30 Uhr, Hörsaal VII, Hauptgebäude
Was ist Energie? Neben einer definiert messbaren, physikalischen Größe, welche, anschaulich gesagt, die  Fähigkeit, Arbeit zu verrichten, beschreibt, wird das Wort ‚Energie‘ auch für Wirkungen im Bereich der Humanwissenschaften benutzt, die deutlich weniger gut definiert und messbar sind. Das gilt auch für die menschliche Fähigkeit, Arbeit zu verrichten, weil Arbeit hier viel mehr meint, als der gleichlautende physikalische Begriff. Die Erweiterung wird insbesondere in der Psychologie und der Theologie deutlich, wo u.a. auch Motivation, Kreativität und nicht zuletzt sogar Lebendigkeit sich als innere Energien beschreiben lassen,  deren Ursprung erklärt werden sollen. Was schließlich sind dunkle Energie und dunkle Materie? Wie lassen sie  sich nachweisen und welche Rolle spielen sie im Kosmos? Auch in Politik, Ökologie und Ökonomie spielt Energie eine erhebliche Rolle, wenn es etwa um erneuerbare Energien oder den Einfluss des Menschen auf  Klimaprozesse geht. Die Reihe versucht wenigstens einige Aspekte dieses breiten Themas zu erschließen.
 
Mo 07.11.2022
Dr. Gerd Weckwerth, Köln
Die unterschiedlichen Gesichter von Energie
 
Di 15.11.2022
Prof. Dr. Thomas Reiprich, Bonn
Was sind dunkle Energie und dunkle Materie?
 
Mo 21.11.2022
Prof. Dr. Britta Klagge, Bonn
Erneuerbare Energien als Entwicklungschance? Deutschland und Kenia im Vergleich
 
Mo 05.12.2022
Prof. Dr. Niko Froitzheim, Bonn
Erderwärmung und Klimawandel
 
Do 26.01.2023
Dr Sarina Keller, DLR Köln
Zukunft der Windenergie

Aspekte der Erderwärmung

 
mittwochs, 18.15 - 19.30 Uhr, Hörsaal 2, Hörsaalzentrum Campus Poppelsdorf
 
19.10.2022
Prof. Dr. Nikolaus Froitzheim (Geowissenschaften, Universität Bonn)
Die schlechte und die gute Nachricht: Klimakrise, ökologischer Zusammenbruch und was ich dagegen tun kann!
 
26.10.2022
Maria-Inti Metzendorf (Universitätsklinikum Düsseldorf)
Planetary Health? – Von den gesundheitlichen Auswirkungen der Klimakrise zu zivilem Ungehorsam
 
09.11.2022
Prof. Dr. Wulf Amelung (INRES, Universität Bonn)
Zur Rolle der Böden für den Klimawandel – eine landwirtschaftliche Sicht
 
16.11.2022
Prof. Dr. Helge Peukert (Universität Siegen)
Kein Emissionsrestbudget mehr? E-Mobilität ist umweltschädlich? Warum will und kann die heutige Politik nicht angemessen reagieren? Welches radikale Transformationsprogramm unseres Wirtschafts- und Gesellschaftssystems wäre überlebenswichtig?
 
23.11.2022
Dr. Norman Schumann (Klima vor Acht)
Medien in der Klimakrise
 
30.11.2022
Prof. Dr. Hendrik Hakenes, Wirtschaftswissenschaften, Universität Bonn
Der CO2-Fußabdruck von Konsumenten und Ländern
 
14.12.2022
Jun.-Prof. Dr. Lisa Biber-Freudenberger (Zentrum für Entwicklungsforschung, Universität Bonn)
Klimawandel, Landnutzung und Biodiversität
 
11.01.2023
Dr. Tina Beuchelt (Zentrum für Entwicklungsforschung, Universität Bonn)
Gesellschaftliche Auswirkungen der Klimakrise mit Schwerpunkt Globaler Süden und Gender
 
18.01.2023
Prof. Dr. Bernhard Misof, Museum Koenig
Biodiversitätskrise
  
25.01.2023
Dr. Gesa Maschkowski, Bonn im Wandel
Bonn4Future - Wir fürs Klima - der Aktionsplan für ein klimaneutrales und lebenswertes Bonn
 
Bonn Lectures in Global Health 2022/23
Development Cooperation in Health
 
Format: hybrid
18.15 – 20.00 Uhr, Hörsaal XI, Hauptgebäude
Zoom Login:
Meeting-ID: 643 1646 9921, Kenncode: 220264
 
Aktuelle Infos zu Hygienebestimmungen, etc. unter https://master-globalhealth.de/bonn-lectures/
 
07.11.2022
Dr. Remco van de Pas - Centre for Planetary Health Policy (CPHP)
A Cosmopolitan Outlook on Health Workforce Development
 
21.11.2022
Prof. Dr. Walter Bruchhausen, University Hospital Bonn
From 'development aid' to Global Health - West, East and united German Policies
 
12.12.2022
Dr. Antje Henke - Martin-Luther-University Halle-Wittenberg
Five Years Engaged in Cancer Awareness Trainings, Cervical and Breast Cancer Screenings at
the Kilimanjaro
 
16.01.2023
Dr. Sibylle Gerstl – Public Health expert, reviewer and project lead
The Health Care System of Sri Lanka. Does it lack economic resilience?

Theologie für die Gegenwart. Perspektiven der Theologischen Genderforschung

 

jeweils 18.30 Uhr bis 20.00 Uhr, Hörsaal XI, Hauptgebäude
Im Anschluss an die Vorträge besteht die Möglichkeit zur Diskussion.
 
25. Oktober 2022
Prof. Dr. Doris Mathilde Lucke (Universität Bonn)
"Generis causa" - Genesis und Sündenfall einer gesellschaftlichen Kardinalkategorie
  
08.November 2022
Prof. Dr. Angela Berlis (Universität Bern)
Arbeitstitel folgt
 
06. Dezember 2022
Prof. Dr. Saskia Wendel (Universität Tübingen)
Leib Christi - Kritik einer zentralen theologische Metapher aus
Genderperspektive
  
20. Dezember 2022
Prof. Dr. Judith Könemann (Universität Münster)
Geschlechterverhältnisse und Intersektionalität in der Praktischen
Theologie. Zum Potential eines Ansatzes.
  
17. Januar 2023
Prof. Dr. Hans Ulrich Weidemann (Universität Siegen)
"Erweist euch als Männer!" (1Kor 16,13). Der Beitrag der Masculinity Studies
für die neutestamentliche Exegese

Interkulturelle Forschungsbeiträge aus Japan zu gemeinsamen aktuellen Herausforderungen

Online-Ringvorlesung der Universität Bonn, Universität zu Köln und des Japanischen Kulturinstituts Köln im Wintersemester 2022/23
freitags, 10.15 – 11.30 Uhr
 
Japanische Forscherinnen und Forscher, die sich hauptsächlich mit geistes- und sozialwissenschaftlichen Themen in Bezug zu Deutschland befassen, analysieren in dieser Ringvorlesung die Kultur und Gesellschaft Japans und stellen dabei aktuelle Fragen mit Blick auf Deutschland. Im Vordergrund stehen nicht traditionell-kulturelle Besonderheiten oder die Populärkultur Japans, sondern vielmehr gemeinsame Aufgaben und Probleme beider Länder.
Japan ist eines der wenigen außereuropäischen Länder, die mit Deutschland gemeinsame Werte und eine vergleichbare Modernisierungsgeschichte teilen. Die gemeinsame Suche nach Antworten auf dringende Fragen beider Gesellschaften erscheint daher umso aufschlussreicher. Die Vortragsreihe setzt den im Sommersemester 2021 von der Universität Bonn, Universität zu Köln und vom Japanischen Kulturinstitut Köln gemeinsam veranstalteten Zyklus „DeutschJapanische Wissenschaftskooperationen am Rhein“ fort, in dem die Professorinnen und Professoren der beiden Universitäten ihre in Kooperation mit Partnern in Japan betriebenen Arbeiten vorstellten.
Diesmal kommen Forschende aus Japan zu Wort, deren Beiträge die Zuhörer zum kritischen Nachdenken auch über ihre eigene Gesellschaft einladen.
 
Die Vorträge werden online in Form eines Zoom-Webinars im Prinzip auf Deutsch angeboten mit anschließender Diskussion.
Für die Teilnahme ist eine rechtzeitige Anmeldung erforderlich (Jeweilige Anmeldeadresse: s. unten! Mit der Bestätigungsmail erhalten Sie dann Meeting-ID und Pass-Nummer.)
Kurzfristige Änderungen und/oder nähere Informationen werden auf der Website des Japanischen Kulturinstituts Köln bekanntgegeben: https://www.jki.de/
 
14.10.2022
Aizawa Keiichi (Direktor des Japanischen Kulturinstituts)
Einführung
 
21.10.2022
Tsuji Tomoki (Meiji-Universität)
Rückblick auf deutsch-japanische Beziehungen aus unterschiedlichen Perspektiven https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_Evpsh46CRj6QED_19--0Ug
 
28.10.2022
Kawasaki Takeshi (Sophia-Universität)
Politische Führung und Bürokratie in Japan – Wie funktioniert sie und was hat sich in den letzten Jahren geändert?
 
04.11.2022
Madea Ryōzō (Rikkyō-Universität, em.) mit Jürgen Fohrmann (Universität Bonn)
„Handwerk“, Ideologien, Kunstakademie: Die NS-Kunst in kultur- und mediengeschichtlichen Kontexten
 
11.11.2022
Kayo Adachi-Rabe (Universität Jena)
Die cineastische Schule von HASUMI Shigehiko und ihr Nachwuchs
 
18.11.2022
Hirashi Noriko (Universität Tsukuba)
Frauenliteratur der Gegenwart (Vortrag in englischer Sprache)
 
25.11.2022
Yamanaka Junko (Tōkai-Universität)
Die Bedeutung der Beteiligung von Laien am Strafverfahren
 
02.12.2022
Aoki Sōko (Universität Nagoya)
Umweltbewegung in Japan: Lokaler Widerstand und Unterstützung von Stadtbürgern
 
09.12.2022
Mishima Kenʼichi (Universität Osaka, em.) mit Wolfgang Seifert (Universität Heidelberg)
Öffentliche Diskurse in der unmittelbaren Nachkriegszeit: Konzepte der Demokratisierung – Vergleich der beiden Länder
 
16.12.2022
Kimura Gorō-Christoph (Sophia-Universität)
Flucht und Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg
 
13.01.2023
Agata Kōichirō (Waseda-Universität) mit Reinhard Zöllner (Universität Bonn)
Vergleich der Covid-19-Regelung in Deutschland und Japan unter dem Gesichtspunkt von Verbindlichkeit und Eigenverantwortung
 
20.01.2023
NN: Diskussionsrunde zur Vortragsreihe (derzeit noch in Vorbereitung; nähere Informationen werden auf der Website des Japanischen Kulturinstituts bekanntgegeben.) https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_njihc-meSOS_QPZi9C7Alw
 
27.01.2023
FujiharaTatsushi (Universität Kyoto)
Philosophie der Zersetzung: Gesellschaft und Natur aus der Sicht des Mülls https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_cOlTlcHhSHud-4CpUwRkTA
 

ARTS Lecture Series on Current Topics of Resource Management

New Technologies: Opportunities and Risks

 

every Thursday 17-18 h via zoom

Zoom link:         

https://uni-bonn.zoom.us/j/61537010542?pwd=M3lXdnJuQkh1UmhjeEs3bVZsUnBEdz09

Meeting ID: 615 3701 0542, Code: 469515
 
17.11.2022
Simone K. Kriesemer
Edible insects as food and feed - potentials and limitations
 
24.11.2021
Miriam Athmann
Agroecology - more than organic production
 
01.12.2021
Josef Garvii
Natural foods from the wild perennial crops of the Sahel
 
08.12.2021
Gabriel Schaaf
New Technologies in Plant Breeding: Potentials and Limitations
 
15.12.2022
Inga Tiemann, Wolfgang Büscher
Technologies to improve animal welfare in the global south
 
05.01.2022
Peter Schulze Lammers
Trends in mechanization of small-scale agriculture
 
12.01.2023
Katharina Prost
Linking circular economy and climate-smart agriculture
 
19.01.2023
Aimee von Wynsberghe
Ethical considerations of modern technilogies
 
26.01.2023
Juliane Horn
Digital fencing for improved pasture management
 

Im "Kulturkalender"

In der Reihe "Kulturkalender" erinnern wir an Jahrestage herausragender Persönlichkeiten und Ereignisse aus Geistesleben und Kultur. Forscher, Wissenschaftler und freie Autoren vermitteln bemerkenswerte und spannende Einblicke in ihr Forschungsthema.
Der Humorist und Kabarettist Karl Valentin (1882 - 1948) galt als begnadeter und schlagfertiger Spötter, der alltägliche Situationen und zeitgeschichtliche Konstellationen in Gestik und Mimik, mit Komik und Klamauk in gereimter, gesungener und gespielter Form aufs Korn nimmt.
Der Vortrag möchte vor allem die satirische Seite des vielseitigen Versartisten und Sprachakrobaten – in Wort und Bild – vor Augen führen.
Im Mittelpunkt stehen sowohl Valentin meist ironische Gedichte und Lieder als auch seine szenischen Sketsche, die sich durch ihren scharfzüngigen und hintersinnigen Wortwitz ebenso auszeichnen wie durch ihre slapstickartigen Einlagen, die er – bevorzugt mit seiner Bühnenpartnerin Liesl Karlstad in unvergessene Szenen gesetzt hat, die bajuwarische Blödeleien mit (fast) rheinischem Frohsinn zu verbinden scheinen.
In Kooperation mit der Uni Bonn/Studium Universale.
 
Jeweils  20:00–21:30 Uhr, VHS, Mülheimer Platz 1, Raum 1.11 (Saal) , Mülheimer Platz 1
 
Alle Informationen zur Anmeldung auf der Homepage:
 
Donnerstag, 10. November 2022
PD Dr. Jürgen Nelles Dozent
Karl Valentin: vom Sinn im Unsinn Gedichte, Lieder u. Szenen zum 140. Geburtstag
zum 40. Todestag am 5.5.2022
 
Donnerstag, 24. November 2022
Professor Dr. Ludwig Morenz
Dr. Yannik Wiechmann
200 Jahre nach Jean-François Champollion: Zur Entzifferung der Hieroglyphenschrift und der Bedeutung von Namen
 
Donnerstag, 15. Dezember 2022
Michael Schikowski
E.T.A. Hoffmann - Wegbereiter der fantastischen Literatur
Zum 200. Todesjahr des Schriftstellers
Vortragsreihe der Abteilungen Kulturanthropologie und Altamerikanistik im Wintersemester 2022/23
 
Termine: 23.11.2022 // 14.12.2022 // 18.01.2023 jeweils um 18:00 Uhr
Am Hofgarten 22, Übungs-/Seminarraum EG
 
Wie lässt sich die Differenzkategorie „Gender“ in ethnologischen und kulturanthropologischen Forschungen verorten? Welche Rolle spielen ethnomethodologische Forschungen für die Gender & Queer Studies? Wie stellen wir im Alltag Geschlechterdifferenzen her und wie können diese Prozesse ethnografisch erforscht werden?
 
Die Vortragsreihe rückt den Dialog der beiden kulturanthropologisch-ethnologischen Disziplinen in den Vordergrund und diskutiert die Erforschung von Geschlechterkonstruktionen anhand exemplarischer Forschungsbeispiele. Wissenschaftler*innen und ehemalige Studierende beider Fächer präsentieren Forschungen & Abschlussarbeiten und treten in drei interdisziplinären Gesprächen zu Geschlechterpolitiken, queerfeministischen Positionen und Selbstverortungen in ethnologischen Feldern und geschlechtsspezifischen Aspekten von Care und Für_Sorge in den Dialog.
 
23.11.2022
Gender Politics
Dr. Sandra Fischer (Uni Bonn - Forschungsstelle Diversität: Vertrauen in Demokratie – Gibt es Unterschiede zwischen den Geschlechtern?
Stella Köchling (Transkulturelle Studien/ Kulturanthropologie):
Zur Aushandlung des Konzeptes ‚Gender‘ in der Entwicklungszusammenarbeit (EZ): Wissen, Erfahrungen, Reflexionen unter Berücksichtigung von Gender- und Postkolonialer Theorie
Laura Heise (Anthropology of the Americas):
„Fieldwork is not the proper preserve of a Lady“: Eine Analyse geschlechtsspezifischer Erfahrungen im Kontext feministischer Diskurse in der Archäologie
 
14.12.2022
Gender in the Field
Patrick Wielowiejski (HU Berlin - Forschungsgruppe „Recht – Geschlecht – Kollektivität“)
Reflexivität in der ethnografischen Forschung mit rechten schwulen Männern
Anna Poehls (Transkulturelle Studien/Kulturanthropologie):
„Wenn wir streiken steht die Welt still." Feministischer Protest, diskursive Machteffekte und Performativität am Beispiel des Frauen*streiks 2019
Lea Carstens (Altamerikanistik/Ethnologie):
Widerständige Cyborgs? Vermessene Körper_Technik im Self-Tracking
 
18.01.2023
Gender & Care
Sascha Sistenich (Uni Bonn - Abt. Kulturanthropologie):
Queere Care-Praktiken. Marginalisierungen und queere Entgrenzungsstrategien in (post)pandemischen Zeiten
Fabio Freiberg (Transkulturelle Studien/Kulturanthropologie):
A father's troubled birth: Emotionale Praktiken im Sinne der Caring Masculinites.
Mirjana Jandik (Transkulturelle Studien/Kulturanthropologie):
Transnational flows of care. Ethnografie einer Global Skills Partnership zur Anwerbung mexikanischer Pflegekräfte
 
Hinweis zur Online-Teilnahme und Anmeldung:
Alle Vorträge werden auch online übertragen. Anmeldung zur Teilnahme erfolgt per Mail an bibka@uni-bonn.de unter Angabe des Vortrags bis spätestens einen Tag (Dienstag, 13:30 Uhr) vor der Veranstaltung. Anschließend erhalten Sie einen Einladungslink zum Vortrag per Mail.
 
Diese öffentliche Vortragsreihe findet im Rahmen der M.A.-Lehrveranstaltungen
Queering Gender. Ethnologische Forschungen zu Geschlechterkonstruktionen in globaler Perspektive und Doing Gender – Doing Difference: Intersektionale Geschlechterkonstruktionen im Alltag statt.
 

Forum Musik

Geige auf dem Schoß.jpg
© Forum Musik

Jörg Ritter, Universitätsmusikdirektor

Büro: Elvan Noyan Lehrach,

Nele Walter, Valentin Reischert und Christian Schmelzer

Tel. 0228-73 5872 und -73 5894

e-mail: musik@uni-bonn.de

homepage: www.musik.uni-bonn.de

08.10.2022, 20:00 Uhr, Aula der Universität Bonn
Camerata musicale
Martin Kirchharz, Leitung
Programm: Partykonzert "SINGFONIE"
 
06.11.2022, 17:00 Uhr, Festsaal der Universität Bonn
"Feature Kammermusik"
Programm: Das Collegium musicum Bonn präsentiert sich in diversen Kammerensembles
 
01.12.2022, 20:30 Uhr, Aula der Universität Bonn
Jazzchor der Uni Bonn
Bonner Jazzchor
Jan-Hendrik Herrmann, Leitung
Programm: "Doppelkonzert mit dem Bonner Jazzchor"
 
07.12.2022, 20:00 Uhr, Aula der Universität Bonn
Akademisches Orchester
Daniel Johannes Mayr, Leitung
Programm: 
Richard Wagner: Vorspiel und Isoldes Liebestod aus "Tristan und Isolde"
Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 2 in c-Moll
 
08.12.2022, 20:00 Uhr, Aula der Universität Bonn
Akademisches Orchester
Daniel Johannes Mayr, Leitung
Programm:
Richard Wagner: Vorspiel und Isoldes Liebestod aus "Tristan und Isolde"
Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 2 in c-Moll
 
13.12.2022, 20:00 Uhr, Aula der Universität Bonn
Chor des Collegium musicum Bonn (Einstudierung Ansgar Eimann)
Chor der Universität zu Köln
Kammerorchester der Universität zu Köln
Suzan Leiche, Sopran
Sophia Herber, Alt
Leonhard Reso, Tenor
Michael Ostrzyga, Leitung
Programm: "Weihnachtskonzert"
Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248, Kantaten I-III
 
14.12.2022, 20:15 Uhr, Basilika St. Aposteln (Köln)
Chor des Collegium musicum Bonn (Einstudierung Ansgar Eimann)
Chor der Universität zu Köln
Kammerorchester der Universität zu Köln
Suzan Leiche, Sopran
Sophia Herber, Alt
Leonhard Reso, Tenor
Michael Ostrzyga, Leitung
Programm: "Weihnachtskonzert"
Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248, Kantaten I-III
 
17.12.2022, 18:00 Uhr, Unimuseum
"Feature Kammermusik"
Programm: "In goldnen Abendschein getauchet"
Ein Abend mit Kammermusik von Johannes Brahms und Robert Schumann
Marcellina van der Grinten, Mezzosopran
Valentin Reischert, Violoncello
Jörg Ritter, Klavier
 
15.01.2023, 17:00 Uhr: Unimuseum
"Feature Kammermusik"
Programm:
Johannes Brahms: Sonate in e-Moll für Violoncello und Klavier, op. 38
Sergei Rachmaninow: Vocalise, op. 34 no. 14
Pjotr I. Tchaikovsky: Valse sentimentale, op. 51 no. 6
Franz Schubert: Ständchen D 957
Frédéric Chopin: Polonaise brillante, op. 3
Nils Wandel, Violoncello
Christian Klein, Klavier
 
25.01.2023, 20:30 Uhr, Aula der Universität Bonn
Jazzchor der Uni Bonn
Jan-Hendrik Herrmann, Leitung
Programm: "Semesterabschlusskonzert"
 
27.01.2023, 20:00 Uhr, Aula der Universität Bonn
Orchester des Collegium musicum Bonn
Leitung: Rebecca Zastrow
Programm: "70 Jahre Collegium musicum Bonn Jubiläumskonzert"
Johannes Brahms: Akademische Festouvertüre in c-Moll. op. 80
Édouard Lalo: Cellokonzert in d-Moll
Franz Schubert: "Große" C-Dur Sinfonie D 944
 
28.01.2023, 20:00 Uhr, Aula der Universität Bonn
Orchester des Collegium musicum Bonn
Rebecca Zastrow, Leitung
Programm: "70 Jahre Collegium musicum Bonn Jubiläumskonzert"
Johannes Brahms: Akademische Festouvertüre in c-Moll. op. 80
Édouard Lalo: Cellokonzert in d-Moll
Franz Schubert: "Große" C-Dur Sinfonie D 944
 
29.01.2023, 17:00 Uhr, Aula der Universität Bonn
Jazzchor der Uni Bonn
Jan-Hendrik Herrmann, Leitung
Programm: "Semesterabschlusskonzert"
 
31.01.2023, 20:00 Uhr, Aula der Universität Bonn
Uni-Bigband der Universität Bonn
Oliver Pospiech, Leitung
Programm: "Semesterabschlusskonzert"
 
02.02.2023, 20:00 Uhr, St. Maria Magdalena
Vokalensemble des Collegium musicum
Ansgar Eimann, Leitung
Programm:
Anton Bruckner: Messe in e-Moll
 
03.02.2023, 20:00 Uhr, Aula der Universität Bonn
Camerata musicale
Martin Kirchharz, Leitung
Programm:
Mikhail Glinka: Ouvertüre zu “Ruslan und Ludmilla”
Alexander Arutjunjan: Trompetenkonzert
Vasili Kalinnikow: Sinfonie Nr. 1 in g-Moll
 
03.02.2023, 20:00 Uhr, St. Remigius
Vokalensemble des Collegium musicum
Ansgar Eimann, Leitung
Programm:
Anton Bruckner: Messe in e-Moll
 
04.02.2023, 20:00 Uhr, Aula der Universität Bonn
Camerata musicale
Martin Kirchharz, Leitung
Programm: Mikhail Glinka: Ouvertüre zu “Ruslan und Ludmilla”
Alexander Arutjunjan: Trompetenkonzert
Vasili Kalinnikow: Sinfonie Nr. 1 in g-Moll 

 

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