Wissen für alle.

Studium Universale

Die Universität Bonn bietet im Rahmen ihres Studium Universale regelmäßig einer breiten Öffentlichkeit Lehrveranstaltungen, Vortragsreihen, Vorträge, Diskussionen, Ausstellungen und Führungen, die das reguläre Studienangebot ergänzen.

Dieses Angebot richtet sich an alle, die andere Wissensgebiete kennenlernen, sich in allgemeinen Fragen orientieren und ergänzende Kenntnisse erwerben möchten. Studierenden aller Fakultäten der Universität sowie alle Bürger*innen der Stadt Bonn  –  besonders auch ältere  –  sind zu diesen Veranstaltungen herzlich eingeladen.

Personen, die nicht als ordentliche Studierende an der Universität immatrikuliert sind, können an den Veranstaltungen des regulären Lehrangebots der Universität nur teilnehmen, wenn sie als Gasthörer*innen eingeschrieben222 sind und den entsprechenden Beitrag in Höhe von 100 Euro entrichtet haben. Die Teilnahme an  Vorlesungsreihen/Ringvorlesungen und Einzelvorträgen hingegen ist kostenlos.

Um an den digitalen Vorlesungen über Lehr- und Lernplattform eCampus teilzunehmen, muss nach der Registrierung als Gasthörer*in eine Uni-ID beim Hochschulrechenzentrum333 beantragt werden.

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© Barbara Frommann

Semesterprogramm

Die Vorlesungen der Evangelisch-Theologischen Fakultät für Hörerinnen und Hörer aller Fakultäten finden Sie auf Basis unter:

https://basis.uni-bonn.de/qisserver/rds?state=wtree&search=1&trex=step&root120211=224261%7C233944%7C234562&P.vx=lang

 

Die Vorlesungen der Katholisch-Theologischen Fakultät für Hörerinnen und Hörer aller Fakultäten finden Sie auf Basis unter:

https://basis.uni-bonn.de/qisserver/rds?state=wtree&search=1&trex=step&root120211=224261%7C232348%7C232440&P.vx=lang

Informationen unter welchem Format folgende digitale Vorlesungen stattfinden werden in Kürze bekannt gegeben:

 

311012171
Juristische Hermeneutik
Mi 14 - 16  

311010127
Kanonisches Recht
Mi 16 - 18
 
311010214
Sachenrecht
Mo 10 - 12 und Mo 14 - 16 

31101027
Evangelisches Kirchenrecht
Mo 16 - 18 

Seminar "Neue Moral und Korrektur des Rechts" wird im Juni als Blockveranstaltung stattfinden (Termine noch offen)
Kunsthistorisches Instituts 
 
Quo vadis Museum?
Ringvorlesung
Do 16 - 18, digital, via zoom (ab dem 22.04.2021) 
Bitte melden Sie sich bei der Lehrperson (ulrike.sass@uni-bonn.de) und dem Studiengangsmanagement in Kopie (hdroste@uni-bonn.de) per E-Mail an.
 
Tafelbilder des Mittelalters
Di 16 - 18, digital, via zoom (ab dem 27.04.2021)
Bitte melden Sie sich bei der Lehrperson (h.kier@uni-bonn.de) und dem Studiengangsmanagement in Kopie (hdroste@uni-bonn.de) per E-Mail an.
 
Michelangelo als Architekt
Fr 10 - 12, digital (ab dem 23.04.2021) 
G. Satzinger
Bitte melden Sie sich bei der Lehrperson (g.satzinger@uni-bonn.de) und dem Studiengangsmanagement in Kopie (hdroste@uni-bonn.de) per E-Mail an.
 
Britische Kunstliteratur und -theorie im 20. Jahrhundert
Do 12 - 14, digital, via zoom, (ab dem 22.04.2021) 
Bitte melden Sie sich bei der Lehrperson (grischka.petri@uni-bonn.de) und dem Studiengangsmanagement in Kopie (hdroste@uni-bonn.de) per E-Mail an.
G. Petri
 
Kunst nach 1945 
Do 14 – 16, digital, via zoom, (ab dem 22.04.2021) 
Ch. Zuschlag 
Bitte melden Sie sich bei der Lehrperson (zuschlag@uni-bonn.de) und dem Studiengangsmanagement in Kopie (hdroste@uni-bonn.de) per E-Mail an.
 
Klassische Archäologie
 
Informationen unter welchem Format folgende digitale Vorlesungen stattfinden werden in Kürze bekannt gegeben:
 
Griechische Grabreliefs 
Mi: 10 c.t. - 12 Uhr
F. Rumscheid
 
Athen im späten Hellenismus und in der römischen Kaiserzeit 
Di 10 c. t-12.Uhr
R. Krumeich
 
Archäologisches Forschungskolloquium 
Donnerstags 18 Uhr c. t.
M. Bentz / F. Rumscheid
 
Philosophie 
 
Logik und Wissenschaftstheorie
16 Uhr c.t. bis 18 Uhr 
E. Brendel
per Zoom-Meeting:
Meeting-ID: 914 7926 2636
Kenncode: 436293
 
Klassische und Romanische Philologie
Die Links zu den digitalen Vorlesungen liegen noch nicht vor, allerdings können zur Anmeldung die Lehrenden kontaktiert werden:
 
507026102
Romanische Sprachgeschichte (Span/Frz)
Do 10 - 12 
PD Dr. Felix Tacke (felix.tacke@uni-bonn.de)
 
507026605
Die Auseinandersetzung mit dem Kolonialismus in der französischen Literatur
Do 14 - 16 
 
507027409
Die französische Romantik
Mi 10 - 12 
 
507027101
Die Kategorien der romanischen Sprachen: Grammatik und Kognition (Frz./Ital.)
Fr 10 - 12 
 
507026807
Bioestetica e Ecologia letteraria
Blockveranstaltung 
P. Geyer / D. Luglio (paul.geyer@uni-bonn.de)
 
507026601
Die Moderne in Lateinamerika - von Rubén Darío bis zum Boom
Di 14 - 16 
 
507022901
Ringvorlesung Frankreich
Mo 18 - 20 
Ch. Schröer / L. Charrier (christina.schroeer@uni-bonn.de)
 
Psychologie
 
Informationen unter welchem Format folgende digitale Vorlesungen stattfinden werden in Kürze bekannt gegeben:
 
502030201
Grundlagen der Allgemeinen Psychologie II
Do 16 - 18, 
H. Gibbons
 
502001501
Pädagogische Psychologie
Do 10 – 12
U. Käser
 
Informationen unter welchem Format folgende digitale Vorlesungen stattfinden werden in Kürze bekannt gegeben:
 
7943
Einführung in die Synoptik
Mi 10 -12 Uhr 
 
7944 
Wetterbesprechung  
Mi 11:45 - 12:30 
 
645105000
Regionale Geographie & Räumliche Planung 
Uhrzeit wird noch bekannt gegeben
M. Evers, W. Schenk, C.-C. Wiegandt

Semestereröffnungsgottesdienst

21.04.2021, 19 Uhr
digital (oder Garten Döllingerhaus)
Bischof Ring
 
0054
Einführung in die Anglikanische Theologie
27.04.2021, 28.04.2021, 29.04.2021 jeweils 9-18 Uhr.
 
0057
Forschungsvertiefung Systematische
Theologie: Kirche und Politik  
18.05.2021, 14 Uhr Vorbesprechung;
06.07.2021, 07.07.2021, 20.07.2021, 21.07.2021 jeweils 9-18 Uhr.
Krebs
 
0058
Einführung in die Orthodoxe Theologie
19.05.2021, 20.05.2021, 21.05.2021, 9-18 Uhr.
 
Anmeldungen für die digitalen Vorlesungen bis 25.03.2021 
 

digitale Ringvorlesungen und Kolloqiuen

 
Gemeinsame Veranstaltung der Universität Bonn, Universität Köln und 
des Japanischen Kulturinstituts Köln im Sommersemester 2021
 
Mittwochs, 18.00 – 19.30h, per Zoom
 
Um die Zugangsdaten zu erhalten wird um Anmeldungen gebeten per Mail bei Herrn Dr. Klöckner : 
c.kloeckner@uni-bonn.de
 
In diesem Jahr werden 160 Jahre deutsch-japanische Beziehungen gefeiert. Innerhalb des engen Geflechts bilateraler Beziehungen erwies sich stets der wissenschaftliche Austausch beider Länder als besonders fruchtbar und nachhaltig. Anlässlich des Jubiläumsjahres gewährt eine gemeinsam mit dem Japanischen Kulturinstitut Köln geplante Ringvorlesung einen Einblick in das breite Spektrum aktueller deutsch-japanischer Wissenschaftskooperationen an der Universität Bonn und der Universität zu Köln. Die Ringvorlesung präsentiert Ergebnisse der gemeinsamen Forschung aus verschiedenen Disziplinen und stellt diese in den größeren Kontext der gesellschaftlichen Entwicklung in beiden Ländern. Zu den behandelten Themen gehören u.a. die Digitalisierung, der demografische Wandel in einer alternden Gesellschaft, geopolitische Fragen, die Rolle der Kultur in der Moderne und vieles mehr.
 
Alle Beiträge werden in allgemein verständlicher Form dargeboten und erfordern keine speziellen Vorkenntnisse. Die Vorträge werden auf Deutsch, zum Teil aber auf Englisch gehalten.
 
In der Auftaktveranstaltung der Vorlesungsreihe mit den Rektoren beider Universitäten wird ein Überblick über die Entwicklung der beiderseitigen Wissenschaftsbeziehungen vermittelt, zum Semesterende werden in einer Podiumsdiskussion unter Beteiligung mehrerer Wissenschaftsorganisationen die weiteren Perspektiven des so erfolgreich betriebenen akademischen Austauschs erörtert. Am Beispiel der beiden Universitäten am Rhein dokumentiert die Ringvorlesung somit die engen wissenschaftlichen Verbindungen 160 Jahre nach dem Beginn der Beziehungen zwischen Deutschland und Japan.
 
 
14. April 2021    Auftaktveranstaltung
Grußwort Prof. Dr. Michael Hoch (Rektor der Universität Bonn)
Grußwort Prof. Dr. Axel Freimuth (Rektor der Universität zu Köln)
Prof. Dr. AIZAWA Keiichi (Direktor des Japanischen Kulturinstituts): „Geschichte der wissenschaftlichen Kooperationen zwischen Deutschland und Japan“ 
 
21. April             
Dr. des. Ruth Effinowicz (Institute for International Peace and Security Law, Köln / MPI für ausländisches und internationales Privatrecht, Hamburg):
„75 Jahre unveränderte japanische Verfassung. Herausforderungen für die Auslegung“
Partner: Prof. WATANABE Wataru (Meijō Universität, Nagoya)
 
28. April             
Dr. NISHIYAMA Takahiro (Institut für Orient- und Asienwissenschaften, Bonn):
„Digitale Transformation und ihre Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft in Japan“
Partner: Prof. ITŌ Mamoru (Waseda Universität), Prof. Dr. ŌTA Takayuki (Universität Shizuoka), Prof. Dr. WADA Yoshinori (Dōshisha Universität)
 
5. Mai   
Prof. Dr. Matthias Pilz (Institut für Berufs-, Wirtschafts- und Sozialpädagogik, Köln):
„Der Übergang vom Bildungs- ins Beschäftigungssystem: Japan und Deutschland im Vergleich“
Partner: Prof. Dr. SAKANO Shinji (Tamagawa Universität) 
 
12. Mai 
Prof. Dr. Maximilian Mayer (Center for Advanced Security, Strategic and Integration Studies (CASSIS), Bonn): 
„Global Crossings, Convergence und Coexistence: Ganzheitliche außenpolitische Strategien für Europa in Ostasien“
 
19. Mai 
Prof. Dr. Björn Schumacher (Centre of Excellence on Cellular Stress Responses in Aging-Associated Diseases (CECAD), Köln): 
“The Mystery of Human Aging: New Insights from the Biology of Aging”
 
2. Juni   
Prof. Dr. ITŌ Kei (Institut für Zoologie, Köln): 
„Auf dem Weg vom Gehirn zum Roboter: 30 Jahre Forschung zum Insektengehirn in Deutschland und Japan“ 
 
9. Juni   
Prof. Dr. Reinhard Zöllner (Institut für Orient- und Asienwissenschaften, Bonn): 
„Die Macht der Stimme: Historische Tonaufzeichnungen als Quelle zu Gesellschaft und Politik Japans“
 
16. Juni 
Prof. Dr. Claus Kress (Institute for International Peace and Security Law, Köln):
„Kultur im Recht“
Partner: Prof. NISHITANI Yūko (Universität Kyōto)
 
23. Juni 
Prof. Dr. Markus Gabriel (Institut für Philosophie, Bonn):
„Wirklichkeit und Fiktion im transkulturellen Kontext“
 
30. Juni 
„Fremdes Mittelalter?“
Prof. Dr. Elke Brüggen (Institut für Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft, Bonn):
„‚Dinge‘ in mittelalterlicher Literatur“ 
Prof. Dr. IDE Manshū (Rikkyō Universität): 
„Männliche Archetypen in der deutschen und japanischen Literatur der frühen Neuzeit“
 
7. Juli    
Prof. Dr. Monika Unkel (Ostasiatisches Seminar, Köln): 
„Digitalisierung in Lehrer*innenbildung Japanisch (als Fremdsprache)“
Partner: Prof. Dr. MAJIMA Junko (Universität Ōsaka)
 
14. Juli  
Prof. Dr. Hans-Georg Soeffner (Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie, Bonn):
„Japanische Tradition und Multikulturalität: Die Fotografie von SUGIMOTO Hiroshi“
 
21. Juli  
Abschlussveranstaltung mit Vertreter*innen von Wissenschaftsorganisationen (angefragt) und dem Generalkonsul von Japan in Düsseldorf
 
„Nichts Jüdisches ist mir fremd“, erklärte in einer Radiosendung der Religionshistoriker Gershom Scholem. Daran möchte auch die Reihe Tol'dot & Tarbut (Geschichte und Kultur) anknüpfen. In ihrem Fokus stehen Personen, Ereignisse, Zeiträume und Orte, in denen sich bestimmte Entwicklungen der jüdischen Geschichte, Religion und Kultur geradezu kristallisieren. Die
Reihe wendet sich nicht an Experten der Judaistik und Religionsgeschichte, sondern möchte einem breiteren Publikum die reiche Geschichte und die unterschiedlichen Strömungen des Judentums jenseits aller Folklore erschließen. Frühjudentum, Frühchristentum und rabbinische Zeit; Reform, säkulares Judentum und moderne Orthodoxie; Kabbala, Chassidismus, Philosophie und Aufklärung, Assimilation und Zionismus, aschkenasisches und sephardisches Judentum bezeichnen Richtungen und Erscheinungen, die nicht zu harmonisieren oder auf ein zeitloses Wesen zu reduzieren, sondern auch in ihren Unterschieden, ja Gegensätzen darzustellen sind. Es gibt einiges neu und an scheinbar Bekanntem neue Seiten zu entdecken – und schließlich: Auch der christlich-jüdische Dialog lebt nicht nur vom guten Willen der Gesprächspartner, sondern ebenso von deren Wissen.
 
Architektur und Erinnerung. Synagogenbau in Deutschland seit 1945
Mo 19.04.2021 │ 19.30 Uhr s.t.
PD Dr.-Ing. habil. Ulrich Knufinke M.A, Hannover/Braunschweig
„Wer ein Haus baut, bleibt.“ Mit dieser klaren Feststellung kommentierte
Charlotte Knobloch, seinerzeit Präsidentin des Zentralrats der Juden in
Deutschland, die Einweihung der neuen Synagoge in München im Jahr 2006 – ein
Bleiben, das bis heute immer wieder durch Antisemitismus bedroht ist. Dass
sich in Deutschland nach dem Holocaust überhaupt wieder jüdische Gemeinden
gründeten, dass sie in den 1950er Jahren und erneut seit 1990 mit Synagogen
ins Bild der Städte zurückkehrten, ist eine bemerkenswerte Entwicklung. Die
Gestaltung ihrer Bauwerke reagiert nicht nur auf die praktischen und
religiösen Erfordernisse der Gemeinden, sie spiegelt auch die Erwartungen
der nichtjüdischen Mehrheit, die sie als Aspekt der Erinnerungskultur
verstehen will. Der Vortrag geht diesen ambivalenten Perspektiven nach und
untersucht Bauten, die oft auch als spektakuläre Beiträge zur allgemeinen
Architekturentwicklung betrachtet werden können.
 
‚a theyl fun jener kraft ...'
Jiddische Übersetzungen deutscher Klassiker in der Zwischenkriegszeit
Do 06.05.2021 │ 19.30 Uhr s.t.
Dr. Elke-Vera Kotowski, Potsdam (MMZ)
Seit Ende des 19. Jahrhunderts interessierte sich eine breite
jiddischsprachige Leserschaft neben der religiösen auch für säkulare
Literatur. Es folgte ein wahrer Boom an Übersetzungen der Weltliteratur ins
Jiddische, so auch aus dem Deutschen. Aber welche deutschsprachigen
Klassiker wurden ins Jiddische übertragen und wer übersetzte sie? Es ist
durchaus bemerkenswert und kaum bekannt, dass beispielsweise Thomas Manns
„Zauberberg“ von Isaac Bashesvis Singer, dem bislang ersten und einzigen
jiddischsprachigen Nobelpreisträger, 1930 ins Jiddische übersetzt wurde.
 
 
Zur Geschichte der Juden im Rheinland
Mo 07.06.2021 │ 19.30 Uhr s.t.
Dr. Uri Kaufmann, Alte Synagoge Essen
Die jüdische Gemeinschaft ist die älteste nichtchristliche Minderheit in
Europa. Im 10./11. Jahrhundert formieren sich die „Heiligen Drei Gemeinden“
Speyer, Worms und Mainz – die Kehilloth SchUM – die das „aschkenasische“
Judentum bilden. Es soll der große Bogen vom Leben in der mittelalterlichen
Stadt (in Köln bis 1424), die Vertreibung nach Osten und aufs Land, die
ländliche jüdische Kultur im Rheinland bis hin zum Kampf um
Gleichberechtigung (1791-1871) und der Wiederansiedlung in den Städten Köln
und Bonn die Rede sein, von den zuwandernden „Ostjuden“, der Verfolgung,
aber auch dem Wiederaufbau jüdischen Lebens im Rheinland. Düsseldorf und
Bonn waren über vierzig Jahre Sitz des Zentralrats der Juden in Deutschland.
Jüdische Geschichte soll nicht auf Verfolgung reduziert, sondern integrativ
gesehen werden. Es gab nicht nur die „großen Männer“, sondern auch Hausierer
und „Schmuser“ - also arme Juden - und Viehhändler, sowie ostjüdische
Handwerker.
 
Alle Vortrag finden zugleich im Rahmen der Veranstaltungen „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ statt.
 
Um die Zugangsdaten zu erhalten wird um Anmeldungen gebeten unter 0228 / 42979-0 und per Mail unter info@bildungswerk-bonn.de

Aufklapp-Text

Organisiert von Universität Bonn und Students for Future Bonn
per Zoom:
Webinar-ID:
938 8217 0115
Webinar-Kenncode:
276011
 
Jeweils Mittwoch, 18.15 Uhr
 
14.4.2021
Prof. Dr. Niko Froitzheim (Geowissenschaften, Universität Bonn): 
„Wie konnte es so weit kommen? Eine Bestandsaufnahme der Klimakrise“
 
21.4.2021
Prof. emer. Dr. Ulf von Zahn (Atmosphärenphysik): 
„Klimawandel aus der Sicht unserer Bundesregierung und der eines Wissenschaftlers“
 
28.4.2021
Dr. Gregor Hagedorn (Initiator Scientists for Future): 
„Die Dritte Welle: Covid, Klimakrise, Biodiversitätskrise!”
 
5.5.2021
Saskia Meyer (Fooderstand Köln):
„Zukunft beginnt auf meinem Teller – Vorteile einer pflanzenbasierten Ernährung für Gesundheit, Welthunger, Tierschutz und Klimaschutz“
 
12.5.2021
Prof. Dr. Mario Trtkovic (Städtebau, Hochschule Coburg):
„Nachhaltige Entwicklung und die Rolle der Urbanisierung - Globale und Lokale Perspektiven“
 
19.5.2021
Prof. Dr. Christine Alewell (Umweltgeowissenschaften, Universität Basel): 
„Von der Erdkrume zur Ethik – Die Folgen von Bodenerosion auf menschliche Ernährung, Gewässereutrophierung, Biodiversität und Klimawandel“
 
2.6.2021
Dr. Noah Walker-Crawford (Stiftung Zukunftsfähigkeit): 
„Klimawandel vor Gericht: Klagen gegen die Katastrophe“
 
9.6.2021
Prof. Dr. Frank Best (Betriebswirtschaft, Hochschule Konstanz)
„Bepreisung von Treibhausgasemissionen: Fair – Effizient – Sozialverträglich“
 
16.6.2021
Prof. Dr. Eike Lüdeling (Gartenbauwissenschaft, Universität Bonn): 
"Mit Bäumen gegen die Erderwärmung - echte Lösung oder Wunschdenken?"
 
23.6.2021
Prof. Dr. Maike Rabe (Textil und Bekleidung, Hochschule Niederrhein): 
„Mikroplastik textilen Ursprungs: Quellen, Senken, Lösungsansätze“
 
30.6.2021
Prof. Dr. Angela Francke (Stiftungsprofessur Radverkehr, Hochschule
Karlsruhe – Technik und Wirtschaft): 
„Die Rolle des Radverkehrs in der Mobilitätswende“
 
7.7.2021
Prof. Dr. Michael Schmitt (Chemie, Universität Düsseldorf)
„Leugnen, Fälschen, Lügen - Motivation und Tricks der "Merchants of Doubt““ 
 
14.7.2021: N.N.
Thursday 17:00 – 18:00 Uhr (online seminar)
Zoom meeting ID: 910 2379 9670; Password: 339391
 
 
 
15. April
Jakob Rhyner (University of Bonn www.bonnalliance-icb.de )
Introduction, Global Sustainable Energy Supply
 
22. April
Luna Bharati (International Water Mana-gement Institute (IMWI) https://www.iwmi.cgiar.org/ )
Water-Food-Energy Nexus
 
29. April
Julia Steinberger (University of Lausanne http://www.unil.ch/igd )
Providing decent living with minimum energy: A global scenario (TRA6 Lecture 14:00!)
 
06. May
Simone Sandholz (United Nations University https://ehs.unu.edu )
Energy systems as a critical infrastructure
 
20. May
Fatima Denton (UNU Institute for Natural Resources in Africa https://unu.edu/about/unu-system/inra )
Stranded assets in Africa due to transition to renewables
 
10. June
Stefanie Meilinger (Hochschule Bonn-Rhein-Sieg https://www.h-brs.de/de )
Energy storage, green hydrogen, and sector coupling
 
17. June
Joachim Clemens (Soepenberg Company  www.soepenberg.com )
Biogas production at different scales
 
24. June
tba (www.biomass-web.de )
Biomass as energy carrier in Africa
 
01. July
tba (International Renewable Energy Agency  https://www.irena.org )
Renewable energy potential in Africa
 
08. July
Axel Nguedia-Nguedong, Paul Nduura (United Nations University https://ehs.unu.edu )
Planning of energy systems in Africa
 
15. July
Ralf Pude (INRES www.inres.uni-bonn.de )
Bioenergy production and use in Kleinaltendorf
 
Contact: arts@uni-bonn.de; Jakob Rhyner (rhyner@uni-bonn.de ); Mathias Becker (mathias.becker@uni-bonn.de)

-

Gratwanderungen – Vom Umgang mit(einander) (in) der Krise

dienstags, 18 c.t.

In der interdisziplinären Ringvorlesung „Gratwanderungen“ möchten wir in Vorträgen von Experten und Expertinnen und in Gesprächsrunden mit ihnen einige Facetten der Pandemiesituation aufgreifen, die nun schon seit gut einem Jahr unser Zusammenleben nachhaltig prägt. Entscheidungen in Politik, Recht, Gesundheit oder Bildung erleben wir dabei als fortgesetzte „Gratwanderungen“. Zur Diskussion steht beinahe jedes Mal ein zu Viel oder zu Wenig, ein zu Nah oder zu Distanziert, ein zu ‚Rigide‘ oder ein zu ‚Locker‘.  Phasen im strikten Lockdown wechseln ab mit solchen, in denen Lockerungen in Aussicht gestellt werden. Die gesamtgesellschaftlichen Folgen dieser Zyklen bleiben schwer abzuschätzen. Viele Effekte für das gesellschaftliche Zusammenleben bereiten zu Recht große Sorgen. Der Krisenmodus scheint der Normalzustand zu sein, und so ist das Bedürfnis nach belastbaren Informationen und Austausch sehr groß.  Die Ringvorlesung möchte hierfür einen Rahmen bieten.

Die RV findet digital statt. Alle Veranstaltungstermine werden über Zoom öffentlich zugänglich sein.

 

Zu den Veranstaltungen:

https://uni-bonn.zoom.us/j/92807951361?pwd=c0YyS2J2WHlKbnBWUytaaDVOVVBydz09

Bei Rückfragen wenden Sie sich gerne an: aik@uni-bonn.de

Klicken Sie für den Flyer und hier für das Plakat

Für Hinweise zu den Vortragenden und zu den Organisatoren klicken Sie hier

Organisation:

Dr. Manuel Becker, Prof. Dr. Volker Kronenberg (Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie, Universität Bonn); Priv.-Doz. Dr. Hedwig Pompe (Arbeitsstelle Internationales Kolleg, Institut für Germanistik, Universität Bonn)

13.04.2021 Einführung in das Thema und Programm der Ringvorlesung

20.04.2021 Vortrag

Prof. Dr. Udo Di Fabio (Öffentliches Recht/Staatsrecht, Universität Bonn)

Leben vor Freiheit? Anfragen einer Pandemie an die grundrechtliche Werteordnung 
‚Darf ein ganzes Land stillgelegt werden, um das Leben alter Menschen ein wenig zu verlängern?‘ Zu Beginn der Corona Pandemie wurde eine solche Frage von einigen wenigen laut gestellt, dann eher hinter vorgehaltener Hand. Die Corona Pandemie war nicht nur ein Härtetest für unser Land, für Föderalismus, Gesundheitssystem und Rechtsstaat, sondern auch eine Probe für unsere grundrechtliche Werteordnung. Ist das menschliche Leben der Höchstwert der Verfassung oder nur einer von mehreren? In welcher Schutzpflicht steht der Staat, was darf er gegeneinander abwägen und was gilt absolut?

 

27.04.2021 Gesprächsrunde

Christoph Pompe (Psychol. Psychotherapeut; Pfarrer i.R., Detmold),

Prof. Dr. Dr. Jochen Sautermeister (Katholische Theologie, Universität Bonn

Moderation: Heidi Ruster (Leiterin Kath. Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und Lebensfragen Bonn)

Krisenerfahrungen – Krisenbewältigung – neue Normalität

Nach gut einem Jahr Leben mit der Pandemie zeichnen sich die damit verbundenen psychosozialen Herausforderungen genauer ab. Es sind spannungsvolle Zustände, die unsere Lebenspraxis eingeholt haben. Wir sind ermüdet von der Anstrengung, uns auf ungewohnten Wegen im Auge zu behalten, wir mobilisieren individuelle Ressourcen, um bei begrenzten Freiheitsgraden die neue ‚Normalität‘ im Alltag, in der Familie, im Beruf auszuloten, wir suchen verstärkt nach der Sinndimension des Miteinanders, wir hoffen in unserer Ratlosigkeit auf den Beistand anderer Menschen. In der Gesprächsrunde soll es u.a. um die Art und Weise der wechselseitigen Wahrnehmung gehen, um unseren Umgang mit der Sterblichkeit, um die bereits aufgerissenen Gräben zwischen den Generationen und verschiedenen Bevölkerungsgruppen, aber auch um Kreativität, neue Spiritualität und die gelingende Regulation unserer Emotionen.

 

04.05.2021 Gesprächsrunde

Sabria David (Medienforscherin, Bonn), Andrea Nahles (Präsidentin der Bundesanstalt für Post und Telekommunikation, Bonn), Moderation: Marco Jelić, M.A. (Politikwissenschaftler und Gewerkschaftsexperte, Bonn)

Schöne, neue, digitale Arbeitswelt? Chancen und Risiken der digitalen Transformation
Wie bei vielen anderen Themenfeldern, so auch bei der Digitalisierung: die Corona-Pandemie hat wie unter einem Brennglas bestehende Mängel aufgezeigt und gleichzeitig Entwicklungen beschleunigt, potenziert und kanalisiert. Was macht das mit der Arbeitswelt? Und was macht es mit uns Menschen? Es scheint Fluch und Segen zugleich: Während die einen die neuen Freiheiten mit dem Laptop auf dem Balkon genießen, reiben die anderen sich zwischen Kinderbetreuung und zunehmender Entgrenzung von Privatem und Beruflichem auf. Fakt ist, das Rad wird man nicht zurückdrehen. Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt und damit auch die Gesellschaft. Es stellen sich dabei grundlegende Fragen, die in der Gesprächsrunde diskutiert werden sollen: Welche Rahmenbedingungen muss die Politik setzen? Welche Regeln gelten in der neuen Arbeitswelt in Anbetracht von digitaler Prekarisierung und Entgrenzung? Wo stehen die Unternehmen in der Verantwortung, wo liegen die Potentiale? Und auf individueller Ebene: Was macht das Dauer-Homeoffice mit uns als ‚soziale Wesen‘? Sind wir ‚fit‘ für die schöne, neue digitale Arbeitswelt? Bedeutet – Stichwort Medienresilienz – Veränderung nur Stress oder lernen wir damit individuell und als Gesellschaft umzugehen?

01.06.2021 Vortrag

Prof. Dr. David Kaldewey (Forum Internationale Wissenschaft, Universität Bonn)

Was bedeutet Systemrelevanz in Pandemiezeiten? Definitionskämpfe im Spannungsfeld von Wissenschaft und Politik 
 Mit der Implementierung des ersten Lockdown im März 2020 ging die Frage einher, welche Bereiche von den historisch noch nie dagewesenen Einschränkungen ausgenommen werden mussten. Dabei kam es zu einer Reaktivierung des ursprünglich im Kontext der Finanzkrise um 2009 prominent gewordenen Begriffs der ‚Systemrelevanz‘. Im Vordergrund stand zunächst das Gesundheitswesen; darüber hinaus war es aber für eine ganze Reihe weiterer Infrastrukturen selbstverständlich, dass sie auch im Lockdown weiterlaufen müssen. Andere Bereiche, das hat das inzwischen vergangene erste Pandemiejahr gezeigt, sind – oft implizit – als ‚nicht systemrelevant‘ markiert worden. Vor diesem Hintergrund widmet sich der Vortrag aus soziologischer Perspektive der Frage, wie sich die Definitionskämpfe seit Beginn der Pandemie entwickelt haben: Wie wurde bestimmt, was als systemrelevant offen bleiben sollte und welche Bereiche zur Erreichung des Ziels der Senkung der Gesamtinzidenz geschlossen werden müssen?

 

08.06.2021 Vortrag

Prof. Dr. Achim Hörauf (Medizinische Mikrobiologie, Universitätsklinikum Bonn)

Zoonosen, One Health, vernachlässigte Tropenkrankheiten, Antibiotika-Resistenz – Auf welche Krisen der Global Health müssen wir uns in Zukunft einstellen?

 

22.06.2021 Vortrag

Prof. Dr. Dr. Mariacarla Gadebusch, Phillip Roth, M.A. (Institute for Medical Humanities, Universitätsklinikum Bonn)

Das Leben nach und mit COVID-19. Subjektive Evidenz und Aktivismus in einer vernetzten Welt

Ein neues Krankheitsbild hat sich im Sommer 2020 herausgebildet: Man spricht etwa von ‘Long-Covid’, ‘Post-Covid Syndrom’ oder auch ‘Chronic COVID-19’. In Social Media, Blogs, fachspezifischen – an erster Stelle medizinischen – Zeitschriften wird über Symptome, Diagnosenstellung, Pathogenese, Krankheitsstatus und mögliche Therapien diskutiert. Besonders ist bei diesem auch durch die WHO inzwischen anerkannten Krankheitsbild die aktive Rolle, die Betroffene und Patient*innen in der Diskussion spielen. In unserem Vortrag zeigen wir Genese und Herausbildung einer Bewegung, die sich einerseits bemüht, das Thema der COVID-Langzeitfolgen überhaupt erst auf die Tagesordnung von Gesundheitswesen und Politik zu bringen und andererseits einen Einfluss auf medizinische Definitionen und Normierungsbestrebungen (Leitlinien) auszuüben.

 

06.07.2021 Vortrag

Prof. em. Dr. Kaspar Maase (Empirische Kulturwissenschaft, Universität Tübingen)

‚Müde‘ oder ‚unterwegs‘ – Zum Alltag in der Pandemie

Der Vortrag wird aus der Perspektive der Alltagskulturforschung einen genaueren Blick auf die oft beschworenen ‚Belastungen‘ werfen, die Einschränkungen und Verwerfungen unserer Lebensführung angesichts der Pandemie mit sich bringen. Die Höhe des persönlichen Risikos ist sehr ungleich verteilt. Doch alle müssen eingeschliffene, bewährte Routinen aufgeben und die Balance von Belastung und Erholung/Belohnung neu austarieren. Mit anderen Worten: Wir müssen das tragende Skelett der Lebensführung bei laufendem Betrieb umbauen, unterwegs zu ungewohnten Routinen. Was bringt so viele dazu, das durchzuhalten, obwohl ihr persönliches Risiko begrenzt und abstrakt ist? Was bedeuten ‚Nachlassen‘ und ‚Regelübertretung‘? Welche Alltagsmoral hilft uns, ‚Belastungen‘ anhaltend praktisch zu bewältigen?

 

Donnerstag, 29. April 2021, 12 - 14 Uhr

Dr. Gegentuul Baioud (Independent Scholar)

Producing Authenticity: Ethnic Costumes in Contemporary Inner Mongolia

Das Colloquium findet live via ZOOM statt. Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung. Bitte per e-mail anmelden über Frau Sharleena Goerlitz: goerlitz@uni-bonn.de

 

Mittwoch, 05. Mai 2021, 12 - 14 Uhr

Amgalan Sukhbaatar (PhD Candidate, École Pratique des Hautes Études)

The Future of Ulaanbaatar: Key Urban Actors, Invisible Power and Visible Urbanism

Das Colloquium findet live via ZOOM statt. Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung. Bitte per e-mail anmelden über Frau Sharleena Goerlitz: goerlitz@uni-bonn.de

 

Donnerstag, 1. Juli 2021, 12-14 Uhr

Prof. Tomasz Rakowski & Dr. Oyungerel Tangad (University of Warsaw & Polish Academy of Sciences)

Generous Thrift. Collective Ambition, Political Desire and Post-pastoral Economy among the Torghuts in Mongolia

Das Colloquium findet live via ZOOM statt. Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung. Bitte per e-mail anmelden über Frau Sharleena Goerlitz: goerlitz@uni-bonn.de

 

Mongolei- und Tibet-Colloquium: tba

Kristina Teleki (Eötvös Loránd University, Budapest, Hungary)

Mongolian Buddhism: 30 years after the revival

Das Colloquium findet live via ZOOM statt. Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung. Bitte per e-mail anmelden über Frau Sharleena Goerlitz: goerlitz@uni-bonn.de

 

Donnerstag, 22.04.2021, 20.00-21.30 Uhr, per Zoom

Leitung: Dr. Carl Körner

Raffael

Zum 500. Todestag des italienischen Künstlers

Zoom-Meeting beitreten:
https://zoom.us/j/96730252638?pwd=WFZDLzh2emgydytuK0NqWWwwS20vQT09

Raffaelo Santi, genannt Raffael (1483 - 1520), hat vor 500 Jahren ein Werk hinterlassen, das heute immer noch Erstaunen zu erzeugen vermag. Allein die edlen Gesichtszüge, die malerische Finesse der Hautdarstellung oder die unglaublich plastisch wirkenden Details wie Ärmelfalten sind ein Genuss für das Auge. Der Vortrag thematisiert die Entwicklung seiner Malerei in der Hochphase der Renaissance ebenso wie die soziale Stellung des Künstlers. Eine vergleichende Werkbetrachtung kommt an den anderen Großmeistern wie Leonardo oder Michelangelo nicht vorbei. Im Zentrum stehen aber die Hauptwerke, wie die Sixtinische Madonna, Frauenporträts, Die Schule von Athen und andere bedeutende Fresken. Nicht zu vergessen, die Wandteppiche für die Sixtinische Kapelle, die Raffael entworfen hat.

 

Donnerstag, 27.05.2021, 20.00-21.30 Uhr, 10 - 24 Teilnehmende

VHS, Mülheimer Platz 1, Raum 1.11 (Saal)

Leitung: Michael Schikowski

"Über Beethoven"

Zum 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens

Es ist geplant, dass diese Veranstaltung parallel gestreamt wird. Bitte melden Sie sich gerne auch für die Warteliste (Email: Britta.Krollmann@Bonn.de) an, Sie können die Veranstaltung, wenn sie vor Ort ausgebucht sein sollte, dann parallel von zu Hause per youtube-Streaming mitverfolgen.

Was sagen Dichter und Musiker über Ludwig van Beethoven? Mittels dieser Aussagen nähert sich dieser Vortrag dem berühmten Bonner Komponisten. Beethovens Leben und Werk hat in der Literatur zahlreiche Spuren hinterlassen. Ihnen folgt dieser Vortragsabend, indem auch ausgiebig Lesestücke aus den Werken u. a. von Marcel Proust, Thomas Mann und Lew Tolstoi "zu Wort" kommen werden. E.T.A. Hoffmann urteilte: Beethovens Musik bewegt die Hebel der Furcht, des Schauers, des Entsetzens, des Schmerzes. Die Ambivalenz seiner Musik, die von Überwältigung und Befreiung bis zum Ausdruck direkter Gewalt reicht, zeigt sich in den Texten von Romain Rolland, Carson McCullers der Anthony Burgess und wird ebenfalls zur Sprache kommen.

 

Donnerstag, 10.06.2021, 20.00 - 21.30 Uhr, 10 - 24 Teilnehmende

VHS, Mülheimer Platz 1, Raum 1.11 (Saal),

Leitung: PD Dr. Jürgen Nelles

Glücksbringer und Galgenstricke - der Sprachartist Christian Morgenstern

Zum 150. Geburtstag des Schriftstellers

Es ist geplant, dass diese Veranstaltung parallel gestreamt wird. Bitte melden Sie sich gerne auch für die Warteliste (Email: Britta.Krollmann@Bonn.de) an, Sie können die Veranstaltung, wenn sie vor Ort ausgebucht sein sollte, dann parallel von zu Hause per youtube-Streaming mitverfolgen.

Der Vortrag möchte die humoristische Seite des Bild und Wortkünstlers Christian Morgenstern (1871–1914) - in Wort und Bild - vor Augen führen. Nach einem kurzen Überblick über sein Leben und Schreiben werden vor allem die als "Galgenlieder" berühmt gewordenen Verse und visuellen  extkompositionen Morgensterns in den Vordergrund rücken, aber auch einige unbekanntere Texte, Skizzen und Zeichnungen, die sich durch ihren scharf wie tiefsinnigen Bild und Wortwitz ebenso auszeichnen wie durch ihre spielerisch satirische Sprachakrobatik.


Informationen für Mitglieder der Universitätsgesellschaft Bonn e. V. sowie für Alumni

Eine Uni-ID kann nur mit einer Gasthörer*innenschaft beantragt werden.

Die Universität hat lizenzrechtliche Vereinbarungen mit verschiedenen Lizenzgebern (Verlage und Softwarehersteller), die nur eine Nutzung durch Angehörige der Universität abdecken. Eine Nutzung durch Dritte, wie den Mitgliedern der Universitätsgesellschaft Bonn e. V.  und des Alumni-Netzwerk, ist in diesen Verträgen ausgeschlossen und kann für die Universität empfindliche Vertragsstrafen nach sich ziehen.

Dies Academicus

Der digitale Dies academicus findet im Sommersemester 2021 am 19.05.2021 statt.

Das Programm zum Dies academicus erscheint ab dem 06.05.2021 auf dieser Webseite.

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© Colourbox

Programm des digitalen Dies academicus am 19.05.2021

Das Dezernat Internationales lädt zur digitalen Messe
„Studium und Praktikum im Ausland“ ein!

von 10.00 - 16.00 Uhr

Wie und wo?
Registrierung ab 12. Mai 2021 möglich unter: www.uni-bonn.de/messe-supa
Worum geht‘s? Alles rund um die Themen Auslandsstudium und -praktikum
Wer ist vertreten? Es erwarten Euch rund 35 Aussteller mit verschiedenen Schwerpunkten: Von externen internationalen Organisationen wie dem DAAD über hochschulinterne Institutionen wie das Sprachlernzentrum bis hin zu internationalen studentischen Hochschulgruppen wie dem Erasmus Student Network ist alles vertreten. An den Länderständen erhaltet Ihr zudem Informationen aus erster Hand: Studierende berichten über ihre Erfahrungen im Ausland bzw.aus ihren Heimatländern.
Praktikum im Ausland? Habt Ihr schon einmal über ein Auslandspraktikum nachgedacht? Es bietet Euch die Möglichkeit, wichtige Praxiserfahrungen zu sammeln und gleichzeitig auch noch Euer internationales Profil zu stärken und Fremdsprachenkenntnisse zu erlangen. Spannende Informationen hierzu erhaltet Ihr in unseren Vorträgen.

Programm der Messe
• 10.00 Uhr: Eröffnung der Messe durch die Prodekanin für Internationales Frau Prof. Dr. Münch
• 10.15 Uhr: Öffnung der virtuellen Beratungsstände der Aussteller
• 10.15 – 10.45 Uhr: Panelrunde Organisation Auslandsaufenthalte: Ein Returnee – Erfahrungsaustausch
• 15.00 Uhr: Preisverleihung Videowettbewerb
• 16.00 Uhr: Ende der Veranstaltung
Vortragsprogramm mit dem Schwerpunkt Praktika im Ausland
• 10.45 – 11.15 Uhr: Praktika im Ausland – Vorteile und Finanzierungsmöglichkeiten, Referentin: Petra Friedrich
• 11.15 – 11.45 Uhr: Stipendien für Auslandspraktika im Förderprogramm „Lehramt.International“, Referentin: Gabriele Parmentier
• 11.45 – 12.15 Uhr: DAAD: Praktika in internationalen Organisationen und Europäischen Institutionen, Referentinnen: Susanne Ramljak und Leonie Schulz
• 12.15 – 12.45 Uhr: IAESTE: Bezahlte Fachpraktika im Ausland, Referentin: Annika Gruß
• 12.45 – 13.15 Uhr: IAESTE: Ein Erfahrungsbericht, Referentin: Nathalie Rieder

Special: Videowettbewerb „Klick & davon – mein Auslandspreview in 90 Sekunden“: https://www.uni-bonn.de/studium/studium-und-praktikum-im-ausland/messe-supa/videowettbewerb/videowettbewerb

Schickt uns Euer Video über Euren Auslandsaufenthalt und gewinnt attraktive Preise.
Alle Informationen zur Messe unter: www.uni-bonn.de/messe-supa



10.15 Uhr
Per Zoom Meeting: 

https://uni-bonn.zoom.us/j/99856187635?pwd=Tm1wUENiUXVFQ1daYkxScXBCQ2ZVUT09

Prof. Dr. Johannes Schelhas (Dogmatisches Seminar)
Wort und Wort Gottes bei Franz Rosenzweig.

Das literarische, pädagogische, philosophisch-theologische Werk des jüdischen Denkers Franz Rosenzweig (1886–1929), der nur für eine kurze Zeit publizieren konnte, wird in theologischer Relecture neuem Verstehen zugeführt.

Mein Vortrag zeichnet an Wort, Sprache und dem Kontext, den Rosenzweig binnen weniger Jahre schöpferisch hervorbringt, zentrale Einsichten seiner Wort-Theologie nach, die ich als Verständnisschlüssel seiner Überlegungen zu Wort und Sprache, Schrift und Buch, mündlicher Tradition und performativer Erzählung ansehe.

Das Anliegen besteht darin, Franz Rosenzweig als sprachgewaltig wortmächtigen Übersetzer und Anwender des Wortes Gottes einzuführen. Indirekt bearbeite ich an ihm die binnentheologisch-christlich/ökumenische Debatte um die Zuordnung von Wort und Sakrament weiter. Ihm ist das Wort nicht zuerst Buchstabe, Schrift und Buch geworden, sondern Laut, Mundhauch und Sprachquell, um zu erbauen Sprache, Bildung, Kultur, Geist des Volkes und Glauben an Gott – in seiner deutschen Exilheimat.

10.15 Uhr

Per Zoom-Meeting

https://us02web.zoom.us/j/82043562411?pwd=Mkg1YzAvbDF4aDVoemxSbU1pd2Nj

Meeting-ID: 820 4356 2411, Kenncode: vaZC&8

Dr. Andreas Gorzewski (Islamwissenschaft, Antrittsvorlesung)

Die İsmailağa-Gemeinschaft: Synthese aus islamischer Mystik und türkischem Nationalismus

 Unter den nicht-staatlichen, religiösen Akteuren in der Türkei sticht die İsmailağa-Gemeinschaft durch ihr sehr konservatives  Islam-Verständnis heraus. Die männlichen Anhänger tragen Turban,  Pluderhose und traditionelle Roben, Frauen sind verschleiert. Die aus  einer mystischen Ordenstradition heraus entstandene Gemeinschaft lehnt  politisches Engagement eigentlich strikt ab. Dennoch hat sie beste  Verbindungen zur türkischen Regierung. Die Gemeinschaft orientiert sich strikt an den Vorgaben der Scharia und steht der republikanischen  Staatsordnung kritisch bis ablehnend gegenüber. Trotzdem wirbt sie  massiv für Staatspräsident Erdoğan und beteiligt sich pointiert an  nationalistischen Diskursen. Die Hintergründe dieser vermeintlichen  Widersprüche werden in der Antrittsvorlesung am Dies academicus  erläutert. Die İsmailağa-Gemeinschaft ist in vieler Hinsicht ein  Brennglas, durch das sich die gesellschaftlichen, kulturellen,  religiösen und politischen Verwerfungen in der Türkei betrachten  lassen.

 

Die Zeitangabe und der Link zum Zoom-Meeting folgen in Kürze

Martina Nappi (Romanistik)
Begegnungen, die (k)einen Unterschied machen.
Begegnungen sind Ereignisse, die sowohl den Charakter eines Menschen nachhaltig prägen als auch dessen Entwicklung befördern können. Nach Einteilung des Psychiaters Jacob Levy Moreno finden im Alltagsleben jedoch vornehmlich „einfache“ und „triste“ Begegnungen statt, welche sich von „seltenen“, jedoch „edlen“ Begegnungen unterscheiden. Doch was macht eine edle, was macht eine triste Begegnung aus? Inwiefern kann sie überhaupt als solche definiert werden? Um diesen Fragen nachzugehen, soll ein Blick auf die Literatur geworfen werden, für die die Darstellung von Begegnungen zwischen Figuren ein sprach- und epochenübergreifendes konstitutives Merkmal ist. Anhand exemplarischer Textbeispiele aus dem romanischen Sprachraum von der klassischen Antike bis zur Gegenwart werden unterschiedliche Begegnungsszenarien vorgestellt und verglichen. Insbesondere der Wandel in der Darstellung der "Qualität" zwischenmenschlicher Begegnungen im Laufe der Jahrhunderte soll dabei im Fokus stehen.

18.00 – 19.30 Uhr
per Zoom Meeting:

https://uni-bonn.zoom.us/j/99435876081?pwd=bVdtNlhhS2tFRVFrK2pmd201RjJKdz09

Meeting-ID: 994 3587 6081, Kenncode: 064273

Prof. Dr. Frank Decker (Poltische Wissenschaft und Soziologie)
Bürgerräte – Abhilfe gegen die Repräsentationskrise oder demokratiepolitisches Feigenblatt?
In der Debatte um mögliche Demokratiereformen verlagert sich der Schwerpunkt seit geraumer Zeit weg von der direkten Demokratie und hin zu den deliberativen Verfahren der Bürgerbeteiligung. Diese haben einerseits den Vorteil, dass sie Parlament und Regierung in ihren Entscheidungen nicht binden. Andererseits verbürgen sie durch die Zufallsauswahl ihrer Teilnehmer eine vermeintlich höhere deskriptive Repräsentativität als diese. Wie die 2019 und 2021 durchgeführte Bürgerräte zeigen, sollte man daraus keinen Höherwertigkeitsanspruch ableiten. Kritikbedürftig ist neben dem Ablauf der Beratungen vor allem die Themenauswahl. Bürgerbeteiligung erscheint nur dort sinnvoll, wo die Defizite der bestehenden repräsentativen Verfahren besonders hervorstechen wie etwa bei Infrastrukturmaßnahmen, Zukunftsfragen oder Entscheidungen der Parteien in eigener Sache. Aus Sicht der Bürger kommt es darauf an, dass sie „einen Unterschied machen“.
Der Vortrag findet als Kooperationsveranstaltung mit der Gewerkschaft ver.di, Bezirk Köln-Bonn-Leverkusen, statt.

Aus der Abteilung für Interkulturelle Kommunikation und Mehrsprachigkeitsforschung 


Vorstellung von Ergebnissen aus studentischen inhaltsanalytischen Forschungsprojekten des BA-Studiengangs „Sprache und Kommunikation in der globalisierten Mediengesellschaft“

10.15 Uhr – 11.15 Uhr

Moderation Dr. Wiebke Iversen und Dr. Erika Linz

10.15 - 10.45 Uhr

Josephine Lamberti / Lea Schürings / Isabell Skrzeba

Frauen in politischer Berichterstattung

 

10.45 Uhr - 11.15 Uhr

Kim Nagel / Laura Härter / Karoline Koslowski

Verschwörungstheoretiker*innen auf Telegram am Beispiel von Ken Jebsen, Bodo Schiffman und Michael Wendler

 

11.15 Uhr - 11.45 Uhr

Bozhiadar Marinov / Luca Schmidt

Die Selbstdarstellung bulgarischer und deutscher Politiker(innen) auf Instagram

 

Alle Vorträge laufen unter folgendem Zoom-Meeting:

https://uni-bonn.zoom.us/j/92233190050?pwd=NFVPSGNWbFdUNE5ySDgvVnBpVllQdz09

Meeting-ID: 922 3319 0050

Kenncode: 882180

 

Panel des Bonn Center for Dependency and Slavery Studies

 

14.00 – 14.15 Uhr

Stephan Conermann

Einführung

 

14.15 – 14.45 Uhr

Clara Hedtrich

Zwischen Einflussnahme und Existenzbedrohung: Zur Verbindung von Ratgeber*innen und Herrscher*innen in der Literatur des Mittelalters

Die Ausübung von Herrschaft ist ohne Beratung nicht möglich. Auch in der Literatur des Mittelalters gehören Szenen von politischer Einflussnahme und heimlich getroffener Entscheidungen zu den wiederkehrenden Elementen. Die persönliche Beziehung zwischen Herrscher*innen und Ratgeber*innen ist dabei ambivalent: Große Nähe und freundschaftliche Verbundenheit geht hier einher mit einer dauernden Gefährdung von Ratgeber*innen, die bis zur Existenzbedrohung reichen kann.

Welche Figurationen sind es, die uns immer wieder begegnen, und wie werden diese komplexen Beziehungen zwischen Herrscher*innen und Ratgeber*innen dargestellt? Welche Formen von Hierarchien sind für diese, von asymmetrischen Abhängigkeiten geprägten Beziehungen bestimmend? Wie groß ist die Einflussnahme von Ratgeber*innen, und wie sehr sind sie durch ihre besonderen Positionen gefährdet? Diesen Fragen soll anhand ausgewählter Figurenkonstellationen aus der erzählenden Literatur des Mittelalters nachgegangen werden.

 

14.45 – 15.15 Uhr

Elke Brüggen

Ein Muslim am christlichen Hof: Herleitung und Auswirkungen asymmetrischer Abhängigkeit und die Frage nach Auswegen. Beobachtungen anhand des Willehalm Wolframs von Eschenbach

Der Willehalm, eine umfangreiche Erzählung aus dem zweiten Jahrzehnt des 13. Jahrhunderts, handelt von einer kriegerischen Konfrontation zwischen Islam und Christentum. Wolfram von Eschenbach, ungleich bekannter als Verfasser eines vielbewunderten Romans über Parzival, den Gralssucher, hat den zentralen Konflikt durch Mehrfachmotivierungen, durch eine komplexe, geradezu widersprüchliche Figurengestaltung und durch eine anspruchsvolle Erzähltechnik gegenüber seiner altfranzösischen Vorlage, der Bataille d’Aliscans, so zugespitzt, dass die Aporien eines erbitterten und unversöhnlichen Kampfes im Namen des Glaubens herausgetrieben werden. Neben dem christlichen Titelhelden und dessen Ehefrau, die zunächst unter dem Namen Arabel als Tochter und als Ehefrau mächtiger muslimischer Könige lebte, um dann dem Markgrafen Willehalm in dessen Herrschaftsbereich zu folgen, sich auf den Namen Gyburg taufen zu lassen und eine neue Ehe mit Willehalm einzugehen, verdient eine weitere Figur unsere Aufmerksamkeit: Rennewart, als Bruder Arabel/Gyburgs ebenfalls von hochadliger Abstammung, jedoch als kleines Kind entführt, verschleppt, verkauft, schließlich auf undurchsichtigen Wegen an den französischen Königshof gelangt, wo er zu entwürdigendem Dienst in der Hofküche abgestellt ist, da er einen Übertritt zum christlichen Glauben verweigert. Recht umstandslos von König Ludwig an Willehalm ‚verschenkt‘ und von diesem mit militärischen Aufgaben betraut, gelingt ihm ein gewisser sozialer Aufstieg, doch bleibt der Muslim im christlichen Umfeld fremd und heimatlos – dass die (unvollständig gebliebene) Erzählung mit einem Sieg der Christen endet, auf dem Schlachtfeld indes alles im Zeichen einer Suche nach Rennewart steht, der in den Wirrnissen der Kämpfe ‚verlorenging‘, kann als symptomatisch gelten für das im Willehalm praktizierte Erzählen von einer Grenzgängerfigur, die in den Kontext asymmetrischer Abhängigkeiten gerückt ist und mit der auf eine sehr bemerkenswerte Art und Weise die Geschichte einer aufgezwungenen Inkulturation erzählt wird, die nur partiell erfolgreich ist.

 

15.15 – 15.45 Uhr

Elena Smolarz

Unglückselige russische Sklaven‘? Opfernarrative im Kontext der Versklavung russischer Untertanen in Buchara und Chiwa in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts

Die Verschleppung und Versklavung russischer Untertanen aus den südlichen Grenzgebieten des Russischen Reiches stellte im 18. und 19. Jahrhundert ein wichtiges Thema innerhalb imperialer Machtdiskurse dar. Dieser Vortrag analysiert die in den Quellen russischer Provenienz nachweisbaren Opfervorstellungen, die gleichwohl unterschiedliche Bedeutungsdimensionen annehmen konnten. Im Fokus stehen ‚Opfernarrative‘ in publizistischen Texten russischer Diplomaten, in Verwaltungsdokumenten russischer Grenzbeamter und schließlich solche, die in Erinnerungen von ehemaligen Sklaven selbst greifbar sind. Der Vortrag fragt danach, welche Interpretationen von Opferschaft bzw. der Leiderfahrungen in den jeweiligen Textgattungen thematisiert werden.

 

15.45 – 16.15 Uhr

Marion Gymnich

Just like in Downton Abbey? Darstellungen von Dienstboten in britischen Romanen des 19. Jahrhunderts im Lichte realer Abhängigkeitsverhältnisse in privaten Haushalten

Die international äußerst erfolgreiche britische Fernsehserie Downton Abbey (2010-2015) stellt nicht allein das wechselvolle Schicksal der Mitglieder einer (fiktiven) aristokratischen Familie im Zeitraum von 1912-1926 in den Mittelpunkt, sondern widmet auch den im Haus des Earl of Grantham beschäftigten Dienstboten sehr viel Aufmerksamkeit und Sendezeit. Ähnlich wie Downton Abbey zeichnen viele britische Romane des 19. Jahrhunderts ein Bild von Haushalten der Oberschicht, in denen zahlreiche Dienstboten beschäftigt waren. Anders als in Downton Abbey bleiben diese Hausangestellten aber beispielsweise in den am Beginn des 19. Jahrhunderts veröffentlichten Romanen Jane Austens nahezu ‚unsichtbar‘. Neben dem exemplarischen Vergleich von Downton Abbey und Jane Austens Romanen in Bezug auf die Darstellung von Dienstboten soll ein kurzer Blick auf die Entwicklung der Darstellung von Hausangestellten im Roman des 19. Jahrhunderts geworfen werden, und schließlich – unter Bezugnahme auf nicht-fiktionale, von Hausangestellten verfasste Texte – aufgezeigt werden, wie die asymmetrischen Abhängigkeitsverhältnisse sich gestalteten, in denen sich Dienstboten im 19. Jahrhundert (und darüber hinaus) in der Realität oft befanden.

 

Alle Vorträge laufen unter folgendem Zoom-Link:

https://uni-bonn.zoom.us/j/94476179025?pwd=ckVWUzh4VThzZ1hkTDhNMU9YaEorQT09

Meeting-ID: 944 7617 9025, Kenncode: 006272

 

Aus dem Institut für Klassische und Romanische Philologie
- Abteilung für Griechische und Lateinische Philologie -

10.15 – 11.45 Uhr

Per Zoom Meeting für alle Vorträge:
https://uni-bonn.zoom.us/j/91582827859?pwd=U3pTc1N2OWZoS1JsNEtIS2Vqblo3UT09

Meeting-ID: 915 8282 7859
Kenncode: 392491


Der lateinische Begriff occasio beschreibt die Vorstellung vom „günstigen Zeitpunkt“ für bestimmte Handlungen und Sprechakte, verweist zugleich aber auch auf ihre Gebundenheit an einen spezifischen „Anlass“ oder situativen „Ausgangspunkt“. Unser gemeinsamer Beitrag zum diesmaligen dies academicus dient der Vorstellung eines interdisziplinären Forschungsvorhabens, welches die zentrale Bedeutung von Praktiken und Semantiken der occasio in verschiedenen philosophischen, diplomatisch-politischen, aber auch bildkünstlerischen und literarischen Diskursen der Frühen Neuzeit erhellen soll.
Deutlich wird bei der Vorstellung der Teilprojekte dieser Forschungsinitiative, dass die Konzepte „Gelegenheit“ und „Situativität“ nicht nur für die Wahrnehmung und Verhaltensweisen diplomatischer Akteure bei frühneuzeitlichen Friedensverhandlungen eine wichtige Rolle spielten, sondern auch in der philosophischen Ethik der Epoche zur Reflexion über die Moralität von Handlungen herangezogen wurden. Die bildkünstlerische Ikonographie der Occasio blieb davon keineswegs unberührt und regte ihrerseits neue Vorstellungen vom Wert des „günstigen Moments“ an. Als fruchtbar erweisen sich die Kategorien „Anlass“, „Gelegenheit“ und „Situationsgebundenheit“ zudem, um das Verhältnis der narrativen Kleinformen Apophthegma und Anekdote zu bestimmen und ihre Entwicklung zu verfolgen. Situativ bedingt und pragmatisch verankert, lebt auch die neulateinische Gelegenheitsdichtung vom „günstigen Zeitpunkt“, strebt aber (ähnlich wie Gnome und Sentenz) zugleich über ihn hinaus, indem sie Anspruch auf situationsübergreifende Geltung und Dauer erhebt.

10.15 Uhr                                                                                                                                                        Marc Laureys (Neulateinische Philologie)                                                                                              Einführung – Überblick über die Forschungsinitiative

10.25 Uhr                                                                                                                                                              Michael Rohrschneider (Geschichte der Frühen Neuzeit)                                                                             „Gelegenheit“ als Faktor der Verhandlungen auf dem Westfälischen Friedenskongress (1643-1649)

10.35 Uhr                                                                                                                                                               Wouter Goris (Mittelalterliche Philosophie), Annette Dufner (Ethik)                                                           Gelegenheit und Moralität—Coornherts ‚Zedekunst‘ als erste volkssprachige Ethik

10.45 Uhr Diskussion und Fragen

11.00 Uhr                                                                                                                                                               Birgit Ulrike Münch, Hui Luan Tran (Kunstgeschichte)                                                                                  occasio || ars Zwischen Künstler:innenbiographik und Marktstrategie der Frühen Neuzeit

11.10 Uhr                                                                                                                                                       Christian Moser (Vergleichende Literaturwissenschaft), Christiane Frey (Germanistik)                         Freisetzung der occasio? Situatives Erzählen in kurzen Prosatexten vom 16.-18. Jahrhundert

11.20 Uhr                                                                                                                                                              Marc Laureys
(Neulateinische Philologie)
Liminalität als Opportunität: Zur Bedeutung der neulateinischen „Buchgeleitgedichte“ als Gelegenheitsdichtung am Beispiel der alten Niederlande

11.30 - 11.45 Uhr                                                                                                                                              Diskussion und Fragen

Aus dem Bonner Mittelalterzentrum

14.00 – 16.45 Uhr

Gemeinsamer Link für alle Vorträge:

https://uni-bonn.zoom.us/j/94066727617?pwd=cGd0ZGJFbWI3ZE1RMnFFV2pGWG1BUT09

Meeting-ID: 940 6672 7617

Kenncode: 922334

 

Die materielle Beschaffenheit unserer Quellen – seien es Texte, Bilder, Objekte – ist ein wichtiger Aspekt der Quellenkritik, der zunehmend Beachtung als eigenständige Analysekategorie erfährt, die Aufschluss gibt über kulturelle, religiöse und soziale Praktiken und ihnen zugrundeliegende Vorstellungen. Das Bonner Mittelalterzentrum bietet in dem von ihm betreuten Masterstudiengang „Mittelalterstudien“ seit Sommersemester 2021 ein neues Wahlpflichtmodul an, in dem die Studierenden an unseren Forschungen aus diesem Bereich teilhaben können. Den Dies Academicus am 19. Mai 2021 möchten wir nutzen, um Beispiele aus diesem spannenden Forschungsfeld bekannter zu machen.

Während der Pausen können über die Chatfunktion Fragen zu dem jeweils vorausgegangenen Vortrag gestellt werden.

Prof. Herbert Dreiner zusammen mit den Studierenden: Kathrin Grunthal und Christoph Schürmann (Physik)

Wo kütt der janze Driss hä? Dat wo dä Elemente hä kumme. - Eine Kleine Physikshow.

Das frühe Universum war ein sehr heißes Plasma, wo Protonen, Neutronen und Elektronen frei herumfliegen. Innerhalb der ersten 3 Minute kühlt das Universum ab und es bleiben Kerne der leichten Elemente übrig: Wasserstoff, Helium und Lithium (das von den Batterien). Wie kamen aus der Ursuppe diese simplen Bausteine unserer Welt? Und wieso genau in den Proportionen wie wir sie
heute beobachten? Diesem Rätsel wollen wir in Physikshow-Manier mit vielen Vorführexperimenten und hoffentlich etwas Humor auf den Grund gehen.

Die Zeitangabe und ein Link zum Youtube-Video folgen in Kürze

09.00 Uhr

Per Zoom Meeting:

https://uni-bonn.zoom.us/j/98817877189?pwd=RFp4K1h2RzdhRHlrV3ZKV2RXUnc1Zz09

Meeting-ID: 988 1787 7189                                       

Kenncode: 008430

Prof. Dr. Franca Hoffmann (Mathematik / Antrittsvorlesung)

From PDE to Data Analysis

Certain diffusive equations can be viewed as infinite-dimensional gradient flows. This fact has led to the development of new tools in various areas of mathematics ranging from the theory of partial differential equations (PDEs) to data science. In this talk, I will give an overview of my current research, retracing my personal journey across topics in PDE analysis and data analysis with a focus on gradient flows. In particular, we will introduce what gradient flows are, and how they help to tackle problems in different subject areas. More generally, we will investigate how these different topics are all related through methodologies, combining model-driven approaches and data-driven approaches.

 

10.00 Uhr

Per Zoom:

https://uni-bonn.zoom.us/j/92485874673?pwd=dXBMbXZ4S3ozNG9oVFpHUG00Q25uQT09

Meeting-ID: 924 8587 4673                                                                                                                     Kenncode: 061001

Prof. Dr. Elena Demidova (Praktische Informatik: Data Science und Intelligente Systeme / Antrittsvorlesung)

Wissensgraphen als Grundlage der Datenanalyse

Die zunehmende Digitalisierung in vielen Anwendungsbereichen der Wissenschaft und Wirtschaft führt zu ständig wachsenden Datenmengen und damit immer häufiger zur Notwendigkeit, Zusammenhänge in großen heterogenen Datensammlungen zu erkennen sowie datenbasierte Analysen und Prognosen zu erstellen. Ein elementarer Bestandteil der Datenanalyse ist die Verfügbarkeit von Kontextinformationen. Eine wichtige Quelle von semantischen Kontextinformationen sind Wissensgraphen (d.h. semantische Datenbanken mit einem Graph-basierten Datenmodell). Insbesondere bieten Wissensgraphen mit zeitlich-räumlichen Informationen eine wichtige Datenquelle für die Analyse großer, heterogener, zeitlich-räumlicher Datensammlungen an. In diesem Vortrag werden wichtige Aspekte der Erstellung und Verbesserung der Wissensgraphen sowie deren Verwendung für die Analyse von zeitlich-räumlichen Daten sowie für die Erstellung der Datenanalyse-Workflows vorgestellt.

 

11.00 Uhr

Per Zoom Meeting:

https://uni-bonn.zoom.us/j/93762079029?pwd=aW9VYTFvLzcxNDZtejR2V3k3YSs5QT09

Meeting-ID: 937 6207 9029

Kenncode: 643756

Prof. Dr. Veronica Maurino-Lercher (Molecular Plant Physiology / Antrittsvorlesung)

Even the smallest things can break: Damaged molecules and how plant cells cope with them

With the help of sunlight, plants convert CO2 from the air into a myriad of different molecules, in order to grow and to defend themselves against various stresses and predators. Evolution has finetuned the corresponding networks of biochemical reactions over hundreds of million years. But still plant metabolism, just like that of other organisms, is far from perfect.

Small molecules, such as metabolic intermediates and inorganic molecules, are constantly exposed to spontaneous reactions that frequently lead to the formation of unwanted compounds, especially when plants are challenged by ambient conditions such as temperature extremes, high light intensities, drought, and salinity. Moreover, small molecules may be damaged through the unwanted enzymatic action of “promiscuous” enzymes. These enzymes act on non-canonical substrates or catalyze an abnormal reaction on their normal substrates. The resulting damaged small molecules are in the best case useless; but in most cases, they are harmful to the cell.

Three types of biochemical systems have evolved in plants to cope with the consequences of damaged small molecules: (i) repair, (ii) scavenging, and (iii) steering. Repair systems return a damaged small molecule to its original state. Scavenging systems convert dangerous reactive molecules produced during metabolism into more harmless ones. Finally, steering systems evolved to prevent the formation of damaged small molecules by bypassing critical reactions. In my presentation, I will illustrate the work of my group on small molecule damage-control systems in plants with selected examples.

 

12.00 Uhr

Per Zoom Meeting:

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Prof. Dr. Petra Mutzel (Computational Analytics / Antrittsvorlesung)

Graphähnlichkeit für die Algorithmische Datenanalyse

Graphalgorithmen haben zunehmende Bedeutung bei der Analyse von Daten, die eine Netzwerkstruktur besitzen oder als solche modelliert werden können. Beispiele für solche Analyseaufgaben sind die Suche in Moleküldatenbanken oder die Analyse sozialer Netzwerke. Hierbei spielt die Ähnlichkeit von Graphen eine zentrale Rolle. Doch wann sind sich zwei gegebene Graphen ähnlich? Dieser nicht ganz einfachen Frage gehen wir in der Antrittsvorlesung nach. Wir lernen verschiedene Ähnlichkeitskonzepte für Graphen kennen, die bei Analyseaufgaben für vernetzte Daten relevant sind. In einigen Ansätzen spielt auch das klassische Problem der Graphisomorphie eine wichtige Rolle.

 

14.00 Uhr

Per Zoom Meeting:

https://uni-bonn.zoom.us/j/2343592775?pwd=REY3c0lJaEJ6Z05LZERudHl6ZkswUT09

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Kenncode: 674636

Prof. Dr. Dietmar Schmucker (Molekulare Neurowissenschaften / Antrittsvorlesung)

Molecular genetics of brain development: How biological information is used to wire up a complex brain.

The human brain has an estimated 100 billion neurons and development of its ordered circuitry requires a precise matching of an even larger number of synaptic contacts. Development of this complex connectivity relies on the function of less than 30,000 genes. How is this relatively small amount of genetic information utilized to specify a complex wiring diagram? How much or how little of brain wiring is “predetermined” by the genome? Finding answers to these challenging questions is one of the central goals in molecular neuroscience. I plan to discuss progress, promise, problems, - as well as controversies in this fast-moving field. One focus will be to provide an overview of how new break-through technologies in genomics, molecular biology, stem cell biology, and imaging, are currently revolutionizing our understanding of brain development, plasticity, and function. I will discuss progress in general but also newer ideas on neurodevelopmental disorders including autism and schizophrenia. I plan to complement this by reporting on results of our own work in which we aim to dissect mechanisms controlling the formation of specific neuronal circuits in simpler model organisms such as flies or frogs.

The overall aim of this lecture will be to use a small number of examples to illustrate how molecular biology is currently (somewhat quietly?) changing our understanding of brain development and function. The respective conceptual changes are fundamental and have important implications not just within the field of natural sciences but also beyond (e.g. psychology, philosophy, politics).

 

15.00 Uhr

Per Zoom Meeting:

https://desy.zoom.us/j/94616100391?pwd=RVFsZ1ZZYlZ3b0ZDbG4xZ2VYMDg5UT09

Meeting-ID: 946 1610 0391

Kenncode: 726617

Prof. Dr. Ingrid Maria Gregor (Experimentalphysik - Detektorphysik / Antrittsvorlesung)

Die größten Kameras für die kleinsten Teilchen

Um den Ursprung des Universums zu verstehen, brauchen wir Teilchenbeschleuniger, die Teilchen auf beinahe Lichtgeschwindigkeit beschleunigen und miteinander kollidieren lassen. Dabei entstehen neue Teilchen, die sehr präzise vermessen werden müssen, um Rückschlüsse auf die Entstehung des Universums machen zu können. Zur Untersuchung der Teilchen, die bei diesen Kollisionen entstehen, brauchen wir einen Detektor, der uns als elektronische Kamera dient. Moderne Teilchenexperimente wie zum Beispiel ATLAS und CMS am größten Teilchenbeschleuniger der Welt, dem Large Hadron Collider am CERN bei Genf, vereinen die Kontraste: sie sind viele Meter lang und tausende Tonnen schwer und dennoch auf Tausendstel Millimeter präzise. 40 Millionen Mal pro Sekunde zeichnen sie ein dreidimensionales Bild von Teilchen auf, die während der Kollisionen von positiven Kernteilchen (Protonen) im Beschleuniger entstehen. Spurdetektoren aus mehreren Lagen von Halbleitersensoren im Innersten des Detektors werden aus modernsten Technologien entwickelt, um über viele Jahre höchstpräzise Informationen zu den Spuren im Detektor zu liefern. In der Vorlesung werden die kleinsten Teilchen und die riesigen Forschungsgeräte, die Kameras der Teilchenphysik, kurz vorgestellt. Neben Kalorimeter zur Messung der Teilchenenergie werden Silizium-Spurdetektoren betrachtet.

 

16.00 Uhr

Per Zoom Meeting:

https://uni-bonn.zoom.us/j/98413600312?pwd=Q01mOUVSV0U4bzBBdy81YWpvcWZEUT09

Meeting-ID: 984 1360 0312

Kenncode: 511721

Prof. Dr. Sebastian Hofferberth (Experimentalphysik – Quantenoptik / Antrittsvorlesung)

Photon Lego - Quanten-Licht zusammengebaut Baustein für Baustein

Licht spielt eine fundamentale Rolle in unserem täglichen Leben, in technischen Anwendungen und in nahezu allen Bereichen moderner Forschung. Bei der Beobachtung ferner Galaxien durch Teleskope, dem Studium biologischer Zellen per Mikroskop oder bei unserem Sehsinn - allen diesen Prozessen liegt die fundamentale Natur des Lichts und dessen Wechselwirkung mit Materie zugrunde.

Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Erforschung der Naturgesetze des Lichts seit jeher ein zentraler Aspekt wissenschaftlicher Forschung war. Dabei hat sich unser Verständnis von Licht über die Jahrhunderte immer wieder verändert. Insbesondere haben sich auf den ersten Blick widersprüchliche Theorien, die Licht entweder als Welle oder bestehend aus mikroskopischen Teilchen deuten, immer wieder abgewechselt. Erst durch die moderne Quantenoptik ist ein Ansatz entstanden, welcher beide Aspekte, die Wellen- und die Teilchen-Natur des Lichts, vereint.

Obwohl die Ursprünge dieser Theorie, ausgehend von Planck und Einstein, inzwischen über 100 Jahre alt sind, sind viele experimentelle Demonstrationen erst in den letzten 30 Jahren möglich geworden. In unserer Arbeitsgruppe entwickeln wir neue experimentelle Ansätze zur Untersuchung der Licht-Materie-Wechselwirkung auf dem Quantenniveau - zwischen einzelnen Photonen und Atomen. Aus diesem fundamentalen Verständnis ergeben sich neue Ansätze zur Ausnutzung von Quantenphänomenen, z.B. in der Mikroskopie oder Spektroskopie. Mit dieser Motivation entwickeln wir neue Methoden für das gezielte Erzeugen von "nicht-klassischen" Lichtzuständen – Licht, welches nur durch Verwendung der Quantenmechanik erklärt werden kann. Ultimativ erlauben diese Ansätze, einzelne Photonen wie Lichtbausteine zusammenzusetzen und die daraus entstehenden Quantenzustände in Anwendungen von Sensorik bis Informatik einzusetzen.

Dieses noch sehr junge Arbeitsgebiet der nichtlinearen Quantenoptik möchte ich in dieser Vorlesung vorstellen und einen Einblick in die Arbeit in experimentellen Quanten-Laboren geben.

 

 

 

11.15 Uhr

Prof. Dr. Ute Weisz (Lebensmittelwissenschaften, Antrittsvorlesung)

Per Zoom-Meeting:
https://uni-bonn.zoom.us/j/98916221638?pwd=RW1VdllrV3ZNZjNxZkpEV0JkUGdGQT09

Meeting-ID: 989 1622 1638
Kenncode: 547229

Modifikation pflanzlicher Proteine zur Steigerung funktioneller Eigenschaften bei gleichzeitiger Reduktion des allergenen Potentials

Vor dem Hintergrund der wachsenden Weltbevölkerung, der damit bedingten Erhöhung der Nahrungsmittelproduktion sowie des durch den Klimawandel verstärkten Wettbewerbs um verfügbare Ackerflächen bedarf es eines Umdenkens in der Lebensmittelindustrie hin zu verantwortungsvollen Produktionsprozessen und auch Konsumstilen. Aufgrund des hohen Ressourcen- und Flächenverbrauchs insbesondere bei der Erzeugung tierischer Proteine ist derzeit das Interesse an pflanzlichen Proteinen und daraus hergestellten Produkten von Seiten der Lebensmittelindustrie, der -forschung aber auch von Seiten der Verbraucher so groß wie nie. Allerdings bringt der Einsatz pflanzlicher Proteine in Lebensmitteln auch einige Herausforderungen mit sich wie beispielsweise das Vorhandensein unerwünschter Aromanoten, eingeschränkte funktionelle Eigenschaften sowie – je nach Rohstoff – ein allergenes Potential. Der Vortrag soll aufzeigen, welche Möglichkeiten zur Modifikation von Pflanzenproteinen zur Verfügung stehen und wie dadurch die benannten nachteiligen Eigenschaften der Pflanzenproteine verbessert werden können.

16.00 Uhr

Per Zoom Meeting:

https://us02web.zoom.us/j/83244939692?pwd=bVI2Mi9sREhxbnZXSEpUVDJWMVlPZz09
Meeting-ID: 832 4493 9692 Kenncode: 443907

Hans Christian Kaishin Stucken, ordained priest of a small (Japanese) Soto-Zen lineage
Swami Sarvapriyananda, resident Swami, Minister and Spiritual Leader of the Vedanta Society of New York

Pandemics - Chance or Chaos? A digital Panel Discussion

The global consequences of the current pandemic and the subsequent increase of insecurity among society make it crucial to discuss how to deal with crises in general. Any crisis offers the opportunity for positive change. With this in mind, International organizations like the United Nations employ interdisciplinary approaches to problem-solving not only in the realm of international affairs, but also in the field of human development. The UN Human Development Index (HDI), which uses a great variety of criteria including a healthy life, is one instrument to measure the progress of a society. Reflecting this commitment of the UN, our Dies Academicus event wants to engage an exchange between experts, our fellow students and the general public. It provides a space for speakers of various disciplines to reflect upon pandemics as a source of chaos AND new chances. The event will start at 4 pm CET sharp (NO "Akademisches Viertel").

Website:

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Facebook:

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 Bezuschussung einer Vortragsveranstaltung

Unter dem folgenden Link können Sie den Antrag auf Bezuschussung einer Vortragsveranstaltung öffnen und direkt die vorgesehenen Feldern ausfüllen. Nach Genehmigung des Antrags teilen wir Ihnen per E-Mail die Höhe der Honorarsumme mit. Für eine Auszahlung des Honorars benötigen wir nach unserer Mitteilung eine von dem*der Empfänger*in erstellte Rechnung gemäß § 14 des Umsatzsteuergesetzes.

Antrag zur Bezuschussung43


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