20. Juli 2026

Besuch auf der MS Wissenschaft Besuch auf der MS Wissenschaft

Mit dem Deutschlandstipendium die Medizin der Zukunft erleben

Eine Ausstellung zu neuen Innovationen und Ansätzen in der Medizin auf hoher See? – Das mussten wir auf jeden Fall erkunden und luden die Stipendiatinnen und Stipendiaten, die mit einem Deutschlandstipendium gefördert werden, zu einem gemeinsamen Besuch der MS Wissenschaft ein. Das schwimmende Science Center lag in der Zeit vom 10. bis zum 13. Juli am Bonner Stresemannufer und bot eine vielfältige Auswahl an interaktiven Ausstellungsstücken.

Achtung: entzündlich! Die Bonner Universitätsstiftung und die Stipendiat*innen vor dem Bonner Ausstellungsstück
Achtung: entzündlich! Die Bonner Universitätsstiftung und die Stipendiat*innen vor dem Bonner Ausstellungsstück © Bonner Universitätsstiftung
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Von außen ließ sich noch nicht erkennen, was sich unter Deck der MS Wissenschaft verbirgt, die ganz ruhig am Stresemannufer des Rheins in Bonn lag. Erst als wir gemeinsam mit einigen unserer Geförderten an Bord gingen, konnten wir sehen, was dort auf uns wartete: Eine interaktive Ausstellung rund um Fragestellungen, Ansätze und neue Entdeckungen der Medizin von morgen. Bei der Führung wurden uns nicht nur einige Highlights näher erklärt, wir entdeckten auch ein ganz vertrautes Exponat wieder: „Achtung: entzündlich!“ aus dem Sonderforschungsbereich 1454 Metaflammation and Cellular Programming der Universität Bonn. Hier wird anschaulich erklärt, wie Faktoren wie Stress, Ernährung, Schlaf und Bewegung unser Immunsystem beeinflussen – und warum eine sogenannte Metaflammation, eine chronische unterschwellige Entzündung, an der Entstehung vieler Volkskrankheiten beteiligt sein kann.

Im Anschluss blieb noch genügend Zeit übrig, sich eigenständig durch die anderen Ausstellungsstücke zu probieren. Besonders beeindruckend waren ein Bildschirm, der nur mithilfe einer Kamera Gesundheitsdaten wie etwa den Puls erfasst, oder ein digitaler Operationsaal, in dem man sich an der Entfernung einer Gallenblase versuchen kann. Auch die Verwendungsmöglichkeiten von künstlicher Intelligenz in der Medizin spielten bei einigen Exponaten eine Rolle. Beispielsweise in Form eines Chat-Bots, der gerade älteren Menschen bei Einsamkeit helfen und ihnen den Lebensmut geben soll, wieder mehr am sozialen Leben teilzunehmen. Oder aber ein Ultraschall-Gerät, bei dem die KI die Daten auswertet und so feststellen kann, an welcher Stelle sich der Knochenbruch befindet. Und das ohne die schädliche Strahlung eines Röntgen-Geräts.

Nicht nur wir, sondern auch unsere Geförderten, unter denen auch Medizin-Student*innen waren, konnten viele interessante Eindrücke mitnehmen. Für uns als Bonner Universitätsstiftung war der Besuch aber noch aus einem anderen Grund etwas Besonderes: Das Thema knüpft unmittelbar an die mit vielen Partnern gemeinsam ermöglichte Ausstellung „What the Health – Eine Welt. Deine Gesundheit!“ an, die die Zusammenhänge zwischen Lebensstil, Gesundheit und Umwelt für ein breites Publikum erlebbar macht. Im November 2024 feierte sie ihre Eröffnung im Museum Koenig Bonn und zog während ihrer Öffnungszeit bis zum 26. Oktober 2025 eine Vielzahl an interessierten Besucherinnen und Besuchern an. Zukünftig wird die Ausstellung auch an anderen Standorten zu sehen sein.

Die MS Wissenschaft hat ihre Fahrt nach unserem Besuch fortgesetzt. Bis zum 30. September 2026 ist das Science-Schiff noch in Deutschland und Österreich auf Tour. Der Eintritt ist frei und ein Besuch lohnt sich in jedem Fall.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Ausstellung und zur aktuellen Tour.

Von außen ein ganz normales Schiff...
Von außen ein ganz normales Schiff... © Bonner Universitätsstiftung
...von innen eine interaktive Ausstellung für Groß und Klein!
...von innen eine interaktive Ausstellung für Groß und Klein! © Bonner Universitätsstiftung
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