Fleischersatz: Umwelt motiviert nicht zum Konsum

Menschen, die eine kritische Einstellung zur Massentierhaltung haben oder im Alltag auf ihre Gesundheit achten, greifen eher zu Fleischersatzprodukten. Die Sorge um die Umwelt spielt bei dieser Entscheidung dagegen keine Rolle. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universität Bonn, an der mehr als 400 Personen zwischen 17 und 86 Jahren teilnahmen. Die Ergebnisse erscheinen in der Fachzeitschrift Food Quality and Preference.

Erfolgreiche Ausgründung von Universität Bonn und LSI

Das britische Unternehmen APIS Assay Technologies Ltd hat das Ausgründungsprojekt Clickmer Systems der Universität Bonn, welches am Life Science Inkubator (LSI) weiterentwickelt wurde, für einen einstelligen Millionen-Euro-Betrag übernommen. Das Startup entwickelt Clickmere als eine synthetische Alternative zu Antikörpern, die in der Forschung und der medizinischen Diagnostik eingesetzt werden können. Mit den Clickmeren lassen sich etwa Virusinfektionen nachweisen, der Impfstatus bestimmen oder auch Abstoßungsreaktionen nach Organtransplantationen feststellen. Das Unternehmen will die innovativen Produkte nun rasch auf den Markt bringen, damit Anwender bald davon profitieren können.

Fleischkonsum muss um mindestens 75 Prozent sinken

Damit die Erde uns auch in Zukunft ernähren kann, müssen die Industrienationen den Verzehr von Fleisch deutlich reduzieren – im Idealfall um mindestens 75 Prozent. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie der Universität Bonn. Die Übersichtsarbeit wertet den aktuellen Stand der Forschung zu verschiedenen Aspekten des Fleischkonsums aus. Dazu zählen neben den Auswirkungen auf Umwelt und Klima auch Gesundheits- und wirtschaftliche Effekte. Ein Fazit der Forscher: In geringen Mengen Fleisch zu essen, kann durchaus nachhaltig sein. Die Ergebnisse erscheinen in der Zeitschrift Annual Review of Resource Economics.

1,5 Millionen Euro für verbesserte Quantensensoren

Sie entspringen der Welt der Welt der kleinsten Teilchen und haben die Fähigkeit, Dinge mit höchster Präzision zu vermessen – Quantensensoren sind in der Fachwelt derzeit regelrechte Stars. Für ein Projekt, mit dem solche Sensoren verbessert werden können, erhalten Physikerinnen und Physiker der Universität Bonn jetzt gemeinsam mit internationalen Partnern eine Förderung von rund 1,5 Millionen Euro durch das europäische QuantERA-Programm. In ihrem Projekt wollen die Forschenden lasergekühlte Atome durch hohle Glasfasern führen, um diese in Quantensensoren und Quantencomputer einzubringen. Beteiligt sind die Technische Universität Darmstadt, das Paul Scherrer Institut (Schweiz), die Universität Torun (Polen) und das Unternehmen Alpine Quantum Technologies (Österreich).

Forschung hautnah erleben am „Tag der Immunologie“

Welchen Einfluss hat meine Ernährung auf mein Immunsystem? Wie erkennt mein Körper eine Virusinfektion? Und kann man das eigene Immunsystem so trainieren, dass es Krebserkrankungen bekämpft? Unter dem Titel „Immunintelligenz – wie clever ist mein Immunsystem?“ möchte der Exzellenzcluster ImmunoSensation2 der Universität Bonn am 30. April den weltweit stattfindenden Tag der Immunologie mit Bürgerinnen und Bürgern der Region feiern. Dazu gewähren die Forschenden auf dem Bonner Marktplatz und in der Stadtbibliothek einen spannenden Einblick in ihre biomedizinische Forschung. Der Eintritt ist frei.

Enzym verhindert, dass Hirnaktivität aus dem Ruder läuft

Das Gehirn verfügt über die Fähigkeit, die Kontakte zwischen den Nervenzellen zu modifizieren. So verhindert es unter anderem, dass die Hirnaktivität aus dem Ruder läuft. Forschende des Universitätsklinikums Bonn haben zusammen mit einem Team aus Australien einen Mechanismus identifiziert, der hierbei eine wichtige Rolle spielt. Er verändert in kultivierten Zellen die synaptische Kopplung von Neuronen und damit die Reizweiterleitung und -verarbeitung. Ist er gestört, können möglicherweise Krankheiten wie Epilepsie, Schizophrenie oder Autismus die Folge sein. Die Ergebnisse erscheinen in der Fachzeitschrift Cell Reports.

Universität Bonn mit neuer Vorlesungsreihe für Kinder

Für Schülerinnen und Schüler, die Lust haben, Uni-Luft zu schnuppern und Forschende live zu erleben, hat sich die Universität Bonn etwas Neues einfallen lassen: Die dreiteilige Reihe „Wissenschaft zum Nachtisch“ bietet Kindern zwischen 8 und 13 Jahren die Gelegenheit, sich in kindgerecht aufbereiteten Vorlesungen für die Welt der Wissenschaft zu begeistern. Die Vorlesungen sind kostenfrei und finden im Mensazelt am Hauptgebäude statt.

Kein eiszeitlicher Düngeeffekt im Antarktischen Ozean

Kann eisenhaltiger Staub den Ozean düngen, dort das Algenwachstum anregen und dadurch das Kohlendioxid in der Atmosphäre wegfangen? Ob diese hypothetische Treibhausgasbremse in Eiszeiten wirkte, hat ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Universität Bonn anhand von Tiefsee-Sedimentkernen aus der Scotia-See untersucht. Obwohl der Staubeintrag in Eiszeiten hoch war, ließen sich keine Belege für einen Düngungseffekt im antarktischen Ozean finden. Vielmehr war die Produktion etwa von Algen und damit die Kohlendioxid-Festlegung lediglich in Warmzeiten hoch, wenn der Staubeintrag gering war. Die Studie ist nun in “Nature Communications” erschienen.

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