Bonns "Campus der Zukunft" von großer Bedeutung für Universität und Stadt

Das Studierendenwerk Bonn feierte am vergangenen Donnerstag im Beisein von Bonns Oberbürgermeistern Katja Dörner die symbolische Grundsteinlegung für das Bauvorhaben in der Bonner Südstadt.

Im November 2023 begann das vom Studierendenwerk Bonn beauftragte Generalunternehmen, die Eiffage Infra-Hochbau aus Münster, mit den vorbereitenden Arbeiten für den Hochbau. Mittlerweile stehen zwei von drei Kranen, sind erste Grundleitungen gelegt und das Feinplanum weitgehend hergestellt worden. Es folgt das abschnittweise Einbringen der Grundplatte. Die schlüsselfertige Übergabe des Gebäudeensembles ist derzeit für Anfang 2026 zugesagt.

Gastvortrag vom Pionier für visuelle Effekte

Reale Schauspieler in virtuellen Umgebungen sind aus Filmproduktionen nicht mehr wegzudenken. Welche innovative Technik hinter diesen Spezialeffekten steht, ist das Thema eines Vortrags von Dr. Paul Debevec an der Universität Bonn. Die Forschung des Wissenschaftlers von der University of Southern California sowie vom Netflix Eyeline Studio liegt dieser virtuellen Technologie zugrunde. Der englischsprachige Vortrag „From Virtual Cinematography to Virtual Production“ findet am Freitag, 26. April 2024, von 12:15 bis 13:45 Uhr im Hörsaal 2 des Hörsaalzentrums Poppelsdorf, Friedrich-Hirzebruch-Allee 5 in Bonn statt. Die Veranstaltung ist öffentlich. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Forderungen an G7 für verbesserten Zugang zu Hochschulbildung

„Inklusive Bildung für inklusive Gesellschaften" – unter diesem Motto trafen sich die Mitglieder des globalen Universitätsnetzwerk U7+, zu dem nun auch die Universität Bonn als eine von nur fünf deutschen Universitäten gehört. Von den G7 fordern sie konkrete Maßnahmen, um den Zugang zur Hochschulbildung global zu verbessern, etwa mehr Investitionen in das Universitätssystem armer Länder und vereinfachte Visa für Forschende aus Konfliktländern.

Anonyme Meldestelle für Datenleaks

Neues Projekt unter Federführung der Uni Bonn ermöglicht sichere Meldung von geleakten persönlichen Daten

Wie lässt sich der Missbrauch von Recht verhindern?

Recht lässt sich missbräuchlich ausnutzen. Eine Dissertation von Dr. Ansgar Kalle an der Uni Bonn untersucht, wie sich das verhindern lässt

Krankheiten präziser erkennen mit Lysosomen-Analyse

Das Lysosom ist Teil der menschlichen Zellen und wird mit einer Vielzahl von Krankheiten in Verbindung gebracht, darunter auch Krebs. Von Lysosomen stammende Proteine haben hohes Potential, um als sogenannte Biomarker Krankheiten im menschlichen Körper anzuzeigen. Ein Forschungsteam um Dr. Dominic Winter (Institut für Biochemie und Molekularbiologie und Universitätsklinikum Bonn) hat eine innovative Methode entwickelt, um lysosomale Proteine zu analysieren und so potentielle neue Biomarker zu entdecken. Mit dieser Methode könnten Krankheiten in Zukunft besser diagnostiziert werden. Das Projekt wird nun mit einem Prototypisierungsgrant gefördert, um die Methode weiter zur Marktreife zu entwickeln. Die Grants mit einer Fördersumme von bis zu 50.000 € werden regelmäßig vom Transfer Center enaCom vergeben. Aktuell können Bewerbungen für eine Prototypenentwicklung in 2024 zum 31.05.2024 eingereicht werden.

Kants Projekt der Aufklärung

Er war Begründer der deutschen Aufklärung. Sein Denken war kosmopolitisch, obwohl er Königsberg nie verlassen hatte. Vor 300 Jahren wurde Immanuel Kant in Königsberg, dem heutigen Kaliningrad, geboren. Seine philosophische und wissenschaftliche Leistung bleibt. Der Kategorische Imperativ mag vielen aus der Schule noch ein Begriff sein. In der forsch stellen wir passend zum Kant-Jahr zwei Bonner Schwerpunkte in der Forschung vor, was Sie dieses Jahr in Bonn erwarten können – und geben Ihnen spannende Fakten, mit denen Sie im Kant-Jahr glänzen können

KI soll Graue Star-OPs im Globalen Süden verbessern

Während die operative Versorgung von Grauem Star, fachsprachlich Katarakt, in Ländern mit hohem Einkommen gewährleistet ist, sind die OP-Ergebnisse im Globalen Süden oft unzureichend. Durch Videoaufzeichnung können mögliche Operations-Fehler analysiert, das Training verbessert und die OP-Ergebnisse nachweislich optimiert werden. Dies ist bislang aber sehr aufwendig. Es gibt nun vielversprechende Ansätze, die OP-Videoauswertung mittels Künstlicher Intelligenz (KI) zu automatisieren. Es wurden bisher jedoch keine Deep Learning Algorithmen zur Video-Analyse der in Ländern des Globalen Südens gängigen OP-Methode entwickelt. Forschende des Universitätsklinikums Bonn, der Universität Bonn, der Sankara Eye Foundation Indien und von Microsoft Research India wollen dies ändern und einen entsprechenden Algorithmus entwickeln. Ziel ist es, hierdurch langfristig die OP-Ergebnisse bei Grauem Star im Globalen Süden zu verbessern. Als ersten wichtigen Schritt haben sie eine Übersicht zu bisherigen KI-Ansätzen zur Analyse von Grauen Star OPs erstellt. Die Ergebnisse sind nun in Translational Vision Science and Technology (TVST) erschienen.

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