Analoge Informationstafeln ergänzen nun digitale Geologie-App

Wer mehr über die geologische Vergangenheit erfahren möchte, wird mit der kostenlosen App „OutcropWizard“ fündig. Die Anwendung haben Studierende und Wissenschaftler um Privatdozent Dr. Gösta Hoffmann vom Institut für Geowissenschaften der Universität Bonn entwickelt. Sie führt zu geologischen Sehenswürdigkeiten in der Region. Nun ist die digitale Anwendung durch eine analoge ergänzt worden: mit Informationstafeln im UNESCO Natur- und Geopark Vulkaneifel.

Chamäleons mit Rüstung aus knöchernem Stachelpanzer

Bonner Wissenschaftler fanden gemeinsam mit Kollegen aus München, Köln und Bremen ganz eigentümliche spitze Knochen in der Haut eines madagassischen Erdchamäleons. Diese Knochen wachsen entlang der Flanken und Beine aus der Haut heraus und sollen Fressfeinden offenbar den Appetit verderben. Die Ergebnisse sind nun im „Journal of Morphology“ veröffentlicht.

Virtuelle Bonner Mathenacht

Die ursprünglich für den 29. Mai geplante 12. Bonner Wissenschaftsnacht samt Wissenschaftszelt kann leider wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Doch das Hausdorff-Zentrum für Mathematik der Universität Bonn setzt auf digitale Ersatzformate und macht den Anfang – mit einem Abend und einer Nacht voller Mathematik! Weitere digitale Angebote anderer Institutionen und Wissenschaftseinrichtungen in Bonn sollen folgen.

Kostengünstige Netzhaut-Diagnostik per Smartphone

Schäden der Netzhaut aufgrund von Diabetes gelten inzwischen als häufigste Erblindungs-Ursache bei Erwachsenen im erwerbsfähigen Alter. Eine Augenuntersuchung per Smartphone könnte in Schwellenländern helfen, die Veränderungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Das zeigt eine Studie, die Wissenschaftler der Universität Bonn zusammen mit Kollegen vom Sankara Eye Hospital in Bangalore, Indien durchgeführt haben. Die Ergebnisse erscheinen in der Fachzeitschrift „Ophthalmology“.

OSCE: Prüfungen für mehr Qualität und Diversität

Das klassische Prüfungsgespräch wird in der Medizinischen Fakultät immer öfter von praktischen Übungen und Präsentationen abgelöst. OSCE bedeutet objective structured clinical examination. Entsprechend sind Prüfungsabläufe durch OSCE standardisiert. An der Uni Bonn sind sie nun auch digitalisiert. Im Video zeigt uni-bonn.tv eine reale OSCE-Prüfung im Medizinstudium aus dem letzten Wintersemester. Im Interview schildert Dr. Bernhard Steinweg, Geschäftsführer des Studiendekanats der Medizinischen Fakultät, welche Bedeutung OSCE inzwischen für Prüfungen hat.

Gravimeter dokumentiert Abschied ins Homeoffice

Wie fast überall an der Universität Bonn sind auch in der Geodäsie die meisten Institutsangehörigen im Homeoffice. Wie sich das Gebäude an der Nussallee 15 und der gesamte Campus Poppelsdorf zwischen dem 20. Februar und dem 20. April immer mehr leerten, lässt sich an den Aufzeichnungen eines Gravimeters nachvollziehen. Das Instrument misst im Keller – entkoppelt vom Fundament – normalerweise winzige Veränderungen der Schwerkraft.

Das Netzwerk Teilchenwelt geht online

Im Netzwerk Teilchenwelt haben sich 30 Universitäten und Forschungsinstitute in Deutschland unter der Leitung der Technischen Universität Dresden zusammengeschlossen, um Teilchenphysik und Astroteilchenphysik an Jugendliche und Lehrkräfte zu vermitteln. Das Angebot des vom BMBF und von der Dr. Hans Riegel Stiftung geförderten Projektes ist vielfältig und basiert auf einem Stufenprogramm, dass sowohl Breiten- als auch Spitzenförderung ermöglicht. Herzstück des Programms sind die sogenannten Masterclasses. An diesen Projekttagen besuchen Promovierende und Studierende Jugendliche in der Schule oder laden sie an die Universität Bonn ein, um mit ihnen Originaldaten zum Beispiel vom Teilchenphysik-Forschungszentrum CERN bei Genf oder von Astroteilchenphysik-Experimenten auszuwerten. Was passiert nun in Zeiten von Corona, wenn der Schul- oder Universitätsbesuch nicht mehr möglich ist?

Wie lässt sich die Lebensmittelsicherheit von Leinprodukten erhöhen?

Leinsamen sind als Öl, Saat oder Schrot gefragt. Doch sie können Blausäure und Cadmium enthalten. In einem Projekt des Deutschen Instituts für Lebensmitteltechnik e.V. (DIL) und des Instituts für Nutzpflanzenwissenschaften und Ressourcenschutz (INRES) der Universität Bonn sowie der Ölmühle Moog in Lommatzsch, geht es um die Erhöhung der Lebensmittelsicherheit von Leinprodukten und die Nutzung von Nebenprodukten. Das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) fördert das Vorhaben mit 480.000 Euro.

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