Nervenzellen lassen andere „mithören“

Wie viele „Mithörer“ eine Nervenzelle im Gehirn hat, wird streng reguliert. Das zeigt eine internationale Studie unter Federführung des University College London und der Universitäten Bonn, Bordeaux und Milton Keynes (England). In der Umgebung lernender Neuronen werden demnach bestimmte Prozesse in Gang gesetzt, durch die die Signalübertragung weniger exklusiv wird. Die Ergebnisse sind nun in der Zeitschrift Neuron erschienen.

Neue Methode erlaubt exakte Genkontrolle durch Licht

Ein neuartiger optischer Schalter erlaubt es, die Lebenszeit genetischer „Abschriften“ exakt zu kontrollieren. Diese dienen der Zelle als Bauanleitung für die Herstellung von Proteinen. Die Methode wurde von Wissenschaftlern der Universitäten Bonn und Bayreuth entwickelt. Sie könnte die Untersuchung dynamischer Prozesse in lebenden Zellen deutlich vorantreiben. Die Studie ist in der Zeitschrift Nature Communications erschienen.

Auszeichnung für den Blick ins Gewebe

Dr. Alexander Isaak, Assistenzarzt in der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie des Universitätsklinikums Bonn, ist mit dem diesjährigen „Young Investigator Award“ ausgezeichnet worden – ein mit 500 Euro dotierter Förderpreis, den die Deutsche Röntgengesellschaft einmal jährlich an den wissenschaftlichen Nachwuchs verleiht.

Seine Passion ist eine nachhaltige globale Gesundheit

26 Jahre hat Prof. Dr. Dr. h.c Martin Exner das Institut für Hygiene und öffentliche Gesundheit am Universitätsklinikum Bonn geleitet und dessen 125-jährige Geschichte entscheidend mitgeprägt. In der Zeit machte er sich zudem bundesweit einen Namen und ist ein gefragter Experte für Seuchenbekämpfung, Wassergüte und Sanitation sowie Krankenhaushygiene und Desinfektion. Zu den Themen wird er weiterhin der Politik beratend zur Verfügung stehen – unter anderem als Präsident der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene – auch wenn der 69-Jährige am 30. September zum letzten Mal seinen Dienst als Institutsdirektor auf dem Venusberg Campus antreten wird.

Überflutungs-Risiken: Genauere Daten durch Covid-19

Momentan entwickelte GPS-Verfahren erlauben es, Höhenänderungen der Erdoberfläche regelmäßig zu messen. Eine Studie der Universität Bonn belegt nun, dass sich während der Pandemie die Qualität der Messdaten zumindest an manchen Stationen deutlich verbessert haben dürfte. Die Ergebnisse zeigen, welche Faktoren bei der Installation von GPS-Antennen künftig verstärkt berücksichtigt werden sollten. Genauere Daten sind unter anderem für die Berechnung von Überflutungsrisiken oder für Erdbeben-Frühwarnsysteme wichtig. Das Journal „Geophysical Research Letters“ berichtet nun darüber.

Die Bib ist zu – und jetzt? Studieren in Zeiten von Corona

In den eigenen vier Wänden zu lernen und zu arbeiten, ist für viele Studierende nicht die erste Wahl. Doch was tun, wenn es auf den ersten Blick der einzige Ort dafür ist? Campus-Reporter Vincent Rastfeld hat nachgefragt, wie Studierende ohne die Bibliotheken zurechtkommen und mit welchen Mitteln sie gegen die Gefahr der Ablenkung angehen.

Keine Angst vor Vollnarkosen bei kleinen Herzkindern

Etwa 6.000 bis 8.000 Kinder kommen in Deutschland jedes Jahr mit einem Herzfehler zur Welt. Dank des großen medizinischen Fortschritts erreichen zurzeit 90 Prozent von ihnen das Erwachsenenalter. Dazu benötigen viele der herzkranken Kinder aber schon früh einen Eingriff am Herzen verbunden mit einer Vollnarkose – also in der Zeit der Hirnreifung. Es wird zum Teil befürchtet, dass durch Narkosemittel beispielsweise deren kognitive Entwicklung beeinträchtigt wird und möglicherweise später Lernprobleme auftreten. Anlässlich des diesjährigen Weltherztages am 29. September, eine Initiative der World Heart Federation (WHF), erklärt Prof. Dr. Ehrenfried Schindler, Leiter der Kinderanästhesiologie am Universitätsklinikum Bonn, warum Narkosen für pädriatische Patienten heutzutage sehr sicher sind,

Wie Sprache Abhängigkeitsverhältnisse definiert

Wie äußern sich asymmetrische Abhängigkeiten und Sklaverei in Sprache, Erzählungen und Wortfeldern? Mit dieser Frage haben sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Exzellenzclusters „Beyond Slavery and Freedom“, angesiedelt am Bonn Center for Dependency and Slavery Studies der Universität Bonn, intensiv in ihrem ersten Themenjahr befasst. Als Höhepunkt diskutieren sie ihre Forschungen am 1. und 2. Oktober 2020 bei der internationalen Jahreskonferenz des Exzellenzclusters. Die Vorträge finden aufgrund der Corona-Pandemie digital statt.

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