Der gebürtige Südtiroler kam 1965 nach Bonn und studierte an der Universität Psychologie, Musikwissenschaft und Philosophie. 1970 schloss er sein Studium als Diplom-Psychologe ab. Der Universität blieb er auch später eng verbunden: Beim Universitätsfest 2011 sprach er als Festredner unter dem Motto „Keine Uni ohne Alumni“ zu den Absolvent*innen und warb als Gesicht und Stimme der Kampagne „Zimmer frei?!“ für mehr studentischen Wohnraum. Zuletzt unterstützte er die Bonner Universitätsstiftung bei der Gewinnung von Fördernden.
Mit seinem unverwechselbaren Blick auf Sprache und Mentalität des Rheinlands prägte Konrad Beikircher das kulturelle Leben Bonns über Jahrzehnte. Er hielt der rheinischen Art in liebevoller Weise den Spiegel vor. Seiner Alma Mater blieb er stets verbunden (Zitat Beikircher: "Mein Herz hängt immer an der Uni Bonn!") und war zur Stelle, wenn sie ihn um Unterstützung bat. Sein Heimgang hinterlässt eine Lücke in den Reihen der Persönlichkeiten, die die Universität Bonn hervorgebracht hat.