Der Forscher der Universität Bonn erhält die Auszeichnung für seine innovativen Arbeiten zur Entwicklung lichtgetriebener Reaktionen in der Hauptgruppenelementchemie. Seine Forschung verbindet die Chemie schwerer Pniktogene wie Antimon und Bismut mit modernen Konzepten der Photochemie und Katalyse und eröffnet damit neue Perspektiven für nachhaltige und effiziente chemische Synthesen.
Alessandro Bismuto studierte Chemie in Neapel und promovierte anschließend an der University of Edinburgh unter der Betreuung von Stephen Thomas und Michael Cowley. Dabei beschäftigte er sich mit der Entwicklung neuer katalytischer Anwendungen von Aluminiumhydriden in der Hauptgruppenkatalyse.
Nach seiner Promotion folgte ein Forschungsaufenthalt an der University of California, Berkeley bei John F. Hartwig im Rahmen eines Mobility Fellowships der Royal Society of Chemistry, bevor er als Postdoktorand an die ETH Zürich zu Bill Morandi wechselte. Dort arbeitete er an mechanistischen Fragestellungen der Übergangsmetallchemie, insbesondere zu Palladium-, Nickel-, Ruthenium- und Iridium-vermittelten Reaktionen. Im Jahr 2021 erhielt er ein Liebig-Stipendium und gründete seine erste unabhängige Nachwuchsgruppe in Göttingen, bevor er 2023 auf eine Tenure-Track-Professur an die Universität Bonn berufen wurde. Bismuto ist Teil des Transdisziplinären Forschungsbereichs TRA-Matter. Er wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Liebig-Stipendium, dem JSP Fellowship zur Teilnahme an der Bürgenstock-Konferenz sowie dem Thieme Chemistry Journal Award.
Der Dozentenpreis ist mit 25.000 Euro dotiert, hinzu kommen weitere 50.000 Euro für Sachmittel und Reisekosten.