17. September 2026

Klimaschutz auf dem Campus Klimaschutz auf dem Campus: Bundesministerium fördert Engagement der Universität Bonn

Bundesministerium fördert Engagement der Universität Bonn

Wie setzt die Universität Bonn Klimaschutz konkret um? Darüber informierte sich Thomas Kralinski, Leiter der Abteilung „Nationaler und Europäischer Klimaschutz“ im Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN), bei einem Besuch auf dem Campus Poppelsdorf. Im Mittelpunkt standen die Energieversorgung der Universität und die Entwicklung eines integrierten Klimaschutzkonzepts.

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260915-Foerderbesch-vl-002.JPG - (v.l.) Leon Winkelheide, Anika Veith, Abteilungsleiter Thomas Kralinski (BMUKN), Klimaschutzmanagerin Dr. Ferdous Sultana, Referatsleiterin Dr. Ute Hörrmann (BMUKN), Kanzlervertreter Dr. Holger Impekoven, Sina Mosen und Ruben Greif. © Foto: Volker Lannert/Uni Bonn
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Kralinski traf in Bonn den ständigen Vertreter des Uni-Kanzlers, Dr. Holger Impekoven, die neue Klimaschutzmanagerin der Universität Bonn, Dr. Ferdous Sultana, und weitere Mitarbeitende des Prorektorats für Nachhaltigkeit und der Universitätsverwaltung. Nach einem Gespräch über die bisherigen Aktivitäten zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit und die nächsten Schritte ging es hoch hinauf auf das Dach des Hörsaalzentrums. Dort befindet sich die zweitgrößte Photovoltaikanlage der Universität. Photovoltaik ist ein wichtiger Baustein in der Klimaschutz-Strategie der Universität Bonn, die nun systematisch ausgebaut werden soll.

Integriertes Klimaschutzkonzept für die Universität

Am 1. August 2026 hat Dr. Ferdous Sultana ihre Tätigkeit als Klimaschutzmanagerin der Universität Bonn aufgenommen. Sie wird im Rahmen des vom BMUKN geförderten Projekts federführend ein integriertes Klimaschutzkonzept erarbeiten. Darin sollen die bisherigen Aktivitäten gebündelt, weitere Einsparpotenziale ermittelt und konkrete Maßnahmen für einen wirksamen Klimaschutz entwickelt werden. Das auf zwei Jahre angelegte Vorhaben ist im August 2026 gestartet. Es wird über die Kommunalrichtlinie der Nationalen Klimaschutzinitiative des BMUKN gefördert. Das Förderkennzeichen lautet 67K26965.

Thomas Kralinski übergab den förmlichen Förderbescheid für das wegweisende Projekt und würdigte das Engagement der Universität für den Klimaschutz und verschaffte sich einen unmittelbaren Eindruck von den bereits realisierten Maßnahmen. Der Abteilungsleiter sagte: „Klimaschutz ist immer konkret vor Ort. Klimaschutz braucht neben dem Willen der Beteiligten auch vernünftige finanzielle und personelle Ressourcen. Genau da setzen wir mit der NKI an: Mit unseren Fördermitteln unterstützen wir Akteure wie die Universität Bonn dabei, Klimaschutzmanager*innen einzustellen, die wichtige Klimaschutzprojekte anstoßen und professionell umsetzen. Für uns als Klimaschutzministerium ist es ein wichtiges Ziel, Klimaschutz langfristig in der Verwaltung zu verankern. Klimaschutzmanager*innen entwickeln Ideen, setzen Projekte in die Tat um – und leisten so einen aktiven Beitrag um dem Klimawandel zu begegnen, Kosten einzusparen und das Uni-Leben reicher zu machen.“

Kanzlervertreter Dr. Impekoven sagte: „Klimaschutz gelingt dort am besten, wo einzelne Maßnahmen ineinandergreifen und gemeinsam Wirkung entfalten. Wir wollen Klimaschutz zur entscheidenden Handlungsleitplanke unserer Campusentwicklung und unseres Campusbetriebes machen. Das integrierte Klimaschutzkonzept schafft dafür die Grundlage: Wir verzahnen damit unsere Aktivitäten und setzen klare Prioritäten zur Zielerreichung.“

Solarstrom vom Hörsaalzentrum

Die Solarmodule auf dem Hörsaalgebäude sind in zwei Richtungen ausgerichtet. Dadurch können sie über einen längeren Zeitraum des Tages Sonnenlicht einfangen und Strom erzeugen. Die Oberflächen reinigen sich dank des Lotuseffekts praktisch selbst. Inzwischen betreibt die Universität Bonn acht Photovoltaikanlagen mit einer maximalen Gesamtleistung von knapp 550 Kilowattpeak (kWp). Zusammen erzeugten die bestehenden Anlagen 2025 rund 390.000 Kilowattstunden Strom. Das entspricht ungefähr dem Jahresverbrauch von 130 Dreipersonenhaushalten.

Förderung

Projekt „KSI: Erstellung eines Integrierten Klimaschutzkonzeptes mit Klimaschutzmanagement durch die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn – Erstvorhaben“
Förderer: Kommunalrichtlinie der Nationalen Klimaschutzinitiative des BMUKN
Fördersumme: 124.352,00 €

Förderbescheid
Förderbescheid - (v.l.) Abteilungsleiter Thomas Kralinski (BMUKN), Klimaschutzmanagerin Dr. Ferdous Sultana, Kanzlervertreter Dr. Holger Impekoven © Foto: Volker Lannert/Uni Bonn
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