„Die Bewilligung des Langzeitvorhabens ‚Handwörterbuch des antiken christlichen Lateins‘ ist ein voller Erfolg für das Franz Joseph Dölger-Institut, die Katholisch-Theologische Fakultät und die interdisziplinären Altertumswissenschaften an der Universität Bonn. Nach dem erfolgreichen Abschluss des ‚Reallexikons für Antike und Christentum‘ wird ab dem kommenden Jahr wieder ein altertumswissenschaftliches Standardwerk in zehn Bänden in Bonn entstehen“, so Christian Hornung, Professor für Alte Kirchengeschichte und Patrologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät und Leiter des Franz Joseph Dölger-Instituts zur Erforschung der Spätantike. Er ist zudem Mitglied im Transdisziplinären Forschungsbereich (TRA) „Present Pasts“ sowie im Exzellenzcluster „Bonn Center for Dependancy and Slavery Studies“ der Universität Bonn.
Das HACL leistet altertumswissenschaftliche Grundlagenforschung für alle Studierenden und Forschenden, die Fragestellungen zur christlichen Spätantike bearbeiten. Die Auswahl der voraussichtlich 1.500 Lemmata (Wörterbuch-Einträge) erfolgt nach Relevanz, im Abgleich mit anderen Nachschlagewerken und entlang von sieben Themenfeldern: kirchliche Institutionen und Organisationen, Recht, Ethik, Liturgie, Bibelübersetzungen sowie Theologie, Philosophie und Ideengeschichte. Das HACL erscheint in einer digitalen und einer gedruckten Fassung beim renommierten belgischen Verlagshaus Brepols. In Kooperation mit dem Cologne Center for eHumanities (CCeH) an der Universität zu Köln entsteht zudem eine digitale Arbeitsplattform, die der Visualisierung und Tiefenerschließung der Forschungsergebnisse dient. Als Mitherausgeber*innen fungieren Prof. Dr. Anja Bettenworth (Köln), Prof. Dr. Emanuela Colombi (Udine, Italien), Prof. Dr. Therese Fuhrer (München), Prof. Dr. Hartmut Leppin (Frankfurt), Prof. Dr. Hildegund Müller (Notre Dame, USA), Prof. Dr. Konrad Vössing (Bonn), Prof. Dr. Dr. Andreas Weckwerth (Eichstätt).