Bis heute ist die Stadt Bonn nachhaltig davon geprägt, dass sie in unterschiedlichen Epochen immer wieder eine herausgehobene Rolle hatte: So war Bonn Standort eines Römerlagers, später kurfürstliche Residenz- und Festungsstadt und erneut Zentrum der Macht in der Funktion als Bundeshauptstadt im 20. Jahrhundert. „Trotz der damit verbundenen (Macht-)Stellung“, erläutert Prof. Dr. Michael Rohrschneider, „wurde Bonn im Verlauf seiner Geschichte auch immer wieder ,ohnmächtig‘ zum Spielball größerer Mächte, Interessen und Katastrophen, darunter beispielsweise die weitgehende Zerstörung Bonns im Jahr 1689.“ Rohrschneider ist Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit und Rheinische Landesgeschichte und Leiter des Zentrums für Historische Friedensforschung der Universität Bonn. Das Programm des Symposiums spannt einen Bogen über zwei Jahrtausende Bonner Stadtgeschichte. Angefangen von Einblicken in das alltägliche Leben im römischen Bonn über die Bedeutung mittelalterlicher Herrscherurkunden bis hin zum Stadtbrand von 1689. Auch die Rolle der Bonner Universität in Zeiten politischer Umbrüche und andere städtische Entwicklungen im 20. Jahrhundert sind Themen der Vorträge.
Fishbowl zum Stadtmuseum
Zum Abschluss richten Experten und Expertinnen aus dem Museumsbereich ihren Blick auf das Bonner Stadtmuseum. “Ich freue mich auf die Podiumsdiskussion zum Abschluss des Symposiums, wenn wir miteinander über Perspektiven für das künftige Museum der Stadtgeschichte sprechen”, sagt Florian Pauls, Leiter des Stadtmuseums Bonn. Das Panel wird nach der Fishbowl-Methode gestaltet: alle Interessierten im Publikum rücken in den Kreis der Diskutantinnen und Diskutanten auf und bringen dort ihre Erwartungen und Vorschläge für das Bonner Stadtmuseum ein.
Eingangs begrüßen Dr. Birgit Schneider-Bönninger, Dezernentin für Sport und Kultur der Stadt Bonn, sowie Florian Pauls, Leiter des Stadtmuseums Bonn, und Prof. Dr. Michael Rohrschneider.