Europa-Strategie der Universität Bonn

Die Universität Bonn sieht es als eines ihrer zentralen Ziele an, die Zusammenarbeit mit europäischen Partnern in Forschung, Studium und Lehre zu steigern und die Instrumente der Europäischen Union zur internationalen wissenschaftlichen Vernetzung stärker zu nutzen. Sie wird sich noch intensiver als bisher dem Wettbewerb um europäische Forschungsfördermittel stellen und die Bildungsprogramme der Europäischen Union zum Ausbau von Mobilität und Netzwerken nutzen. Im Rahmen der Kooperation mit ausgewählten Partneruniversitäten stärkt sie die europäische Idee sowie den kulturellen, personellen und sprachlichen Austausch.

Handlungsfeld Internationalisierung der Wissenschaft:

Steigerung der Antrags- und Erfolgsquoten in den EU-Forschungsförderprogrammen

Forschung im Labor
© Colourbox

Die Forscher*innen der Universität Bonn sind in hohem Maße global vernetzt. Sie unterhalten Kooperationen auf sechs Kontinenten und publizieren sehr häufig gemeinsam mit ausländischen Kolleg*innen. Viele der Bonner Wissenschaftler*innen beteiligen sich an internationalen Verbundprojekten, die nach dem matching-funds-Prinzip von deutschen und ausländischen Geldgebern unterstützt werden.

Zum weiteren Ausbau der Vernetzung innerhalb Europas soll dieses Potential noch stärker genutzt werden, insbesondere mit Blick auf die Einwerbung von ERC Grants, EU-Verbundprojekten oder International Training Networks (ITN) sowie durch den Aufbau europäischer Promotionsprogramme. Durch eine europäische Transferstrategie sollen Aktivitäten im Transfer, die bisher allein durch Impulse einzelner Wissenschaftler*innen entstehen, strukturiert entwickelt und gefördert werden.

Ziele und Maßnahmen

  1. Auf- und Ausbau europäischer Forschungs- und Innovationsnetzwerke durch bessere Ausschöpfung von Horizon Europe und Erasmus+ KA 2.
  2. Ausbau gemeinsamer Promotionen und Promotionsprogramme mit europäischen Partnern (v.a. stärkere Einwerbung von Marie Skłodowska Curie Initial Training Networks).
  3. Entwicklung einer Transferstrategie in Einklang mit der EU-Strategie.
  1. Ausbau der administrativen Unterstützung bei der Einwerbung von EU-Fördermitteln.
  2. Einwerbung von KA2-Projekten im Rahmen der Europäischen Hochschule NeurotechEU.
  3. Proaktive Identifikation und administrative Unterstützung von EU-Transferprojekten (z.B. ERC Proof of Concept, Erasmus Innovationspartnerschaften).

Handlungsfeld Internationalisierung von Studium und Lehre:

Steigerung der Incoming-Mobilität und Ausbau gemeinsamer europäischer Studiengänge

Das „klassische” Erasmus-Programm ist mit einem Partnerschaftsnetzwerk von 287 Universitäten (und 575 Verträgen) in 30 Ländern sehr gut etabliert und in den Fakultäten gut verankert. Das Erasmus-Budget ist über die letzten 20 Jahre stark gestiegen, die Mobilität von Bonner Studierenden bewegt sich im bundesweiten Vergleich auf einem hohen Niveau.

Um Studium und Lehre noch stärker zu internationalisieren, möchte die Universität Bonn ihren Standort in der Mitte Europas gezielt nutzen. Im Bereich der Studierendenmobilität wollen wir künftig verstärkt Studierende aus Erasmus-Programmländern anwerben und zusätzliche Angebote für weltweite Mobilität mit Erasmus-Partnerländern (KA 107 und KA 171) schaffen. Kooperativ mit europäischen Partnern angebotene digitale und hybride Lehrformate werden unsere bestehenden Studiengänge weiter internationalisieren. Darüber hinaus wollen wir durch zusätzliche gemeinsame Studienprogramme und eine stärkere Nutzung der Erasmus-Lehrendenmobilität den wissenschaftlichen Austausch und die Kooperation zwischen den Lehrenden weiter fördern.

Studierende feiern ihren Abschluss
© Volker Lannert/Uni Bonn

Ziel und Maßnahmen

  1. Erhöhung der Anzahl internationaler Austauschstudierender (Incomings) im Bachelor-Bereich, grundsätzlicher Ausbau der Erasmus-Mobilität (v.a. KA 107 und KA 171).
  2. Auf- und Ausbau digitaler und hybrider internationaler Kooperationsformate im Rahmen der Studiengänge der Universität Bonn.
  3. Einwerbung gemeinsamer Studiengänge, v.a. im Bereich Erasmus Mundus.
  1. Ausbau der administrativen Unterstützung im Rahmen von Erasmus+ KA 107 und KA 171, Aus- und Aufbau englischsprachiger Module in BA-Programmen.
  2. Frühzeitige Nutzung der neuen Förderoptionen für blended teaching und virtual mobility im Rahmen des Erasmus-Rahmenprogramms 2021–2027.
  3. Gezielte Anreize für die Antragstellung und administrative Begleitung von Erasmus-Mundus-Anträgen.

Handlungsfeld strategische Partnerschaften:

Stärkung von Hochschulpartnerschaften und Netzwerken in Europa

Hochschulpräsidenten geben sich die Hand
© Dick van Aalst/Radboud University

Die Universität Bonn unterhält instituts-, fakultäts- oder universitätsweite Partnerschaften mit weltweit über 200 Universitäten. Zur Schärfung ihres internationalen Profils und Etablierung einer noch intensiveren europäischen Kooperation beteiligen wir uns an der European University of Brain and Technology (NeurotechEU), die für uns das europäische Pendant zu den strategischen Partnerschaften außerhalb der EU bildet.

Im Rahmen der Europäischen Hochschule wollen wir die Kooperation in Forschung, Lehre und Administration mit den sieben Partneruniversitäten aus unterschiedlichen Regionen Europas weiter intensivieren und dazu beitragen, den Verbund langfristig in Europa zu etablieren. Unsere Universitätsbeziehungen wollen wir darüber hinaus durch Mitarbeit in europaweiten, wissenschaftspolitisch orientierten Hochschulnetzwerken stärken.

Ziele und Maßnahmen

  1. Erfolgreicher Fortsetzungsantrag der Europäischen Hochschule NeurotechEU.
  2. Beteiligung an strategisch wichtigen europäischen Hochschulnetzwerken.
  3. Identifikation von weiteren gesamtuniversitären Universitätspartnern innerhalb der EU.
  1. Aufbau von fakultäts- und verwaltungsübergreifenden Strukturen und Prozessen zur erfolgreichen Gestaltung der ersten Förderphase von NeurotechEU.
  2. Antragstellung auf Mitgliedschaft in ausgewählte europäische Universitätsnetzwerke.
  3. Durchführung von (digitalen) Fact Finding Missions innerhalb der EU.

Kontakt

Avatar Fuchs-Bodde

Dr. Katharina Fuchs-Bodde

Dezernentin

2.001

Poppelsdorfer Allee 53

53115 Bonn

+49 228 73-5950

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