Vielfältige Forschung

Weitere große Projekte an der Universität Bonn

Geldgeber wie Stiftungen, das Land NRW oder die Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und Künste finanzieren eine Vielzahl an Forschungsvorhaben an unserer Universität. Auf dieser Seite finden Sie eine Auswahl der größten derzeitig laufenden Projekte. Weitere Projekte finden Sie über die Forschungsübersichten der Fakultäten.

Akademieprojekte

Sie finden hier eine Übersicht der Projekte an der Universität Bonn, die von der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und Künste finanziert werden.

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© Frommann/Uni Bonn

Projekte der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und Künste

Leiter

Prof. Dr. theol. Christian Hornung
Dekanat der Kath.-Theol. Fakultät
An der Schlosskirche 2-4
53113 Bonn

Zusammenfassung

Das Akademievorhaben „Herausgabe des Reallexikons für Antike und Christentum (RAC)“ erforscht die Entstehung der spätantik-christlichen Kultur.

Konkret soll die Frage beantwortet werden: Wie wurde aus der vielschichtigen, keineswegs einheitlichen antiken Kultur, die sich seit hellenistischer Zeit in der Mittelmeerwelt entwickelte, die spätantik-christliche der folgenden Jahrhunderte? Die Bedeutung dieser Fragestellung ergibt sich aus der Tatsache, dass diese spätantik-christliche Kultur eine Vorstufe der mittelalterlichen und damit zum Teil der heutigen bildet.

Was uns heute als natürlicher Bestandteil der christlich geprägten europäischen Kultur erscheint, hat oft einen ganz anderen Ursprung. Das Forschungsprojekt stellt unabhängig von konfessionellen und weltanschaulichen Standpunkten die wechselseitigen Einflüsse von jüdischer, paganer (heidnischer) und christlicher Antike dar, aus denen sich in der Spätantike eine neue Kultur entwickelt. Dabei kommen nicht nur Erscheinungen des religiösen Lebens, theologische Begriffe und Vorstellungen zur Sprache, sondern viel umfassender auch die wesentlichen Bereiche von Staat, Gesellschaft, Recht, Wirtschaft, Kunst, Literatur und Wissenschaft.

Im Mittelpunkt steht das kulturwissenschaftlich ausgerichtete Reallexikon für Antike und Christentum (RAC), das diesen Prozess in Beiträgen eines internationalen Autorenkreises detailliert aufarbeitet.

Laufzeit: 1976 bis voraussichtlich 2026

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Leiterin

Prof. Dr. Andrea Stieldorf
Institut für Geschichtswissenschaft
Konviktstr. 11
53113 Bonn

Zusammenfassung

Das Akademievorhaben „Die Deutschen Inschriften des Mittelalters“ erfasst, kommentiert und editiert die noch erhaltenen oder überlieferten Inschriften des Landes Nordrhein-Westfalen aus den Jahren 500 bis 1650 nach Christus.

Gegenstand des Projekts sind die vom frühen Mittelalter bis 1650 im deutschen Sprachraum entstandenen lateinischen und deutschen Inschriften. Als historische Textzeugnisse sind Inschriften vor allem deshalb von Interesse, weil sie oft sehr authentisch in ihrem ursprünglichen historischen Kontext überliefert sind. Für den genannten Zeitraum bieten die auf dauerhaftem Material wie Stein, Holz, Gold, Silber, Bronze und Glas sowie auf Textilien und Leder angebrachten Texte eine wesentliche Ergänzung der handschriftlichen und gedruckten Überlieferung auf Papier oder Pergament. Von diesen Quellen unterscheidet sich die Mehrzahl der Inschriften durch eine breitere und länger anhaltende öffentliche Wirkung, auf die bereits ihre Konzeption und Ausführung angelegt sind. Dies gilt beispielsweise für Inschriften auf Grabdenkmälern, Glocken, Häusern sowie auf den verschiedenartigen Stücken der Kirchenausstattung wie Altären, Reliquiaren, Kelchen, Opferstöcken, Kanzeln oder Taufbecken.

Im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Edition, die nicht nur die erhaltenen, sondern auch die heute verlorenen, nur noch in älteren Abschriften oder Fotos überlieferten Inschriften berücksichtigt, steht die genaue Wiedergabe der oft schwer zu entziffernden Texte. Damit verbunden ist die Dokumentation der kunstgeschichtlich oftmals bedeutenden Inschriftenträger und eine Beschreibung ihrer originalen Standorte. Daraus entsteht im Idealfall ein komplexes Verständnis von Text und Objekt in Zeit und Raum. Alle fremdsprachigen Texte und auch die Texte älterer deutscher Sprachstufen werden übersetzt; vielfältige Problemstellungen der Inschriften und ihrer Träger werden im Kommentar erörtert. Neben der Präsentation von Texten besteht eine wesentliche Aufgabe des Vorhabens darin, Material für eine Inschriften-Paläografie zur Verfügung zu stellen, mit deren Hilfe Datierungen oder Werkstattzusammenhänge anhand der Buchstabenformen rekonstruiert werden können.

Seit 2012 arbeitet das Vorhaben nach einer neu ausgerichteten Gesamtkonzeption. Diese zielt für Deutschland auf ein an thematisch-inhaltlichen Schwerpunkten (wie etwa Reichsstädte, Residenzen und Klosterlandschaften) orientiertes Quellencorpus, welches das in Inschriften überlieferte kulturelle Erbe in einem repräsentativen Querschnitt verfügbar macht.

Die Edition der Inschriften erfolgt als Gemeinschaftsunternehmen der deutschen Akademien der Wissenschaften und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien.
Aus der Arbeit aller Forschungsstellen sind bisher mehr als 100 Bände hervorgegangen.

Die Bände der Reihe „Die deutschen Inschriften“ bieten eine wichtige Quelle für Wissenschaftler aller historischen Fächer, aber auch eine anregende Lektüre für den an Geschichte interessierten Laien. Seit 2009 sind mehr als 40 Bände und Sonderpublikationen auch digital auf Deutsche Inschriften Online in einer durch viele Bilder erweiterten sowie durch Addenda und Corrigenda stetig aktualisierten Fassung verfügbar.

Laufzeit: 1978 bis voraussichtlich Ende 2030

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Leiter

Prof. Dr. Dieter Sturma
Institut für Wissenschaft und Ethik (IWE)
Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE)
Bonner Talweg 57
53113 Bonn

Zusammenfassung

Mit dem Projekt „Grundlagen, Normen und Kriterien der ethischen Urteilsbildung in den Biowissenschaften - Referenzzentrum“ schafft das Deutsche Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE) die wissenschaftlichen Grundlagen für eine qualifizierte bioethische Diskussion im deutschen, europäischen und internationalen Rahmen. 

Zu diesem Zweck werden die relevanten interdisziplinären Informationen, die zu berücksichtigenden gesellschaftlichen Fragen und die normativen Grundlagen einer qualifizierten Urteilsbildung systematisch wissenschaftlich erarbeitet, in Konferenzen und Symposien erörtert und zugänglich gemacht. Die öffentliche Spezialbibliothek und Dokumentation des DRZE sammelt und erschließt kontinuierlich einschlägige nationale und internationale Monographien, Sammelwerke, Lexika, Zeitschriften, Zeitungsartikel, Rechtstexte und Graue Literatur aus den Bereichen Bioethik und Wissenschaftsethik. Der Katalog ist über die Literaturdatenbank BELIT3 auch online recherchierbar. 

Das 1999 gegründete DRZE ist eine zentrale Einrichtung der Universität Bonn. Schon bald nach Gründung beantragte das DRZE mehrere kurz- und langfristige Projekte aus Bundes- und Europaprogrammen. Für das Projekt „Grundlagen, Normen und Kriterien der ethischen Urteilsbildung in den Biowissenschaften - Referenzzentrum“ hat das DRZE mit dem Auslaufen der Förderung durch das BMBF die Aufnahme in das Akademienprogramm beantragt; ab dem 1. Januar 2004 wurde es als Forschungsvorhaben der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften in das von Bund und Land geförderte Forschungsprogramm der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften aufgenommen.

Laufzeit: 2004 bis voraussichtlich 2028

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Leiterin

Prof. Dr. Helga Bumke
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Zusammenfassung

Gegenstand des Forschungsprojektes sind die außerhalb der städtischen Bereiche gegründeten griechischen Heiligtümer. Als sakrale Zonen zumeist fest definiert, nehmen sie innerhalb der Heiligtumstypologie eine besondere Stellung ein. In der Regel sind sie mit einer Hauptgottheit verbunden, neben der jedoch auch zahlreiche weitere Gottheiten verehrt wurden. Während die Koexistenz verschiedener Gottheiten an sich kein unbekanntes Phänomen ist, wurde bislang jedoch kaum genauer untersucht, inwieweit sich ihre verschiedenen Funktionsbereiche im Gefüge einer einheitlichen sakralen Zone ergänzen, deren religiöse Primär-Ausrichtung durch eine Hauptgottheit und ihre spezifischen Qualitäten festgelegt war. Eine Untersuchung der sakralen Strukturen extraurbaner Heiligtümer und ihres rituellen Gesamtgefüges fehlt insofern bis heute und ist übergeordnetes Ziel des Forschungsvorhabens. So gilt es, innerhalb des jeweils topographisch klar definierten sakralen Raumes, der von einer Hauptgottheit mit bestimmten Wirkungsbereichen auch inhaltlich bestimmt ist, die Funktion der ‚Nebenkulte’ im Hinblick auf den Gesamtorganismus, insbesondere die rituelle Interaktion bzw. Kommunikation mit den religiösen Primäraspekten, zu erschließen.

Laufzeit: 2009 bis voraussichtlich 2021

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Leiter

Prof. Dr. Nikolai Grube
Abteilung für Altamerikanistik
Oxfordstr. 15
53111 Bonn

Zusammenfassung

Das Projekt „Textdatenbank und Wörterbuch des Klassischen Maya“ setzt mit der Erforschung der Mayaschrift und -sprache eine lange Tradition deutscher Mesoamerikaforschung fort, die Ende des 19. Jahrhunderts begründet wurde. Ziel ist es, die Forschung zu der bedeutendsten Schrift im vorspanischen Amerika zu dokumentieren (siehe ‚moderne Dokumentationsmethoden‘), die Hieroglyphentexte in einer Datenbank zugänglich zu machen und auf dieser Grundlage ein Wörterbuch der Klassischen Mayasprache zu erstellen. Die Mayaschrift wurde im Zeitraum zwischen 300 v. Chr. bis 1500 n. Chr. verwendet und umfasst Hunderte von Wort- und Silbenzeichen, die erst teilweise entschlüsselt sind: für die vollständige Entzifferung muss das aus über 10.000 Textträgern bestehende Textkorpus digital erschlossen und epigraphisch analysiert werden. In Kooperation mit der Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen und der Universitäts- und Landesbibliothek Bonn entsteht deshalb eine internetbasierte Forschungsumgebung für die Dokumentation und Entzifferung der Inschriften, die in einem Langzeitarchiv für geisteswissenschaftliche Forschungsdaten angelegt und zur freien Recherche zur Verfügung gestellt wird.

Maya-Inschriften werden seit Mitte des 19. Jahrhunderts systematisch in Zeichnungen, Fotografien, Frottagen und Abformungen dokumentiert. Das Forschungsprojekt knüpft an diese Tradition an und hat bis jetzt Originale und Reproduktionen in Museen und Sammlungen in Basel, Iphofen, Berlin, Cambridge und London erfasst. Dabei kommt modernste Technologie zum Einsatz: mit Hilfe eines 3D-Weißlichtscanners werden Mayainschriften digitalisiert und dreidimensional visualisiert. Die Oberfläche wird so exakt abgebildet, dass durch Renderverfahren kaum erkennbare Textstellen lesbar werden. Gipsabgüsse von Mayamonumenten, die vor über hundert Jahren angefertigt wurden, stehen im Fokus, da sie den oft tadellosen Zustand der Monumente bei ihrer Entdeckung konservieren.

Laufzeit: 2014 bis voraussichtlich 2028

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Leiterin

Prof. Dr. Claudia Wich-Reif
Abteilung für Germanistische Linguistik
Am Hof 1 d
53113 Bonn

Zusammenfassung

Angesichts des rapiden Rückgangs mundartlicher Sprachkompetenz vor allem gen Norden des deutschen Sprachgebiets ist es das Ziel des DMW, mittels einer ersten systematischen Erhebung aktueller Daten noch fassbare Bestände der Dialekte bzw. der maximal standardfernen Sprechweisen zweier Sprechergenerationen im mittleren Westen Deutschland zu dokumentieren und zu analysieren. Durch Neuerhebungen sollen die bisher noch nicht durch moderne Sprachatlanten erfassten maximal standardfernen Sprachvarietäten in Nordrhein-Westfalen (auf Dialekte bezogen neben Westfälisch, Niederfränkisch und Ripuarisch auch kleinere Gebiete Moselfränkisch, Mittel- bzw. Zentralhessisch und Ostfälisch) sowie im Südwesten von Niedersachsen (Westfälisch) und im Norden von Rheinland-Pfalz (Moselfränkisch) systematisch und umfassend kartografisch dokumentiert werden (phonetisch-phonologisch, morphologisch, syntaktisch, lexikalisch).

Aufgrund der heterogenen sprachlichen Gegebenheiten im Untersuchungsgebiet ist mit unterschiedlichen Graden von Dialektnähe bzw. Standardferne zu rechnen, die mit dem DMW innerhalb eines begrenzten Zeitraums erstmalig großräumig systematisch erfasst, strukturell analysiert und verglichen werden sollen. Um die Dynamik des Sprachwandels im Gebiet des DMW zu erfassen, werden Daten zweier Generationen erhoben. Dabei ist davon auszugehen, dass sich der stärkste Grad an Dialektalität vor allem in der ältesten Generation findet, während die Kinder- und Enkelgeneration Formen schwächerer Dialektalität zwischen Basisdialekt und Standardsprache verwendet, die nicht nur räumlich, sondern auch sozial-situativ gebunden sind. Gerade die Kindergeneration der heute 30- bis 40-Jährigen muss miterhoben werden, um so die einmalige Chance zu nutzen, den sprachlichen Umbau im Vergleich der Generationen zu dokumentieren und in Kombination mit den sprachbiographischen Daten auszuwerten.

Geographisch und auch methodisch schließt der DMW an wichtige existierende Atlasprojekte an. Gleichzeitig ist dadurch die Vergleichbarkeit der Daten gewährleistet. Die Forschungsergebnisse werden auch digital via Internet für wissenschaftliche Forschungsaktivitäten Dritter sowie für die interessierte Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Laufzeit: 2016 bis voraussichtlich 2032

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Weitere große Projekte

Sie finden hier eine Übersicht zu Verbundprojekten der Universität Bonn, die von Stiftungen und dem Land NRW finanziert werden.

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© Frommann/Uni Bonn

Förderungen der VolkswagenStiftung

Projektbeteiligter der Uni Bonn

Prof. Dr. Clemens Simmer
Institut für Geowissenschaften
Abt. Meteorologie
Nussallee 8
53115 Bonn

Zusammenfassung

Alle zehn deutschen Universitäten, die mit Bachelor- und Master-Abschlüssen konsekutive Studiengänge in der Meteorologie anbieten, haben einen gemeinsamen Verbund gebildet, um die Meteorologie als Studien- und Forschungsgebiet in Deutschland zukunftsweisend weiterzuentwickeln. Übergeordnetes Ziel ist, die Zahl der Studierenden zu erhöhen und dadurch an den tatsächlichen Bedarf an Meteorolog(inn)en in der (außer-)universitären Wissenschaft wie auch in Industrie und Wirtschaft zu decken. Das Strategiekonzept umfasst fünf Arbeitspakete: (1) Stärkung der internen Vernetzung des Fachs und Bildung einer Austauschplattform zwischen den einzelnen Standorten, (2) Erhöhung der Attraktivität der Meteorologie für Studierende und Gewinnung möglichst geeigneter Kandidat(inn)en durch Entwicklung einer Informationsstrategie mit im Internet verfügbaren Tests, Schulvorführungen, YouTube-Videos, Social Media, Initiierung meteorologischer Schulklassenprojekte etc., (3) Entwicklung eines standardisierten Kerncurriculums auf BSc-, MSc- und PhD-Ebene sowie bundesweite virtuelle Lehrveranstaltungen (inklusive Vergabe von Leistungspunkten), (4) Stärkung der kooperativen Forschung durch Vernetzung der verschiedenen meteorologischen Institute und Nutzung des Synergiepotenzials für exzellente Wissenschaft, (5) Öffentlichkeitsarbeit. Das Konsortium soll darüber hinaus der universitären Meteorologie in Deutschland eine Stimme in der öffentlichen Diskussion geben.

Beteiligte Institutionen

  • Universität Mainz
  • Universität zu Köln
  • Freie Universität Berlin
  • Universität Frankfurt am Main
  • Universität Hamburg
  • Universität Leipzig
  • Universität München
  • Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
  • Universität Hannover

Laufzeit: 2021-2028

Projektbeteiligter der Uni Bonn

Prof. Dr. Jan Bemmann
Institut für Archäologie und Kulturanthropologie
Brühler Straße 7
53119 Bonn

Zusammenfassung

Innovative Forschung entsteht oft an der Schnittstelle zwischen Disziplinen und Fachgebieten und nicht im Zentrum einer einzelnen Disziplin. Während sich an den führenden Instituten im Ausland die Archäologie schon als "Archaeosciences" präsentiert, ist sie in Deutschland noch mehrheitlich fest in den Geisteswissenschaften angesiedelt; insbesondere die Bioarchäologie fehlt fast in Gänze. Ziel des Strategiekonzeptes ist der Aufbau eines neuen Zentrums an der Universität Bonn, das Bonn Center for ArchaeoSciences (BoCAS), als Knotenpunkt für die Zusammenarbeit zwischen allen archäologischen Disziplinen und verschiedenen Natur- und Lebenswissenschaften. Die Arbeit im BoCAS beruht auf vier Säulen: 1) Vernetzung: In regelmäßigen Abständen kommen alle BoCAS-Mitglieder und ihre Kooperationspartner*innen zu "lightning rounds" zusammen, kleinen kreativen Treffen mit knappen Impulsvorträgen mit dem Ziel neue Ideen und Projekte zu schöpfen. Dazu treten eine Vortragsserie, Kolloquien, Workshops und weitere Aktivitäten. 2) Information und Beratung: Über eine Internetseite sollen Angaben zu möglichen Kooperationspartnern und ihrer jeweiligen Expertise, Laborausstattungen sowie neu eingeführte Analyse- und Messverfahren zugänglich gemacht sowie Wikis erstellt werden. 3) Lehre: Es werden neue Module für Bio- und Geoarchäologie für die bestehenden BA und MA-Studiengänge konzipiert sowie das bestehende Angebot in der Archäoinformatik ausgebaut. Darüber hinaus wird es angestrebt, einen übergreifenden Masterstudiengang ArchaeoSciences einzurichten. 4) Forschung: Die interdisziplinäre Zusammenarbeit soll innerhalb des Zentrums über Pilotprojekte initiiert und anschließend über Verbundprojekte vorangetrieben werden. Dem Zentrum unmittelbar zugeordnet sind drei neu zu besetzende Stellen: eine W1-Professur, eine W2-Professur und eine Managerposition.

Laufzeit: 2020-2026

Projektbeteiligte der Uni Bonn

  • Jun.-Prof. Dr. Lena Janys
    Institut of Finance and Statistics
  • Prof. Dr. Philipp Eisenhauer
    Institute for Applied Microeconomics
  • Prof. Dr. Jan Hasenauer
    LIMES-Institut


Zusammenfassung

Public policy interventions are critical for the management of pandemics but predictions about their impact are often flawed as they disregard the behavioral responses by individuals. The project will establish an integrative framework combining epidemiological and economic modeling to address this challenge. Using the insights and data generated by the current COVID-19 pandemic, it seeks to inform decision making processes in current and future health challenges.


Laufzeit: 2021-2023 

Förderungen des Landes NRW

Sprecher der Uni Bonn

Prof. Dr. Christian Borgemeister
Zentrum für Entwicklungsforschung
Genscherallee 3
53113 Bonn

Zusammenfassung

Urbanisierungsprozesse - und die damit einhergehende urbane Transformation - beinhalten Veränderungen, die sich direkt oder indirekt auf gesundheitsrelevante Rahmenbedingungen und damit auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bürgerinnen und Bürger auswirken. Da mehr als die Hälfte der Bevölkerung weltweit in Städten lebt, ist es eine globale Herausforderung, gesundheitsfördernde und nachhaltige Städte zu entwickeln sowie unter Berücksichtigung des Bevölkerungswachstums, die Ernährungssicherheit in den urbanen Zentren sicherzustellen. Das Forschungskolleg „One Health und urbane Transformation – Erkennung von Risiken, Erarbeitung nachhaltiger Lösungen“ der Universität Bonn, der United Nations University – EHS und der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg verfolgt den ganzheitlichen One-Health Ansatz, um die Wechselwirkungen zwischen der menschlichen, tierischen und Umweltgesundheit im Rahmen urbaner Transformationen zu untersuchen. Hierbei sollen die Entwicklungen in NRW, mit Schwerpunkt auf der Rhein-Ruhr-Region, den drei Metropolregionen São Paulo (Brasilien), Accra (Ghana) und Ahmedabad (Indien) vergleichend gegenübergestellt werden. Die Untersuchungen der 1. Förderperiode haben gezeigt, dass sich die Rahmenbedingungen und dementsprechend die zentralen Problemfelder in den einzelnen Metropolregionen stark voneinander unterscheiden. Daher soll in der 2. Förderperiode zwar ein Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer zwischen den Metropolregionen stattfinden, jedoch müssen individuelle Lösungsstrategien für die einzelnen Regionen entwickelt werden.

Beteiligte Institutionen

  • United Nations University- Institute for Environment and Human Security Bonn (UNU-EHS)
  • Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (HBRS)
  • International Center for Sustainable Development (IZNE)
  • Department of Geography, University BonnKarlsruher
  • Agricultural Faculty, University Bonn
  • Medical Faculty, University Bonn
  • Institute for Hygiene and Public Health (IHPH)
  • Emscher Genossenschaft
  • Ruhr-Verband
  • Ahmedabad, India: Indian Institute of Public Health-Gandhinagar (IIPH-G)
  • Accra, Ghana: Institute of Statistical, Social and Economic Research (ISSER), University Ghana
  • São Paulo, Brazil: University São Paulo (USP)

Laufzeit

2015-2024

Teilvorhaben Informatik

Prof. Dr. Stephan Wrobel
Lehrstuhl für Computer Science
Endenicher Allee 19A,
53115 Bonn

Zusammenfassung

Die volle wirtschaftliche und gesellschaftliche Ausschöpfung des enormen Potenzials von Künstlicher Intelligenz (KI) setzt eine hohe technische Zuverlässigkeit und ausreichendes Vertrauen seitens der Verbraucher voraus. Um eine nachhaltige Digitalisierung zu ermöglichen, werden im Verbundvorhaben ZERTIFIZIERTE KI Qualitätsstandards für die vertrauenswürdige Anwendung von KI erarbeitet sowie ein Zertifizierungsprozess für die sachkundige Überprüfung von (technisch) zugesicherten Eigenschaften entwickelt. Der holistische Ansatz des Verbunds, welcher Expertise aus Informatik, Wirtschaftswissenschaften, Rechtswissenschaften und Philosophie vereint, stellt dabei die gesellschaftliche Akzeptanz, Realisierbarkeit und Marktfähigkeit der zu konzipierenden Prüfmethodologie sicher. Gleichzeitig wird durch einen besonderen Fokus auf die nordrhein- westfälische Wirtschaft der hiesige Standort nachhaltig gestärkt, indem die Unternehmen die Möglichkeit erhalten, entsprechende Standards aktiv mitzugestalten und sich neue Geschäftsmodelle zu erschließen.
Der Lehrstuhl für Informatik der Universität Bonn trägt zum Verbundvorhaben die Forschung und
(Weiter-)Entwicklung von Absicherungsverfahren für Kl-Systeme bei. Zum einen werden Methoden zur Verifikation Neuronaler Netze erarbeitet, die als Teil einer statistischen Sicherheitsargumentation für KI-Funktionen verwendet werden können. Aus dieser Forschung können sich auch Prüfansätze zur Verifikation bestimmter Sicherheitseigenschaften eines Neuronalen Netzes ergeben. Zum anderen werden Transparenzverfahren, die Anwendern Nachvollziehbarkeit der Funktionsweise eines KI- Systems oder eine Erklärung für bestimmte Ausgaben ermöglichen, entwickelt und bewertet. Die neuentstandenen Verfahren werden darüber hinaus in entsprechende Demonstratoren umgesetzt und auf der Plattform für Prüfwerkzeuge zur Verfügung gestellt.

Laufzeit

2021 - 2025

Teilvorhaben Philosophie

Prof. Dr. Markus Gabriel
Lehrstuhl für Erkenntnistheorie, Philosophie der Neuzeit und Gegenwart
Poppelsdorfer Allee 28,
53115 Bonn

Zusammenfassung

Die volle wirtschaftliche und gesellschaftliche Ausschöpfung des enormen Potenzials von Künstlicher Intelligenz (KI) setzt eine hohe technische Zuverlässigkeit und ausreichendes Vertrauen seitens der Verbraucher voraus. Um eine nachhaltige Digitalisierung zu ermöglichen, werden im Verbundvorhaben ZERTIFIZIERTE KI Qualitätsstandards für die vertrauenswürdige Anwendung von KI erarbeitet sowie ein Zertifizierungsprozess für die sachkundige Überprüfung von (technisch) zugesicherten Eigenschaften entwickelt. Der holistische Ansatz des Verbunds, welcher Expertise aus Informatik, Wirtschaftswissenschaften, Rechtswissenschaften und Philosophie vereint, stellt dabei die gesellschaftliche Akzeptanz, Realisierbarkeit und Marktfähigkeit der zu konzipierenden Prüfmethodologie sicher. Gleichzeitig wird durch einen besonderen Fokus auf die nordrhein- westfälische Wirtschaft der hiesige Standort nachhaltig gestärkt, indem die Unternehmen die Möglichkeit erhalten, entsprechende Standards aktiv mitzugestalten und sich neue Geschäftsmodelle zu erschließen.
Der Lehrstuhl für Erkenntnistheorie, Philosophie der Neuzeit und Gegenwart der Universität Bonn wird an seinem Center for Science and Thought (CST) daran arbeiten, zunächst eine Analyse der Use Cases von Kt-Anwendungen im Hinblick auf herausfordernde ethische und philosophische Aspekte vornehmen. Diese Einzelfallanalyse wird durchgängig in einer eigens zu entwickelnden Systematik von Anwendungskontexten dokumentiert. Dabei wird besonders eng mit den Partnern des Fraunhofer !AIS und des Lehrstuhls für Strafrecht und Strafprozessrecht der Universität Köln kooperiert, um die technologischen Rahmenbedingungen und die rechtlichen Aspekte bei der Analyse und der Entwicklung der Systematik stetig mitzuberücksichtigen. Aus der Analyse ergibt sich, Die volle wirtschaftliche und gesellschaftliche Ausschöpfung des enormen Potenzials von Künstlicher Intelligenz (KI) setzt eine hohe technische Zuverlässigkeit und ausreichendes Vertrauen seitens der Verbraucher voraus. Um eine nachhaltige Digitalisierung zu ermöglichen, werden im Verbundvorhaben ZERTIFIZIERTE KI Qualitätsstandards für die vertrauenswürdige Anwendung von KI erarbeitet sowie ein Zertifizierungsprozess für die sachkundige Überprüfung von (technisch) zugesicherten Eigenschaften entwickelt. Der holistische Ansatz des Verbunds, welcher Expertise aus Informatik, Wirtschaftswissenschaften, Rechtswissenschaften und Philosophie vereint, stellt dabei die gesellschaftliche Akzeptanz, Realisierbarkeit und Marktfähigkeit der zu konzipierenden Prüfmethodologie sicher. Gleichzeitig wird durch einen besonderen Fokus auf die nordrhein- westfälische Wirtschaft der hiesige Standort nachhaltig gestärkt, indem die Unternehmen die Möglichkeit erhalten, entsprechende Standards aktiv mitzugestalten und sich neue Geschäftsmodelle zu erschließen.
Der Lehrstuhl für Erkenntnistheorie, Philosophie der Neuzeit und Gegenwart der Universität Bonn wird an seinem Center for Science and Thought (CST) daran arbeiten, zunächst eine Analyse der Use Cases von Kt-Anwendungen im Hinblick auf herausfordernde ethische und philosophische Aspekte vornehmen. Diese Einzelfallanalyse wird durchgängig in einer eigens zu entwickelnden Systematik von Anwendungskontexten dokumentiert. Dabei wird besonders eng mit den Partnern des Fraunhofer !AIS und des Lehrstuhls für Strafrecht und Strafprozessrecht der Universität Köln kooperiert, um die technologischen Rahmenbedingungen und die rechtlichen Aspekte bei der Analyse und der Entwicklung der Systematik stetig mitzuberücksichtigen. Aus der Analyse ergibt sich,operationalisiert, andererseits bilden sie im Konzert mit den rechtlichen Mindestanforderungen die Basis für die endgültige Ausgestaltung der anderen, technisch zu prüfenden Dimensionen des Prüffra meworks.

Laufzeit

2021 - 2025

Forschungsübersicht der Fakultäten

Informationen über laufende Forschungsprojekte in den Fakultäten und Instituten der Universität Bonn finden Sie auf den folgenden Seiten.


Kontakt

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Dr. Kati Waßmann

Dipl. Biol.

+49 228 73-3068

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