Vom Rhein in die Tropen
Mit einem kostengünstigen Sensor und dem globalen Navigationssatellitensystem-Interferometrischen Reflektometrie (GNSS-IR) lässt sich der Wasserstand von Flüssen rund um die Uhr überwachen. Per Mobilfunk werden die Pegeldaten automatisch an ein Auswertungszentrum übermittelt. Forschende der Universität Bonn haben das Verfahren vor einigen Jahren entwickelt und am Niederrhein erprobt. Mit Unterstützung der Europäischen Weltraumorganisation ESA (European Space Agency) findet die Messeinrichtung inzwischen auch in Afrika und im asiatisch-pazifischen Raum Anwendung.
250 Jahre Nees von Esenbeck: Botanische Gärten erinnern an ihren Gründungsdirektor
Die Botanischen Gärten der Universität Bonn erinnern in diesem Jahr an ihren Gründungsdirektor Christian Gottfried Daniel Nees von Esenbeck (1776-1858). Der bedeutende Botaniker, Wissenschaftsorganisator und Präsident der Leopoldina wäre 2026 250 Jahre alt geworden. Nees kam 1818 an die neu gegründete Universität Bonn und legte mit großem Engagement die Grundlagen für die Entwicklung des Botanischen Gartens am Poppelsdorfer Schloss. Mit der Pflanze des Monats Mai, biografischer Würdigung und einer begleitenden Veranstaltung feiern die Botanischen Gärten der Universität Bonn den besonderen Anlass.
Universität Bonn startet in „Neue Masterplanung“ des Landes
Die Universität Bonn wird in die „Neue Masterplanung“ im Hochschulbau des Landes Nordrhein-Westfalen aufgenommen. Das neue Verfahren soll Bauvorhaben schneller, verbindlicher und wirtschaftlicher voranbringen. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten das Ministerium für Kultur und Wissenschaft, das Finanzministerium, der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) sowie die Universitäten Bonn und Wuppertal am Montag, 4. Mai 2026, in Düsseldorf.
Verstehen, wie Gene zusammenwirken
Wie bestimmen unsere Gene unser Aussehen und unsere Anfälligkeit für Krankheiten? Diese Frage steht im Mittelpunkt der biomedizinischen Forschung und heute können wir Tausende menschlicher Genome sequenzieren, um diese Gene zu finden. Gene arbeiten allerdings in komplexen Netzwerken zusammen. In einer großen transdisziplinären Zusammenarbeit machte sich ein internationales Team aus Genetikern und Bioinformatikern daran, eine sogenannten Genetische Interaktions(GI)-Karte einer menschlichen Zelle zu erstellen. Unter maßgeblicher Beteiligung des kanadischen Donnelly Centre, der University of Minnesota, des kanadischen Hospital for Sick Children, des Universitätsklinikums Bonn und der Universität Bonn konnte jetzt im Fachjournal Cell ein erster Entwurf veröffentlicht werden. Dieser deckt derzeit etwa 2,5 Prozent aller möglichen Genpaare ab.