Verlässliche Perspektiven für die bauliche Entwicklung
Mit der Neuen Masterplanung sollen an der Universität Bonn künftig die Bauvorhaben identifiziert werden, die prioritär bearbeitet werden müssen, um die Infrastruktur für Forschung, Lehre und Transfer gezielt weiterzuentwickeln. Ziel ist es, Planungsprozesse zu beschleunigen, frühzeitig verbindliche Entscheidungen zu treffen und vorhandene Ressourcen wirksam einzusetzen.
Rektor Hoch: „Ein wichtiger Schritt zum richtigen Zeitpunkt“
Für die Exzellenzuniversität Bonn ist die Aufnahme in das Verfahren ein wichtiger Schritt, um die strategische Standortentwicklung langfristig zu stärken. Die Universität zählt rund 31.000 Studierende und ist mit acht Exzellenzclustern bundesweit führend. Rektor Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Hoch sagte in Düsseldorf: „Die Exzellenzuniversität Bonn braucht im internationalen Wettbewerb exzellente Rahmenbedingungen für Forschung, Lehre und Transfer. Dass wir nun in die neue Masterplanung des Landes aufgenommen werden, ist ein wichtiger Schritt zum richtigen Zeitpunkt: Nachdem wir in der Exzellenzstrategie erneut als erfolgreichste Universität Deutschlands abgeschnitten haben, schafft das neue Verfahren verlässliche Grundlagen und starke Perspektiven für die strategische Zukunftsentwicklung unserer Universität. Dafür danke ich der Landesregierung sehr herzlich.“
Alle Beteiligten von Beginn an einem Tisch
Kern der Neuen Masterplanung ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Ministerien, BLB NRW und der jeweiligen Hochschule bereits in frühen Projektphasen. Die Masterplanung fokussiert nach dem „Trichterprinzip“ die Planung auf jene Maßnahmen, die tatsächlich dringend umgesetzt werden müssen. Das setzt Ressourcen frei und kann Verfahren beschleunigen. Bau- und Planungsprozesse sollen dadurch schlanker und schneller werden. Nach Angaben des Landes können so bis zu 30 Prozent Zeit eingespart werden.
In der Vergangenheit basierten Hochschulneubauten auf der sogenannten Hochschulstandortentwicklungsplanung (HSEP), die Entwicklungen für Jahrzehnte im Voraus prognostizieren musste. Das führte oft zu langen Prüfschleifen oder vagen Konzepten, die letztlich nur in der Schublade landeten.
Schrittweise Einführung in Nordrhein-Westfalen
Die Neue Masterplanung wurde im April 2024 zunächst an der Universität Paderborn, der Hochschule Bielefeld und der Universität Duisburg-Essen eingeführt. 2025 kamen die RWTH Aachen und die Fachhochschule Dortmund hinzu. Mit der Universität Bonn und der Bergischen Universität Wuppertal sind nun sieben Hochschulen Teil des Verfahrens.
Die bisherigen Erfahrungen sollen in die weitere Standardisierung einfließen. Dazu gehören unter anderem Gebäudesteckbriefe, Priorisierungsmatrizen und ein Berechnungstool des BLB NRW, das frühzeitig einen Kostenrahmen für geplante Maßnahmen ermöglicht. Langfristig soll die Neue Masterplanung auf alle Hochschulstandorte in Nordrhein-Westfalen ausgeweitet werden.
Weitere Stimmen dazu:
Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft: „Die Neue Masterplanung ist ein Meilenstein für den Hochschulbau in Nordrhein-Westfalen. Bisher liefen viele Planungs-, Prüfungs- und Genehmigungsprozesse nacheinander zwischen vielen Beteiligten und mit teils langen Prüfungsschleifen. Jetzt wird das Verfahren von Beginn an mit allen am Bau Beteiligten parallel bearbeitet und spart bis zu 30 Prozent Zeit und damit auch Geld.“
Dr. Marcus Optendrenk, Minister der Finanzen: „Moderne Infrastruktur ist grundlegend für die Leistungsfähigkeit unserer Hochschulen. Deshalb ordnen wir die Planung grundlegend neu, treffen Entscheidungen früher und bringen alle Beteiligten von Anfang an an einen Tisch. Unser Ziel ist klar: Wir wollen schneller bauen, verlässlich planen und mit den vorhandenen Mitteln mehr erreichen.“
Gabriele Willems, Geschäftsführerin des BLB NRW: „Die Neue Masterplanung ist eine Erfolgsgeschichte. Bereits in den ganz frühen Projektphasen arbeiten wir eng miteinander verzahnt und sind besser aufeinander abgestimmt. Das beschleunigt Planungsprozesse, sorgt für schnellere, verbindliche Entscheidungen und damit frühzeitig für eine klare Priorisierung.“