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Ergänzungen und Änderungen zum Semesterprogramm

Ergänzungen

Ringvorlesungen:

 
Aus dem Sonderforschungsbereich 1167

Geschlechterdimensionen von Macht und Herrschaft


dienstags, 18 – 20 Uhr, Hörsaal XIII (Beginn: 23. Oktober 2018)
 
Der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Sonderforschungsbereich (SFB) 1167 „Macht und Herrschaft – Vormoderne Konfigurationen in transkultureller Perspektive“ (www.sfb1167.uni-bonn.de) nähert sich Erscheinungsformen von Macht und Herrschaft in Asien, Europa und dem nördlichen Afrika seit dem Sommer 2016 aus einem zweifach transkulturellen Blickwinkel: Einerseits wird durch den Rückgriff auf Wolfgang Welschs Transkulturalitätskonzept zum Ausdruck gebracht, dass ‚Kulturräume‘ niemals monolithische Einheiten bilden, sondern stets vielseitigen Einflüssen unterworfen sind und selbst Veränderungsimpulse geben. Andererseits wird zugleich der Versuch unternommen, die Grenzen der oftmals eurozentrisch geprägten wissenschaftlichen Fachkulturen zu überschreiten, um strukturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede der untersuchten Phänomene aufzudecken.
In den Gastvorträgen der interdisziplinären Ringvorlesung des Wintersemesters 2018/2019 steht die Frage im Mittelpunkt, welche Rolle das soziale Geschlecht (gender) sowie die damit verbundenen Zuschreibungen und Erwartungen für das Funktionieren vormoderner Macht und Herrschaft spielten.
 
23. Oktober 2018
Prof. Dr. Claudia Opitz-Belakhal (Basel)
Macht, Herrschaft und Geschlecht in der Frühen Neuzeit
 
20. November 2018
Prof. Dr. Maria-Christina Lutter (Wien)
Herrschaft und Geschlecht als relationale Kategorien zur Erforschung vormoderner fürstlicher Handlungsspielräume
 
27. November 2018
Prof. Dr. Kerstin Palm (Berlin)
Die Analysekategorie Gender in den Geschichtswissenschaften – theoretische Grundlegungen und zentrale Forschungsergebnisse
 
18. Dezember 2018
Prof. Dr. Ina Kerner (Koblenz)
Macht, Religion und die Schwierigkeiten transnationaler Geschlechterpolitik
 
15. Januar 2019
Prof. Dr. Cornelia Klinger (Tübingen)
Kontinuität und Bruch im Konzept ‚Patriarchat‘ zwischen Vormoderne und Moderne
 
29. Januar 2019
Prof. Dr. Martin Dinges (Stuttgart)
„Hegemoniale Männlichkeit“ – Nutzen und Grenzen eines Konzepts

 

 

Änderungen

Tol'dot & Tarbut

der Vortrag Prof. Magdalena Marszałek (Universität Potsdam) am 8.11. um 20.00 Uhr s.t. wurde verlegt in Hörsaal II


 

Heimat. Kulturwissenschaftliche Perspektiven auf einen problematischen Begriff

Titeländerung am 12. Dezember 2018

 

Prof. Dr. Christoph Antweiler (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn)

Heimat als affektive und kognitive Ortsbezogenheit

Hanna Zehschnetzler (Universität zu Köln)

"Kein Ort für den Kopf?" Begriffliche Dimensionen der Heimat bei Herta Müller

 

 

aktualiersierte Version der Ringvorlesung

Zur Ambivalenz unseres Nachhaltigkeitsverständnisses: Lateinamerikanische Perspektiven

 
Veranstaltung des Interdisziplinären Lateinamerika-Zentrums der Universität Bonn in Kooperation mit der VHS Bonn, dem Ibero Club e.V., der Abt. für Altamerikanistik und der Abt. für Romanistik.
 
Organisation und Moderation: Dr. Antje Gunsenheimer und Dr. Monika Wehrheim
(Universität Bonn, Interdisziplinäres Lateinamerika-Zentrum)
 
Hörsaal IX, donnerstags, jeweils 18 bis 20 Uhr
 
In unserer heutigen vernetzten Welt müssen nachhaltige Produktions- und Konsumweisen zunehmend global gedacht werden. Produkte lateinamerikanischen Ursprungs sind ein fester Bestandteil der alltäglichen Konsumkultur in Deutschland geworden, denkt man an Mais, Quinoa, Amaranth, Kakao und viele andere Produkte. Ein Blick auf die Produktionsseite wirft jedoch die Frage nach der Zukunftsfähigkeit dieses Konsumverhaltens auf. Dabei reicht es nicht aus, nur die gegenwärtige Situation zu betrachten, denn sowohl unsere Handelsstrukturen wie auch unser Verständnis von Nachhaltigkeit sind historisch von einem europäischen Standpunkt aus bestimmt.
Vor diesem Hintergrund greift die interdisziplinäre Ringvorlesung zwei Perspektiven auf das Thema „Nachhaltigkeit“ im Zusammenhang mit Lateinamerika auf. Wir betrachten einmal den Umgang mit natürlichen Ressourcen in Lateinamerika in archäologischer und historischer Perspektive und suchen dabei der Frage nachzugehen, wie Nachhaltigkeit in früheren Epochen verstanden wurde und, zu welchen ambivalenten Entwicklungen dies führte.
Zum Anderer richtet sich unser Blick auf heutige ungleiche Handels- und Konsumstrukturen, die weiterhin von den Ländern des globalen Südens den Raubbau an eigenen Ressourcen verlangen, während der globale Norden von günstigen Rohstoffen profitiert. Ambivalent ist dabei, dass nicht alles, was wir hier als Konsumenten unter „nachhaltiger“ Produktion verstehen, vor Ort in den eigentlichen Produktionskontexten tatsächlich zu einer nachhaltigen Entwicklung führt (z.B. Quinoa-Anbau). Hingegen widersprechen politische Überlegungen wie z.B. die Genehmigung von Kinderarbeit in Bolivien unserem Verständnis von Nachhaltigkeit.
Veranstaltungstermine und -themen:
 
11.10.2018
Antje Gunsenheimer, Monika Wehrheim (Universität Bonn) und Claudio Zettel (DLR)
Zur Ambivalenz von Nachhaltigkeitspolitik in lateinamerikanischer Perspektive: Einführung von Begriffen, Entwicklungen und aktuelle Debatten
 
25.10.2018
Prof. Dr. Michael Schulz (Universität Bonn)
Erdöl – Blut der Pachamama oder Ressource für den Fortschritt?
Zum interkulturellen Dialog über Natur
 
08.11.2018
Prof. Dr. Manfred Liebel
Vom Recht der Kinder zu arbeiten: Kindergewerkschaften in Lateinamerika
 
22.11.2018
Prof. Dr. Nikolai Grube (Universität Bonn)
Tanz auf dem Vulkan: Die Nutzung von Ressourcen in den Städten der Maya und der Kollaps der Maya-Kultur
 
29.11.2018
Dr. Antje Gunsenheimer (Universität Bonn)
„Stadt - Land - Fluss“: Indigene Positionen in den Verteilungskämpfen um Entwicklung, Energie- und Wasserversorgung  am Beispiel der Río Yaqui Pueblos in Sonora
 
06.12.2018
Oliver Liebig, M.A. (LMU München, Ethnologie)
Erneuerbare Energien und Umweltdiskurs bei den Ik’ots in Mexiko
 
20.12.2018
Filmpräsentation: The Mission (1986)
 
10.01.2019
Dr. Monika Wehrheim (Universität Bonn)
„¿Es éste el oro que comes?“ - Ressourcenraub versus Nachhaltigkeit als Thema kolonialzeitlicher Amerika-Chroniken
 
17.01.2019
Dr. Alke Jenss (Arnold-Bergstraesser-Institut, Freiburg)
Infrastrukturen für einen nachhaltigen Frieden? Extraktivismus im Kontext des kolumbianischen Friedensvertrags.
 
24.01.2019
Prof. Dr. Joël Madore (Memorial University Newfoundland, Canada)
La naturaleza puede ser Otro? Pensar la obligación ecológica con Levinas y Dussel

 

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