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Datum: 08.06.2020

Lebensrettende Blutspenden dringend gebraucht Rückgang der Blutspenden am Universitätsklinikum Bonn seit Anfang Mai um circa 50 Prozent

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Unter dem diesjährigen Motto „Sicheres Blut rettet Leben - Spende Blut und mache die Welt zu einem gesünderen Ort“ bittet das Universitätsklinikum Bonn zum Weltblutspendetag 2020 um Blutspenden. Nicht nur in Krisenzeiten, sondern jederzeit ist der Blutspendedienst im Universitätsklinikum Bonn auf regelmäßige Blutspenden angewiesen, um den Bedarf sicherstellen zu können. Zur Sicherheit von Blutspendern und Mitarbeitern sowie zur Vermeidung von Wartezeiten wurde eine Terminblutspende eingeführt. Unter der Hotline 0228/287-14780 können sich Spendewillige von 8:30 bis 14 Uhr informieren und einen Termin vereinbaren.

„Anlässlich des diesjährigen Weltblutspendetages am 14. Juni möchten wir uns für die große Hilfsbereitschaft bei allen Spenderinnen und Spendern ganz herzlich bedanken“, sagt Prof. Dr. Johannes Oldenburg, Direktor des Instituts für Experimentelle Hämatologie und Transfusionsmedizin des Universitätsklinikums Bonn. „Nach dem Aufruf zur Vollblutspende nach Karneval, als ein Rückgang der Blutspenden um 30 Prozent verzeichnet wurde, waren wir von der überwältigenden Reaktion und großartigen Unterstützung aus der Bevölkerung begeistert.“ So kamen trotz der Corona-Krise von Januar bis Ende April mehr Menschen aus Bonn und Umgebung zum Blutspenden als im Vorjahr.

Spender weiterhin dringend gesucht

Seit Anfang Mai sind Vollblutspenden allerdings wieder rückläufig. Zeitgleich mit den Lockerungen der Corona-Regeln sind die Blutspenden am Universitätsklinikum Bonn um etwa 50 Prozent zurückgegangen. „Wir benötigen wieder dringend Blutspenden, damit unsere Patienten auf dem Venusberg-Campus und in den umliegenden Krankenhäusern weiterhin sicher behandelt werden können“, sagt Prof. Oldenburg. Denn der Blutspendedienst des Universitätsklinikums Bonn muss immer ausreichend Vorräte haben, und zwar nicht nur für akute Notfälle, sondern unter anderem auch für die Behandlung von Frühgeborenen und Krebspatienten. Viele Operationen wären ohne Blutpräparate undenkbar. „Unser Klinikum, das die schwersten Fälle in der Region versorgt, steht für eine Hochleistungsmedizin, zu der auch die Versorgung mit Blutpräparaten zählt“, sagt Prof. Oldenburg, „Dabei kann jeder Einzelne mit einem Pieks in die Vene und einem halben Liter Blut jemand anderem in einer Notsituation ganz einfach helfen.“ Anlässlich der Entwicklung der Covid-19 Infektionen hat der Blutspendedienst im März 2020 die Terminblutspenden eingeführt. Ziel ist, durch Steuerung des Spendenprozesses nicht nur die Sicherheit aller zu verbessern, sondern auch die Versorgung durch einen kontinuierlichen Spenderfluss unter weiterhin erschwerten Bedingungen in Corona-Zeiten langfristig zu sichern. Unter der Hotline 0228/287-14780 können sich Spendewillige von 8:30 bis 14 Uhr informieren und einen Termin vereinbaren.

Rekonvaleszenten-Plasma zur Behandlung von Covid-19-Patienten

Danken möchte Prof. Oldenburg auch „für die überwältigende Reaktion auf unseren Aufruf an wieder genesene Covid-19 Patienten via Facebook.“ Es haben sich mittlerweile 500 Personen beim Blutspendedienst auf dem Campus Venusberg gemeldet, die bereit sind, mit ihrem Plasma schwer erkrankten Menschen zu helfen. Davon kamen bereits circa 100 ehemalige Covid-19 Patienten zum Plasmaspenden. „Dank dieser Spender besteht die Möglichkeit erste therapeutische Ansätze umzusetzen“, sagt Prof. Oldenburg. Wieder genesene Covid-19-Patienten haben Antikörper gegen den neuartigen Corona-Virus entwickelt, die hochkonzentriert die Immunabwehr schwer erkrankter Patienten auf Covid-19-Erreger ausrichten können. Denn die sehr spezifischen Eiweiße sorgen dafür, dass der Körper den Eindringling erkennt und bekämpft. Erste Fallbeispiele weisen darauf hin, dass die Gabe von Antikörpern wieder genesener Covid-19-Patienten bei einem schwerwiegenden Verlauf wirksam sein kann.

Das Universitätsklinikum Bonn sucht auch weiterhin genesene Covid-19-Patienten – vor allem auch Patienten mit der Blutgruppe AB – als Spender von Blutplasma. Voraussetzung für Spendewillige ist, dass sie seit vier Wochen keine Symptome der Covid-19-Erkrankung mehr haben, dass die Diagnose durch einen positiven Rachenabstrich gesichert wurde sowie in der Vergangenheit keine Bluttransfusion und bei Frauen keine Schwangerschaft vorgelegen hat. Spendewillige werden gebeten, sich per Email an [Email protection active, please enable JavaScript.] zu melden und ihre Telefonnummer zu hinterlassen.

Informationen rund ums Blutspenden am Universitätsklinikum Bonn:
http://www.bonnerblut.de

Informationen zur weltweiten Kampagne (in Englisch):
https://www.who.int/news-room/campaigns/world-blood-donor-day/2020

Kontakt für die Medien:

Monika Jakobs-Sackenheim
Koordinatorin Werbung und Öffentlichkeitsarbeit
Blutspendedienst am Universitätsklinikum Bonn
Institut für Exp. Hämatologie und Transfusionsmedizin
Mobil: 0151-58233756
E-Mail: [Email protection active, please enable JavaScript.]

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