Nachhaltigkeit gestalten
Universität Bonn ist Fairtrade University

Ausgezeichnet: "Fairtrade University Bonn"

Seit dem 23. November 2020 kann sich die Universität Bonn als Fairtrade University bezeichnen. Auf die Auszeichnung, die von TransFair e.V. (Fairtrade Deutschland) vergeben wird, wurden zwei Jahre hingearbeitet. Das Besondere: der Anstoß kam von einer Initiative von Studierenden der Universität, die mit viel Herzblut den Bewerbungsprozess begleitet haben.

Stimmen zur Auszeichnung

Bei einer Urkundenübergabe im Festsaal wurde die Hochschule für ihr Engagement im Bereich des fairen Handels ausgezeichnet. Damit geht ein zweijähriger Prozess zu Ende, der vor allem von engagierten Studierenden der Hochschule vorangetrieben wurde. Für Professorin Dr. Karin Holm-Müller, im Rektorat zuständig für das Thema Nachhaltigkeit, ist die Auszeichnung ein wichtiger Schritt im Bereich der Nachhaltigkeitsstrategie der Universität: „Für uns als Universität hat Nachhaltigkeit, und dazu zählt auch der faire Handel, einen großen Stellenwert. Als Hochschulleitung haben wir uns darauf verständigt, das Thema in Zukunft noch stärker nach vorne zu bringen. Die Studierendengruppe hat mit ihrem Engagement gezeigt, dass viele Schritte dazu beitragen können, unsere Welt ein Stück gerechter zu machen.“

Wir sind Fairtrade-University
Oberbürgermeisterin Katja Dörner mit Constantin Uhlig vor der Auszeichnungsurkunde
Oberbürgermeisterin Katja Dörner im Gespräch mit Constantin Uhlig. © Universität Bonn/ Barbara Frommann

Katja Dörner, Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn:

„Faires Handeln so nach vorne zu stellen ist ein ganz tolles Zeichen und dafür möchte ich ‚Danke‘ sagen. Aber so eine Urkunde ist immer auch ein Auftrag und kein Endpunkt einer Entwicklung. Sie motiviert nach vorne zu gehen und noch besser zu werden.“

Constantin Uhlig, Mitglied der studentischen Initiative Fairtrade-University:

„Wir freuen uns sehr, dass wir als studentische Initiative so viel bewegen konnten. Uns ist es ein Herzensanliegen, dass die Themen fairer Handel und Nachhaltigkeit auch in den unterschiedlichen Bereichen an unserer Hochschule eine Rolle spielen. Es war uns daher sehr wichtig, dass auch die Universität unser Engagement unterstützt.“

Dieter Overath, Vorsitzender von TransFair (Fairtrade Deutschland):

„Mit 38.000 Studierenden und über 6.000 Mitarbeitenden ist die Universität eine Kleinstadt, die einiges konsumiert. Deshalb ist es wichtig, bei der Beschaffung auch den Gedanken des fairen Handels zu integrieren. Für solche Veränderungsprozesse muss es immer Leute geben, die das Thema vorantreiben und beharrlich sind. Das ist an der Universität Bonn bereits gut gelungen.“

Professorin Dr. Karin Holm-Müller, im Rektorat der Universität Bonn zuständig für das Thema Nachhaltigkeit:

„Für uns als Universität hat Nachhaltigkeit, und dazu zählt auch der faire Handel, einen großen Stellenwert. Als Hochschulleitung haben wir uns darauf verständigt, das Thema in Zukunft noch stärker nach vorne zu bringen. Die Studierendengruppe hat mit ihrem Engagement gezeigt, dass viele Schritte dazu beitragen können, unsere Welt ein Stück gerechter zu machen.“

Dieter Overath (Fairtrade Deutschland), Constantin Uhlig und Rektor Michael Hoch stehen im Festsaaal der Universität. Zwischen ihnen steht die Urkunde.
Dieter Overath (Fairtrade Deutschland), Constantin Uhlig (Vertreter der studentischen Initiative "Fairtrade University Bonn") und Rektor Michael Hoch bei der Übergabe der Urkunde. © Universität Bonn/ Barbara Frommann
Auf einem Tisch liegen verschiedene Flyer und Schokoladentäfelchen mit Fairtrade-Aufdruck.
© Universität Bonn/Barbara Frommann

Was ist eine Fairtrade-University?

Das Zertifikat wird an Universitäten und Hochschulen vergeben, die sich für fairen und nachhaltigen Handel und Konsum einsetzen. Um den Titel zu erhalten, sollte fairer und nachhaltiger Handel sowohl in Studium und Lehre als auch in verwaltungsrelevanten Bereichen verankert sein. Insgesamt fünf Kriterien müssen von der jeweiligen Einrichtung erfüllt sein, um die Auszeichnung zu erhalten. Details zu den Kriterien und weitere Informationen gibt es auf der Seite von Fairtrade Deutschland.

Was bedeutet das konkret für die Universität Bonn?

Fairer Kaffee, Tee und Schokolade gehört in den Räumlichkeiten des Studierendenwerks bereits seit Jahren zum festen Programm. Auch bei der Bewirtung von Gremiensitzungen der Universität oder in Lehrveranstaltungen zu den Folgen der Globalisierung, kann man fairen Handel an der Universität Bonn erleben.

Fairtrade-University Bonn bedeutet aber auch, dass die Auszeichnung nicht das Ende, sondern der Anfang einer weiteren Entwicklung ist. In der Steuerungsgruppe sitzen dafür alle relevanten Akteurinnen und Akteure zusammen - das Rektorat, die Verwaltung, das Studierendenwerk und die studentischen Vertreterinnen und Vertreter.

So wurde gefeiert...


Take-Over

Am Tag der Auszeichnung übernahm die studentische Initiative den Instagram-Kanal der Universität Bonn. Viele spannende Berichte und ein Gewinnspiel haben die Besucherinnen und Besucher auf das Thema aufmerksam gemacht.

Sweet-Revolution

Auf dem Instagramkanal der studentischen Initiative ging es mit Informationen und einem Onlinewettbewerb zur Aktion "Sweet Revolution" weiter.


Einblicke

Ebenfalls auf dem Instagramkanal der studentischen Initiative ging es mit Einblicken in die Arbeit der Gruppe weiter.


#notmyschnäppchen

In einem Online-Vortrag sprach Eva-Maria Reinwald vom Südwind-Institut zum Thema "Von Fast Fashion zum Lieferkettengesetz".


Gewinne

Beim Online-Quiz bei Instagram gab es nochmal die Chance auf weitere Gewinne.

Auf einem Tisch liegen Schokotäfelchen und Flyer von Fairtrade Deutschland
© Universität Bonn/ Barbara Frommann

Mitmachen

2018 hat sich an der Universität Bonn die studentische Initiative "Fairtrade-University Bonn" gegründet. Sie setzt sich seitdem dafür ein, dass fairer und nachhaltiger Handel an der Universität relevanter und sichtbarer wird. Der Hauptfokus der Initiative liegt auf Veranstaltungen, um Studierenden das Thema näher zu bringen. Informationen gibt es per Mail, Instagram und Facebook.

Wird geladen