17. Dezember 2019

Familien-Scout: Teilnehmer für Studie gesucht Familien-Scout: Teilnehmer für Studie gesucht

Das Projekt Familien-SCOUT, an dem die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie das Centrum für Integrierte Onkologie (CIO) am Universitätsklinikum Bonn beteiligt sind, hilft Kindern und Partnern von Krebspatienten. Familien mit krebserkranktem Elternteil und minderjährigen Kindern aus Bonn und der Region können im Rahmen der Studie von einem Familien-SCOUT sowohl organisatorisch als auch emotional und kommunikativ unterstützt werden. Bei Interesse können sich betroffene Familien an den Bonner Studienmanager Dr. Daniel Blei unter der Telefonnummer 0228/287- 10154 oder per E-Mail daniel.blei@ukbonn.de wenden. Das Angebot ist für die teilnehmenden Familien kostenlos.

Familien für das Projekt Familien-SCOUT gesucht:
Familien für das Projekt Familien-SCOUT gesucht: - Im Rahmen der Studie unterstützen Familien-SCOUTs Familien mit krebserkranktem Elternteil und minderjährigen Kindern aus Bonn und der Region sowohl organisatorisch als auch emotional und kommunikativ: (v. li): Ute Harth (FamilienSCOUT), Doro Meurer (FamilienSCOUT), Till-Philip Rottmann, Prof. Franziska Geiser, und Dr. Daniel Blei; © Johann Saba / UK Bonn

Eine Krebserkrankung kann den Alltag und die ganze Familie belasten und durcheinanderbringen. Das Projekt Familien-SCOUT bietet betroffenen Familien mit krebserkranktem Elternteil und minderjährigen Kindern im Raum Bonn Hilfe an. Familien-SCOUTs sind in dieser Situation feste Ansprechpartner. Die psychoonkologisch geschulten Sozialpädagoginnen beraten, unterstützen und begleiten dabei die Familien frühzeitig und haben ein offenes Ohr für die Sorgen der Eltern um ihre Kinder. Dabei kann es sich um sozialrechtliche und finanzielle Fragen, den Antrag auf eine Haushaltshilfe oder der positiven Förderung der Krankheitsbewältigung bei Eltern und Kindern handeln. Ein Familien-SCOUT kennt die vorhandenen Unterstützungsangebote und wählt mit den Eltern die passenden aus.  „Zudem ermutigen sie zu offenen Gesprächen innerhalb der Familie, damit vor allem die minderjährigen Kinder weniger emotional belastet werden und keine psychischen Störung entwickeln“, sagt Prof. Dr. Franziska Geiser, Direktorin der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des Universitätsklinikums Bonn. Damit es für die Familien möglichst einfach ist, kann der Familien-SCOUT auch nach Hause kommen.

Projekt wird wissenschaftlich begleitet

Bei dem Familien-SCOUT Projekt handelt es sich um eine wissenschaftliche Studie, die von den gesetzlichen Krankenkassen finanziert wird. Die wissenschaftliche Auswertung erfolgt durch die Forschungsstelle für Gesundheitskommunikation und Versorgungsforschung am Universitätsklinikum Bonn, welche von Prof. Dr. Nicole Ernstmann geleitet wird. Ziel ist, diese Versorgung bundesweit in die Regelversorgung überführen zu können. Das Projekt wird seit 2018 für drei Jahre mit circa. 2,8 Millionen Euro vom Innovationsfonds der Krankenkassen gefördert. Die Konsortialführung für das Projekt hat das Euregionale Comprehensive Cancer Center Aachen (ECCA) an der Uniklinik RWTH Aachen. Neben dem Universitätsklinikum Bonn  fungieren als weitere Konsortialpartner das Universitätsklinikum Düsseldorf, der Caritasverband für die Regionen Aachen-Stadt und Aachen-Land e. V. sowie die AOK Rheinland/Hamburg und die Techniker Krankenkasse.

An dem Projekt Familien SCOUT können Familien teilnehmen, wenn bei einem Elternteil eine Krebserkrankung vorliegt und wenn mindestens ein minderjähriges Kind im Haushalt lebt. Der erkrankte Elternteil muss gesetzlich versichert sein. Über einen Zeitraum von neun Monaten hilft ihnen ein Familien-Scout bei organisatorischen, finanziellen oder emotionalen Fragen und Problemen. Im Rahmen der wissenschaftlichen Studie wird die teilnehmende Familie zu Beginn, nach drei und nach neun Monaten gebeten, einen Fragebogen auszufüllen sowie das Projekt abschließend zu bewerten.

Neben Bonn gibt es das Angebot bereits in Aachen. Mehr über die Arbeit mit den Familien erfahren Sie in diesem Videoclip der Uniklinik RWTH Aachen:
https://www.youtube.com/watch?v=cLbgd86rioM

Bei Interesse können sich betroffene Familien an den Bonner Studienmanager Dr. Daniel Blei unter der Telefonnummer 0228/287- 10154 oder per E-Mail daniel.blei@ukbonn.de wenden. Das Angebot ist für die teilnehmenden Familien kostenlos.


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