Smartphone zur Augen-Diagnostik bei Frühgeborenen

Ein Smartphone-Adapter mit Speziallinse eignet sich gut zur telemedizinischen Diagnose gefährlicher Netzhauterkrankungen, wie sie häufig bei Frühgeborenen auftreten. Das zeigt eine aktuelle Studie der Universität Bonn, die nun in der Fachzeitschrift „Scientific Reports“ erschienen ist. Die Methode ist deutlich kostengünstiger als konventionelle telemedizinische Ansätze. Insbesondere in Schwellenländern könnte sie sich daher für Screening-Untersuchungen eignen. Wird die sogenannte Frühgeborenen-Retinopathie nicht rechtzeitig erkannt, kann sie zur Erblindung führen.

Neues Lehrbuch vorgelegt: Eine kurze Geschichte der Atmung

Vor 1,5 Milliarden Jahre entstanden die ersten Lebewesen, die Sauerstoff zur Energiegewinnung nutzten. Seitdem haben vor allem Tiere unterschiedliche Atmungssysteme entwickelt, die ihnen eine optimale Anpassung an ihren jeweiligen Lebensraum erlauben. Drei Zoologen der Universität Bonn stellen nun in einem Buch die Bandbreite der dabei entstandenen Lösungen in ihrem evolutiven Rahmen vor. Das Werk mit dem Titel „Respiratory Biology of Animals“ nimmt Studierende und Wissenschaftler mit auf eine Reise durch die Welt der Atmungsbiologie. Erschienen ist es bei Oxford University Press.

Künstliche Intelligenz erkennt Blutkrebs

Künstliche Intelligenz kann eine der häufigsten Formen von Blutkrebs – die Akute Myeloische Leukämie (AML) – mit hoher Zuverlässigkeit erkennen. Das haben Forschende des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankung (DZNE) und der Universität Bonn im Rahmen einer Machbarkeitsstudie nun nachgewiesen. Ihr Ansatz beruht auf der Analyse der Genaktivität von Zellen, die im Blut vorkommen. In der Praxis eingesetzt, könnte dieses Verfahren herkömmliche Diagnosemethoden unterstützen und den Therapiebeginn möglicherweise beschleunigen. Die Forschungsergebnisse sind im Fachjournal „iScience“ veröffentlicht.

Zuckerrückgang aus Süßwaren am geringsten

Forscherinnen der Universitäten Bonn und Paderborn zeigen, dass die Zuckerzufuhr von Kindern und Jugendlichen in Deutschland zwar rückläufig ist, aber vor allem der Beitrag aus Süßwaren noch deutlich zu hoch ist. Süßigkeiten stellen die größte Zuckerquelle für Kinder und Jugendliche dar, werden bislang aber von der Nationalen Strategie für die Reduktion in Fertigprodukten nicht erfasst. Die Wissenschaftlerinnen regen an, dies zu überdenken. Die Ergebnisse sind nun im Journal „Nutrients“ erschienen.

Forscher wollen digitales Vertrauen stärken

Die digitale Welt ist längst nicht so sicher, wie viele denken. Forscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich und der Universität Bonn wollen deshalb eine fundamental neue Sicherheitsarchitektur entwickeln, die einen vertrauensvollen Datenaustausch ermöglicht. Die Werner Siemens-Stiftung unterstützt das neue Zentrum für Digitales Vertrauen mit rund neun Millionen Euro, davon gehen etwa 1,2 Millionen Euro an die Bonner Alma mater.

Bonner Informatiker „malen“ Ludwig van Beethoven mit Pixeln aus Holz

So langsam steigt in ganz Bonn das Beethoven-Fieber – kein Wunder: Steht doch der 250. Geburtstag des Meisters im kommenden Jahr bevor. Auch an der Universität Bonn stimmt man sich auf die Jubiläumsfeierlichkeiten ein. Im Institut für Informatik hat man sich etwas ganz Besonderes dazu ausgedacht: Forscher um Prof. Dr. Matthias Hullin haben mit wissenschaftlichen Methoden ein einzigartiges Porträt des Meisters erschaffen. Es soll im Jubiläumsjahr einen Ehrenplatz im Rektoratsgebäude bekommen.

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