13. August 2018

Stummfilmkino im Hauptgebäude der Universität Bonn Stummfilmkino im Hauptgebäude der Universität Bonn

Bei schönstem Hochsommerwetter verwandelt sich der Arkadenhof im Hauptgebäude der Universität Bonn in Kürze wieder in den schönsten Kinosaal der Stadt. Ab Donnerstag, 16. August lädt dort der Förderverein Filmkultur Bonn e.V. zu den 34. Internationalen Stummfilmtagen – Bonner Sommerkino ein und zeigt unter freiem Himmel und mit Live-Musik Klassiker und Raritäten aus der Frühzeit des Kinos.

Stummfilmtage 2018
Stummfilmtage 2018 - Buster Keatons "Flitterwochen". © Foto: Förderverein Filmkultur Bonn e.V.

Die Stummfilmtage werden vom Förderverein Filmkultur Bonn e.V. in Kooperation mit dem Filmmuseum München, der Universität Bonn, dem Allgemeinen Studierendenausschuss, der Bonner Kinemathek und dem LVR-LandesMuseum Bonn veranstaltet. Die Bundesstadt Bonn, die Universität Bonn, die Film- und Medienstiftung NRW und die Bundesbeauftrage für Kultur und Medien unterstützen das Event.

Zum Auftakt zeigt das größte deutsche Stummfilmfestival am Donnerstag um 21 Uhr – Einlass ist jeden Abend ab 19 Uhr – Buster Keatons „Flitterwochen“, Keatons erstes großes Meisterwerk über ein frisch vermähltes Paar, das versucht, ein Fertighaus zusammenzusetzen. Im Anschluss läuft G.W. Pabsts flirrendes Gesellschaftsportrait „Abwege“ (Deutschland 1928), in dem die vernachlässigte Ehefrau eines reichen Anwalts sich ins Berliner Nachtleben stürzt, eine Affäre mit einem Künstler beginnt und in einen Rausch aus Luxus und Laster gerät.

Bis Sonntag, 26. August, bieten die Stummfilmtage ein reichhaltiges Programm, das dieses Jahr besonders viele Ikonen des Stummfilms versammelt – so geben sich Greta Garbo, Mary Pickford und Louise Brooks, Charles Chaplin, Conrad Veidt und Emil Jannings im Arkadenhof die Klinke in die Hand. Superproduktionen wie Robert Reinerts „Opium“ oder „Ben Hur“ – als teuerster Stummfilm aller Zeiten – stehen neben wenig bekannten Werken wie dem japanischen Melodram „Die Tänzerin von Izu“, Friedrich Ermlers „Der Mann, der das Gedächtnis verlor“ oder avantgardistischen Experimenten wie der „Interplanetarischen Revolution“ (Sowjetunion 1924) und dem tschechischen Kurzfilm „Spaziergang ins Blaue“.

Bei den Vorführungen im Arkadenhof ist der Eintritt frei; um Spenden wird gebeten.

Weitere Informationen und Termine:
http://www.internationale-stummfilmtage.de
 

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