31. Januar 2018

„Science net blöd!“ 17. Forschologicum: Wissenschaft ganz jeck - und die Universität Bonn mittendrin

17. Forschologicum: Bonner Wissenschaft ganz jeck

Auch Wissenschaft kann „Jeck“! Das haben Vertreter aus den Wissenschaftseinrichtungen der Region beim „Forschologicum“ im Haus der Springmaus erneut unter Beweis gestellt: Bereits zum 17. Mal fand die einzigartige Wissenschaftskarnevalssitzung statt – mit hochkarätigen Darstellern aus dem Wissenschaftsbetrieb. Das Event gibt es nur alle zwei Jahre. Im Jubiläumsjahr 2018 waren die Universität Bonn und das Universitätsklinikum besonders stark und prominent vertreten.

Forschologicum 2018
Forschologicum 2018 - DFG-Generalsekretärin Dorothee Dzwonnek und Dr. Christian Bode. © Foto: Barbara Frommann/Uni Bonn

Der langjährige Spiritus Rector des Forschologicums, der ehemalige Generalsekretär des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), Dr. Christian Bode, führte im vollbesetzten Springmaus-Theater in Endenich durch das Programm, das es unter dem Motto „Science net blöd!“ auch dieses Mal wieder in sich hatte: Bode war es wieder gelungen, hochrangige Vertreter der Bonner Wissenschaftslandschaft dazu zu bewegen, ihre karnevalistische Seite zu zeigen und für den rheinischen Frohsinn in die Bütt zu steigen.

„Lieber jeck regieren, als schlecht regieren!“

Die „Eisbrecher“ machten wieder die Pressesprecher der Alexander von Humboldt-Stiftung und der Universität Bonn, Georg Scholl und Dr. Andreas Archut, die das Publikum als Spitzenfunktionäre der imaginären rheinischen Spaßpartei „Alternative fürs Rheinland“ auf eine „Rheinische Koalition“ in Berlin einschworen. Ihr Motto: „Lieber jeck regieren, als schlecht regieren!“

Der Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Bonn, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Holzgreve ist bekennender Westfale mit dem festen Willen zur Integration ins Rheinland. Er präsentierte dem Publikum allerlei Heiteres und Humoriges „von der Seilbahn aus gesehen“. Der Venusberg eigne sich schon aufgrund seiner exponierten Lage für eine Seilbahn. Holzgreve bewies, dass der Blick von oben auch manch neue Perspektive auf Altbekanntes und allzu Menschliches bietet.

„Nur nicht um ExStra weinen“

Die Generalsekretärin der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Dorothee Dzwonnek, schlüpfte für das Forschologicum in die Rolle der Zarah Leander und besang mit dem Lied „Nur nicht um ExStra weinen“ die Sorgen, Hoffnungen und emotionalen Wechselbäder der Universitäten, die sich derzeit im Rahmen der Exzellenzstrategie um Cluster und Elite-Status bewerben. Das Publikum dankte es ihr mit einer besonders energiegeladenen „Rakete“.

Der wandlungsfähige Rektor der Universität Bonn, Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Hoch, hatte vor kurzem noch bei der Verleihung des Mäuseordens als „Räuber Hotzenplotz“ auf der Springmaus-Bühne brilliert. Fürs Forschologicum warf er sich dieses Mal jedoch den professoralen weißen Kittel über, während Prof. Dr. Michael Famulok, der im „wirklichen Leben“ Professor für Chemische Biologie an der Universität Bonn ist, im grauen Kittel und mit Fellmütze den Hausmeister Benno Gebhard gab. Gemeinsam gingen die beiden mit einem geheimnisvollen Analyseapparat den genetischen Ursachen des „Männer-Schnupfens“ mit seinem bekanntermaßen gravierenden Krankheitsverlauf auf den Grund.

„A new passage to India“

Hausherr Andreas Etienne gab gemeinsam mit Andrea Frohn und Michael Müller eine Kostprobe ihres aktuellen Programms „Kollegen“, und der ehemalige Generalsekretär der Alexander von Humboldt-Stiftung, Manfred Osten, ließ in seinem Puppentheater unter dem Motto „Fack ju Goethe“ den alten Geheimrat Goethe aus dem Jenseits aktuelle Entwicklungen in Kultur und Gesellschaft kommentieren. Das große Finale in der Bütt lieferte erneut Staatssekretär Georg Schütte vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in seiner Paraderolle als auf Englisch radebrechender Inder Vikram mit dem Beitrag „A new passage to India“.

Jugendliche Dynamik brachte die Hiphop-Gruppe des Hochschulsports der Universität Bonn unter der Leitung von Staicy Stadtler in den Saal. Mit zwei Einlagen rissen sie das Publikum von den Stühlen und regten es zum Mitklatschen an. Für den musikalischen Rahmen sorgte in bewährter Weise die Combo „Forschologicum All Stars“, und Dr. Ursula Egyptien Gad, Referatsleiterin beim DAAD, animierte das Publikum zum „Rudelsingen“ bekannter rheinischer Liederschätze.

Forschologicum 2018
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