14. September 2017

Saisonstart Bonn: die Bonner Kunst- und Kultursaison wird eingeläutet Saisonstart Bonn: die Bonner Kunst- und Kultursaison wird eingeläutet

Das Paul-Clemen-Museum im Kunsthistorischen Institut und das Akademische Kunstmuseum der Universität Bonn sind zwei der 15 Institutionen, die am Saisonstart Bonn 2017 teilnehmen. Die Veranstaltung am 16. September läutet die Bonner Kunst- und Kultursaison nach der Sommerpause ein. Initiiert ist der Tag von der Galerie Gisela Clement und der Freunde des Kunstmuseum Bonn.

Saisonstart Bonn: die Bonner Kunst- und Kultursaison wird eingeläutet
Saisonstart Bonn: die Bonner Kunst- und Kultursaison wird eingeläutet - Das Paul-Clemen-Museum im Kunsthistorischen Institut. © Foto: Meike Böschemeyer / Universität Bonn
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Unter dem Motto ‚Eine Reise durch Raum und Zeit’ nehmen Studentinnen der Uni Bonn als Tourguides des Paul-Clemen-Museums die Besucher mit auf eine Reise um die Welt. Von Straßburg über Florenz bis Byzanz geht es quer durch die Sammlung mit Abgüssen und Kunstwerken von Uta von Naumburg, Hermann von Helmholtz, Michelangelo und Marcel Duchamp. Beim Sightseeing darf auch fotografiert werden, also den Fotoapparat nicht vergessen!

Die Sonderausstellung ‚Tanz in der Antike’ im Akademisches Kunstmuseum entführt Besucher in die Welt der griechischen und römischen Antike. Die präsentierten Kunstwerke zeigen Menschen und Götter, die viele Anlässe und Zusammenkünfte zum Tanz nutzten. Zwei Sonderführungen gibt es mit Dr. Cornelia Kressirer (Kustodin) und mit Prof. Dr. Berthold Schneider (Vorsitzender des Fördervereins).

 

In Vorfreude und um ein paar persönliche Einblicke in die Sammlungen des Paul-Clemen-Museum zu geben, haben Prof. Dr. Harald Wolter-von dem Knesebeck (Leiter des Paul-Clemen-Museums und Kustos der Abteilung Mittelalter), Prof. Dr. Anne-Marie Bonnet (Kustodin der Abteilung Moderne), Cordula Steidle (Studentin der Kunstgeschichte an der Universität Bonn), und Kathrin Michel (Wissenschaftliche Hilfskraft im Paul-Clemen-Museum) ein paar Fragen beantwortet:

Die Touren am Saisonstart durch das Museum führen nach Florenz, Reims, Bamberg, New York... Wenn Sie sich zu einem Ort oder in eine Zeit eines der Werke begeben würden, wo würde es hingehen?

„Bamberg im 13. Jahrhundert, weil ich mich gerade mit hochmittelalterlichen Klerikereliten und ihrem Umgang mit Bildwerken beschäftige.“ Prof. Dr. Wolter-von dem Knesebeck

„1915 bei Marcel Duchamp in seinem Atelier in New York mit Francis Picabia.“ Prof. Dr. Bonnet

„Ziel meiner Zeitreise wäre sicher das Florenz und Rom des 15. und 16. Jahrhunderts. Ich wäre dort wohl in Bauhütten und Bildhauerateliers zu finden. Interessieren würde mich dabei das konkrete Vorgehen zur jeweiligen Formfindung und die Beweggründe der Künstler wie Donatello, Verrocchio oder Michelangelo.“ C Steidle

Ihr momentanes Lieblingsobjekt?

„Der Abguss der Madonna von Giovanni Pisano, da sie nicht nur auf eine atemberaubend einfühlsame Weise den Bogen vom Mittelalter zurück zur Antike schlägt, sondern auch hin zur Italienabteilung, in der die Renaissance versammelt ist.“ Prof. Dr. Wolter-von dem Knesebeck

„Es sind zwei! Stefan Hunstein: Schwarzes Photo, es wurde für den Ort gemacht und es ist sowohl ein Spiegel wie auch eine Tür ins Unendliche der Zeit der Erinnerung. Spiegel und Reflexion nach außen und innen als eine Metapher für das was Kunstgeschichte tut. ?Und bien sûr: die Fountain - weil sie nach wie vor dazu führt, dass man sich fragt, was Kunst sei und was wir von ihr wollen!“ Prof. Dr. Bonnet

„Ein Abguss des Theodosius-Missoriums aus dem Jahr 388. Über diese Silberarbeit habe ich meine letzte Hausarbeit in der Klassischen Archäologie geschrieben. Immer wenn ich an ihr vorbeigehe, erinnere ich mich an eine meiner größten Herausforderungen meines Studiums! K Michel

Ohne Vorbehalte, welches Werk würden Sie für die Sammlung erwerben?

„Ein Reagenzglas für die Rose für direkte Demokratie (Multiple von Joseph Beuys)?. Es stünde in der Eingangshalle auf dem Podest immer eine frische rote Rose zur Begrüßung!“ Prof. Dr. Bonnet

„Mein Wunschobjekt sprengt vielleicht doch Räumlichkeit und Budget - aber ich würde es spannend finden, dem kraftvollen Sklaven einen zierlichen David entgegenzusetzen.“ C Steidle

„Ein blaues Dreieck von dem Künstler Blinky Palermo, bzw. eine Schachtel mit seiner Anweisung: "Malen Sie mit Hilfe der Schablone ein blaues Dreieck über eine Tür. Verschenken Sie dann das Original Blatt. Palermo August 1969." K Michel

„Einen Abguss des Bamberger Reiters, weil er ein besonders rätselhaftes und noch heute den Betrachter direkt ansprechendes Objekt des 13. Jahrhunderts ist - und wir ihn einmal am Kunsthistorischen Institut hatten, bevor er im Krieg verloren ging.“ Prof. Dr. Wolter-von dem Knesebeck

Wer nicht selbst vor Ort ist, kann auf der Instagramseite der Universität Bonn eine Live-Story vom Saisonstart am Paul-Clemen-Museum sehen, auch unter den Hashtags #PCMBonn und #UniBonn. Hier finden Sie das komplette Programme vom Saisonstart 2017

Saisonstart am Akademischem Kunstmuseum
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