03. Mai 2017

Inszenierung der Realität: Historische Fotografie in Asien Die Inszenierung der Realität

Studierende der Asiatischen Kunstgeschichte kuratieren eine Ausstellung im Universitätsmuseum Bonn

Das Bonner Universitätsmuseum und die Abteilung für Asiatische und Islamische Kunstgeschichte präsentieren historische Fotografie aus Asien. Von Iran bis Japan erstrecken sich die Motive, die Studierende der Asiatischen Kunstgeschichte kuratiert haben.

Mädchen mit einem Spiegel
Mädchen mit einem Spiegel © Rheinisches Bildarchiv Köln, Museum für Ostasiatische Kunst Köln.

Der Fokus der Ausstellung liegt auf Architekturfotografien aus Südindien und Sri Lanka aus dem Zeitraum von 1850 bis 1920. Sie gehören zur Sammlung der Abteilung für Asiatische und Islamische Kunstgeschichte. Die ersten fotografischen Techniken wurden um 1839/40 in Frankreich und England der Öffentlichkeit vorgestellt. Entsprechend stammen die Fotografien aus Asien auch von Europäern und so verschieden deren Interessen und Wahrnehmungen waren, so verschieden sind auch ihre Motive - und Perspektiven. Die Ausstellung zeigt das europäische Interesse an diesem Kontinent sowie Fotos der einheimischen Bevölkerung, die eine eigene Bildsprache für ihre Welt geschaffen hat.

„Die Asiatische und Islamische Kunstgeschichte“, erklärt die Seminarleiterin Rebekka Welker, „ermöglicht ein Verständnis asiatischer Kulturen anhand von Bildern, Skulpturen, Architekturen und Fotografien. Die Abteilung der Asiatischen und Islamischen Kunstgeschichte hat hier an der Universität Bonn einen kleinen Schatz alter Fotografien aus Südindien und Sri Lanka, die wir zugänglich machen wollen und zu denen wir eine nachvollziehbare Einordnung in ihren Entstehungskontext geben wollen.“

Für Studentin Victoria Bernds bedeutet die kuratorische Arbeit für diese Ausstellung, „an der Schnittstelle zwischen dem theoretischen Wissen und seiner praktischen Vermittlung“ zu arbeiten. Außerdem war die Ausstellung für Bernds eine „sehr gute Möglichkeit, einen genaueren Blick hinter die Kulissen zu bekommen und zu erleben, wie aus einer noch undefinierten Idee eine reale Ausstellung wird.“

Begleitveranstaltungen und Führungen
Die Studierenden unter der Anleitung der Dozentin Rebekka Welker haben zur Ausstellung drei Begleitveranstaltungen organisiert, zu denen wie zur Vernissage der Ausstellung ebenfalls herzlich eingeladen wird. Die Begleitveranstaltungen finden statt im Übungsraum der Abteilung für Asiatische und Islamische Kunstgeschichte, Adenauerallee 10, 53113 Bonn:

22.05. 2017, 18.15 Uhr,
Regina Höfer (Berlin), Vortrag: Pittoreske Ansichten aus Ceylon: Ein Souveniralbum von Colombo Apothecaries,

12.06. 2017, 18.15 Uhr,
Celina Lunsford (Frankfurt), Vortrag: Colonial Remnants in Contemporary Asian Photography

19.06. 2017, 18.15 Uhr,
Rebekka Welker (Bonn), Vortrag: Fotografie der Missionare der Baseler Mission

Darüber hinaus bieten die Studierenden 45minütige Führungen durch die Ausstellung an. Nähere Information und Vereinbarung einer Führung: Rebekka Welker, E-Mail: welker@uni-bonn.de

Kuratoren und Dank
Die Kuratoren der Ausstellung sind die Studierenden Victoria Bernds, Laura Drinck, Cécile Stassar und Seminarleiterin Rebekka Welker, mit kuratorischer Unterstützung von Sophie-Marie Schreurs und Angelina Vieten sowie unter Mitwirkung der Studierenden Frederike Ahlf, Victoria Bernds, Anika Dekubanowski, Laura Drinck, Ceren Gönc, Maximilian Kluge, Sophie-Marie Schreurs, Shanjanaa Soundharajan, Cécile Stassar, Angelina Vieten und Verena Wittrock.
Besonderer Dank gilt dem Universitätsmuseum Bonn, Andreas Reh und Susanne von der Heide.

Dauer und Öffnungszeiten
Die Ausstellung läuft bis zum 25. Juni 2017 im Universitätsmuseum der Universität Bonn, Regina-Pacis-Weg 1, 53113 Bonn, stets mittwoch bis sonntags, 12:00-16:30 Uhr.

Weitere Information
www.ioa.uni-bonn.de/abteilungen/aik

Kontakt
Abteilung für Asiatische und Islamische Kunstgeschichte der Universität Bonn
Rebekka Welker, M.A.
Telefon: 0228/73-9310
E-Mail: welker@uni-bonn.de

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