17. Oktober 2016

„Erschaffe eine gewaltlose Demonstration…“ „Erschaffe eine gewaltlose Demonstration…“

Bonner Universitätsmuseum stellt 17 Kunstwerken über die universellen Menschenrechte aus

Was für 22 junge Leute aus Ägypten, Großbritannien, Italien, Schweden und Deutschland die Menschenrechte bedeuten und wie sie es in Kunstwerke umgesetzt haben, das zeigt das Bonner Universitätsmuseum in Kooperation mit der Abteilung Skandinavistik der Universität Bonn vom 24. Oktober 2016 bis zu 22. Januar 2017. Die Ausstellung wird am 24. Oktober um 17 Uhr im Universitätsmuseum der Universität Bonn eröffnet.

Der interaktive Demonstrationszug im Universitätsmuseum.
Der interaktive Demonstrationszug im Universitätsmuseum. © Foto: Volker Lannert

Jeder hat das Recht…: so beginnen alle fünf Sätze, die in Artikel 3, 13 und 27 der UN-Menschenrechtserklärung unveräußerliche, überall und immer zu achtende Rechte aller Menschen festschreiben. Sie werden jeden Tag verletzt. Jeden Tag muss um ihre Geltung gerungen werden. Weltweit. Die Kunstwerke der Jugendlichen wollen ihren Beitrag dazu leisten. Dazu werden sie ausgestellt und sie sollen in die ganze Welt gehen.

17 junge Menschen fragen beispielsweise danach, wie es um die menschliche Freiheit steht in einer Welt, die zunehmend von Technik bestimmt wird? Was geht aus dem Kontrast zwischen Holocaust-Mahnmal und Menschenrechts-Deklaration hervor? „Die Aussagen sind sehr persönlich und führen zu Überraschungen“, sagt Dr. Thomas Becker, der Leiter des Universitätsmuseums. Wenn „Rechtsgrundsätze anschaulich werden, künstlerisch verrätselt, ästhetisch oder anrührend“, sagt Dr. Thomas Fechner-Smarsly von der Skandinavistischen Abteilung der Uni Bonn, dann könne dies dazu beitragen, dass die allgemeine Geltung der Menschenrechte weiter verbreitet und bekannter werde.

Die Installation „Demonstrationszug“ ist interaktiv angelegt. In einer als „futuristisch“ bezeichneten Stadt, als Teil der Installation, entsteht durch die realen Besucher im Universitätsmuseum ein Demonstrationszug, der sich für die Wahrung der Menschenrechte einsetzt. Jeder Besucher im Universitätsmuseum ist aufgerufen, ein Plakat für die Demonstration zu schaffen und in die Demo einzufügen. Alica Naimark und Emma Axberg schreiben zu ihrer Installation: „Erschaffe eine gewaltlose Demonstration und schreibe Deine Wünsche auf. Was muss sich verändern?“

Die Ausstellung war 2015 in Schweden erstmals gezeigt worden, war zwischenzeitlich im Haus der nordischen Botschaften in Berlin zu sehen und wird nun an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität vom 24. Oktober 2016 bis zum 22. Januar 2017 im Universitätsmuseum gezeigt. Das Museum ist geöffnet mittwochs bis sonntags von 11:00 bis 16:30 Uhr, außer an gesetzlichen Feiertagen.

Zur Eröffnung am Montag, dem 24. Oktober 2016 um 17 Uhr laden das Universitätsmuseum und die Abteilung Skandinavistik des Instituts für Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft herzlich ein.

Kontakt:

Dr. Thomas Becker,
Leiter des Universitätsmuseums
E-Mail: abert@verwaltung.uni-bonn.de
Tel. 0228-73-7555

Dr. Thomas Fechner-Smarsly
Abteilung Skandinavistik
E-mail: t.fechner.smarsly@uni-bonn.de
Tel. 0228 73 7566

Wird geladen