26. Februar 2015

Die Jugend forscht-Sieger an der Uni Bonn Die Jugend forscht-Sieger an der Uni Bonn

Drei erste Plätze. 30 Projektteams stellen ihre Ergebnisse beim Regionalwettbewerb Bonn/Köln vor

Ein verletzungssicherer Industrieroboter, mathematisch zurück zu den Wurzeln und ein Mini-Labor auf einem Chip: Mit diesen Themen belegten heute Jungforscher beim Regionalwettbewerb Bonn/Köln von Jugend forscht und Schüler experimentieren an der Bonner Universität erste Plätze. Insgesamt 56 Teilnehmer in 30 Projektteams waren angetreten und präsentierten am Nachmittag in der Uniaula ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit. Die Erstplatzierten qualifizierten sich für die Teilnahme am Landeswettbewerb.

Jan Matthias Schäfers (16) und Adrian Lenkeit (15; von links):
Jan Matthias Schäfers (16) und Adrian Lenkeit (15; von links): - vom Städtischen St. Michael-Gymnasium Bad Münstereifel mit ihrem Labor auf einem winzigen Chip. Das Team siegte im Bereich Technik des Jugend forscht-Regionalwettbewerbs Bonn/Köln. © Foto: Volker Lannert/Uni Bonn
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Mit einem kompletten Labor auf einem winzigen Chip siegten Adrian Lenkeit (15 Jahre) und Jan Matthias Schäfers (16) vom Städtischen St. Michael-Gymnasium Bad Münstereifel im Bereich Technik des Regionalwettbewerbs Jugend forscht. „Uns war es möglich, mithilfe von Computersimulationen Steuerelemente zum Erzeugen einer Strömung in Tropfen zu entwickeln und diese in einem Experiment funktionsfähig aufzubauen“, berichten die beiden Jungforscher. Damit wird es zum Beispiel möglich, Chemikalien zu mischen oder feste Bestandteile im Zentrum eines Flüssigkeitstropfens zu konzentrieren.

Mathematik: Zurück zu den Wurzeln

Den ersten Platz im Bereich Mathematik/Informatik des Regionalwettbewerbs Jugend forscht errang Nils Waßmuth (19), der an der Universität Bonn studiert, mit dem Thema: „Zurück zu den Wurzeln: Die primitiven Nullteiler der Sedenionen“. Hierfür leitete er in kompakter Form eine Bilinearform her. „Dabei werden erstaunliche Symmetrien erkennbar, die im Dreidimensionalen visualisierbar sind“, berichtet der Gewinner.

Weicher Roboterarm verhindert Verletzungen

Bei Schüler experimentieren lagen Björn Bouwer (14) und Nico Hochgürtel (14) vom Städtischen St. Michael-Gymnasium Bad Münstereifel ganz vorne. Mit einem weichen Roboterarm siegten sie im Bereich Technik. In der Industrie arbeiten Roboter und Menschen eng zusammen. Um schwere Verletzungen durch Unfälle zu verhindern, konstruierten sie eine Art Elefantenrüssel aus weichem Material. „In diesem Silikon sind speziell angeordnete Luftkammern, welche sich so ausdehnen können, dass sich der Rüssel krümmt“, berichten die beiden. Damit ließen sich auch empfindliche Gegenstände sicher greifen.

Hoher wissenschaftlicher Anspruch der Teilnehmer

Prof. Dr. Jürgen Fohrmann, Rektor der Universität Bonn, war von der Themenvielfalt der Jungforscher beim Regionalwettbewerb begeistert: „Es ist imponierend, mit welchem Eifer und welch großer Ausdauer die Teilnehmer ihre Projekte verfolgen. Die Fragestellungen aus der Praxis werden mit hohem wissenschaftlichen Anspruch bearbeitet.“ Der Regionalwettbewerb Jugend forscht und Schüler experimentieren sei ein wichtiger Bestandteil in den Bemühungen der Bonner Alma mater, forschungsinteressierte Jugendliche früh für die Wissenschaft zu begeistern.

Jugend forscht feiert Jubiläum

Jugend forscht feiert in diesem Jahr Jubiläum: Der einzigartige Wettbewerb startete vor 50 Jahren. Bereits zum vierten Mal richtete die Bonner Universität nun den Regionalwettbewerb aus und ist nach wie vor die einzige Hochschule in Nordrhein-Westfalen, die sich auf diesem Feld engagiert. „Seit einem halben Jahrhundert führt Jugend forscht bundesweit Wettbewerbe durch, um Kinder und Jugendliche für MINT-Fächer zu begeistern und Talente frühzeitig zu fördern. Hierzu leistet die Universität Bonn als Pate des Regionalwettbewerbs mit ihrem Engagement einen wichtigen Beitrag“, sagt Dr. Sven Baszio, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Jugend forscht e. V.

Die öffentliche Präsentation der Exponate von insgesamt 56 Teilnehmern in 30 Projektteams am Nachmittag in der Aula der Universität Bonn stieß auf großes Interesse. „Aus meiner Sicht haben alle gewonnen: Sämtliche Teilnehmer haben mit ihren Projekten eindrucksvoll bewiesen, dass sie sich den Herausforderungen der Wissenschaft auf hohem Niveau stellen“, sagt Jugend forscht-Patenbeauftrage Dr. Andrea Grugel von der Universität Bonn.

Weitere Informationen zu den Projekten im Internet:
www.jugend-forscht.uni-bonn.de


Kontakt für die Medien:

Dr. Andrea Grugel
Abt. 10.1 – Identifikation und Veranstaltungen
Tel. 0228/739747
E-Mail: andrea.grugel@uni-bonn.de

Nils Waßmuth (19):
Björn Bouwer (14) und Nico Hochgürtel (14; von links):
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