07. Mai 2013

UNIcert®-Zertifikate erstmals verliehen UNIcert®-Zertifikate erstmals verliehen

Fremdsprachliche Ausbildung an der Universität Bonn mit Qualitätssiegel

Sie sind die Vorreiter: Ende April erhielten 25 Studierende der Universität Bonn nach bestandenen Prüfungen die ersten UNIcert®-Zeugnisse und Zertifikate. Sie bescheinigen Sprachunterricht auf universitätsübergreifend hohem Niveau. Zu den Absolventen gehörten auch 13 Teilnehmende der Bonner Fachspezifischen Fremdsprachenausbildung (FFA) für Juristinnen und Juristen. Prof. Dr. Marion Gymnich, Mitglied des Hochschulrates, und Prof. Dr. Klaus Sandmann, Dekan der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät, überreichten die Urkunden.

Verleihung des Zertifikats:
Verleihung des Zertifikats: - Projektkoordinatorin Kristina Blohm (ganz links) und die ersten FFA-Absolventen. © Foto: Sabine Kaldonek

Mit der Übergabe der ersten Zertifikate wurde die erfolgreiche Einführung von UNIcert®, dem hochschulübergreifenden Qualitätssicherungsmerkmal für die fremdsprachliche Ausbildung, an der Universität Bonn gefeiert. Gastgeber waren Dr. Susanne Schiemichen vom Fachbereich Rechtswissenschaft und Dr. Paul Meyermann, Leiter des Sprachlernzentrums (SLZ) an der Abteilung Interkulturelle Kommunikation und Mehrsprachigkeitsforschung. Sie hatten sich gemeinsam für die Akkreditierung engagiert.

UNIcert® startete im Wintersemester 2011/12 im Fachbereich Rechtswissenschaft und ein Jahr später universitätsweit am Sprachlernzentrum (SLZ). Damit gehört die Universität Bonn zum Kreis der 55 Hochschulen in Deutschland und angrenzenden Ländern, die sich den Qualitätskriterien des Ausbildungs- und Zertifikationssystem für den Fremdsprachenunterricht an Universitäten verpflichtet haben. Dieses basiert auf einer 1992 beschlossenen Rahmenordnung der Hochschulrektorenkonferenz und des Arbeitskreises der Sprachenzentren.

Fachspezifische Fremdsprachenkenntnisse

Das Besondere an UNIcert®: Studierende können Fremdsprachenkenntnisse erwerben, die sich schon auf unteren Niveaustufen sehr spezifisch an den Inhalten und Anforderungen der Hochschule orientieren. Angehörige aller Fakultäten erhalten so praktisch verwertbare Fremdsprachenkenntnisse für Wissenschaft und Berufsleben.

Auch für Jura-Studierende gilt: Wer in der globalisierten Berufswelt erfolgreich bestehen will, sollte wenigstens eine Fremdsprache sicher beherrschen. Fachbereichsmanagerin Dr. Susanne Schiemichen verfügt als ehemalige Dozentin im Bereich der Sprachvermittlung über wertvolles Knowhow und ist maßgeblich für die fachspezifische Fremdsprachenausbildung in der Rechtswissenschaft verantwortlich. Maximal 25 Teilnehmer bekommen dabei über drei Semester eine fundierte Ausbildung. „Sie erhalten genau die Kenntnisse von Sprache und Recht des Anglo-Amerikanischen Raums, die in der heutigen Berufswelt für Juristinnen und Juristen in vielen Bereichen wichtig sind“, sagt Kristina Blohm, die das FFA-Projekt seit 2008 begleitet und nun koordiniert. „Sie bekommen spannende Einblicke in eine ganz andere (Rechts-)Kultur und erweitern damit ihren Horizont.“

Hochkarätige Dozenten

Hochkarätige Dozenten sorgen dafür, dass das Wissen nicht bloße Theorie bleibt: größtenteils Anwälte internationaler Großkanzleien und Gastredner wie ein Mitarbeiter des US State Departments oder die Chefin der Rechtsabteilung eines staatlichen Forschungsinstituts aus Saudi-Arabien. Ihr persönliches Engagement, das auch mal gemeinsames Essengehen und Hilfe beim Networking umfasst, wissen alle Teilnehmer zu schätzen. Umgekehrt genießen es die Lehrbeauftragten, an der Ausbildung der nachfolgenden Juristen-Generation mitwirken zu können. Auf die Frage, warum sich ein vielbeschäftigter Anwalt einer renommierten Kanzlei die Mühe macht, Studierende zu unterrichten, stellt der bei Fulbright & Jaworski tätige Senior Counsel Keith Calhoun-Senghor entschieden fest: „ Es ist keine Last, es ist eine Ehre für mich. Ich liebe meine Arbeit als Anwalt, aber die FFA-Teilnehmer zu unterrichten, ist sozusagen das prickelnde Glas Champagner im Berufsalltag. Ich habe hier die Führungselite von morgen vor mir. Das ist erfrischend.“

Solche Rückmeldung motiviert die Studierenden, das zusätzliche Arbeitspensum und Kurse am Wochenende auf sich zu nehmen. „Die FFA erfordert eine gewisse zeitliche Flexibilität, das heißt, ich musste Vorlesungen aus meinem Hauptstudium zum Teil in einem anderen Semester nachholen“, berichtet Lena Hülsdünker. Sie hat das Programm gerade mit großem Erfolg abgeschlossen und betont: „Ich habe es genossen, dass wir von Muttersprachlern unterrichtet worden sind, die international agieren. Ich profitiere sehr von der Verbesserung meiner englischen Sprachkompetenz und dem erlernten Wissen“.

Auch wem FFA zu zeit- und arbeitsintensiv ist, kann sich am Fachbereich Rechtswissenschaft sprachlich weiterbilden: Jedes Semester gibt es International-Legal-English-Kurse, angeboten vom Englisch-Dozenten Christopher Grierson.


Kontakt:

Kristina Blohm, Fachbereichsmanagement Rechtswissenschaft
Telefon: 0228/73-62402
ffa@jura.uni-bonn.de

Informationen im Internet: http://www.jura.uni-bonn.de/ffa

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