25. Juli 2012

Florian Mormann erhält Lichtenberg-Professur der Volkswagen-Stiftung Florian Mormann erhält Lichtenberg-Professur der Volkswagen-Stiftung

Bonner Epileptologe untersucht Funktionsweise des menschlichen Gehirns

Dr. Dr. Florian Mormann (39), Hirnforscher an der Universität Bonn, ist einer von sieben herausragenden Wissenschaftlern, die sich in der diesjährigen Wettbewerbsrunde um eine Lichtenberg-Professur der Volkswagen-Stiftung durchsetzen konnten. Das teilte die Stiftung heute in Hannover mit. Mit Lichtenberg-Professuren fördert die Volkswagen-Stiftung herausragende Wissenschaftler in innovativen Lehr- und Forschungsfeldern. Mormann erhält in den kommenden fünf Jahren eine Förderung in Höhe von 1,2 Millionen Euro. Das Hauptinteresse des Nachwuchswissenschaftlers gilt der Funktionsweise des menschlichen Gehirns.

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mormann_liberg.jpg - Dr. Dr. Florian Mormann. © Foto: privat

Im Gehirn des Menschen spielt der Schläfenlappen eine zentrale Rolle für die Wahrnehmung und das Gedächtnis. Er ist gleichzeitig auch einer der häufigsten Entstehungsorte epileptischer Anfälle. Mithilfe von Messungen lokaler Feldpotenziale und des Entladungsverhaltens einzelner Nervenzellen im Gehirn von Epilepsiepatienten möchte der neue Lichtenberg-Professor an der Universitätsklinik für Epileptologie in Bonn Mechanismen untersuchen, die für die Funktion bzw. Fehlfunktion dieser Hirnregion verantwortlich sind.

Der in der Medizin und Physik promovierte Florian Mormann hat Physik in Karlsruhe und Bonn sowie Medizin in Bonn und Köln studiert. Er forscht seit 1998 an der Klinik für Epileptologie in Bonn und war von 2006 bis 2009 als Postdoktorand am California Institute of Technology in Pasadena tätig.

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