01. Juli 2011

Von der Benzolformel zum Chemiepalast Von der Benzolformel zum Chemiepalast

Ausstellung über Bonner Chemiker August Kekulé

Mit Bonns berühmtestem Chemiker August Kekulé (1829-1896) beschäftigt sich ab Mitte Juli 2011 die Ausstellung „Kekulés Traum – von der Benzolformel zum Bonner Chemiepalast“, die das Deutsche Museum Bonn, Ahrstraße 45, mit Unterstützung und in Kooperation der Universität Bonn und ihrer Fachgruppe Chemie zeigt. Die Eröffnung findet am Mittwoch, 13. Juli, dem 115. Todestag Kekulés, um 19 Uhr statt.

kekule-denkmal.jpg
kekule-denkmal.jpg - Das Denkmal für August Kekulé wird immer wieder kreativ "dekoriert", etwa zu Fußballweltmeisterschaften. © Foto: Ulrike E. Klopp/Uni Bonn.
Alle Bilder in Originalgröße herunterladen Der Abdruck im Zusammenhang mit der Nachricht ist kostenlos, dabei ist der angegebene Bildautor zu nennen.

Zum „Internationalen Jahres der Chemie“ konzipiert ist die Ausstellung vom 14. Juli 2011 bis zum 26. Februar 2012 zu sehen. Sie stellt den Chemiker und Menschen im Kontext seiner Zeit vor. Sie schöpft aus dem umfangreichen Nachlass Kekulés, der seit 2007 im Archiv des Deutschen Museums in München bewahrt wird.

„Kekulé war einer der originellsten und einflussreichsten Chemiker seiner Zeit, der mit Erlenmeyer bei Liebig und Bunsen studiert hatte“, sagt Museumsleiterin Dr. Andrea Niehaus. Mit der Entdeckung der Strukturformel des Benzols revolutionierte Kekulé die moderne Chemie. Danach wurde die Welt bunter, denn diese Vorarbeit ermöglichte in der Folge die massenhafte und preiswerte Herstellung synthetischer Farbstoffe. Die Ringform des Benzolmoleküls soll Kekulé im Traum erschienen sein und wurde so zum Mythos. Seit 1903 erinnert ein Standbild vor dem alten Chemischen Institut an der Meckenheimer Allee – seinerzeit das größte chemische Institut der Welt – an den Chemiker.

Die Ausstellung thematisiert, welche Rolle Modelle bei der Vermittlung chemischer Theorien spielen. Weitere Themen sind die Entwicklung der Farbstoffindustrie und des chemischen Forschungsstandortes Bonn bis heute. Zur Ausstellung erscheint eine umfangreiche Begleitpublikation und es gibt ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Stadtspaziergängen, Schülerworkshops und Vorträgen.


Kontakt:
Ralph Burmester
Deutsches Museum Bonn
Telefon: 0228/302252
E-Mail: info@deutsches-museum-bonn.de
www.deutsches-museum-bonn.de

Wird geladen