29. April 2011

Ein weitläufiger Verwandter der Tanne Ein weitläufiger Verwandter der Tanne

Rumphs Palmfarn ist Pflanze des Monats Mai

Im Regenwaldhaus der Botanischen Gärten der Universität Bonn steht ein lebendes Fossil: der Palmfarn. Eine der merkwürdigsten Pflanzen entfaltet im gerade neu eröffneten Regenwaldhaus im Botanischen Garten am Poppelsdorfer Schloss seine Wedel: (Cycas rumphii) der deutsche Name ist treffend, doch es ist weder eine Palme, noch ein Farn. Das Gewächs ist in den Botanischen Gärten der Universität Bonn die Pflanze des Monats Mai.

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Cycasrumphii.jpg - Der Gärtnermeister Bernd Reinken begutachtet den schönen Palmfarn (Cycas rumphii). © Foto: W. Lobin/Uni Bonn

Die meisten Besucher können es kaum glauben, dass Rumphs Palmfarn ein weitläufiger Verwandter von Tanne, Fichte und Kiefer ist. Die Pflanze ist nämlich genauso wie diese eine Konifere, also ein „Nacktsamer“ (Gymnosperme). Die Gattung Cycas umfasst rund 100 Arten, die von Madagaskar bis nach Südostasien weit verbreitet sind. Die bekannteste ist Cycas revoluta; ein blühendes Exemplar kann im Mittelmeerhaus des Botanischen Gartens am Poppelsdorfer Schloss bewundert werden. Ihre palmenartigen stabilen Blätter werden zur Sargdekoration verwendet, weshalb sie auch „Sargdeckelpalme“ genannt wird.

Der besonders schöne Rumphs Palmfarn im frisch rennovierten Regenwaldhaus der Botanischen Gärten kommt von der malayischen Halbinsel, Polynesien und Neuguinea. Die Art ist nach Georg Eberhard Rumpf (1628-1702, lateinisch: Rumphius) benannt. Er war in Indonesien für die damalige niederländische Kolonialverwaltung tätig und entwickelte sich zu einem bedeutenden Naturforscher.

Die Botanischen Gärten der Universität Bonn sind täglich außer Samstags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Die Gewächshäuser können von 10 bis 16 Uhr besichtigt werden.


Weitere Informationen:
http://www.botgart.uni-bonn.de

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