Gerade schwerstbetroffene Patienten sind stark in ihrer Lebensqualität eingeschränkt bis hin zur Selbstisolation, Arbeitsunfähigkeit oder Krankenhausaufenthalten. Zudem ist aufgrund dauerhaft erhöhter Entzündungszellen im Blut unter anderem das Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko erhöht. Doch neben der rein äußerlichen Behandlung der Haut werden herkömmliche anti-entzündliche Medikamente oder neue, viel versprechende Biologika, die sehr spezifisch auf die Entzündungszellen bei der Psoriasis wirken, nur bei etwa jedem Zweiten eingesetzt. "Neuere Studien zeigen eine klare Unterversorgung vor allem der schwer betroffenen Patienten. Diese sind oft frustriert von früheren Therapien und konsultieren nun gar nicht mehr den Arzt", sagt Dr. Dagmar Wilsmann-Theis, Oberärztin an der Universitätshautklinik.
Regionale Netzwerke sollen jetzt die Kooperation zwischen den Dermatologen verbessern. "Jeder Patient hat Anspruch auf eine dem Schweregrad seiner Erkrankung und Krankheitslast entsprechende Therapie. Zudem können informierte Patienten leichter mit ihrer Erkrankung umgehen", erklärt Wilsmann-Theis die Motivation der Bonner Universitätshautklinik, sich an dem Psoriasis-Netz "PsoNet" zu beteiligen und das Patientensymposium zu veranstalten.
Kontakt für die Medien:
Oberärztin Dr. Dagmar Wilsmann-Theis
Psoriasis-Sprechstunde
Klinik und Poliklinik für Dermatologie
des Universitätsklinikums Bonn
Telefon: 0228/287-15370
E-Mail: Dagmar.Wilsmann-Theis@ukb.uni-bonn.de