16. Dezember 2008

Käufliches Glück Käufliches Glück

Der Glücksklee ist Pflanze des Monats Januar 2009

Wie Marzipanschwein, Hufeisen und Schornsteinfeger zählt auch der Vierblättrige Klee zu den Glücksbringern, die zur Jahreswende gern verschenkt werden. Der Glücksklee (Oxalis tetraphylla) aus der Gattung Sauerklee ist in den Botanischen Gärten der Universität Bonn die Pflanze des Monats Januar. In den Gärten werden über 20 verschiedene Sauerkleearten kultiviert. Zum Jahresbeginn ist der Glücksklee im der Orchideenkabine im Durchgang des Sukkulentenhauses zu sehen.

Bild Käufliches Glück
Bild Käufliches Glück © Universität Bonn

Die Blätter des "echten" Klees (Trifolium) bestehen normalerweise aus drei gleich gestalteten Fiederblättchen. Nur in ganz seltenen Fällen weisen sie vier dieser Blättchen auf. Darum verheißt es seit alters her Glück, wenn man ein solches vierblättriges Kleeblatt findet. Bei dem heute im Handel als Topfpflanze angebotenen Glücksklee (Oxalis tetraphylla) handelt es sich dagegen um eine vierblättrige Art aus der großen Verwandtschaft des Sauerklees. Während vierblättrige Kleeblätter bei dem auf unseren Wiesen heimischen Rot- oder Weißklee also eine seltene Ausnahme darstellen, sind sie beim vierblättrigen Sauerklee der Normalfall " so wird Glück "käuflich" und für wenige Euro im Supermarkt erhältlich.

Beheimatet ist der Glücksklee im südlichen Mexiko; nach Europa kam er Mitte des 19. Jahrhunderts als Zierpflanze. Mittlerweile ist Glücksklee in verschiedenen Zuchtformen erhältlich, deren Blüten zwischen Weiß und Tiefrot variieren und deren frischgrüne Blätter in der Mitte oftmals einen dekorativen purpurroten Fleck aufweisen. Zur Gattung Oxalis gehören weltweit mehrere Hundert Arten. In unseren Breiten ist nur der Sauerklee (O. acetosella) heimisch. Der Name weist auf Calciumoxalat-Kristalle in den Blättern hin, die der Pflanze einen sauren Geschmack verleihen und sie schwach giftig machen. Die stärkehaltigen Knollen einiger tropischer Sauerkleearten sind hingegen essbar und können wie Kartoffeln oder Möhren zubereitet werden, weswegen sie in der Andenregion Südamerikas sogar angebaut werden.

Winteröffnungszeiten der Botanischen Gärten: Vom 1. November bis zum 31. März gelten die Winteröffnungszeiten der Botanischen Gärten. Die Gärten sind montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr geöffnet, die Gewächshäuser von 10 bis 12 und 14 bis 16 Uhr. An Wochenenden und Feiertagen bleiben die Gärten geschlossen.






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Glücksklee. Foto: Dr. Wolfram Lobin/Uni Bonn




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