04. Dezember 2008

Armin Falk erhält den "deutschen Nobelpreis" Armin Falk erhält den "deutschen Nobelpreis"

Leibniz-Preis für Bonner Wirtschaftswissenschaftler *** Nachricht mit Podcast ***

Der Bonner Wirtschaftswissenschaftler Professor Dr. Armin Falk (40) erhält für seine herausragenden Forschungsleistungen den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis, der mit 2,5 Millionen Euro dotiert ist. Das hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) heute in Bonn bekanntgegeben. Professor Falk ist seit 2003 an der Universität Bonn tätig und beschäftigt sich mit den Faktoren, die menschliches Sozialverhalten und Entscheidungen beeinflussen.

Bild Armin Falk erhält den "deutschen Nobelpreis"
Bild Armin Falk erhält den "deutschen Nobelpreis" © Universität Bonn
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Armin Falk wird für seine Arbeiten ausgezeichnet, mit denen er in der verhaltenswissenschaftlichen Wirtschaftsforschung und in den Wirtschaftswissenschaften insgesamt Maßstäbe gesetzt hat. Im Kern geht es Falk um eine bessere psychologische Fundierung des ökonomischen Entscheidungsmodells. Dazu nutzt er beispielsweise Experimente, in denen die Versuchspersonen verschiedene Strategien einschlagen können. Auf diese Weise lässt sich unter kontrollierten Laborbedingungen messen, wie sich Menschen verhalten und von welchen Bedingungen das abhängt. Falk nutzt daneben repräsentative Befragungen und neuroökonomische Methoden wie die funktionelle Magnetresonanztomographie. Obwohl Der Bonner Wissenschaftler sich der Grundlagenforschung verschrieben hat, sind viele seiner Erkenntnisse von hoher Praxisrelevanz.

Falks zentrale Forschungsinteressen sind soziale Präferenzen wie Fairness, Vertrauen und soziale Vergleiche. Seine Erkenntnisse erlauben grundlegende Rückschlüsse auf das ökonomische Verhalten von Menschen im Allgemeinen und die Funktionsweise von Arbeitsmärkten und Organisationen im Besonderen. Zudem beschäftigt sich Falk mit zentralen Präferenzen und Einflussfaktoren, die das Verhalten von Menschen bestimmen, etwa der Risikobereitschaft bestimmter Personengruppen, und den Konsequenzen beispielsweise für ihr Migrationsverhalten oder die Ausbildungs- und Berufswahl.

Mit 35 Jahren Professor in Bonn geworden

Köln, Zürich und Bonn sind die Stationen in Armin Falks wissenschaftlichem Werdegang. In Köln studierte er Volkswirtschaftslehre, in Zürich promovierte und habilitierte er sich. Mit 35 Jahren wurde er 2003 Professor an der Universität Bonn. Daneben ist er als Programmdirektor am Bonner Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA), als Fellow am Centre for Economic Policy Research (CEPR) in London und am Center for Economic Studies/ifo Institut für Wirtschaftsforschung (CESifo) München sowie als Forschungsprofessor am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung tätig.

Professor Falk lebt in Bonn, ist verheiratet und Vater zweier Töchter und eines Sohns.

Die DFG ehrt in ihrem Leibniz-Programm außerdem eine Wissenschaftlerin und neun weitere Wissenschaftler. Der Leibniz-Preis ist die höchstdotierte Auszeichnung, die in Deutschland regelmäßig an Wissenschaftler vergeben wird " eine Art "deutscher Nobelpreis". Das Preisgeld von 2,5 Millionen Euro ist für Forschungsarbeiten in einem Zeitraum von bis zu sieben Jahren vorgesehen. Bei der Verwendung der Mittel werden den Preisträgern größtmögliche Freiheiten eingeräumt. Die Preisverleihung findet am 30. März 2009 in Berlin statt.

Kontakt:
Professor Dr. Armin Falk
Institut für Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften der Universität Bonn
Telefon: 0228/73-9240
E-Mail: armin.falk@uni-bonn.de





Weiterführende Informationen:

Podcast: Professor Falk erklärt Neuroökonomie



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Prof. Dr. Armin Falk. Foto: D. Fritz/Uni Bonn



Prof. Dr. Armin Falk. Foto: D. Fritz/Uni Bonn




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Bild Armin Falk erhält den "deutschen Nobelpreis" © Universität Bonn
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