10. Juli 2007

Bonner Forscher wollen das Licht bändigen Bonner Forscher wollen das Licht bändigen

DFG fördert Physik-Forschergruppe mit 1,7 Mio Euro

Über 1,7 Millionen Euro können sich Wissenschaftler der Universitäten Bonn, Mainz und Stuttgart freuen. Mit diesem Betrag fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) in den kommenden drei Jahren eine Forschergruppe im Bereich Photonik. Ziel der Wissenschaftler sind Fortschritte bei der Bündelung und Kontrolle von Licht. Ihre Ergebnisse können zum Beispiel zur Entwicklung neuartiger Bildschirme oder leistungsfähiger optischer Signalverarbeitung beitragen.

Bild Bonner Forscher wollen das Licht bändigen
Bild Bonner Forscher wollen das Licht bändigen © Universität Bonn

Die DFG hatte die Forschergruppe "Photonik" bereits in den letzten drei Jahren gefördert. Die bisherigen Erfolge und der Fortsetzungsantrag haben die Fachgutachter der DFG nun überzeugt, diese Förderung zu verlängern. Für die nächsten drei Jahre stellt sie Sachmittel bereit und finanziert die Stellen von zehn Doktoranden sowie einem Post-Doktoranden.


Sprecher der Forschergruppe ist Professor Dr. Karsten Buse, Inhaber der Heinrich-Hertz-Stiftungsprofessur der Deutschen Telekom AG an der Universität Bonn. "Licht ist sehr vielseitig einsetzbar", erklärt der Physiker. "Unsere Untersuchungen bieten spannende Grundlagenphysik und sind gleichzeitig sehr anwendungsnah. Glasfasernetze, CDs und DVDs, aber auch moderne Bildschirme wären ohne die Fortschritte auf diesem Gebiet nicht denkbar."


Um Licht zu bändigen, nutzt man seit Jahrhunderten Glaslinsen oder Metallspiegel. Das Ziel der Forschergruppe ist, die Wechselwirkung von Licht und Materie deutlich zu verstärken, um effizienter und schneller mit Licht arbeiten zu können. Dazu werden Materialien wie beispielsweise Gläser und Metalle sehr fein - auf der Mikro- bis Nanometerskala - strukturiert, was zu ganz neuartigen optischen Eigenschaften führt. Neben einem Verständnis der physikalischen Grundlagen können aus der Forschergruppe insbesondere neuartige Lichtquellen und empfindliche Sensoren entstehen. Der Schwerpunkt der Arbeiten liegt bei den Physikern der Universität Bonn. Außerdem tragen die Bonner Physikalische Chemie sowie Arbeitsgruppen der Universitäten Mainz und Stuttgart mit je einem Teilprojekt bei.


Nähere Informationen unter http://licht.physik.uni-bonn.de


Kontakt:

Prof. Dr. Karsten Buse

Universität Bonn, Physikalisches Institut

Telefon: 0228/73-4899

E-Mail: kbuse@uni-bonn.de






Bilder zu dieser Pressemitteilung:

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In tonnenförmigen Strukturen aus Glas kann Licht gefangen werden. Die Lichtteilchen stehen dabei so für Experimente zur Verfügung. Hier sieht man die Intensität des an der Lichtspeicher-Oberfläche gestreuten Lichts. (c) A. Rauschenbeutel, Uni Mainz



Bei der Arbeit im Laserlabor. (c) Frank Homann, Uni Bonn



Käfig für Licht " die leuchtende runde Scheibe ist ein "Resonator" gefertigt aus einem Lithiumniobat-Kristall. (c) Daniel Haertle, Uni Bonn



Studenten im Laserlabor. (c) Frank Homann, Uni Bonn




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