„Gliazellen“ spielen eine aktive Rolle im Nervensystem

Damit das Gehirn leistungsfähig arbeitet, müssen Nervenimpulse möglichst schnell und präzise an ihr Ziel gelangen. Eifrig im Einsatz sind dabei die Nervenbahnen, auch als Axone bezeichnet, die die Impulse weiterleiten. Eine isolierende Hülle um die Axone erhöht ihre Leitungsgeschwindigkeit. Diese isolierende Hülle, Myelin genannt, wird von einem Hauptbestandteil des Gehirns gebildet – den Gliazellen. Wissenschaftler der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) haben jetzt in Zusammenarbeit mit Kollegen der Universität Bonn herausgefunden, dass Gliazellen nicht nur die Geschwindigkeit der Nervenleitung kontrollieren, sondern auch einen Einfluss auf die Genauigkeit der Signalleitung haben. Ohne Myelin kommt es zu kurzschlussartigen Vorgängen. Die Studie ist in „Nature Communications“ erschienen.

Taufe des Robert-Schuman-Saals im Institut français

Rektor Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Hoch hat gemeinsam mit Dr. habil. Landry Charrier, Hochschulattaché der französischen Botschaft und Leiter des Institut français an der Universität Bonn, den Veranstaltungssaal des Instituts auf den Namen "Robert-Schuman-Saal" getauft.

Uni-Infobox auf der Poppelsdorfer Allee eingeweiht

Die Universität Bonn hat auf der Poppelsdorfer Allee einen eigenen Offenen Bücherschrank eingerichtet, die "Infobox zum Studium an der Uni Bonn". Das Angebot wendet sich an Studienanfänger und –interessierte und steht auch Bürgern und Studierenden höherer Semester offen. Das neue Kommunikationsmöbel befindet sich direkt gegenüber dem Gebäude Poppelsdorfer Allee 49, in dem unter anderem die Zentrale Studienberatung und das Studierendensekretariat untergebracht sind.

Vereint gegen Kopfschmerzen

Im Rahmen des regelmäßig stattfindenden Patientenkolloquiums „Uni-Medizin für Sie – Mitten im Leben“ lädt das Universitätsklinikum Bonn in Kooperation mit dem General-Anzeiger Bonn zu einem Informationsabend ein. Unter dem Motto „Vereint gegen Kopfschmerzen – zum aktuellen Stand von Forschung und Therapie“ geben Vorträge einen Überblick rund um Diagnostik und Behandlungsoptionen bei Kopfschmerzen. Die kostenlose Veranstaltung findet am Donnerstag, 17. September, von 18 Uhr bis 19:30 Uhr online per Zoom statt.

Sonderforschungsbereich zu extremer Trockenheit geht in die zweite Förderphase

Im Sonderforschungsbereich (SFB) 1211 „Evolution der Erde und des Lebens unter extremer Trockenheit“ werden die wechselseitigen Beziehungen zwischen der Landschaftsentwicklung und der Evolution des Lebens erforscht. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat den SFB verlängert und fördert ihn in den nächsten vier Jahren mit rund elf Millionen Euro.

Universitätsklinikum Bonn ruft zur Blutspende auf

Blutkonserven werden in Bonn und der Region dringend gebraucht. Die Zahl der Blutspender ging aktuell aufgrund Urlaubszeit, Hitze und der Ausbreitung des Coronavirus zurück. Der Bestand im Blutspendelager ist um die Hälfte gesunken. Es gibt daher derzeit nur wenig Reserven für den Notfall. Zudem sind Blutspenden für die medizinische Versorgung unverzichtbar. Das Universitätsklinikum Bonn benötigt aktuell Blutkonserven jeder Blutgruppe – besonders der Blutgruppe 0 als universalverträgliches Blut bei Notfällen. Daher gingen jetzt der Ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Holzgreve und Prof. Dr. Johannes Oldenburg, Direktor des Instituts für Experimentelle Hämatologie und Transfusionsmedizin, mit gutem Beispiel voran. Unter der Hotline 0228/287-14780 können sich Spendewillige montags bis freitags von 8:30 bis 14 Uhr informieren und einen Termin vereinbaren. Terminabsprachen sind auch per E-Mail an termin.blutspende@ukbonn.de unter Angabe einer Telefonnummer möglich.

Einfach mal ausprobieren: Mobilitäts-Testwochen an der Universität Bonn

Viele Angehörige der Universität Bonn liebäugeln mit dem Rad als Verkehrsmittel, können sich aber noch nicht so recht zum Umsteigen durchringen. Für sie hat die Universität die Mobilitäts-Testwochen ins Leben gerufen, bei denen man unverbindlich testen kann, wie gut der individuelle Weg zur Arbeit mit Fahrrad, E-Bike oder Speed-Pedelac funktioniert.

Fossiles Wachstum gibt Aufschluss über das Klima

Panthasaurus maleriensis lebte vor rund 225 Millionen Jahren im heutigen Indien. Er ist ein Vorfahre der heutigen Amphibien und galt bislang als rätselhaftester Vertreter der Metoposauridae. Paläontologen der Universitäten Bonn und Opole (Polen) untersuchten das Knochengewebe des Fossils und verglichen es mit anderen Vertretern der Familie auch aus der Trias. Sie entdeckten im Knochen Phasen langsameren und schnelleren Wachstums, die offensichtlich vom Klima abhingen. Die Ergebnisse sind nun im Journal „PeerJ“ veröffentlicht.

Wird geladen